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Kalifornien-Wahl 2026: Becerra gegen Hilton und die Abstimmung über die Milliardärssteuer

Gavin Newsom darf nicht mehr antreten, und Kalifornien stimmt auch über eine einmalige 5-Prozent-Steuer für Milliardäre ab. Wo die Auszählung steht, wie weit sich die Countys bewegt haben und warum Ripple und sein Mitgründer gegen Proposition 40 zahlen.

Das Parlamentsgebäude von Kalifornien in Sacramento mit weißer Kuppel und Säulenfront
7 Min. Lesezeit
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NBC News sieht auf Basis von AP-Daten Xavier Becerra als Sieger der Gouverneurswahl in Kalifornien gegen Steve Hilton. Um 06:11 Uhr MEZ stand es 65,0 zu 35,0 Prozent bei 46,4 Prozent Auszählung. Die Wahllokale in Kalifornien schließen um 05:00 Uhr MEZ. Gavin Newsom darf nicht für eine dritte Amtszeit antreten, und die Republikaner haben das Gouverneursamt seit 2006 nicht gewonnen. Auf demselben Stimmzettel steht Proposition 40, eine einmalige 5-Prozent-Steuer für Einwohner Kaliforniens mit mehr als 1 Milliarde Dollar Vermögen. Gegen sie flossen laut den Meldungen bis 22. Oktober mehr als 140 Millionen Dollar, Ripple und Mitgründer Chris Larsen gehören zu den Geldgebern. Bei Proposition 40 standen um 06:11 Uhr MEZ Ja bei 43,5 und Nein bei 56,5 Prozent, 47 Prozent ausgezählt. Polymarket sah die Annahme um 06:11 Uhr MEZ bei 1,6 Prozent.

Kalifornien-Wahl 2026: das Wichtigste

  • Gouverneur (06:11 Uhr MEZ): Becerra 3.963.716 Stimmen (65,0 Prozent), Hilton 2.138.109 (35,0 Prozent), 46,4 Prozent ausgezählt.
  • Proposition 40: Bei Proposition 40 standen um 06:11 Uhr MEZ Ja bei 43,5 und Nein bei 56,5 Prozent, 47 Prozent ausgezählt. Polymarket sah die Annahme um 06:11 Uhr MEZ bei 1,6 Prozent.
  • 2024: Kamala Harris gewann Kalifornien 2024 mit 9.276.179 gegen 6.081.697 Stimmen für Donald Trump, ein Vorsprung von 20,1 Punkten.
  • Beide Kandidaten lehnen die Milliardärssteuer ab, ebenso Gouverneur Newsom.
  • Wettmarkt, Gouverneur: das Rennen ist ausgerufen, den Markt zeigt Polymarket.

Kalifornien Ergebnis: Warum die Auszählung Tage dauert

Kalifornien und andere Staaten im Westen zählen über Tage, die ersten Zahlen sagen also wenig über den endgültigen Abstand. Wir schätzen, dass noch rund 7.000.000 Stimmen fehlen, die meisten davon in Los Angeles, Orange, Santa Clara. Ausrufungen können in einem so großen und so demokratischen Staat schnell kommen, knappe Wahlkreise und Volksentscheide können dagegen deutlich länger offen bleiben.

Balkendiagramm der Countys in Kalifornien mit den meisten geschätzt fehlenden Stimmen und dem bisherigen Abstand
Quelle: AP über NBC News, eigene Schätzung

Kalifornien 2024 gegen 2026: So weit haben sich die Countys bewegt

Los Angeles County ging von D+32,9 bei der Präsidentschaftswahl 2024 auf D+43,9, bei 55 Prozent Auszählung. San Diego County ging von D+16,8 bei der Präsidentschaftswahl 2024 auf D+20,4, bei 55 Prozent Auszählung. Orange County ging von D+2,7 bei der Präsidentschaftswahl 2024 auf D+11,9, bei 49 Prozent Auszählung. Riverside County im Inland Empire ging von R+1,3 bei der Präsidentschaftswahl 2024 auf D+15,5, bei 40 Prozent Auszählung. In den größeren Gebieten mit mindestens der Hälfte der Stimmen bewegte sich der Abstand im Schnitt um 7,4 Punkte Richtung Demokraten. Der Vergleich stellt einen Teilstand neben eine vollständige Präsidentschaftswahl, der endgültige Umschwung kann sich also noch in beide Richtungen ändern.

CountyTrump gegen Harris 2024Hilton gegen Becerra 2026Ausgezählt
Los AngelesD+32,9D+43,955 %
San DiegoD+16,8D+20,455 %
OrangeD+2,7D+11,949 %
RiversideR+1,3D+15,540 %
San BernardinoR+2,1D+16,846 %
AlamedaD+53,6D+60,848 %
SacramentoD+19,7D+28,540 %
Contra CostaD+37,9D+45,256 %
Diagramm der größten Countys in Kalifornien: Abstand bei der Präsidentschaftswahl 2024 und der Gouverneurswahl 2026
Quelle: AP über NBC News, Ergebnisse 2024 über NBC News

Gouverneur Kalifornien: Wer sind Xavier Becerra und Steve Hilton?

Xavier Becerra war von 2017 bis 2021 Generalstaatsanwalt von Kalifornien und von 2021 bis 2025 US-Gesundheitsminister. Steve Hilton ist ein republikanischer Politikkommentator. Beide setzten sich am 2. Juni in einer Vorwahl mit 61 Bewerbern durch, aus der die zwei Erstplatzierten weiterkommen, darunter gegen die Demokraten Katie Porter und Tom Steyer.

