Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Shiba Inu: 65 Milliarden Token zu den Börsen sind 349.700 Dollar: Worauf du jetzt achten solltest

CryptoQuant meldet für Shiba Inu einen Nettozufluss von 65 Milliarden Token an die Börsen. Zum Kurs vom 11. Oktober sind das 349.700 Dollar und damit 0,75 Prozent des Tagesumsatzes.

Behandschuhte Hand hält ein markenloses schwarzes Hardware-Gerät mit kurzem Kabel über einer dunklen Holzplatte
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Die Analysefirma CryptoQuant meldet für Shiba Inu einen positiven Nettofluss von rund 65 Milliarden SHIB. Positiv heißt in dieser Rechnung: Es wanderten mehr Token auf Handelsplätze, als von dort abgezogen wurden. Die Zahl klingt gewaltig. Zum Kurs von 0,00000538 Dollar am Sonntagmittag entspricht sie 349.700 Dollar, und damit 0,75 Prozent dessen, was in SHIB an einem Tag umgesetzt wird.

Der Befund hinter der Schlagzeile lautet deshalb nicht, dass eine Verkaufswelle anrollt. Er lautet, dass die Token-Zahlen bei Shiba Inu von der Umlaufmenge von 589 Billionen Stück verzerrt werden. Wer bei diesem Coin Milliarden hört, muss umrechnen, bevor er handelt. Dieser Artikel macht die Rechnung auf, ordnet sie in die Kurslage ein und zeigt, was ein Übertrag auf die eigene Verwahrung steuerlich in Deutschland bedeutet.

Shiba Inu: 65 Milliarden Token netto zu den Börsen, 349.700 Dollar in Geld

CryptoQuant misst den Nettofluss als Differenz zweier Ströme: Token, die von privaten Adressen auf Börsenadressen eingehen, gegen Token, die Börsen verlassen. Der Wert gilt für Samstag, den 10. Oktober. U.Today berichtete darüber am Sonntagvormittag und ordnete die 65 Milliarden als Abschwächung ein: Zuvor habe der Zufluss bei mehreren hundert Milliarden SHIB gelegen.

An der Richtung ändert das nichts. Der Saldo zeigt weiterhin zur Börse hin, nicht von ihr weg. Was sich geändert hat, ist das Tempo. Ein Rückgang von mehreren hundert Milliarden auf 65 Milliarden bedeutet, dass der Nachschub an verkaufsbereiten Token nachlässt, nicht dass Käufer die Oberhand gewonnen hätten.

Nettofluss ist dabei eine Hilfsgröße, kein Kurssignal. Er beschreibt, wie viele Token theoretisch verkaufsbereit auf Handelsplätzen liegen. Ob sie verkauft werden, sagt er nicht.

Wie ein Börsen-Nettofluss entsteht und warum er beim Kurs nicht eins zu eins ankommt

Eine Überweisung auf eine Börse ist noch kein Verkauf, sie ist die Vorbereitung darauf. Zwischen Einzahlung und Ausführung liegen Entscheidungen, die ein Fluss-Diagramm nicht sieht: Jemand schichtet zwischen zwei Börsen um, ein Marktmacher füllt sein Inventar auf, eine Plattform zieht Kundengelder in eine neue Verwahrstruktur.

Für den Kurs zählt erst der Moment, in dem ein Verkaufsauftrag ins Orderbuch geht und dort auf Nachfrage trifft. Liegen auf der Kaufseite genügend Gebote, verschiebt auch ein großer Auftrag den Kurs kaum. Ist das Orderbuch dünn, reicht ein kleiner. Genau deshalb ist der Vergleich mit dem Tagesumsatz aussagekräftiger als die Token-Zahl für sich.

Zwei Säulendiagramme auf dunklem Grund, links Geldbeträge auf logarithmischer Achse, rechts Kursmarken mit prozentualem Abstand
Links der Nettofluss, der Tagesburn und der Tagesumsatz in Dollar, rechts die Marken rund um den heutigen Kurs. Eigene Rechnung auf Basis von CryptoQuant und CoinGecko.
Behandschuhte Hand hält ein markenloses schwarzes Hardware-Gerät mit kurzem Kabel über einer dunklen Holzplatte
Wer Token von der Börse abzieht, braucht eine eigene Verwahrung und eine sicher abgelegte Wiederherstellungsphrase.

