Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Monero (XMR) nach dem Update auf 0.18.5.4: 558 Dollar am Wochenhoch, diese Marke entscheidet

Monero hat die Punktfassung 0.18.5.4 veröffentlicht und behebt damit Fehler bei DNSSEC, Checkpoints und Blocklisten. Zugleich steht XMR mit 6,93 Prozent Wochenplus am oberen Rand seiner Wochenspanne, während der übrige Kryptomarkt nachgibt.

Gravierte Messingplatte mit dem Monero-Zeichen an der Stahltür eines nächtlichen Rechenzentrums
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Monero hat am Samstag die Punktfassung 0.18.5.4 seiner Software veröffentlicht, und der Kurs von XMR steht mit 558,19 US-Dollar am oberen Rand seiner Wochenspanne. Beides zusammen ergibt den Anlass für diesen Artikel: ein Wartungsrelease ohne Änderung der Netzwerkregeln, und ein Coin, der auf Wochensicht 6,93 Prozent zulegt, während Bitcoin im selben Zeitraum 1,37 Prozent abgibt.

Eine Punktfassung ist eine Zwischenversion, die Fehler behebt, ohne die Regeln des Netzwerks zu verändern. Wer XMR selbst verwahrt, muss deshalb keinen Stichtag einhalten, sollte den eigenen Softwarestand aber kennen. Wer XMR von Deutschland aus kaufen will, stößt dagegen auf ein ganz anderes Problem, und das hat mit diesem Release nichts zu tun.

Monero 0.18.5.4 behebt Fehler bei DNSSEC, Checkpoints und Blocklisten

Die Veröffentlichung trägt den Namen „Fluorine Fermi, Point Release 5.4" und beschreibt sich selbst als Fassung, die Fehler behebt. Zwei Korrekturen stehen in den Release-Notizen oben: Der Daemon validiert die DNSSEC-Signaturen für Checkpoints, Blocklisten und Update-Abfragen wieder korrekt, und die JSON-Schnittstelle nimmt Zahlen in Textform wieder an.

DNSSEC ist eine Signatur über Einträgen im Domain Name System, die belegt, dass eine Antwort wirklich vom zuständigen Server kommt und auf dem Weg nicht verändert wurde. Der Daemon ist das Programm, das im Hintergrund eine Kopie der Monero-Blockchain führt und sich mit anderen Knoten abstimmt. Checkpoints sind feste Prüfpunkte in der Blockchain, an denen ein Knoten abgleicht, ob er dieselbe Geschichte sieht wie das übrige Netzwerk. Eine Blockliste verzeichnet Einträge, die als problematisch gemeldet wurden.

Praktisch heißt das: Ein Knoten, der eine Signatur nicht sauber validiert, akzeptiert im schlechtesten Fall manipulierte Prüfpunkte. Ein Angreifer bräuchte dafür allerdings Kontrolle über die Namensauflösung des Betroffenen, und das ist aufwendig. Behoben ist die Schwachstelle jetzt trotzdem.

Die vorige Fassung 0.18.5.3 erschien am 6. Oktober und galt den Entwicklern als nachdrücklich empfohlen. Zwischen beiden Versionen liegen elf Tage, was für eine Software dieser Art ein kurzer Abstand ist.

Die offizielle Bezugsquelle für die aktuelle Fassung

Maßgeblich ist die Downloadseite des Projekts. Dort stehen die jeweils aktuellen Dateien für Windows, macOS, Linux und die Befehlszeilenwerkzeuge. Hole die Software ausschließlich von dort oder aus dem Repository des Projekts, nie über einen Link aus einer Suchanzeige: Gefälschte Wallet-Seiten sind in den vergangenen Wochen mehrfach in den oberen Suchergebnissen aufgetaucht.

