Stellar steigt über 8 Prozent, im Netz laufen 41 Transaktionen je Sekunde: Was du jetzt tun kannst
XLM klettert in 24 Stunden um 8,1 Prozent auf 0,2329 Dollar. Wir haben 999 Ledger und 2.000 Transaktionen des Stellar-Netzes vermessen: 41 Transaktionen je Sekunde, 22,4 Prozent Fehlquote und eine Gebühr, die meistens exakt dem Mindestsatz entspricht.

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Der Kurs von Stellar hat in 24 Stunden um gut acht Prozent zugelegt und steht bei 0,2329 Dollar, umgerechnet 0,2048 Euro. Die naheliegende Frage lautet, ob hinter dem Sprung mehr steckt als Marktstimmung. Statt den Kurs weiterzuschreiben, haben wir deshalb das Netz selbst vermessen: 999 aufeinanderfolgende Ledger vom 28. September 2026, ein Fenster von 83 Minuten, dazu 2.000 einzeln abgerechnete Transaktionen. In dieser Zeit liefen 211.994 erfolgreiche Transaktionen durch das Stellar-Netz, im Mittel 41 pro Sekunde, bei einer Auslastung von gut einem Fünftel.
Zwei Befunde stehen in keiner Kursmeldung. Gut jede fünfte eingestellte Transaktion scheitert und zahlt ihre Gebühr trotzdem. Und die berühmte Mindestgebühr von 0,00001 XLM ist keine Werbezahl: 57,2 Prozent aller Transaktionen werden genau zu diesem Satz abgerechnet, während die Gebote im Median fast das Fünfhundertfache betragen.
Diese Auswertung hat cryptoticker.io am 28. und 29. September 2026 selbst erhoben. Geprüft wurden 999 Ledger und 2.000 Transaktionen.
Stellar steigt auf 0,2329 Dollar: die Zahlen zum Kurssprung
XLM notiert bei 0,2329 Dollar. Das sind 8,1 Prozent mehr als vor 24 Stunden und ebenfalls 8,1 Prozent mehr als vor einer Woche. Über 30 Tage steht ein Plus von 29,6 Prozent. Die Tagesspanne reichte von 0,2071 bis 0,2343 Dollar, zwischen Tief und Hoch liegen also 13,1 Prozent. Wer am Tagestief gekauft hat, sitzt heute auf einem anderen Ergebnis als jemand, der am Hoch eingestiegen ist.
Mit einer Marktkapitalisierung von 8,16 Milliarden Dollar liegt Stellar auf Rang 20 der größten Kryptowerte. Der Tagesumsatz beträgt 814 Millionen Dollar. Im Umlauf sind 35,01 Milliarden XLM von insgesamt 50,00 Milliarden. Vom Allzeithoch bei 0,8756 Dollar, erreicht am 2. Januar 2018, ist der Kurs noch 73,4 Prozent entfernt.
Einen einzelnen belegten Auslöser für die Bewegung gibt es nicht. Belegt ist dagegen, dass Stellar am 17. September 2026 das Protokoll 28 auf dem Hauptnetz aktiviert hat, ein Upgrade an Konsens und Vertragsverwaltung. Das Fachmedium Blockonomi berichtete am 20. September 2026, das Netz habe dabei in einem Testfenster über 100 Blöcke 211 Transaktionen je Sekunde erreicht. Ob dieses Upgrade den Kurs zehn Tage später trägt, lässt sich nicht beweisen. Messbar ist dagegen, was das Netz heute tatsächlich leistet.
41 Transaktionen je Sekunde: der gemessene Durchsatz im Stellar-Netz
Über die 999 gemessenen Ledger lag der Durchsatz im Median bei 41,2 erfolgreichen Transaktionen je Sekunde, im Durchschnitt bei 42,4. Der schwächste Ledger im Fenster kam auf 15,0 Transaktionen je Sekunde, der stärkste auf 84,0. Dieser Spitzenledger verarbeitete 420 Transaktionen mit 875 Operationen in fünf Sekunden.
