BitMart: vorläufiger Rückzahlungsplan seit 1. Oktober, Auszahlungen weiter gesperrt
Stand 2. Oktober 2026: Der Handel bei BitMart ist seit dem 26. August 2026 eingestellt, Guthaben lassen sich weiterhin nicht abziehen. Am 1. Oktober hat BitMart einen vorläufigen Restrukturierungsplan vorgestellt, den die Berater Alvarez & Marsal und White & Case vorbereitet haben: Offene Guthaben sollen zum gewichteten Durchschnittskurs vom 26. Juli 2026 in US-Dollar umgerechnet werden. Nutzer sollen dann wählen können zwischen einer anteiligen Sofortzuteilung in Fiatgeld, Stablecoins oder liquiden Coins wie BTC, ETH und SOL, einem Recovery-Token für die Rückholung der beim Hack vom Dezember 2021 gestohlenen Mittel und einem handelbaren Continuation-Token. Die Lücke beziffert BitMart auf rund 319,5 Millionen US-Dollar. In den nächsten drei bis vier Wochen will BitMart die 50 größten Kontoinhaber befragen, ein Antrag bei Gericht ist für Dezember 2026 oder Januar 2027 geplant. Eine Quote und ein Auszahlungstermin stehen noch nicht fest.
BitMart-Ankündigung vom 26.07.2026, Mitteilung vom 09.09.2026 (Finanzberater), vorläufiger Restrukturierungsplan vom 01.10.2026 (laut Unchained, Crypto Briefing, ChainCatcher) · geprüft am 02.10.2026
Bildungsförderprogramm mit Kryptowährungsprämien für den Abschluss von Bildungsmodulen
Eine der wenigen in der EU ansässigen Börsen mit regulatorischer Compliance
Wettbewerbsfähige Gebührenstruktur mit minimalen Spreads
Günstige Gebühren
Proof of Reserve
EU-reguliert
Angriff auf Hot Wallets am 24.09.2026: rund 350 bis 390 Mio. US-Dollar abgeflossen, Auszahlungen ausgesetzt und seit 28.09. schrittweise wieder frei; Aufarbeitung läuft, Kundenguthaben laut Bitget über den Schutzfonds gedeckt (Stand 28.09.2026)
Übermäßige Informationen nach dem Login einschließlich Popups und Benachrichtigungen
Etablierte Kryptowährungsbörse mit wettbewerbsfähigen Spreads
Umfassende Sicherheitsinfrastruktur
Größte Kryptobörse weltweit mit sehr niedrigen Spreads
Direktkäufe sehr teuer ohne Transparenz bezüglich der Kosten
Eine der wenigen in der EU ansässigen Börsen mit regulatorischer Compliance
Unterstützt Investitionen in Edelmetalle und fraktionierte Aktienanteile
Gebührenfreie PayPal-Sofortauszahlungen für Euro-Transaktionen
Etablierte Kryptowährungsbörse mit bedeutender Marktpräsenz
Umfassende Sicherheitsprotokolle
Eigene VISA-Debitkarte mit Cashback-Programm
Eigene VISA-Debitkarte mit Cashback-Programm
Auszahlungsgebühren sind extrem hoch
Globaler Marktführer mit wettbewerbsfähigen Preisen
Regulatorische Herausforderungen umfassen BaFin-Lizenzverweigerung und Rechtsverfahren gegen ehemaligen CEO wegen Compliance-Verstößen
Transparente Gebührenstruktur ohne versteckte Kosten
Transparente Gebührenstruktur ohne versteckte Kosten
Bitvavo B.V. hat Anfang 2024 aufgrund regulatorischer Anforderungen den Dienst für deutsche Kunden eingestellt. Der Betrieb wurde im August 2024 durch eine strategische Partnerschaft mit Hyphe Markets GmbH wieder aufgenommen.
