381 Tage nach dem Hoch: Warum der Bitcoin-Zyklus diesmal anders verläuft
Einordnung: Die letzten drei Zyklushochs kamen 526, 548 und 534 Tage nach der jeweiligen Halbierung, und das Hoch vom Oktober 2025 passt genau in diese Reihe. Was nicht mehr passt, ist die Fallhöhe: Mit 33 Prozent Abstand zum Rekord steht Bitcoin am gleichen Zyklustag deutlich besser da als in den drei Zyklen davor, in denen es 72 bis 80 Prozent waren.

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Der Bitcoin-Zyklus ist die Beobachtung, dass sich der Kurs seit 2012 in einem wiederkehrenden Rhythmus bewegt: Etwa alle vier Jahre halbiert sich die Belohnung für die Miner, gut anderthalb Jahre später steht ein Rekord, danach folgt ein tiefer Einbruch. Wer heute wissen will, ob dieser Rhythmus noch gilt, bekommt darauf zwei gegensätzliche Antworten. Beide lassen sich nachrechnen.
Belegt ist: Die letzten drei Zyklushochs kamen 526, 548 und 534 Tage nach der jeweiligen Halbierung, also mit höchstens drei Wochen Abstand zueinander, und das Hoch vom 6. Oktober 2025 passt genau in dieses Muster. Belegt ist ebenso, dass der Ausschlag von Zyklus zu Zyklus kleiner wird. Unsere Einschätzung dazu folgt weiter unten: Der Takt hält, die Rendite je Zyklus nicht, und genau diese beiden Dinge werden in der Debatte über den angeblich toten Vierjahreszyklus durcheinandergebracht. Bitcoin notierte am 22. Oktober 2026 bei rund 84.300 US-Dollar, umgerechnet etwa 75.000 Euro.
Bitcoin-Zyklus: Das Wichtigste in Kürze
- Der Takt ist intakt: 526, 548 und 534 Tage lagen zwischen den letzten drei Halbierungen und dem jeweiligen Zyklushoch.
- Die Rekorde folgen in gleichmäßigem Abstand: 1.478, 1.424 und 1.426 Tage von Hoch zu Hoch.
- Der Zugewinn schrumpft: Von Hoch zu Hoch waren es erst Faktor 16,9, dann 3,5, zuletzt nur noch 1,8.
- Der Absturz schrumpft mit: 86,9 Prozent nach 2013, 84,1 nach 2017, 77,6 nach 2021 und bisher 54,3 Prozent nach dem Hoch von 2025.
- Am 22. Oktober 2026 liegt Bitcoin 33 Prozent unter dem Rekord. In den drei Zyklen davor stand der Kurs am selben Zyklustag 72 bis 80 Prozent im Minus.
- Die nächste Halbierung fällt mit Block 1.050.000, nach heutiger Blockgeschwindigkeit im März oder April 2028.
Was der Bitcoin-Zyklus ist: Halving, Blockbelohnung und der Vierjahresrhythmus
Das Halving, auf Deutsch die Halbierung, ist eine fest einprogrammierte Regel des Bitcoin-Protokolls: Alle 210.000 Blöcke sinkt die Menge neuer Bitcoin, die ein Miner für einen gefundenen Block bekommt, auf die Hälfte. Weil im Schnitt alle zehn Minuten ein Block entsteht, dauert das rund vier Jahre. Derzeit liegt die Blockbelohnung bei 3,125 Bitcoin, nach der nächsten Halbierung sind es 1,5625.
Daraus entstand die Zyklustheorie. Die Logik dahinter: Das neue Angebot halbiert sich über Nacht, die Nachfrage bleibt oder wächst, der Preis zieht mit Verzögerung an, lockt neue Käufer, übertreibt und bricht anschließend ein. Vier Phasen, vier Jahre. Der Begriff Vierjahreszyklus meint genau diesen Ablauf.