Der Abstand zu den 211 Transaktionen je Sekunde aus dem Testfenster ist groß, und er ist kein Widerspruch. Ein Testfenster misst, was die Technik unter Volllast hergibt. Unsere Messung zeigt die reale Last eines gewöhnlichen Abends. Die beiden Zahlen beantworten verschiedene Fragen, und für dich als Anleger ist die zweite die wichtigere, weil sie beschreibt, wie viel Luft das Netz gerade hat.
Ledger im Fünf-Sekunden-Takt: der Herzschlag des Stellar-Netzes
Ein Ledger ist bei Stellar das, was bei Bitcoin der Block ist: ein abgeschlossener Satz von Transaktionen, den die Validatoren gemeinsam bestätigen und der danach unveränderlich feststeht. Zustande kommt er über das Stellar Consensus Protocol, kurz SCP, ein föderiertes byzantinisches Einigungsverfahren, bei dem jeder Knoten selbst festlegt, welchen anderen Knoten er vertraut.
In unserem Fenster schloss ein Ledger exakt alle 5,0 Sekunden, im Median wie im Maximum, ohne einen einzigen Ausreißer nach oben. Praktisch heißt das: Eine Stellar-Überweisung ist im Regelfall nach fünf bis zehn Sekunden endgültig, weil sie auf den nächsten Ledger wartet und danach feststeht. Bestätigungsketten wie bei Bitcoin, wo Empfänger auf mehrere Blöcke warten, gibt es hier nicht.

206 von 1.000 Plätzen je Ledger: die Auslastung des Netzes
Jeder Ledger bietet im aktuellen Netz Platz für bis zu 1.000 Transaktionen. Im Median waren 206 dieser Plätze belegt, also 20,6 Prozent. Der vollste Ledger im Fenster kam auf 420 Transaktionen und damit auf 42,0 Prozent. Das Netz lief durchgehend auf etwa einem Fünftel seiner Kapazität.
Diese Zahl ist aus zwei Gründen interessant. Zum einen erklärt sie, weshalb Überweisungen zügig durchgehen: Wer Platz hat, muss nicht drängeln. Zum anderen zeigt sie, dass ein deutlich steigendes Zahlungsvolumen auf Stellar zunächst keine Staus erzeugen würde. Wer die Netzlast als Argument für oder gegen ein Investment heranzieht, sollte sie deshalb regelmäßig neu ansehen statt einmalig.
Wo du XLM regulär kaufstFehlgeschlagene Transaktionen: 22 Prozent zahlen ihre Gebühr trotzdem
Im gemessenen Fenster wurden 273.139 Transaktionen in Ledger aufgenommen. Davon waren 211.994 erfolgreich und 61.145 fehlgeschlagen, eine Fehlquote von 22,4 Prozent. Das klingt nach einem defekten Netz, ist aber keines.
Eine fehlgeschlagene Transaktion bei Stellar ist eine, die aufgenommen und ausgeführt wurde, deren Bedingung aber nicht erfüllt war. Der typische Fall ist der Handelsverkehr auf der netzeigenen Orderbuch-Funktion: Ein Programm bietet auf einen Kursunterschied, ein schnelleres Programm war zuerst da, die eigene Transaktion läuft ins Leere. Von den 2.000 einzeln geprüften Transaktionen waren 303 fehlgeschlagen, und die Operationstypen im selben Zeitraum bestehen zur Hälfte aus Vertragsaufrufen und zu knapp einem Viertel aus Kauf- und Verkaufsangeboten. Für eine gewöhnliche Zahlung von Adresse zu Adresse spielt das keine Rolle.
Eine Sache solltest du daraus aber mitnehmen, und wir haben sie an jedem einzelnen Fall geprüft: Alle 303 fehlgeschlagenen Transaktionen unserer Stichprobe haben eine Gebühr gezahlt, im Median 100 Stroops. Stellar zieht sie ein, sobald die Transaktion in einen Ledger aufgenommen wurde, unabhängig vom Ergebnis. Wer eine Zahlung mit knappem Guthaben oder einer zeitlichen Bedingung losschickt, verliert die Gebühr auch dann, wenn beim Empfänger nichts ankommt.
0,00003 XLM im Median: was eine Stellar-Transaktion tatsächlich kostet
Stellar wird gern mit dem Satz beworben, eine Transaktion koste 0,00001 XLM. Diese Zahl beschreibt die Basisgebühr von 100 Stroops je Operation, also den Mindestpreis; ein Stroop ist der zehnmillionste Teil eines XLM. Ob der Mindestpreis in der Praxis auch gilt, lässt sich messen.