Pionier unter den deutschen Kryptowährungsplattformen
Benutzeroberfläche erfordert Modernisierung für verbesserte Benutzerfreundlichkeit
Autorisierte Kryptowährungshandelsplattform der Stuttgarter Börse
Gebührenfreie Überweisungen an externe Wallets für alle unterstützten Kryptowährungen
Krypto Börsen Vergleich 2026: 15 Plattformen im Test
Eine Krypto-Börse ist der Ort, an dem aus Euro Bitcoin wird, und die Wahl entscheidet über drei Dinge: was der Kauf kostet, unter welcher Aufsicht Ihr Geld liegt und ob Sie die Coins jemals selbst in die Hand bekommen. Wir haben 15 Plattformen für den deutschsprachigen Markt bewertet, von der global aufgestellten Handelsbörse bis zum deutschen Handelsplatz der Börse Stuttgart.
Die Spanne ist erheblich. Ein Kauf über 1.000 Euro kostet an ausgewiesenen Gebühren je nach Anbieter zwischen 1,00 Euro und bis zu 18,75 Euro, also bis zu knapp das Neunzehnfache. Gleichzeitig haben nicht alle Plattformen die seit dem 1. Juli 2026 nötige MiCA-Zulassung, und genau dieser Unterschied fällt beim Blick auf die reine Gebühr durch das Raster.
Stand dieser Auswertung: 9. Oktober 2026. Die Handelsgebühren haben wir an diesem Tag auf den Gebührenseiten der Anbieter nachgeprüft. Coinbase Advanced und Binance (Sofortkauf) veröffentlichen ihre Sätze nicht, dort stehen die Werte unserer Erhebung vom August 2026. Alle Gebühren, Lizenzangaben und Bewertungen in diesem Vergleich stammen aus unserer laufend gepflegten Anbieterdatenbank, deren Werte Sie in der Tabelle oben je Anbieter nachlesen können. Ändert sich eine Gebühr oder ein Lizenzstatus, ziehen wir Note und Text nach.
Die Testsieger auf einen Blick
Nicht mehr in der Wertung: Bitget. Bitget führt Deutschland in den eigenen Nutzungsbedingungen unter den verbotenen Ländern. Neue Konten sind für deutsche Nutzer seit dem 16. Januar 2026 gesperrt, in Frankreich hat Bitget zum 31. März 2026 alle Dienste eingestellt. Nach Auswahl und Preis wäre die Plattform vorn gelandet, als Empfehlung taugt sie für deutsche Leser aber nicht. Eine erteilte MiCA-Zulassung fehlt ebenfalls, der CASP-Antrag läuft bei der österreichischen FMA. In den Abschnitten weiter unten steht Bitget deshalb nur noch als Vergleichsmaßstab. Hinzu kommt ein Sicherheitsvorfall: Am 24. September 2026 flossen nach Angaben von Bitget und mehreren Fachmedien rund 350 bis 390 Millionen US-Dollar aus Hot Wallets der Börse ab. Auszahlungen waren ausgesetzt und laufen seit dem 28. September schrittweise wieder an, Kundenguthaben sind laut Bitget über den eigenen Schutzfonds gedeckt. Die Aufarbeitung läuft (Stand 28.09.2026).
Beste Gesamtwertung: Coinbase (4,8). MiCA-Zulassung über die Coinbase Luxembourg S.A. unter Aufsicht der CSSF, Kauf ab 1 Euro, PayPal als Zahlungsweg, dazu Sparplan und Staking. Einen festen Gebührensatz weist Coinbase seit 2026 nicht mehr aus: Genannt werden 1,875 Prozent im einfachen Kaufweg und 1 Prozent für Limit-Orders, den tatsächlichen Betrag zeigt erst die Ordervorschau.
Beste Kombination aus Preis und EU-Lizenz: Bitpanda Fusion (4,6). 0,25 Prozent, also 2,50 Euro auf 1.000 Euro, bei MiCA-Zulassung über die BaFin. Günstiger mit Zulassung ist nur OKX mit 2,00 Euro im reinen Spot-Konto.
Beste Allround-Plattform: Bitpanda (4,3). Über 650 Währungen, MiCA-Zulassungen in Österreich, Deutschland und Malta, Sparpläne, Staking, dazu Edelmetalle und Aktienbruchteile im selben Konto.
Günstigste Variante bei Coinbase: Coinbase Advanced (4,2). Dieselbe Lizenz und Auswahl wie Coinbase, aber 0,6 statt bis zu 1,875 Prozent, also 6,00 Euro statt bis zu 18,75 Euro.