Wichtig ist, was die Theorie nicht behauptet. Ein sofortiger Kursanstieg nach dem Halving gehört nicht dazu, ein Zielkurs auch nicht. Beschrieben wird ein zeitlicher Ablauf. Genau deshalb lässt sich nachprüfen, ob die Theorie noch trifft: Gemessen werden Abstände, nicht Prognosen. Die Terminübersicht mit Countdown und Blockhöhe führen wir laufend auf der Seite zum Bitcoin-Halving.

Vier Halbierungen, vier Hochs: Die Termine stehen in der Blockchain
Die Halbierungen muss niemand schätzen. Jede trägt einen Zeitstempel in der Blockchain, nachlesbar am jeweiligen Block: Block 840.000 etwa trägt den 20. April 2024. Daneben die Höchstkurse, gemessen an den Tageskursen der Börse Bitstamp:
| Halbierung | Block | Belohnung danach | Zyklushoch | Höchstkurs |
|---|---|---|---|---|
| 28. November 2012 | 210.000 | 25 BTC | 30. November 2013 | 1.163 USD |
| 9. Juli 2016 | 420.000 | 12,5 BTC | 17. Dezember 2017 | 19.666 USD |
| 11. Mai 2020 | 630.000 | 6,25 BTC | 10. November 2021 | 69.000 USD |
| 20. April 2024 | 840.000 | 3,125 BTC | 6. Oktober 2025 | 126.272 USD |
Eine Zahl braucht eine Einordnung: Das Allzeithoch vom 6. Oktober 2025 liegt je nach Datenquelle zwischen 126.080 und 126.272 US-Dollar. Der untere Wert mittelt über viele Handelsplätze, der obere ist das Tageshoch an einer einzelnen Börse. An der Aussage ändert die Spanne nichts.
In der Reihe steckt eine Ausnahme: Im März 2024, also noch vor der vierten Halbierung, stand mit 73.794 US-Dollar bereits ein neuer Rekord. Das hatte es zuvor nie gegeben, und es war das erste Anzeichen dafür, dass eine zweite Kraft am Werk ist.
526, 548 und 534 Tage: Der Takt vom Halving bis zum Zyklushoch
Der stärkste Beleg für den Zyklus ist kein Kurs, sondern ein Abstand. Vom Tag der Halbierung bis zum höchsten Kurs des folgenden Aufschwungs vergingen:
- nach der Halbierung 2012: 367 Tage bis zum Hoch am 30. November 2013
- nach 2016: 526 Tage bis zum 17. Dezember 2017
- nach 2020: 548 Tage bis zum 10. November 2021
- nach 2024: 534 Tage bis zum 6. Oktober 2025
Der erste Wert fällt heraus, und das hat einen nachvollziehbaren Grund: 2013 war Bitcoin ein Nischenmarkt mit wenigen Handelsplätzen, in dem ein einzelner Käufer den Kurs bewegen konnte. Die drei jüngeren Zyklen liegen dagegen eng beieinander. Zwischen dem kürzesten und dem längsten Abstand liegen 22 Tage, im Mittel sind es 536.
Noch enger wird das Bild, wenn man Rekord zu Rekord misst statt Halbierung zu Rekord: 1.478 Tage vom Hoch 2013 zum Hoch 2017, 1.424 Tage bis 2021, 1.426 Tage bis 2025. Die beiden letzten Abstände unterscheiden sich um zwei Tage. Das sind jeweils gut 3 Jahre und 11 Monate. Wer diesen Abstand fortschreibt, landet rechnerisch beim 1. September 2029. Das ist eine Rechenübung und keine Vorhersage, denn drei Messwerte ergeben noch keine Gesetzmäßigkeit.
Festhalten lässt sich trotzdem: Wer 2024 behauptete, der Zyklus sei tot, lag beim Zeitpunkt des Hochs daneben. Es kam, und es kam pünktlich.