Die Gegenrechnung: 0,75 Prozent des Tagesumsatzes und 0,011 Prozent der Umlaufmenge

CoinGecko weist für SHIB am Sonntagmittag einen Kurs von 0,00000538 Dollar aus, einen Tagesumsatz von 46,8 Millionen Dollar und eine Marktkapitalisierung von 3,17 Milliarden Dollar. Die Umlaufmenge liegt bei 589,2 Billionen Token. Daraus ergeben sich drei Zahlen, die in den Meldungen zum Nettofluss meist fehlen:

  • 65 Milliarden SHIB entsprechen 349.700 Dollar.
  • Das sind 0,75 Prozent des Tagesumsatzes von 46,8 Millionen Dollar.
  • Und 0,011 Prozent der Umlaufmenge von 589,2 Billionen Token.

Ein Betrag von 349.700 Dollar bewegt ein Orderbuch, in dem an einem Tag das 134-Fache gehandelt wird, nicht aus eigener Kraft. Zum Vergleich: Bei Dogecoin stünde derselbe Anteil am Tagesumsatz bei rund 2,5 Millionen Dollar, weil dort 327 Millionen Dollar am Tag umgesetzt werden. Die gleiche prozentuale Größe trägt je nach Coin völlig andere Beträge.

Auffällig ist eine zweite Kennziffer, die aus denselben Daten folgt. Der Tagesumsatz entspricht nur 1,48 Prozent der Marktkapitalisierung. Ein Coin mit dünnem Umsatz reagiert empfindlicher auf einzelne große Aufträge als einer mit dickem. Darin liegt das eigentliche Risiko, nicht im Nettofluss.

Was sich seit dem 10. Oktober bei Shiba Inu geändert hat

Am Freitag stand an dieser Stelle eine andere Zahl im Mittelpunkt: Das in Shibarium gebundene Kapital war um 68 Prozent gefallen, getrieben von einem einzigen Liquiditätspool, wie wir am 10. Oktober in der Analyse zu Shibariums Kapitalabfluss gezeigt haben. Der Kurs lag damals bei 0,00000541 Dollar.

Seitdem hat sich am Kurs wenig getan. 0,00000538 Dollar am Sonntagmittag bedeutet ein Minus von 0,6 Prozent gegenüber Freitag, über 24 Stunden sind es 1,24 Prozent. Die Marke von 0,00000530 Dollar, die am Freitag als nächste Haltelinie galt, ist nicht getestet worden. Das Tagestief liegt bei 0,00000537 Dollar und damit praktisch auf dem aktuellen Kurs.

Neu ist der Blickwinkel: Freitag ging es um Kapital, das die eigene Kette verlässt, heute um Token, die zu den Handelsplätzen wandern. Beides sind Abflussgeschichten, aber mit unterschiedlichen Adressaten. Das Shibarium-Kapital verlässt ein Ökosystem, die 65 Milliarden SHIB wechseln lediglich den Aufbewahrungsort innerhalb desselben Marktes.

Der Burn von 1,45 Milliarden SHIB entspricht 7.801 Dollar

Dieselbe Umrechnung lohnt beim Verbrennen von Token. U.Today meldete am Sonntagvormittag 1,45 Milliarden verbrannte SHIB in 24 Stunden. Zum heutigen Kurs sind das 7.801 Dollar.

Ein Burn ist das dauerhafte Entfernen von Token aus dem Umlauf, indem sie an eine Adresse ohne Schlüssel geschickt werden. Die Idee dahinter: Wird das Angebot knapper, steigt bei gleicher Nachfrage der Preis. Bei 1,45 Milliarden Token am Tag sind das 0,00025 Prozent der Umlaufmenge. Auf ein Jahr hochgerechnet und mit gleichbleibendem Tempo wären es 0,09 Prozent.

Das ist die Größenordnung, um die es geht. Damit Verknappung den Kurs trägt, müsste das Tempo um Zehnerpotenzen steigen. Die Burn-Meldungen bleiben trotzdem ein nützlicher Indikator für die Aktivität in der Gemeinschaft, nur eben nicht für das Angebot.

Klassizistisches Säulenportal eines Börsengebäudes bei Nacht im Gegenlicht, nasse leere Steinstufen
Gemessen wird der Nettofluss an den Eingängen der Handelsplätze. Was dahinter mit den Token geschieht, zeigt die Kennzahl nicht.