So haben wir bewertet
In jede Note fließen vier Größen ein, die wir für jeden Anbieter einzeln erheben:
Die ausgewiesene Handelsgebühr, umgerechnet auf einen Kauf über 1.000 Euro, damit die Angaben vergleichbar sind. Ein beworbener Prozentsatz allein sagt wenig, weil manche Anbieter ohne Ordergebühr arbeiten und über den Spread verdienen.
Regulierungsstatus in der EU, also die erteilte MiCA-Zulassung oder eine nationale Erlaubnis, jeweils mit der zuständigen Behörde.
Breite des Angebots von Spot-Handel über Sparplan und Staking bis zu Derivaten, dazu die Zahl der handelbaren Währungen.
Bedienbarkeit für Einsteiger, Verfügbarkeit auf Deutsch, Zahlungswege und Mindestbetrag.
Jede Note ist eine redaktionelle Entscheidung und wird nachgezogen, sobald sich Gebühren oder Lizenzstatus ändern. Wir bewerten unabhängig von Partnerschaften, und ein Anbieter rückt bei uns nicht durch eine Kooperation nach vorn. Das Datum der jeweiligen Einzelbewertung steht in der Matrix am Anbieter.
Krypto-Börse, Broker oder Marktplatz: die drei Plattformtypen
Krypto-Börse: Sie handeln über ein Orderbuch gegen andere Nutzer. Das ist die günstigste Variante, verlangt aber Einarbeitung. In diesem Vergleich zum Beispiel Bitget, Bitpanda Fusion, Coinbase Advanced und Kraken Pro.
Broker und Kauf-Oberfläche: Sie kaufen zu einem festen Preis direkt vom Anbieter. Das ist bequemer, dafür steckt die Marge im Spread. Beispiele: Coinbase und Bitpanda.
Marktplatz: Sie handeln direkt mit anderen Nutzern und legen den Preis selbst fest. In Deutschland vor allem Bitcoin.de.
Alle 15 Krypto-Börsen im Datenvergleich
Die folgende Übersicht listet jede Plattform mit Note, Zahl der handelbaren Währungen, Handelsgebühr, den Mindestkosten für einen Kauf über 1.000 Euro und dem Zulassungsstatus. Mindestkosten heißt: die vom Anbieter ausgewiesene Handelsgebühr. Ein Kursaufschlag im Spread kommt bei den Sofortkauf-Anbietern hinzu, er lässt sich aber nicht beziffern, weil ihn keiner von ihnen veröffentlicht. Die Werte stammen unmittelbar aus unserer Anbieterdatenbank, dieselbe Quelle, aus der auch die Matrix am Seitenanfang gespeist wird.
Börse
Note
Währungen
Handelsgebühr
Kosten mind. je 1.000 €
MiCA-Zulassung
Bitget
4,9
1080+
0.1% spot, 0.02-0.06% futures
1,00 €
nein
Coinbase
4,8
404
bis 1,875 % + Spread
bis 18,75 € + Spread
ja
Bitpanda Fusion
4,6
keine Angabe
0.25 %
2,50 €
ja
OKX
4,5
392
0,2 %
2,00 €
ja
Kraken Pro
4,4
629
0.8 %
8,00 €
ja
Bitpanda
4,3
650+
0.99 %
9,90 €
ja
Binance
4,3
482
1.75 %
17,50 €
nein
Kraken
4,2
629
1 %
10,00 €
ja
crypto.com
4,2
400+
0.8 %
8,00 €
ja
Coinbase Advanced
4,2
404
0.6 %
6,00 €
ja
BSDEX
4,1
10
0.35 %
3,50 €
ja
Binance Pro
4,1
482
0.1 %
1,00 €
nein
Bitvavo
3,3
426
0.25 %
2,50 €
ja
Bitcoin.de
3,2
10
0.5 %
5,00 €
reguliert
Backpack
2,1
~50+
0.08 % Maker / 0.10 % Taker, …
nicht vergleichbar
keine Angabe
Drei Dinge fallen an dieser Übersicht auf, und sie sind der Grund, warum die Rangfolge nicht der Gebührenspalte folgt.