Faktor 16,9, dann 3,5, dann 1,8: Die Amplitude schrumpft mit jedem Zyklus
Pünktlich heißt nicht gleich stark. Misst man jeden Rekord am vorherigen, wird die Reihe mit jedem Durchgang flacher:
| Von Hoch zu Hoch | Kurs davor | Kurs danach | Faktor | Abstand |
|---|---|---|---|---|
| 2013 auf 2017 | 1.163 USD | 19.666 USD | 16,9 | 1.478 Tage |
| 2017 auf 2021 | 19.666 USD | 69.000 USD | 3,5 | 1.424 Tage |
| 2021 auf 2025 | 69.000 USD | 126.272 USD | 1,8 | 1.426 Tage |
Der Vermögensverwalter Grayscale hat denselben Befund anders ausgedrückt: Der stärkste Zwölfmonatsgewinn dieses Zyklus lag bei 240 Prozent, gemessen bis März 2024, während frühere Aufschwünge Jahresgewinne von über 1.000 Prozent brachten.
Die Abwärtsbewegung folgt demselben Muster. Vom Rekord bis zum tiefsten Punkt danach verlor Bitcoin 86,9 Prozent (bis Januar 2015), 84,1 Prozent (bis Dezember 2018) und 77,6 Prozent (bis November 2022). Im laufenden Zyklus steht bisher ein Rückgang von 54,3 Prozent: vom 6. Oktober 2025 bis zum 1. Juli 2026, als der Kurs bei 57.735 US-Dollar sein bisheriges Tief fand.

33 Prozent statt 72 bis 80: Der Direktvergleich am gleichen Zyklustag
Die aussagekräftigste Messung dieses Artikels legt die vier Zyklen übereinander und fragt: Wo stand der Kurs jeweils am gleichen Tag nach dem Rekord? Der 22. Oktober 2026 ist Tag 381 nach dem Hoch vom 6. Oktober 2025. An ihrem jeweiligen Tag 381 standen die älteren Zyklen so:
- Zyklus 2013: 329 US-Dollar, 71,7 Prozent unter dem Rekord
- Zyklus 2017: 3.886 US-Dollar, 80,2 Prozent unter dem Rekord
- Zyklus 2021: 16.454 US-Dollar, 76,2 Prozent unter dem Rekord
- Zyklus 2025: 84.264 US-Dollar, 33,3 Prozent unter dem Rekord
Die drei alten Zyklen lagen an diesem Tag zwischen 72 und 80 Prozent im Minus, also in einem Korridor von acht Prozentpunkten. Der laufende Zyklus liegt mehr als 38 Prozentpunkte darüber. Im Diagramm oben verläuft die orange Kurve über die gesamten 381 Tage oberhalb aller drei Vorgänger, und das ohne eine einzige Berührung.
Ein zweiter Unterschied steckt im Zeitpunkt des Tiefs. Die früheren Zyklen fanden ihren tiefsten Stand 363 bis 410 Tage nach dem Hoch, also ungefähr jetzt. Das bisherige Tief dieses Zyklus liegt auf Tag 268, mehr als drei Monate früher, und seitdem ist der Kurs wieder gestiegen. Ob dieses Tief hält, entscheiden die kommenden Monate; ausgestanden ist ein Zyklus erst mit dem nächsten Rekord.
Auch die Erholungsdauer hat sich verkürzt. Vom Hoch bis zum nächsten Rekord brauchte Bitcoin 1.181 Tage (ab 2013), dann 1.079 Tage (ab 2017) und zuletzt 846 Tage (ab 2021). Gemessen an dieser Reihe wäre der laufende Zyklus auf Tag 381 noch mitten in der Strecke. Im Januar 2026 hatten wir dieselbe Frage schon einmal gestellt und gefragt, ob dieser Krypto-Zyklus wie der von 2021 verläuft. Neun Monate später lässt sich die Antwort teilen: beim Zeitpunkt ja, bei der Fallhöhe nein.
Das Jahr 2026 selbst liest sich unspektakulär: Höchstkurs 97.939 US-Dollar am 14. Januar, Tiefstkurs 57.735 US-Dollar am 1. Juli, seit Jahresbeginn ein Minus von 5 Prozent. Seit Ende Juli bewegt sich der Kurs in einer Spanne zwischen 62.216 und 87.374 US-Dollar. Diese Seitwärtsbewegung bei moderatem Abstand zum Rekord ist das eigentlich Neue an diesem Zyklus.