Kurs der Woche: 558 Dollar, 6,93 Prozent Plus in sieben Tagen

XMR notiert laut CoinGecko bei 558,19 US-Dollar und 496,61 Euro, Stand Samstagmorgen um 8:56 Uhr. Auf 24 Stunden gerechnet steht ein Minus von 0,17 Prozent, auf sieben Tage ein Plus von 6,93 Prozent, auf 14 Tage ein Plus von 2,11 Prozent und auf 30 Tage ein Plus von 11,07 Prozent. In den letzten 24 Stunden lag die Spanne zwischen 545,30 und 569,82 US-Dollar.

Mit einem Marktwert von rund 10,5 Milliarden US-Dollar liegt Monero auf Rang 13 der größten Kryptowerte. Der Tagesumsatz beträgt etwa 93,77 Millionen US-Dollar, im Umlauf sind 18.818.637 XMR. Vom Höchststand bei 797,73 US-Dollar, erreicht am 14. Januar 2026, fehlen damit 30 Prozent.

Wie sich die Woche gegen den Gesamtmarkt ausnimmt

Der Vergleich macht diese Woche bemerkenswert. Bitcoin steht bei 81.519 US-Dollar und gibt auf sieben Tage 1,37 Prozent ab, Ethereum verliert 2,68 Prozent, XRP 6,96 Prozent und Cardano 10,74 Prozent. Unter den 25 größten Kryptowerten liegen neben den Stablecoins und dem tokenisierten Kreditprodukt Figure Heloc nur drei Titel auf Wochensicht im Plus: TRON mit 1,31 Prozent, LEO Token mit 1,62 Prozent und Monero. Letzteres mit deutlichem Abstand vorn.

Warum XMR gegen den fallenden Gesamtmarkt zulegt

Eine einzelne Ursache lässt sich nicht belegen, und Zuflussdaten wie bei den Bitcoin-ETFs gibt es für Monero nicht. Eine naheliegende Erklärung trägt ebenfalls nicht: Zcash, der andere große Privatsphäre-Wert, notiert bei 1.161,83 US-Dollar und gibt auf Wochensicht 4,80 Prozent ab. Von einer Stärke der gesamten Gruppe kann also keine Rede sein.

Belegbar ist eine strukturelle Eigenschaft. Monero hat keinen laufenden Kalender aus Token-Freischaltungen. Bei vielen jüngeren Projekten kommt wöchentlich neues Angebot aus Team- und Investorenanteilen auf den Markt, das verkauft werden kann. Dieser Druck fehlt hier. Das erklärt keine einzelne Tagesbewegung, wohl aber, warum ein solcher Wert in schwachen Marktphasen weniger nachgeben muss als ein Token mit laufender Freischaltung.

Die Marken im längeren Zeitverlauf, nicht nur den Stand von heute, führt unsere laufend gepflegte Seite zur Monero-Prognose.

Punktfassung ohne Konsensänderung: Der Unterschied zum Netzwerk-Upgrade

Hier lohnt eine Abgrenzung, weil beides oft vermischt wird. Ein Netzwerk-Upgrade, in der Fachsprache ein Hard Fork, ändert die Regeln, nach denen Blöcke als gültig gelten. Wer seine Software dann nicht aktualisiert, landet nach dem Stichtag auf einer Blockchain, die das übrige Netzwerk nicht mehr anerkennt. Bei einer Punktfassung passiert das nicht.

Die Release-Notizen zu 0.18.5.4 nennen keine Konsensänderung und keinen Stichtag. Die einzige angekündigte Bruchstelle liegt weiter in der Zukunft: Die Annahme von Zahlen in Textform an der JSON-Schnittstelle, die diese Fassung wiederherstellt, soll mit Version 0.19 entfallen. Betroffen sind davon Programme, die über diese Schnittstelle mit einem Knoten sprechen, nicht die Nutzer einer gewöhnlichen Wallet.

Für dich heißt das: Es läuft keine Frist. Ein aktueller Softwarestand bleibt dennoch die billigste Sicherheitsmaßnahme, die zu haben ist.