Erstens: Der günstigste Preis ist nicht die beste Börse
Rein rechnerisch führen Binance Pro und Bitget mit je 1,00 Euro je 1.000 Euro das Feld an, gefolgt von OKX mit 2,00 Euro im reinen Spot-Konto sowie Bitvavo und Bitpanda Fusion mit je 2,50 Euro. Bei Binance und Binance Pro steht in der Spalte Zulassung allerdings nein, und dasselbe gilt für Bitget. Wer die Gebührenspalte isoliert liest, wählt unter Umständen einen Anbieter ohne EU-Zulassung, und das ist seit dem 1. Juli 2026 kein Detail mehr.
Zweitens: Zwei Oberflächen desselben Anbieters kosten sehr Unterschiedliches
Coinbase verlangt in der Standard-Oberfläche laut Coinbase-Hilfeseite (abgerufen am 9. Oktober 2026) bis zu 1,875 Prozent, je nach Zahlungsweg, dazu einen Spread im Kurs; über Coinbase Advanced sind es 0,6 Prozent. Auf 1.000 Euro sind das bis zu 18,75 Euro gegenüber 6,00 Euro, bei identischer Lizenz, identischer Auswahl und identischer Verwahrung. Dasselbe Muster bei Bitpanda mit 0,99 Prozent gegenüber Bitpanda Fusion mit 0,25 Prozent, also 9,90 Euro gegenüber 2,50 Euro. Wer die Profi-Oberfläche seines Anbieters nutzt, zahlt bei gleicher Sicherheit weniger als die Hälfte. Das ist der wirksamste Hebel in diesem ganzen Vergleich und kostet nichts außer einer halben Stunde Einarbeitung.
Drittens: Die Auswahl schwankt um den Faktor hundert
Wir haben die Kataloge am 3. September 2026 an den Schnittstellen der Anbieter ausgezählt, jeweils eindeutige Basiswerte in aktiv handelbaren Spot-Paaren: Kraken und Kraken Pro führen 629 Währungen, Binance und Binance Pro 482, Bitvavo 426, Coinbase und Coinbase Advanced 404, OKX 392, Bitpanda über 650, crypto.com über 400.
Wichtiger als die große Zahl ist, wie viel davon gegen Euro geht. Bei Bitvavo sind es alle 426, bei Kraken 516 von 629, bei OKX 267 von 392. Bei Coinbase dagegen nur 32 von 404 und bei Binance lediglich 29 von 482: Alles Übrige lässt sich dort nur über den Umweg einer anderen Währung kaufen, meist eines Stablecoins, was Gebühren und ein Wechselkursrisiko hinzufügt. Wer in Euro denkt, sollte deshalb nicht auf die Katalogzahl schauen, sondern auf die Euro-Spalte.
Am unteren Ende stehen BSDEX und Bitcoin.de mit je 10 Währungen. Für Bitcoin und Ethereum genügt jede Plattform der Liste; wer Altcoins außerhalb der ersten hundert sucht, braucht Bitget, Bitpanda oder eine der großen globalen Börsen.
Was kostet der Kauf wirklich? Die Gebühren im Detail
Die beworbene Handelsgebühr ist nur einer von vier Posten. Dazu kommen der Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs, mögliche Kosten für die Einzahlung und die Netzwerkgebühr, wenn Sie die Coins auf eine eigene Wallet bewegen.
Rechenbeispiel: 1.000 Euro in Bitcoin
So viel bleibt bei einem einmaligen Kauf an Kosten hängen, gerechnet mit den Werten aus unserer Datenbank:
Bitpanda Fusion: 0,25 Prozent, 2,50 Euro
Bitget: 0,1 Prozent im Spot, 1,00 Euro
Coinbase Advanced: 0,6 Prozent, 6,00 Euro
Bitpanda: 0,99 Prozent, 9,90 Euro
Coinbase: bis zu 1,875 Prozent je nach Zahlungsweg, bis zu 18,75 Euro
Rechenbeispiel: Sparplan über 200 Euro im Monat
Bei zwölf Ausführungen im Jahr summieren sich dieselben Sätze auf 2.400 Euro Anlagesumme:
Bitpanda Fusion würde 6,00 Euro im Jahr kosten, bietet aber keinen Sparplan.
Coinbase Advanced: 14,40 Euro rechnerisch, ebenfalls ohne Sparplanfunktion.
