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Polkadot-Kurs erholt sich um 43 Prozent: Was hinter dem Anstieg von DOT steckt

DOT steht 43,2 Prozent höher als vor 30 Tagen, und anders als bei vielen Kurssprüngen gibt es dafür einen nachlesbaren Anlass: Referendum 1944 über die netzeigene Stablecoin dotUSD. Was der Antrag vorsieht, warum 98 Prozent Zustimmung weniger bedeuten als sie klingen und wie du DOT in Deutschland kaufst.

Aufrecht stehende Metallmünze auf dunklem Stein mit eingeprägtem Ring aus dreizehn Halbkugeln, Sinnbild für Polkadot und den DOT-Kurs
15 Min. Lesezeit
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Der Polkadot-Kurs liegt am 26. September 2026 bei 1,26 US-Dollar und damit 43,2 Prozent über dem Stand von vor 30 Tagen. Hinter dem Anstieg steht kein Gerücht, sondern ein nachlesbarer Vorgang in der Bordpolitik des Netzwerks: Seit dem 8. September entscheidet die Polkadot-Community im Verfahren OpenGov über Referendum 1944, das eine netzeigene Stablecoin mit dem Namen dotUSD einführen soll. Dazu kommt ein börsengehandeltes Produkt in den USA, das seit März dieses Jahres DOT hält und einen Teil davon verstakt.

Diese Einordnung ist wichtiger als die Prozentzahl. Über zwölf Monate steht derselbe DOT-Kurs 67,8 Prozent im Minus, und vom Allzeithoch bei 54,98 US-Dollar vom 4. November 2021 fehlen ihm 97,7 Prozent. Ein Plus von 43 Prozent auf dieser Basis ist eine Erholung von einem sehr tiefen Niveau und kein Ausbruch. Wer den Unterschied kennt, liest die nächsten Wochen anders. Die längere Bestandsaufnahme zur Bewertung des Tokens steht in unserer Analyse Ist Polkadot zum aktuellen Kurs ein guter Kauf? vom 12. August 2026, deren Kursbasis inzwischen deutlich überholt ist.

Alle Kennzahlen in diesem Artikel stammen aus einem eigenen Abruf der CoinGecko-Schnittstelle am 26. September 2026 um 18:35 UTC sowie aus dem Zustand der Polkadot-Kette am selben Tag um 18:34 UTC. Wir haben sie nicht aus Marktberichten übernommen.

Referendum 1944: Was die netzeigene Stablecoin dotUSD vorsieht

Eine Stablecoin ist ein Token, dessen Wert an eine andere Größe gebunden ist, im Regelfall an den US-Dollar. dotUSD soll genau das für Polkadot leisten, allerdings ohne ein Unternehmen als Herausgeber. Der Antragstext bezeichnet die Stablecoin als protokolleigen: Der Token gehört dem Netzwerk selbst, wird über die Bordpolitik verwaltet und soll später überwiegend mit DOT besichert sein.

Der Antrag bündelt sieben Beschlüsse. Er lässt das neue Vermögensgut anlegen, erklärt es zur Stablecoin von Polkadot, richtet auf dem Asset Hub einen Liquiditätspool für das Paar DOT und dotUSD ein und stellt dafür Mittel aus der Staatskasse des Netzwerks bereit: 2,5 Millionen US-Dollar in USDT, mit denen dotUSD erstmals geprägt wird, und weitere 2,5 Millionen US-Dollar in DOT für den Pool. Außerdem wird dotUSD zum sogenannten sufficient asset erklärt, sodass eine Adresse den Token halten kann, ohne zusätzlich DOT vorhalten zu müssen.

Der Grund, den der Antrag nennt, ist keine Kursfrage. Ohne eigene Stablecoin hängt jede Anwendung, jede Kasse und jeder Nutzer im Netzwerk an Instrumenten, die von außen herausgegeben und kontrolliert werden, mit dem Gegenparteirisiko dieser Herausgeber. Für ein Netzwerk, das Interoperabilität zwischen Blockchains zu seinem Zweck erklärt, ist das eine strukturelle Lücke.