Milliardärssteuer in Kalifornien: Was Proposition 40 vorsieht

Proposition 40 sieht eine einmalige Steuer von 5 Prozent auf das Vermögen von Einwohnern mit mehr als 1 Milliarde Dollar vor, Stichtag für den Wohnsitz ist der 1. Januar 2026. 90 Prozent des Geldes gingen an staatlich finanzierte Gesundheitsprogramme wie Medi-Cal, der Rest an Lebensmittelhilfe und öffentliche Bildung. Die Übersicht von Ballotpedia zählt börsennotierte Wertpapiere zum Marktwert am 31. Dezember 2026, Beteiligungen an privaten Firmen und andere Finanzinstrumente zum Vermögen. Anteile von Gründern an nicht börsennotierten Firmen flössen also in die Rechnung ein.

Der Ertrag ist umstritten. Die Gewerkschaft hinter dem Entscheid, SEIU-UHW, schätzt 100 Milliarden Dollar. Die überparteiliche Haushaltsanalysestelle des Parlaments, das Legislative Analyst's Office, erwartet über mehrere Jahre vorübergehend Mehreinnahmen von bis zu mehreren Dutzend Milliarden Dollar und einen möglichen Verlust von weniger als 1 Milliarde Dollar Einkommensteuer im Jahr. Forscher von Stanford und der Hoover Institution schätzten Kosten von 39 Milliarden Dollar und sahen in 85 Prozent ihrer simulierten Szenarien einen Nettoverlust. Sieben der geschätzt 214 Milliardäre des Staates, darunter Peter Thiel, Larry Page und Sergey Brin, sollen rund um den Stichtag weggezogen sein.

Proposition 40 und Krypto: Wer zahlt, um sie zu stoppen

Hier trifft die Abstimmung die Kryptobranche. Das wichtigste Gegnerkomitee, gestützt von Building a Better California, einer Gruppe, die Brin und Eric Schmidt mitgründeten, sammelte bis August 118 Millionen Dollar, vor allem von Brin, Ripple-Mitgründer Chris Larsen und John Doerr. Die Meldedaten bei Ballotpedia zeigen Brin mit 102 Millionen und Doerr mit 30 Millionen Dollar als größte Spender bis zum 22. Oktober. Thiel soll separat rund 100 Millionen Dollar an ein weiteres Komitee gegeben haben. Die Gruppe brachte außerdem zwei Gegenvorlagen auf den Stimmzettel: Proposition 41, die Prüfungen neuer Sondersteuern verlangt und verbietet, neue Steuern von der Ausgabengrenze des Staates auszunehmen, und Proposition 42, die neue Steuern auf Altersvorsorge, persönliche Vermögenswerte und Ersparnisse sowie rückwirkende Steuern verbieten würde. Beide enthalten eine Klausel, nach der sie Proposition 40 aufheben, wenn sie mehr Stimmen bekommen als diese. Alle stehen auf der Seite von NBC zu den Volksentscheiden.

Auch das Unternehmen selbst mischt mit. Ripple gab in diesem Jahr 56 Millionen Dollar für Wahlen auf Staats- und Bundesebene aus, darunter rund 5 Millionen an Golden State Promise, ein landesweites Komitee gegen die Steuer, und 49 Millionen an bundesweite PACs mit kryptofreundlicher Agenda, berichtete Mission Local im Juli. Larsen und der Bitcoin-Investor Tim Draper starteten zudem Grow California, eine Gruppe mit nach eigenen Angaben rund 40 Millionen Dollar an Zusagen, die gewerkschaftsnahe Vermögensteuerpläne kontern soll.

Zu den Befürwortern zählen Senator Bernie Sanders, der Abgeordnete Ro Khanna, die Demokratische Partei Kaliforniens und sechs Wirtschaftsnobelpreisträger. Dagegen sind Newsom, beide Kandidaten für das Gouverneursamt, die Washington Post und die Los Angeles Times. Die sechs Nobelpreisträger schrieben, ein Ja würde eine Bewegung anstoßen, Superreiche auch anderswo zu besteuern. Große Halter von Firmenanteilen und Token außerhalb Kaliforniens haben also ebenfalls Grund hinzuschauen. Bei den Rennen ums Repräsentantenhaus führt Tech Influence Watch 3.321.568 Dollar vom Fairshake-Ableger Protect Progress in zwölf Wahlkreisen Kaliforniens und 1.015.758 Dollar von Fairshake im Wahlkreis 45 auf.

Warum Kalifornien für das Repräsentantenhaus zählt

Kalifornien wählt in diesem Jahr alle 52 Abgeordneten auf Karten, die nach Proposition 50 neu gezogen wurden, und die frühere Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi tritt nicht mehr an. Weil der Staat langsam zählt, stehen die endgültigen Sitzzahlen womöglich erst nach Tagen fest. Alle Ausrufungen zeigt unser Live-Ticker zu den Midterms 2026. Mehr aus den Staaten: warum die Florida-Wahl so knapp wurde, Texas und die Bitcoin-Reserve und die größten Veränderungen seit 2024.

Was Polymarket zu Kalifornien sagt

Mit der Ausrufung ist das Rennen für den Wettmarkt erledigt. Offen bleibt für Händler die Machtverteilung in Washington. Der eigene Markt zu Proposition 40 zeigt, was Händler von der Abstimmung über die Steuer erwarten. Wer in so einer Woche Coins hält, vergleicht vorher am besten regulierte Kryptobörsen und Krypto-Broker. Dieser Artikel ist keine Anlage- oder Steuerberatung.

Häufige Fragen zur Kalifornien-Wahl 2026

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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