Bitpanda: 23,76 Euro im Jahr, Sparplan vorhanden.
Coinbase: bis zu 45,00 Euro im Jahr, Sparplan vorhanden.
Daraus folgt eine Empfehlung, die man selten liest: Wer automatisiert sparen will, hat unter den günstigen Oberflächen keine Wahl, weil Fusion und Coinbase Advanced beide keinen Sparplan führen. Für den Sparplan bleibt Bitpanda mit 0,99 Prozent oder Coinbase mit bis zu 1,875 Prozent, und der Unterschied macht über zehn Jahre bei gleichbleibender Rate bis zu rund 210 Euro aus.
Worauf Sie neben der Handelsgebühr achten sollten
Einzahlung: SEPA-Überweisung ist bei allen Anbietern dieses Vergleichs kostenlos. Kreditkarte und PayPal kosten in der Regel extra, weil der Anbieter die Gebühr des Zahlungsdienstes weitergibt.
Auszahlung von Coins: Bei Coinbase und Coinbase Advanced sind die Netzwerkgebühren dynamisch und werden erst beim Abheben der jeweiligen Währung sichtbar. Planen Sie das ein, wenn Sie regelmäßig auf eine eigene Wallet abziehen.
Kostentransparenz: Wir bewerten sie je Anbieter gesondert. Bei Coinbase steht dort Nein, bei Bitget, Bitpanda, Bitpanda Fusion und Coinbase Advanced Ja.
Mindestbetrag: Bei Coinbase, Coinbase Advanced, Bitpanda und Bitpanda Fusion genügt 1 Euro, bei Bitget sind es 5 Euro.
Die Krypto-Börsen im Einzelnen
Die Reihenfolge folgt unserer Bewertung. Eine Empfehlung sprechen wir nur für Anbieter ab 4,0 Punkten aus.
Bitget: die größte Auswahl, aber ohne EU-Zulassung
Bitget führt unsere Bewertung mit 4,9 Punkten an, und zwar auf zwei Achsen. Zum einen die Auswahl: Über 1.080 handelbare Währungen sind der höchste Wert in diesem Vergleich, fast das Doppelte des Zweitplatzierten. Zum anderen der Preis: 0,1 Prozent im Spot-Handel bedeuten 1,00 Euro auf 1.000 Euro, bei Futures liegen die Sätze mit 0,02 bis 0,06 Prozent noch darunter. Die Kostentransparenz bewerten wir mit Ja, der Einstieg beginnt bei 5 Euro, bezahlt wird per SEPA-Überweisung oder Kreditkarte. Beim Kontoschutz bietet Bitget Zwei-Faktor-Anmeldung per TOTP und eine Auszahlungs-Whitelist, mit der Abhebungen nur an vorab freigegebene Adressen gehen.
Der Vorbehalt, und er wiegt schwer: Bitget hat keine erteilte MiCA-Zulassung. Der CASP-Antrag lag im August 2026 bei der österreichischen Finanzmarktaufsicht (im ESMA-Register auch am 2. Oktober 2026 kein Eintrag). Seit dem 1. Juli 2026 ist die Übergangsfrist abgelaufen, ein laufendes Verfahren genügt in der EU nicht mehr. Wer auf die Zulassung Wert legt, findet sie bei Coinbase, Bitpanda oder Bitpanda Fusion. Weniger gravierend, aber im Alltag spürbar: Nach dem Login empfängt Sie eine Fülle von Popups und Benachrichtigungen.
Coinbase: die am besten regulierte Plattform im Feld
Coinbase ist die Wahl für alle, denen die Aufsicht wichtiger ist als der letzte Zehntelprozentpunkt. Das Unternehmen war das erste mit einer BaFin-Kryptolizenz, die 2022 festgestellten Mängel sind nach unserem Stand behoben, und die MiCA-Zulassung läuft über Luxemburg. Über 260 Währungen stehen bereit, der Kauf beginnt bei 1 Euro, Staking und Sparplan sind vorhanden, und bezahlt wird per SEPA, Echtzeitüberweisung, Kreditkarte oder PayPal. Das Bildungsprogramm zahlt kleine Kryptobeträge für abgeschlossene Lernmodule aus, ein Einstieg ohne eigenes Geld.