Phase 1 und Phase 2: Wo bei einem DOT-besicherten Vault das Risiko sitzt

dotUSD kommt in zwei Stufen, und die beiden unterscheiden sich im Risiko erheblich.

Phase 1 arbeitet ohne Kursorakel

In der ersten Stufe, die laut Antrag bereits gebaut und auf der Kette ist, prägen Nutzer dotUSD im Verhältnis eins zu eins gegen USDT, begrenzt durch eine Obergrenze. Diese Stufe braucht kein Kursorakel, keine Tresore und keine Liquidationslogik. Damit kommt der Token in Umlauf, und Anwendungen können ihn einbauen. Ein Kursorakel ist ein Dienst, der einen Marktpreis auf die Kette schreibt, weil eine Blockchain von sich aus keine Kurse kennt.

Phase 2 bringt Tresore, Liquidationen und eine Rückkaufwarteschlange

Erst die zweite Stufe führt das ein, was dotUSD mit DOT verbindet: Du sperrst DOT in einem Tresor ein und prägst dagegen dotUSD im Wert von weniger als der Sicherheit. Das Beispiel im Antrag rechnet mit 1.500 US-Dollar Sicherheit, gegen die bis zu 1.000 US-Dollar dotUSD entstehen, also einer Besicherungsquote von 150 Prozent. Fällt der Wert der eingesperrten DOT unter die Mindestquote, wird die Position liquidiert: Das System zieht die Sicherheit ein und verkauft sie, um die offene Schuld zu decken.

Die Bauart übernimmt der Antrag ausdrücklich von Liquity v2. Eine Eigenheit daraus ist für Halter wichtig: Jeder Tresorbesitzer setzt seinen Zinssatz selbst, und dieser Satz bestimmt seinen Platz in der Rückkaufwarteschlange. Handelt dotUSD unter seiner Bindung und lösen Händler dotUSD gegen DOT ein, wird zuerst der Tresor mit dem niedrigsten Zinssatz herangezogen. Wer seine Sicherheit davor schützen will, zahlt mehr. Der Zinssatz entsteht damit aus den Vorlieben der Beteiligten und nicht aus einer Vorgabe des Protokolls.

Für die Kursfrage heißt das: Phase 2 schafft erstmals einen Verwendungszweck, der DOT dauerhaft aus dem freien Umlauf nimmt, solange die Tresore bestehen. Genau das ist der Teil der Erzählung, der noch nicht existiert.

Schief hängende antike Messingwaage, links ein hoher Münzstapel, rechts nur zwei Münzen, daneben ein gebrochenes Wachssiegel
Fast einstimmig und trotzdem dünn besetzt: Im Referendum 1944 stimmte nur ein Bruchteil des DOT-Umlaufs überhaupt mit.

Wie belastbar sind 98 Prozent Zustimmung im OpenGov-Verfahren?

Marktberichte nennen für Referendum 1944 eine Zustimmung von 97,5 Prozent. Unsere eigene Messung am Zustand der Kette am 26. September 2026 um 18:34 UTC ergibt 4.297.598 DOT Zustimmung gegen 67.810 DOT Ablehnung, also 98,45 Prozent. An der Richtung ändert das nichts, an der Aussagekraft schon, denn die zweite Zahl im Verfahren wird selten genannt.

Diese zweite Zahl heißt Support und misst, wie viel Stimmgewicht überhaupt teilgenommen hat. Der gemessene Wert liegt bei 1.782.304 DOT, bezogen auf eine Wählerschaft von 1.675.466.418 DOT. Das sind 0,1064 Prozent. Anders gesagt: Über eine Änderung, die Mittel aus der Staatskasse bewegt und eine neue Währung im Netzwerk einführt, entscheidet derzeit ein Tausendstel des Umlaufs. Eine hohe Zustimmungsquote bei dünner Beteiligung ist kein Beleg für breiten Rückhalt.

Zum Verfahren gehört außerdem, dass der Antrag am 26. September noch in der Entscheidungsphase stand, also nicht beschlossen war. Er läuft auf der Spur root, der höchsten Berechtigungsstufe, mit entsprechend langen Fristen. Eingebracht wurde er am 7. September 2026 um 15:49 UTC, die Entscheidungsphase begann am 8. September um 07:35 UTC. Wer dem Kurs eine beschlossene Stablecoin zugrunde legt, rechnet mit etwas, das noch aussteht. Den Stand kannst du jederzeit selbst nachsehen, das Verfahren ist öffentlich: Referendum 1944 auf Subsquare.