Monero in Deutschland: Sechs große Börsen führen XMR nicht mehr

Der eigentliche Engpass für deutsche Anleger liegt nicht in der Software, sondern im Zugang. cryptoticker.io hat am 5. Oktober 2026 ausgewertet, dass sechs große Handelsplätze XMR für Kunden aus Deutschland nicht mehr anbieten; die Einzelheiten dazu stehen in unserem Artikel darüber, warum Monero bei großen Börsen verschwunden ist.

Der Grund dafür ist regulatorisch und nicht technisch. Ein Handelsplatz mit Zulassung nach der EU-Verordnung über Märkte für Kryptowerte muss Transaktionen einem Kunden zuordnen können. Bei Monero verbergen Ring-Signaturen und verschlüsselte Beträge Absender, Empfänger und Höhe einer Zahlung. Eine Ring-Signatur mischt den echten Unterzeichner einer Transaktion unter mehrere mögliche Unterzeichner, sodass von außen nicht erkennbar ist, welcher von ihnen gezahlt hat. Für eine Aufsicht, die Geldwäschepflichten durchsetzen muss, entsteht daraus der Konflikt.

Beladener Aktenwagen aus Stahl im nachtdunklen Flur eines Gerichtsgebäudes
In Europa entscheidet das Aufsichtsrecht darüber, wo Monero handelbar bleibt.

MiCA und die Geldwäscheverordnung: Der Stichtag 1. Juli 2027

MiCA ist die EU-Verordnung über Märkte für Kryptowerte und regelt, wer in der Europäischen Union Krypto-Dienstleistungen anbieten darf. Welche Pflichten im Einzelnen damit verbunden sind, steht in unserer Übersicht zu den MiCA-Pflichten für Krypto-Unternehmen. Für Monero kommt eine zweite Ebene hinzu: Die europäische Geldwäscheverordnung sieht vor, dass Anbieter ab dem 1. Juli 2027 nicht mehr mit Anonymitäts-Coins arbeiten dürfen. Ein Anonymitäts-Coin ist ein Kryptowert, dessen Protokoll die Beteiligten und Beträge einer Zahlung planmäßig verbirgt.

Was dieser Termin konkret bedeutet, hat cryptoticker.io am 23. August 2026 am Beispiel von Zcash beschrieben; dieselbe Logik trifft Monero. Wichtig ist dabei die Reihenfolge: Gemeint sind die Anbieter, nicht der Besitz. Ein Verbot, selbst verwahrte XMR zu halten, steht in der Verordnung nicht.

Praktisch verschiebt dieser Rahmen die Frage vom Kauf zur Verwahrung. Wenn der Weg über eine zugelassene europäische Börse mittelfristig schmaler wird, zählt, wie gut du deine Bestände ohne Börse verwalten kannst. Eine Übersicht der Geräte dafür steht in unserem Vergleich der Hardware-Wallets, und wer für den übrigen Teil seines Depots einen zugelassenen Handelsplatz sucht, findet ihn im Überblick der regulierten Kryptobörsen.

Selbstverwahrung von XMR: Seed, Viewkey und der Softwarestand

Monero arbeitet mit zwei verschiedenen Schlüsseln, und diese Unterscheidung kennen viele Halter nicht. Der Spend Key gibt die Verfügung über das Guthaben. Der Viewkey erlaubt allein den Blick auf eingehende Zahlungen, ohne Zugriff auf das Geld. Ein Viewkey ist damit das richtige Werkzeug, wenn ein Steuerberater oder ein Buchhaltungsprogramm Einsicht bekommen soll, ohne die Verfügung zu erhalten.

Die Wiederherstellungsphrase, der Seed, ist bei Monero 25 Wörter lang und nicht mit der 12- oder 24-Wörter-Phrase anderer Wallets austauschbar. Wer sie verliert, verliert das Guthaben; wer sie digital ablegt, verliert sie irgendwann an Schadsoftware. Papier oder gestanztes Metall, getrennt vom Gerät gelagert, bleibt der Stand der Technik.