Der Preis ist die Kehrseite: bis zu 1,875 Prozent je nach Zahlungsweg bedeuten bis zu 18,75 Euro auf 1.000 Euro, der höchste Wert unter unseren Empfehlungen, und die Kostentransparenz bewerten wir bei der Standard-Oberfläche mit Nein. Coinbase Advanced löst genau dieses Problem: dieselbe Lizenz, dieselbe Verwahrung, dieselben über 260 Währungen, aber 0,6 Prozent statt bis zu 1,875 Prozent, also 6,00 Euro. Dazu sind Euro-Auszahlungen per PayPal dort gebührenfrei. Wir führen Coinbase Advanced mit 4,2 Punkten, weil die Orderbuch-Oberfläche Einsteiger überfordert. Wer sich einmal einarbeitet, spart bei jedem Kauf mehr als die Hälfte.
Bitpanda und Bitpanda Fusion: die europäische Antwort
Bitpanda hat die breiteste Zulassungslage in diesem Vergleich: MiCA-Zulassungen in Österreich über die FMA, in Deutschland über die BaFin und auf Malta. Über 650 Währungen sind handelbar, der Kauf beginnt bei 1 Euro, Staking und Sparplan sind vorhanden, bezahlt wird per SEPA, Sofortüberweisung, Kreditkarte oder PayPal. Eine Besonderheit, die keine andere Plattform des Vergleichs bietet: Neben Kryptowerten lassen sich Edelmetalle und Bruchteile von Aktien im selben Konto besparen. Die Gebühr liegt bei 0,99 Prozent, also 9,90 Euro auf 1.000 Euro, bei transparenter Kostenausweisung.
Bitpanda Fusion ist die Orderbuch-Oberfläche desselben Hauses und mit 4,6 Punkten unsere beste Kombination aus Preis und Aufsicht: 0,25 Prozent, also 2,50 Euro auf 1.000 Euro; günstiger ist unter den Anbietern mit MiCA-Zulassung nur OKX mit 2,00 Euro im reinen Spot-Konto, abgesichert über die BaFin. Fusion führt über 100 Währungen, bietet aber weder Staking noch Sparplan. Wer beides will, kombiniert: Sparplan bei Bitpanda, größere Einmalkäufe über Fusion, dasselbe Konto.
Die übrigen Plattformen
Neben den genannten stehen zehn weitere Anbieter in der Matrix. OKX (4,5) und Kraken Pro (4,4) sind günstige Orderbuch-Börsen mit EU-Zulassung, Kraken (4,2) ist deren Einsteiger-Oberfläche. crypto.com (4,2) setzt auf die App und eine eigene Karte. BSDEX (4,1) ist der Handelsplatz der Börse Stuttgart mit deutscher Aufsicht, dafür nur zehn Währungen. Binance (4,3) und Binance Pro (4,1) bieten sehr niedrige Sätze in der Pro-Oberfläche, tragen aber wie Bitget keine erteilte MiCA-Zulassung. Bitvavo (3,3), Bitcoin.de (3,2) als deutscher Marktplatz und Backpack (2,1) liegen in unserer Bewertung unter der Empfehlungsschwelle. Die Einzelwerte stehen für jeden dieser Anbieter in der Tabelle weiter oben.
Krypto-Börse oder Neobroker? Trade Republic und Bison als Alternative
Viele Anleger in Deutschland kaufen ihre ersten Kryptowährungen nicht bei einer Krypto-Börse, sondern dort, wo schon das Depot liegt. Zwei Angebote fallen dabei besonders oft: Trade Republic und Bison, die Krypto-App aus der Gruppe Börse Stuttgart. In der Bewertung oben führen wir beide nicht, weil sie keine Börsen mit eigenem Orderbuch sind. Sie kaufen dort zu dem Preis, den der Anbieter oder sein Handelspartner stellt, wie bei einem Krypto-Broker. Für Einsteiger mit Sparplan können sie trotzdem die passende Wahl sein, deshalb hier die wichtigsten Unterschiede nach denselben Kriterien wie in unserem Vergleich.