Der zweite Treiber: Was der Staking-ETF TDOT leistet und was nicht

Als zweiter Grund für die Erholung wird ein börsengehandelter Fonds genannt. Es gibt ihn, und er ist älter als die aktuelle Bewegung. Der 21Shares Polkadot Staking ETF handelt unter dem Kürzel TDOT an der Nasdaq, sein Auflagedatum ist der 6. März 2026, die Verwaltungsgebühr beträgt 0,30 Prozent, und als Vergleichsmaßstab dient der FTSE Polkadot Index. Das Produkt hält echte DOT bei regulierten Verwahrstellen und verstakt einen Teil davon, um Erträge aus dem Netzwerk zu erzielen.

Entscheidend ist die Größe, und die wird in Marktberichten fast nie genannt. Zum 25. September 2026 weist der Anbieter ein Fondsvermögen von 11,39 Millionen US-Dollar aus, bei einem Anteilswert von 14,24 US-Dollar. Gemessen an einer Marktkapitalisierung von DOT in Höhe von 2,14 Milliarden US-Dollar entspricht das Fondsvermögen etwa einem halben Prozent. Ein Produkt dieser Größe kann einen Kursanstieg von 43 Prozent nicht tragen. Es ist ein Zugangsweg für amerikanische Anleger und ein Signal, aber keine Nachfragequelle, die eine Bewegung dieser Größenordnung erklärt. Die Zahlen stehen beim Anbieter selbst: Produktseite des 21Shares Polkadot Staking ETF.

Warum du TDOT in Deutschland nicht kaufen kannst

TDOT ist in den USA zugelassen und dort an der Nasdaq gelistet. Für Anleger mit Wohnsitz in Deutschland ist er praktisch nicht zugänglich, weil amerikanische Fondsanteile die Unterlagen nach europäischem Recht nicht mitbringen, die ein Broker hierzulande für den Vertrieb an Privatkunden benötigt. Der Anbieter selbst weist außerdem darauf hin, dass das Produkt nicht nach dem amerikanischen Investment Company Act von 1940 registriert ist und dessen Schutzvorschriften daher nicht greifen.

Was in Deutschland bleibt, sind zwei Wege. Erstens der direkte Kauf von DOT bei einer Handelsplattform, die Kunden in der Europäischen Union bedienen darf. Zweitens börsengehandelte Schuldverschreibungen auf Kryptowerte, sogenannte ETPs, die über ein normales Wertpapierdepot laufen und auf Polkadot mehrere Anbieter im Angebot haben. Welche Bauart welche Risiken mitbringt und worauf bei der Besicherung zu achten ist, haben wir im Überblick Krypto-ETFs in Deutschland kaufen aufgeschlüsselt. Ein ETP ist rechtlich eine Schuldverschreibung gegen den Herausgeber und kein Sondervermögen, dieser Unterschied gehört vor den Kauf und nicht danach gelesen.

43 Prozent in 30 Tagen, 68 Prozent Minus im Jahr: die Kennzahlen im Verhältnis

Damit du die Bewegung selbst einordnen kannst, hier die gemessenen Werte vom 26. September 2026, 18:35 UTC:

  • Kurs: 1,26 US-Dollar
  • Veränderung 7 Tage: plus 11,7 Prozent
  • Veränderung 30 Tage: plus 43,2 Prozent
  • Veränderung 12 Monate: minus 67,8 Prozent
  • Marktkapitalisierung: 2,14 Milliarden US-Dollar, Rang 50
  • Handelsvolumen 24 Stunden: 238,6 Millionen US-Dollar
  • Umlauf: 1.704.594.161 DOT bei einer ausgewiesenen Höchstmenge von 2,1 Milliarden
  • Allzeithoch: 54,98 US-Dollar am 4. November 2021