Angebot, Fonds und Marktgröße: Der Antrieb der Halbierung sinkt auf 0,8 Prozent
Für die schrumpfende Amplitude gibt es eine Erklärung, die ganz ohne Stimmung auskommt: Die Halbierung verliert mit jedem Durchgang an Hebelwirkung. Entscheidend ist nicht, dass sich die Blockbelohnung halbiert, sondern wie viel neues Angebot dadurch gemessen an der vorhandenen Menge wegfällt.
| Zeitraum | Belohnung je Block | Neue Bitcoin im Jahr | Anteil an der Umlaufmenge |
|---|---|---|---|
| ab 2012 | 25 BTC | rund 1.314.000 | rund 12,1 Prozent |
| ab 2016 | 12,5 BTC | rund 657.000 | rund 3,9 Prozent |
| ab 2020 | 6,25 BTC | rund 328.500 | rund 1,7 Prozent |
| ab 2024 | 3,125 BTC | rund 164.250 | rund 0,8 Prozent |
| ab 2028 | 1,5625 BTC | rund 82.125 | rund 0,4 Prozent |
2012 verschwand mit der Halbierung ein Angebotsstrom, der einem Zehntel aller vorhandenen Bitcoin im Jahr entsprach. Heute sind es weniger als ein Prozent, nach 2028 noch ein halbes. Täglich kommen derzeit rund 450 neue Bitcoin hinzu, bei einer Umlaufmenge von gut 20,1 Millionen Stück. Ein Ereignis, das 0,4 statt 12 Prozent des Bestands betrifft, kann den Kurs kaum noch so bewegen wie früher. Der Zyklus wird dadurch nicht ungültig, aber sein Antrieb wird schwächer.
Dazu kommt die schiere Größe. Bitcoin war am 22. Oktober 2026 rund 1,69 Billionen US-Dollar wert. Eine Verdopplung erfordert heute ein Vielfaches des Kapitals, das 2017 nötig war, um denselben prozentualen Sprung zu schaffen. Und die Herkunft dieses Kapitals hat sich verändert: Grayscale verweist darauf, dass neues Geld inzwischen überwiegend über börsengehandelte Produkte und über Unternehmensbilanzen kommt, nicht mehr über Privatkonten bei Handelsplätzen. Wie solche Produkte in Deutschland funktionieren, steht in unserer Übersicht zu Krypto-ETFs und ETNs. Wer die Verschiebung zwischen Bitcoin und dem übrigen Markt mitlesen will, findet den Verlauf der Bitcoin-Dominanz bei uns als laufende Grafik.
Fonds kaufen und verkaufen anders als Privatanleger: regelmäßiger, in größeren Blöcken und oft gegen den kurzfristigen Trend. Genau das dämpft Übertreibungen nach oben wie nach unten. Werkzeuge, mit denen sich solche Zu- und Abflüsse verfolgen lassen, haben wir im Überblick der Krypto-Analyse-Plattformen gegenübergestellt.

Die Gegenprobe: Was Grayscale und Bitwise für 2026 angekündigt hatten
Im Dezember 2025 legten gleich mehrere Häuser Jahresausblicke vor, in denen der Vierjahreszyklus für beendet erklärt wurde. Diese Aussagen lassen sich heute an den Kursen messen, und das gehört zu einer ehrlichen Einordnung dazu.
Grayscale schrieb in seinem Ausblick, die Vierjahreszyklus-These werde sich als falsch erweisen, und hielt ein neues Allzeithoch im ersten Halbjahr 2026 für wahrscheinlich. Gemessen am Kurs ist diese Erwartung nicht eingetroffen: Der höchste Stand des ersten Halbjahres 2026 lag am 14. Januar bei 97.939 US-Dollar und damit 22,4 Prozent unter dem Rekord vom Oktober 2025.