Kursmarken am 11. Oktober: 0,00000560 Dollar oben, 0,00000510 Dollar unten

Oberhalb des Kurses liegt die Zone zwischen 0,00000550 und 0,00000560 Dollar, an der SHIB in den vergangenen Tagen mehrfach abgeprallt ist. Der Abstand dorthin beträgt 2,2 bis 4,1 Prozent. Das Tageshoch bei 0,00000549 Dollar zeigt, dass der Kurs die Unterkante dieser Zone heute bereits angetestet hat.

Nach unten nennt die technische Einordnung von U.Today 0,00000530 Dollar als erste Auffanglinie, 1,5 Prozent unter dem aktuellen Stand. Darunter folgt das Tief vom 6. Oktober bei 0,00000510 Dollar, 5,2 Prozent entfernt. Zu dieser Marke schreibt die Analyse wörtlich: Schließt der Kurs unter 0,00000510 Dollar, sei die Umkehridee gescheitert.

Eingeordnet in den Monat: Vom Hoch bei 0,00000626 Dollar Ende September liegt SHIB 14,1 Prozent zurück. Vom Allzeithoch bei 0,00008616 Dollar sind es 93,8 Prozent.

Unsere Einschätzung: Der dünne Umsatz wiegt schwerer als der Nettofluss

Aus Sicht der Redaktion ist der Nettofluss von 65 Milliarden SHIB die schwächere der beiden Zahlen dieses Wochenendes. Der Beleg steht oben: 349.700 Dollar gegen 46,8 Millionen Dollar Tagesumsatz, also 0,75 Prozent. Wer daraus einen bevorstehenden Verkaufsdruck ableitet, rechnet in Token statt in Geld.

Die zweite Zahl wiegt schwerer. Ein Tagesumsatz von 1,48 Prozent der Marktkapitalisierung ist dünn, und er ist es seit Tagen. In einem dünnen Markt bewegen einzelne größere Aufträge den Kurs überproportional, nach oben wie nach unten. Das spricht dafür, die Zone um 0,00000510 Dollar ernster zu nehmen als die Flussmeldung.

Dagegen spricht: Der Rückgang des Zuflusses von mehreren hundert Milliarden auf 65 Milliarden ist real und zeigt in die freundlichere Richtung. Belastbar wird er erst, wenn der Saldo mehrere Tage am Stück negativ ausfällt. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung folgt daraus nicht; SHIB bleibt ein Wert mit Totalverlustrisiko.

SHIB von der Börse in die eigene Verwahrung: Die Haltefrist läuft weiter

Wer die Richtung des Nettoflusses für sich umkehren will, zieht seine Token von der Börse ab. Für Anleger in Deutschland stellt sich dabei zuerst die Steuerfrage, und die Antwort ist entlastend.

§ 23 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 des Einkommensteuergesetzes erfasst Veräußerungsgeschäfte bei anderen Wirtschaftsgütern, bei denen zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr liegt. Am Wort Veräußerung hängt alles. Ein Übertrag auf eine Adresse, die dir selbst gehört, ist keine: Es wechselt kein Eigentümer, es fließt kein Entgelt. Die Jahresfrist läuft von der Anschaffung an weiter.

Praktisch wichtig ist die Dokumentation. Das Finanzamt sieht auf der Kette nur zwei Adressen und einen Transfer. Dass beide dir gehören, musst du belegen können. Halte deshalb fest, wann du welche Menge zu welchem Kurs gekauft hast und an welche eigene Adresse sie gegangen ist. Ein Portfolio-Tracker mit Steuerreport erledigt diese Buchführung automatisch und bildet auch die Reihenfolge nach dem FIFO-Verfahren ab, bei dem die zuerst gekauften Token als zuerst verkauft gelten.

Dieselbe Vorschrift nennt eine Grenze, die bei Beträgen in SHIB schnell relevant wird: Gewinne bleiben steuerfrei, wenn der Gesamtgewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften im Kalenderjahr unter 1.000 Euro liegt. Das ist eine Freigrenze, keine Freibetragsregel. Bei 1.000,01 Euro Gewinn ist der gesamte Betrag steuerpflichtig, nicht nur der Teil darüber.