Umschlagfaktor und Ausgabestand statt Kurslinie

Zwei Verhältnisse daraus sind nützlicher als jede Kurslinie. Das erste ist der Umschlag: Handelsvolumen geteilt durch Marktkapitalisierung ergibt 0,11. Pro Tag wechselt also gut ein Zehntel des Marktwerts den Besitzer. Das ist ein Wert, der Handel ohne Übertreibung anzeigt; Werte oberhalb von 1 sind ein Warnzeichen, weil dann mehr gehandelt wird, als überhaupt existiert. Das zweite ist der Ausgabestand: Mit 1,70 von 2,1 Milliarden Token sind rund 81 Prozent der ausgewiesenen Höchstmenge im Umlauf, die künftige Verwässerung ist damit begrenzt und abschätzbar.

Das Kursrisiko dieses Netzwerks ist keine graue Theorie. Im April 2026 sorgte ein Angriff auf eine Brücke im Polkadot-Umfeld dafür, dass gefälschte DOT geprägt wurden und der Kurs binnen Minuten einbrach; nachzulesen in unserem Bericht zum Hyperbridge-Vorfall mit 20 Millionen US-Dollar Flash-Crash. Wer heute kauft, kauft dieses Risiko mit. Eine Handelsplattform mit tiefem Orderbuch hilft in solchen Minuten mehr als eine mit günstiger Gebühr, und welche Anbieter für den deutschen Markt in Frage kommen, steht in unserem Vergleich der besten Krypto-Börsen.

DOT in Euro: Das Allzeittief liegt erst fünf Wochen zurück

Wer in Deutschland kauft, zahlt in Euro, und in dieser Währung sieht die Lage so aus: Der Preis für einen DOT liegt am 26. September 2026 um 18:48 UTC bei 1,096 Euro, die Marktkapitalisierung bei 1,87 Milliarden Euro und das Handelsvolumen der letzten 24 Stunden bei 209,1 Millionen Euro. Innerhalb dieses einen Tages lag der Kurs zwischen 1,035 und 1,14 Euro. Das ist eine Spanne von rund zehn Prozent an einem einzigen Tag und ein Grund, mit einer Preisgrenze zu arbeiten statt zum jeweils nächsten Marktpreis zu kaufen.

Die wichtigste Zahl im Euro-Chart wird in Marktberichten fast nie genannt: Das Allzeittief von DOT liegt bei 0,6278 Euro und stammt vom 18. August 2026. Es ist also keine fünf Wochen alt. Die gefeierte Erholung setzt damit auf dem niedrigsten Preis an, den dieser Token je hatte; vom Allzeittief aus gerechnet liegt DOT 74,5 Prozent im Plus. Das Allzeithoch derselben Reihe steht bei 47,60 Euro vom 4. November 2021.

Beide Werte gehören in dieselbe Betrachtung, weil sie unterschiedliche Fragen beantworten. Der Abstand zum Allzeittief zeigt, wie viel Erholung bereits gelaufen ist. Der Abstand zum Allzeithoch zeigt, wie viel Vertrauen in diesen Preis eingepreist war, als das Netzwerk noch mit Parachain-Auktionen und einer anderen Marktlage arbeitete. Wer die Bewegung der letzten 30 Tage mit dem Jahr 2021 vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Marktphasen. Für gehebelte Derivate auf DOT gilt dabei verschärft, was oben zur Tagesspanne steht: Bei zehn Prozent Tagesschwankung reicht ein moderater Hebel, um eine Position innerhalb weniger Stunden zu schließen.

Massives Stahlschließfach mit offener Gittertür, dahinter verkeilte Metallmünzen, davor eine Stahlkette mit Vorhängeschloss
So funktioniert Phase 2 von dotUSD: DOT wandern als Sicherheit in einen Tresor, und die Mindestquote entscheidet über die Liquidation.