Matt Hougan, Anlagechef des Vermögensverwalters Bitwise, erwartete in den Jahresprognosen seines Hauses ebenfalls neue Rekorde für 2026 und begründete das mit institutionellem Kapital, dessen Zustrom sich beschleunigen werde. Auch diese Erwartung hat sich bis zum 22. Oktober 2026 nicht erfüllt; das Jahr liegt mit 5 Prozent im Minus. Zur Fairness gehört: Das Jahr ist noch nicht vorbei, gut zwei Monate bleiben.
Nicht alle legten sich fest. Galaxy Digital nannte das Jahr seinerzeit zu chaotisch für eine Prognose. Festzuhalten ist vor allem eines: Beide Häuser, die den Zyklus für tot erklärten, leiteten daraus steigende Kurse ab. Eingetreten ist bisher das Gegenteil davon, und zwar bei einem Takt, der weiter zu den alten Abständen passt.
Haltefrist und Freigrenze: Die Folgen des Zyklus für Anleger in Deutschland
Ein Zyklus dauert nach den gemessenen Abständen rund 1.426 Tage, also knapp vier Jahre. Für Anleger in Deutschland hat diese Zeitspanne eine steuerliche Entsprechung. Private Veräußerungsgeschäfte mit Kryptowerten fallen unter Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes: Wer einen Coin länger als ein Jahr hält und dann verkauft, zahlt auf den Gewinn keine Einkommensteuer. Wer innerhalb des Jahres verkauft, muss den Gewinn versteuern, sofern die Summe aller privaten Veräußerungsgewinne eines Jahres die Freigrenze von 1.000 Euro erreicht.
Daraus ergibt sich eine Verbindung, die im Zyklusgerede meist fehlt: Wer eine Position über ein Zyklustief hinweg hält, überschreitet die Jahresfrist zwangsläufig. Wer dagegen versucht, Hochs und Tiefs mitzunehmen, handelt meist innerhalb der Frist und landet in der Steuerpflicht. Die Haltefrist steht derzeit politisch zur Debatte; den jeweils aktuellen Stand samt Terminen führen wir auf unserer Seite zur Krypto-Haltefrist. Eine Steuerberatung ersetzt dieser Text nicht.
Für die Auswahl eines Handelsplatzes gilt in der EU seit dem Ende der letzten Übergangsfrist am 1. Juli 2026 die Verordnung MiCA: Anbieter brauchen eine Zulassung als Kryptowerte-Dienstleister, in Deutschland beaufsichtigt von der BaFin. Welche Plattformen diese Zulassung vorweisen, zeigt unser Vergleich der regulierten Krypto-Börsen.
Block 1.050.000: Wann die nächste Halbierung fällt
Die fünfte Halbierung tritt bei Block 1.050.000 in Kraft. Am 22. Oktober 2026 stand die Blockchain bei Höhe 972.548, es fehlen also 77.452 Blöcke. Wann die erreicht sind, hängt an der Geschwindigkeit, mit der Miner Blöcke finden.
Über die letzten 2.016 Blöcke, also eine volle Schwierigkeitsperiode, lag der Abstand bei 9,39 Minuten und damit unter dem Sollwert von zehn Minuten. Rechnet man mit diesem Tempo weiter, fällt die Halbierung auf den 10. März 2028. Beim Sollwert von zehn Minuten wäre es der 11. April 2028. Realistisch ist also ein Fenster im Frühjahr 2028, rund 505 bis 537 Tage von heute aus. Je mehr Rechenleistung ans Netz geht, desto weiter rutscht der Termin nach vorn. Eine ausführliche Erklärung dazu steht in unserem Beitrag Wann ist das nächste Bitcoin-Halving?
Was den Zyklus brechen würde: Drei Bedingungen mit Datum
Statt den Zyklus für tot oder lebendig zu erklären, lässt sich festlegen, woran ein Bruch erkennbar wäre. Drei Bedingungen sind nachprüfbar:
- Ein Rekord zur falschen Zeit. Steigt der Kurs vor der Halbierung im Frühjahr 2028 über 126.272 US-Dollar, wiederholt sich das Muster vom März 2024 in größerem Maßstab. Dann treibt der Kurs die Halbierung und nicht umgekehrt.