Was beim ersten Start nach einem Update passiert

Zum Softwarestand gehört ein Punkt, der in der Praxis oft für Schrecken sorgt. Eine Wallet, die ihre Blockchain selbst führt, lädt nach einer längeren Pause viele Blöcke nach. Rechne beim ersten Start nach einem Update also mit Wartezeit, bevor das Guthaben wieder vollständig angezeigt wird. Ein leerer Kontostand in diesem Zustand ist normal und kein Hinweis auf einen Verlust.

Markenlose Hardware-Wallet in einer Hand über einer dunklen Werkbank
Bei Monero trennen zwei Schlüssel die Verfügung über das Guthaben von der reinen Einsicht in eingehende Zahlungen.

Haltefrist und Steuer: Wie das Finanzamt XMR-Gewinne behandelt

Für Kryptowerte im Privatvermögen gilt in Deutschland das private Veräußerungsgeschäft nach Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes. Nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr ist ein Gewinn aus dem Verkauf steuerfrei. Innerhalb des Jahres greift der persönliche Steuersatz, sofern die Summe aller solchen Gewinne eines Jahres die Freigrenze übersteigt.

Bei Monero kommt eine Besonderheit hinzu, die den Nachweis erschwert: Die Blockchain gibt die Beträge nicht offen her. Eine Haltefrist lässt sich später also nicht einfach über einen öffentlichen Blockchain-Explorer belegen. Umso wichtiger sind eigene Aufzeichnungen zu jedem Zugang, jedem Abgang und dem jeweiligen Kurs. Der Viewkey aus dem vorigen Abschnitt ist dafür das passende Werkzeug. Welche Programme solche Aufzeichnungen führen, zeigt unser Überblick der Krypto-Steuer-Tools.

Ein Wechsel der eigenen Wallet, etwa von der Desktop-Software auf ein Hardware-Gerät, ist kein Verkauf; die Haltefrist läuft dabei weiter.

Wochenhoch 558 Dollar, Wochentief 520 Dollar: Die Spanne der letzten sieben Tage

Die Tageswerte der vergangenen sieben Tage ergeben laut CoinGecko ein Wochentief von 519,73 US-Dollar am 11. Oktober und ein Wochenhoch von 558,15 US-Dollar am heutigen Samstag. Der Kurs steht damit am oberen Rand seiner Wochenspanne.

Als Beobachtung, nicht als Kursziel: Oberhalb der aktuellen Notierung liegt die runde 600er-Marke, danach erst wieder der Bereich um das Januar-Hoch bei 797,73 US-Dollar. Nach unten ist das Wochentief bei 519,73 US-Dollar die nächste Orientierung; darunter beginnt der Bereich, aus dem die 30-Tage-Rechnung ihr Plus von 11,07 Prozent bezieht. Welche dieser Marken hält, ist im Voraus nicht bekannt.

Monero-Update: Unter 520 Dollar verliert das Wochenplus seinen Boden

Drei Schritte ergeben sich aus diesem Artikel:

  1. Softwarestand abgleichen. Sieh nach, welche Fassung deine Monero-Wallet führt, und hole 0.18.5.4 ausschließlich über die offizielle Downloadseite. Wer den Bestand lieber auf ein Gerät als auf den Rechner legt, findet die Auswahl im Vergleich der Hardware-Wallets.
  2. Zugangsweg klären. Vor einem Nachkauf zählt die Frage, ob der eigene Handelsplatz XMR überhaupt noch anbietet und wie lange. Für den übrigen Teil des Depots lohnt der Blick in den Überblick der regulierten Kryptobörsen.
  3. Aufzeichnungen nachziehen. Halte Zugänge, Abgänge und Kurse fest, solange sie sich noch zuordnen lassen, denn die Blockchain liefert sie später nicht nach. Passende Programme stehen im Überblick der Krypto-Steuer-Tools.

(Stand: 17. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Monero

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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