Relay Chain, Parachains und Coretime: was das Polkadot-Netzwerk technisch leistet

Polkadot wurde von Gavin Wood entworfen, einem Mitbegründer von Ethereum, und aus dem Umfeld der Web3 Foundation heraus gestartet. Als Blockchain-Plattform unterscheidet sich der Aufbau von den meisten Blockchains: Im Zentrum steht die Relay Chain, die selbst kaum Anwendungen ausführt, sondern die Sicherheit und die Abstimmung für angeschlossene Netzwerke bereitstellt. Diese angeschlossenen Ketten heißen Parachains und bringen jeweils eigene Regeln mit, teilen sich aber die Sicherheit der Relay Chain. Genau das ist mit Interoperabilität gemeint: Transaktionen und Nachrichten können zwischen diesen Ketten laufen, ohne den Umweg über eine externe Brücke.

Die Absicherung läuft über ein Verfahren aus der Familie Proof of Stake: Halter hinterlegen DOT als Pfand und benennen damit Validatoren, die Blöcke bestätigen. Wer falsch handelt, verliert einen Teil des Pfands. Verändert hat sich in den vergangenen Jahren vor allem der Zugang für Projekte. Früher wurden Plätze für Parachains in mehrjährigen Auktionen versteigert, heute wird Rechenzeit auf dem Netzwerk in kleineren Einheiten gemietet. Für Entwickler senkt das die Einstiegshürde, für Halter bedeutet es, dass die Nachfrage nach DOT stärker am tatsächlichen Verbrauch hängt und weniger an einzelnen großen Auktionen.

Hat Polkadot noch Zukunft? Woran du Substanz statt Erzählung erkennst

Diese Frage lässt sich nicht mit einem Kursziel beantworten, und jede Zahl, die das verspricht, ist geraten. Prüfbar ist dagegen, ob hinter einer Bewegung etwas steht. Vier Prüfungen, die du in wenigen Minuten selbst durchführen kannst und die bei jedem Token funktionieren:

  1. Gibt es einen belegten Anlass? Bei DOT lautet die Antwort ja, und zwar mit Nummer: Referendum 1944, öffentlich einsehbar samt Stimmen und Zeitstempeln. Ein Anlass, der nur in Marktkommentaren auftaucht, ist keiner.
  2. Ist der Anlass schon beschlossen oder nur beantragt? Das ist der Unterschied zwischen einer Tatsache und einer Erwartung. Bei dotUSD läuft die Entscheidung noch, und die wirtschaftlich entscheidende Phase 2 steht danach erst an.
  3. Wie tief ist die Beteiligung? Die Support-Zahl im Verfahren verrät, wie viele überhaupt mitentscheiden. Ein Tausendstel des Umlaufs ist ein dünner Boden für eine große Erzählung.
  4. Steht die Bewegung im Verhältnis zum Auslöser? Ein Fonds mit 11 Millionen US-Dollar Vermögen trägt keinen Markt von 2,14 Milliarden. Wo Auslöser und Wirkung so weit auseinanderliegen, wirkt in erheblichem Maß die allgemeine Marktlage mit.

Was nach diesen vier Prüfungen von der Polkadot-Blockchain bleibt, ist ein Netzwerk mit funktionierender Bordpolitik, einer nachvollziehbaren technischen Richtung und einem Token, dessen künftige Verwässerung begrenzt ist. Was ebenfalls bleibt, ist ein Kurs 97,7 Prozent unter dem Allzeithoch und ein Jahresminus von 67,8 Prozent. Beide Sätze gehören zusammen.

DOT über eine Börse mit MiCA-Zulassung kaufen: worauf du in Deutschland achtest

Seit die europäische Verordnung über Märkte für Kryptowerte, kurz MiCA, vollständig gilt, brauchen Anbieter, die in der Europäischen Union Kryptowerte für Privatkunden handeln, verwahren oder tauschen, eine Zulassung als Kryptowerte-Dienstleister. Für dich sind vier Punkte praktisch relevant.