- Ein Tief, das kein Tief ist. Hält der Stand vom 1. Juli 2026 bis zur nächsten Halbierung, wäre es der erste Zyklus seit 2013 ohne einen Rückgang von mehr als 70 Prozent. Der Abstand zu den drei Vorgängern läge dann bei mehr als 20 Prozentpunkten.
- Ein Takt, der ausfällt. Der Abstand zwischen den letzten drei Rekorden betrug 1.478, 1.424 und 1.426 Tage. Kommt der nächste Rekord deutlich vor oder nach dem rechnerischen Termin um den 1. September 2029, ist der Rhythmus gerissen.
Jede dieser drei Bedingungen trägt ein Datum und eine Zahl. Damit lässt sich die Frage in zwei Jahren beantworten, ohne auf Stimmungen angewiesen zu sein.
Unsere Einschätzung: Der Takt hält, die Rendite je Zyklus nicht
Aus Sicht der Redaktion wird in der Debatte Zeit mit Ertrag verwechselt. Dafür sprechen die gemessenen Abstände: 526, 548 und 534 Tage von der Halbierung bis zum Hoch, dazu 1.424 und 1.426 Tage von Rekord zu Rekord. Der zeitliche Rahmen hat bisher jedes Mal gehalten, zuletzt im Oktober 2025. Gleichzeitig fiel der Zugewinn von Faktor 16,9 auf 3,5 und dann auf 1,8, und der Angebotseffekt der Halbierung sank von 12,1 auf 0,8 Prozent der Umlaufmenge. Beides zusammen ergibt: ein Rhythmus mit abnehmender Wucht.
Dagegen spricht die kleine Stichprobe. Vier Zyklen sind vier Datenpunkte, und zwei davon stammen aus einer Zeit, in der der gesamte Markt kleiner war als heute ein einzelner großer Fonds. Dagegen spricht ebenso, dass der laufende Zyklus im Rückgang deutlich aus der Reihe fällt: 54 statt 78 bis 87 Prozent. Wer daraus einen festen Fahrplan ableitet, überdehnt die Daten. Bitcoin bleibt eine Anlage, bei der ein Totalverlust möglich ist, und keine der Zahlen in diesem Artikel sagt etwas über den Kurs von morgen.
Bitcoin-Zyklus: Bis zur nächsten Halbierung bleiben rund 500 Tage
Der Takt des Zyklus hat bisher gehalten, der Ertrag je Durchgang schrumpft, und die nächste Halbierung liegt im Frühjahr 2028. Drei Schritte machen daraus etwas Praktisches:
- Den eigenen Zeithorizont an die Zyklusdauer legen. Knapp vier Jahre von Rekord zu Rekord bedeuten, dass eine Position über einen vollen Zyklus die steuerliche Jahresfrist deutlich überschreitet. Wer regelmäßig und unabhängig vom Kursstand kaufen möchte, findet die Konditionen im Vergleich der Bitcoin-Sparpläne.
- Die Nachweise vom ersten Kauf an sammeln. Kaufdatum, Kurs und Handelsplatz entscheiden später darüber, ob ein Gewinn unter die Jahresfrist fällt. Welche Programme das übernehmen, steht im Überblick der Krypto-Steuer-Tools.
- Die drei Bedingungen oben im Auge behalten. Ein Rekord vor dem Frühjahr 2028, ein haltendes Tief vom 1. Juli 2026 oder ein Rekord weit abseits des 1. September 2029: Jede dieser Marken sagt mehr über den Zyklus aus als jede Jahresprognose. Wo ein Coin zu welchen Gebühren handelbar ist, zeigt der Vergleich der Krypto-Börsen.
(Stand: 22. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)
Häufige Fragen zum Bitcoin-Zyklus
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.
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