Stand 10. Oktober 2026
Trade Republic
Bison
Kosten je Kauf
1 Euro Fremdkostenpauschale je Ausführung laut Hilfecenter, dazu der Kurs des Handelspartners
keine Ordergebühr, Spread im Schnitt 1,25 Prozent bei Bitcoin und Ethereum, 1,75 Prozent bei anderen Coins
Kauf über 1.000 Euro in Bitcoin
1 Euro plus Kursaufschlag
rund 12,50 Euro über den Spread
Einzahlung
Banküberweisung auf das Verrechnungskonto
Banküberweisung kostenlos, Karte, Apple Pay und Google Pay 2,49 Prozent
Coins auf eine eigene Wallet
seit November 2025 möglich, rund 50 Kryptowährungen
ja, Auszahlung kostenlos
Zulassung
MiCA-Lizenz als Bank
MiCA-Lizenz
Der Unterschied liegt weniger im Preis als im Prinzip. Bei Bison ist der Spread die eigentliche Gebühr, und das Unternehmen nennt ihn offen als Durchschnittswert. Bei einem Kauf über 1.000 Euro in Bitcoin sind das rund 12,50 Euro, beim späteren Verkauf noch einmal so viel. Das ist mehr als bei Bitpanda Fusion mit 2,50 Euro, aber weniger als die bis zu 18,75 Euro im einfachen Coinbase-Kauf. Trade Republic berechnet eine feste Pauschale, die bei größeren Beträgen kaum ins Gewicht fällt. Einen Prozentsatz für den Kursaufschlag des Handelspartners haben wir in den Unterlagen nicht gefunden. Vergleichen Sie deshalb vor dem ersten Kauf in der App den Kauf- und den Verkaufspreis desselben Coins: Der Abstand zwischen beiden zeigt, was Sie Kauf und Verkauf zusammen kosten.
Beide Anbieter verwahren die Coins für Sie, Trade Republic nach eigenen Angaben in Cold Wallets bei BitGo Europe. Seit es die Auszahlung auf eine eigene Wallet gibt, sind Sie auch hier nicht mehr an den Anbieter gebunden. Was beide nicht bieten, ist die Breite einer echten Kryptowährungsbörse: Rund 50 Coins bei Trade Republic stehen über 400 bei Coinbase gegenüber. Wer Kryptowährungen nur als Beimischung neben ETFs und Aktien kaufen will, ist beim Neobroker gut aufgehoben. Wer Altcoins sucht oder aktiv handelt, braucht eine Börse. Weitere Anbieter dieser Art stehen im Krypto-Broker-Vergleich.
Margin Trading und Futures: was Krypto-Börsen über den Kauf hinaus anbieten
Neben dem Kauf und Verkauf von Coins bieten viele Krypto-Börsen den Handel mit Hebel an, entweder als Margin Trading im Spot-Markt oder über Futures. Beim Margin Trading leihen Sie sich von der Börse Geld oder Coins und vergrößern damit Ihre Position. Futures und die besonders verbreiteten Perpetuals sind Terminkontrakte, mit denen Sie auf steigende oder fallende Kurse setzen, ohne den Coin selbst zu besitzen.
Zwei Punkte sollten Sie dabei kennen. Erstens regelt MiCA diese Produkte nicht. Krypto-Derivate gelten in der EU als Finanzinstrumente und fallen unter das Wertpapierrecht nach MiFID II. Eine MiCA-Lizenz für den Spot-Handel heißt also nicht, dass auch das Futures-Angebot einer Börse in der EU erlaubt ist. Zweitens wirkt der Hebel in beide Richtungen. Bei zehnfachem Hebel genügt eine Kursbewegung von weniger als zehn Prozent gegen Ihre Position, und die Börse schließt sie zwangsweise. Ihr Einsatz ist dann weitgehend verloren. Dazu kommen laufende Finanzierungskosten, bei Perpetuals die sogenannte Funding Rate.
Für den langfristigen Vermögensaufbau braucht es weder Margin noch Futures. Wer sich trotzdem damit beschäftigen will, findet die Unterschiede zwischen zentralen Börsen und dezentralen Derivate-Plattformen im Vergleich der Perp-DEX.