Er gilt in der Mehrheit der Fälle. 57,2 Prozent der 2.000 geprüften Transaktionen wurden auf den Cent genau zum Mindestsatz abgerechnet, also mit 100 Stroops je enthaltener Operation. Der Median über alle Transaktionen liegt bei 300 Stroops, das sind 0,00003 XLM oder rund 0,0006 Euro-Cent. Tausend solcher Zahlungen kosten zusammen weniger als einen Cent.
Die Verteilung ist allerdings stark schief, und der Durchschnitt taugt hier nichts: Er liegt bei 9.343 Stroops und damit beim Einunddreißigfachen des Medians. Das obere Zehntel zahlt ab 13.952 Stroops, das oberste Prozent ab 132.571 Stroops, der teuerste Fall im Fenster kostete 139.028 Stroops und damit rund 0,28 Euro-Cent. Diese Ausreißer sind fast durchweg automatisierte Vorgänge, keine gewöhnlichen Überweisungen.

Fee Bidding bei Stellar: Gebote im Median 144.757 Stroops, abgerechnet 300
Fee Bidding heißt das Verfahren, mit dem Stellar Platz in einem Ledger verteilt. Jede Transaktion nennt eine Obergrenze, die der Absender höchstens zu zahlen bereit ist. Passen alle Bewerber in den Ledger, zahlen alle den Mindestsatz. Gibt es mehr Bewerber als Plätze, kommen die höheren Gebote zuerst zum Zug, und abgerechnet wird nach dem niedrigsten noch aufgenommenen Gebot. Die Regeln dazu stehen in der technischen Dokumentation von Stellar.
Genau diese Mechanik lässt sich in unseren Zahlen ablesen. Das mittlere Gebot lag bei 144.757 Stroops, abgerechnet wurden im Median 300. Die Absender boten also rund das Vierhundertachtzigfache dessen, was sie am Ende zahlten. Nur 8,6 Prozent der Transaktionen wurden tatsächlich zu ihrem eigenen Höchstgebot abgerechnet.
Für deine eigene Überweisung heißt das zweierlei. Ein hohes Gebot in der Wallet macht die Zahlung nicht teurer; es schützt allein gegen Lastspitzen. Kritisch wird es umgekehrt bei Software, die die Obergrenze fest und niedrig verdrahtet: Solche Zahlungen fallen in einer Spitze aus dem Ledger. Wer XLM dagegen über eine Börse kauft und dort liegen lässt, sieht von alldem nichts, weil der Handelsplatz intern bucht; die Gebührenfrage stellt sich erst beim Abheben auf eine eigene Adresse. Welche Plätze das zu welchen Konditionen anbieten, steht in unserem Vergleich der Krypto-Börsen.
Kaufweg in Deutschland: MiCA-Zulassung und der Handel mit XLM
Seit die europäische Verordnung über Märkte für Kryptowerte gilt, dürfen Handelsplätze Privatkunden in Deutschland nur mit einer Zulassung als Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen bedienen. Welche Unternehmen die BaFin führt, steht in ihrem Register der Kryptoinstitute. XLM ist im Sinne der Verordnung ein Kryptowert ohne Emittentenbezug und wird von den großen zugelassenen Plätzen gehandelt; ein Delisting-Risiko wie bei einigen Stablecoins besteht hier nicht.
Praktisch kaufst du XLM regulär im Spothandel, gegen Euro oder gegen einen zugelassenen Stablecoin. Achte dabei auf den Spread und nicht allein auf die Ordergebühr, denn bei einem Coin mit 814 Millionen Dollar Tagesumsatz ist der Spread an kleineren Plätzen der größere Kostenblock. Wer über ein Zertifikat oder ein börsengehandeltes Produkt einsteigt, hält am Ende eine Forderung gegen einen Emittenten und keine Coins, mit eigenem Ausfallrisiko und anderer steuerlicher Behandlung.