Prüfe zuerst die Zulassung selbst, und zwar nicht anhand der Werbeaussage des Anbieters, sondern im Register der Aufsicht. Die BaFin führt öffentlich einsehbare Datenbanken der Unternehmen, die in Deutschland tätig sein dürfen; ein Anbieter, der dort nicht auftaucht und auch keine Zulassung aus einem anderen EU-Staat mitbringt, gehört nicht in die engere Wahl. Zweitens die Handelstiefe: Bei einem Token auf Rang 50 ist das Orderbuch dünner als bei Bitcoin oder Ethereum, weite Spannen zwischen Kauf- und Verkaufskurs kosten dich mehr als die Gebührentabelle. Drittens die Auszahlbarkeit auf eine eigene Adresse, damit du nicht von der Verfügbarkeit der Plattform abhängst. Viertens die Kosten für Ein- und Auszahlung, die bei kleinen Beträgen häufig schwerer wiegen als die Handelsgebühr selbst. Ein Anbietervergleich, der nach genau diesen Merkmalen sortiert, erspart dir das Durchklicken einzelner Preislisten.

Staking von DOT: Rendite, Sperrfrist und was das Finanzamt daraus macht

DOT lässt sich verstaken, und das ist bei diesem Token ein wesentlicher Teil der Rechnung. Du hinterlegst Token als Pfand für die Absicherung des Netzwerks und erhältst dafür laufende Belohnungen. Drei Punkte solltest du vorher kennen.

Der erste ist die Bindung. Wer direkt auf dem Netzwerk verstakt, kommt nicht sofort an seine Token: Nach der Kündigung läuft eine Wartezeit von rund 28 Tagen, in der die Token weder handelbar noch übertragbar sind und trotzdem im Kurs schwanken. Fällt der Markt in dieser Zeit, kannst du nicht verkaufen. Der zweite Punkt ist die Bauart des Angebots. Ein Angebot direkt am Netzwerk unterscheidet sich von einem Angebot über eine Handelsplattform, bei dem du dem Anbieter deine Token anvertraust und damit dessen Zahlungsfähigkeit als zusätzliches Risiko trägst. Welche Anbieter welche Bauart nutzen, solltest du vor dem Binden der Token prüfen.

Haltefrist, Freigrenze und der Zufluss jeder Belohnung

Der dritte Punkt ist die Steuer, und hier verlaufen die Linien in Deutschland anders als viele erwarten. Der Verkauf von DOT fällt unter die privaten Veräußerungsgeschäfte nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz: Verkaufst du innerhalb eines Jahres nach dem Kauf, ist der Gewinn steuerpflichtig, wobei eine Freigrenze von 1.000 Euro für alle privaten Veräußerungsgeschäfte eines Jahres zusammen gilt. Nach mehr als einem Jahr Haltedauer bleibt der Gewinn steuerfrei. Staking-Belohnungen sind davon getrennt zu betrachten: Solche Belohnungen gelten als sonstige Einkünfte und sind mit ihrem Wert im Zeitpunkt des Zuflusses anzusetzen, hier greift eine eigene Freigrenze von 256 Euro im Jahr. Weil jede Belohnung einen eigenen Zuflusszeitpunkt und einen eigenen Anschaffungswert hat, wird die Aufzeichnung ohne Hilfsmittel schnell unübersichtlich; diese Aufzeichnung übernehmen spezialisierte Programme. Für die Einordnung deines Einzelfalls bleibt die steuerliche Beratung zuständig.

Polkadot-Kurs: Was du daraus mitnimmst

  1. Trenne den belegten Anlass von der Erwartung. Referendum 1944 läuft, es ist am 26. September 2026 noch nicht beschlossen, und die wirtschaftlich wirksame Phase 2 mit DOT als Sicherheit kommt erst danach. Wenn du auf dieser Grundlage kaufen willst, wähle den Zugangsweg bewusst und prüfe die Zulassung des Handelsplatzes vorher im Vergleich regulierter Kryptobörsen.
  2. Rechne die Sperrfrist ein, bevor du verstakst. Rund 28 Tage Wartezeit bedeuten, dass du in einem fallenden Markt nicht handeln kannst. Prüfe die Bauart des Angebots und die Kündigungsfrist in der Staking-Übersicht, bevor du Token bindest.
  3. Richte die Aufzeichnung vor dem ersten Kauf ein. Haltefrist, Freigrenze und der Zuflusszeitpunkt jeder Belohnung entscheiden über deine Steuerlast, und rückwirkend lässt sich das kaum rekonstruieren. Ein Werkzeug aus unserem Steuer-Tool-Vergleich erledigt das laufend.

(Stand: 26. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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