Welche Verwahrung zu welcher Summe passt

Bei einem Kurs von 0,0000048 Euro ergeben 100 Euro Einsatz rund 20,8 Millionen SHIB. Die Freigrenze von 1.000 Euro entspricht etwa 208 Millionen Token. Diese Zahlen sind der Grund, warum viele Halter die Mengen nie prüfen: Eine Stelle mehr oder weniger fällt optisch kaum auf.

Für die Wahl der Verwahrung zählt der Eurowert, nicht die Stückzahl. Bei kleinen dreistelligen Beträgen ist das Konto bei einer regulierten Börse vertretbar, weil die Gebühr für eine Abhebung spürbar ins Gewicht fällt. Bei vierstelligen Beträgen verschiebt sich das: Dort kostet ein Hardware-Wallet einen kleinen Teil der Summe und nimmt dafür das Risiko vom Tisch, dass eine Plattform Auszahlungen aussetzt.

Die Wiederherstellungsphrase gehört in beiden Fällen auf Papier oder Metall, nie in ein Foto und nie in einen Passwortmanager in der Cloud. Wer sie verliert, verliert die Token; wer sie weitergibt, hat sie verschenkt.

Kaufweg unter MiCA: Woran eine in der EU zugelassene Börse erkennbar ist

Seit der EU-Verordnung über Märkte für Kryptowerte, kurz MiCA, brauchen Anbieter für den Handel mit Kryptowerten in der EU eine Zulassung als Krypto-Dienstleister. In Deutschland erteilt und beaufsichtigt die BaFin diese Erlaubnis. Zwei Anhaltspunkte helfen bei der Einordnung: Im Impressum steht eine europäische Gesellschaft mit Sitz in einem EU-Mitgliedstaat, und der Anbieter nennt die zuständige Aufsichtsbehörde beim Namen.

Der Unterschied ist kein formaler. Eine Zulassung bringt Pflichten zur Trennung von Kunden- und Eigenbeständen und einen Beschwerdeweg mit sich. Welche Plattformen diese Anforderungen erfüllen und wie sich ihre Gebühren unterscheiden, steht im Überblick der regulierten Krypto-Börsen.

Welche Termine und Zahlen in den nächsten Tagen zählen

Der Nettofluss wird täglich fortgeschrieben. Aussagekräftig wird er erst über mehrere Tage: Fällt der Saldo an drei oder vier Tagen hintereinander negativ aus, verlassen mehr Token die Handelsplätze, als neu ankommen. Ein einzelner Tageswert sagt dazu nichts.

Beim Kurs sind es zwei Zahlen. Nach oben die Zone 0,00000550 bis 0,00000560 Dollar, an der SHIB zuletzt mehrfach gescheitert ist. Nach unten die 0,00000510 Dollar vom 6. Oktober. Dazwischen liegt eine Spanne von rund zehn Prozent, in der sich der Kurs seit einer Woche bewegt.

Die dritte Größe ist der Tagesumsatz. Steigt er deutlich über die derzeitigen 46,8 Millionen Dollar, gewinnen alle Fluss- und Burn-Zahlen an Gewicht, weil dann mehr Marktteilnehmer beteiligt sind. Bleibt er dünn, bleibt es bei Bewegungen, die einzelne Adressen auslösen.

Shiba Inu: Unter 0,00000510 Dollar kippt die Lage, darüber bleibt die Spanne

Die 65 Milliarden SHIB sind in Geld ein kleiner Posten. In den kommenden Tagen zählt die Spanne zwischen 0,00000510 und 0,00000560 Dollar und die Frage, ob der Umsatz anzieht. Drei Dinge lassen sich daraus ableiten:

  1. Rechne Token-Meldungen in Euro um, bevor du handelst. Bei einer Umlaufmenge von 589 Billionen Stück sagen Milliardenzahlen für sich nichts aus.
  2. Richte die Verwahrung am Eurowert aus. Ab vierstelligen Beträgen steht die eigene Verwahrung über der Bequemlichkeit des Börsenkontos; der Vergleich der Hardware-Wallets zeigt die Unterschiede bei Preis und Bedienung.
  3. Dokumentiere jeden Transfer. Die Jahresfrist nach § 23 EStG überlebt den Umzug auf die eigene Adresse nur, wenn du ihn belegen kannst; ein Steuer-Tool protokolliert das laufend mit.

(Stand: 11. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Shiba Inu

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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