Haltefrist nach Paragraf 23 EStG: ein Jahr und die Freigrenze von 1.000 Euro
Gewinne aus dem Verkauf von XLM zählen in Deutschland zu den privaten Veräußerungsgeschäften nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz. Verkaufst du innerhalb eines Jahres nach dem Kauf, ist der Gewinn steuerpflichtig und wird mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz belegt. Nach Ablauf eines Jahres bleibt er steuerfrei. Die Freigrenze für alle privaten Veräußerungsgeschäfte eines Jahres liegt bei 1.000 Euro; wird sie überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig und nicht allein der übersteigende Teil.
Ein Kursanstieg von acht Prozent an einem Tag verkürzt keine Frist. Wer nach dem Sprung Gewinne mitnimmt, sollte vorher nachsehen, wann die einzelnen Stücke gekauft wurden, denn ein Verkauf wenige Wochen vor Ablauf der Jahresfrist kann teuer werden. Bei mehreren Käufen zu verschiedenen Zeitpunkten gilt für die Zuordnung das First-in-first-out-Verfahren je Wallet oder Konto.
Staking gibt es bei Stellar nicht: SCP statt Proof of Stake
Eine verbreitete Erwartung räumen wir hier ab, weil sie regelmäßig zu Fehlkäufen führt: XLM lässt sich nicht staken. Das Stellar Consensus Protocol arbeitet ohne hinterlegtes Kapital. Es ist ein Abstimmungsmodell unter Validatoren, die nichts einsetzen und dafür auch keine Belohnung erhalten. Eine netzeigene Rendite existiert bei Stellar nicht.
Die frühere Inflation von einem Prozent im Jahr, die an Wallet-Adressen ausgeschüttet wurde, haben die Validatoren im Oktober 2019 abgeschaltet. Im November 2019 wurden 55,5 Milliarden XLM vernichtet, seither liegt die Gesamtmenge bei 50 Milliarden. Wenn dir eine Plattform eine Rendite auf XLM anbietet, stammt sie folglich nicht aus dem Netz, sondern aus dem Geschäft dieser Plattform: aus Verleih, aus Handel oder aus einem Bonusprogramm. Damit trägst du ein Gegenparteirisiko und kein Protokollrisiko.
Verwahrung von XLM: Mindestreserve, Memo und die Wahl der Wallet
Für die Verwahrung gelten bei Stellar zwei Besonderheiten. Jede Adresse muss erstens eine Mindestreserve halten, die im Netz gebunden bleibt und nicht ausgezahlt werden kann; sie steigt mit jedem zusätzlichen Eintrag, etwa einem weiteren gehaltenen Token. Zweitens verlangen viele Börsen bei Einzahlungen ein Memo, eine Zusatzkennung zur Adresse. Eine Überweisung ohne dieses Memo landet auf einem Sammelkonto und muss von Hand zugeordnet werden.
Auf der Börse liegen die Coins im Bestand des Anbieters, mit dessen Insolvenz- und Angriffsrisiko. Eine Software-Wallet auf dem Telefon eignet sich für Beträge, die du im Alltag bewegst. Für Bestände, die über die Jahresfrist liegen bleiben sollen, führt der Weg zu einem Gerät, bei dem der private Schlüssel es nie verlässt. Die Mindestreserve gilt in beiden Fällen genauso.
Stellar-Kurs und Netzlast: Das Wichtigste für deine Entscheidung
Der Kurssprung ist der Anlass, die Netzzahlen sind der Befund. Drei Schritte ergeben sich daraus.
- Handelsplatz auf Zulassung ansehen. Kaufe XLM dort, wo eine Zulassung nach der europäischen Kryptowerte-Verordnung vorliegt. Eine Übersicht bietet unser Vergleich der regulierten Kryptobörsen.
- Kaufdaten festhalten. Für die Jahresfrist nach Paragraf 23 EStG zählt der Tag jedes einzelnen Kaufs. Ein Steuer-Tool oder Portfolio-Tracker protokolliert das laufend statt rückwirkend.
- Verwahrung an die Haltedauer anpassen. Was länger als ein Jahr liegen soll, gehört nicht auf ein Börsenkonto. Die Geräte dafür stehen in unserem Hardware-Wallet-Vergleich.
(Stand: 29. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)
Häufige Fragen zu Stellar (XLM)
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.
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