Regulierung und Sicherheit: Was MiCA seit Juli 2026 ändert
Seit dem 30. Dezember 2024 gilt in der EU die MiCA-Verordnung, das erste umfassende Regelwerk für Kryptowerte. Sie verlangt von jedem Anbieter eine CASP-Zulassung, erteilt durch eine nationale Aufsichtsbehörde wie die BaFin in Deutschland oder die FMA in Österreich. Am 1. Juli 2026 ist die nationale Übergangsfrist abgelaufen. Seitdem genügt ein laufendes Antragsverfahren nicht mehr, entscheidend ist die erteilte Erlaubnis.
Was die Zulassung Ihnen bringt: getrennt verwahrte Kundengelder, Anforderungen an die Kapitalausstattung des Anbieters, verpflichtende Angaben zu Kosten und Risiken sowie eine Beschwerdestelle. Was sie nicht bringt: eine Einlagensicherung. Für Kryptowerte gibt es keine gesetzliche Absicherung wie die 100.000 Euro auf dem Bankkonto. Fällt ein Anbieter aus, entscheidet die Qualität der Verwahrung, nicht ein Sicherungsfonds.
Der Zulassungsstatus der Anbieter
Mit erteilter MiCA-Zulassung: Coinbase und Coinbase Advanced über Luxemburg, zusätzlich mit BaFin-Kryptolizenz für die deutsche Gesellschaft. Bitpanda über die FMA in Österreich, die BaFin und Malta. Bitpanda Fusion über die BaFin. Ebenfalls zugelassen sind OKX, Kraken, Kraken Pro, crypto.com, BSDEX und Bitvavo.
Ohne erteilte Zulassung: Bitget, Binance und Binance Pro. Bei Bitget läuft der CASP-Antrag bei der österreichischen FMA.
Sonderfall Bitcoin.de, derzeit nicht handelbar: Der Marktplatz nach deutschem Recht ist über die Partnerbank reguliert, hat aber Handel und Einzahlungen bis auf Weiteres pausiert. Als Grund nennt der Betreiber das laufende MiCAR-Zulassungsverfahren, Stand seiner Mitteilung ist der 21. August 2026. Auszahlungen laufen weiter. Im ESMA-Register steht bislang kein Eintrag. Die Zeile bleibt in der Tabelle, damit der Vergleich vollständig ist; kaufen lässt sich dort aktuell nichts.
Prüfen können Sie das selbst: Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA führt ein öffentliches Register der zugelassenen Anbieter, die BaFin ein Unternehmensregister für Deutschland. Beide sind kostenlos einsehbar, und ein Blick dorthin dauert zwei Minuten.
Sicherheit auf Kontoebene
Alle fünf empfohlenen Plattformen bieten Zwei-Faktor-Anmeldung per TOTP, also einen zeitbasierten Code aus einer Authenticator-App. Das ist der Standard, den Sie vor der ersten Einzahlung aktivieren sollten, und er ist der SMS deutlich vorzuziehen, weil eine übernommene Rufnummer sonst den zweiten Faktor mitliefert. Bitget bietet zusätzlich eine Auszahlungs-Whitelist: Abhebungen gehen dann nur an vorher freigegebene Adressen, selbst wenn jemand Ihr Konto übernimmt.
Den größten Sicherheitsgewinn erzielen Sie allerdings nicht auf der Börse, sondern daneben. Alle empfohlenen Anbieter erlauben den Transfer der Coins auf eine eigene Wallet. Liegen die Bestände auf einer Hardware-Wallet, ist ein Ausfall des Anbieters für Sie folgenlos. Der Preis dafür ist Verantwortung: Ein verlorener privater Schlüssel bedeutet den vollständigen Verlust, und niemand kann ihn zurücksetzen.
Ein- und Auszahlung: Welche Wege welche Börse anbietet
SEPA-Überweisung akzeptieren alle Anbieter dieses Vergleichs, und sie ist überall kostenlos. Eine normale Überweisung braucht ein bis zwei Bankarbeitstage, die Echtzeitüberweisung ist in Sekunden da und wird von Coinbase, Coinbase Advanced, Bitpanda und Bitpanda Fusion unterstützt.
Kreditkarte geht bei Bitget, Coinbase, Coinbase Advanced, Bitpanda und Bitpanda Fusion. Der Kauf wird sofort ausgeführt, dafür ist es der teuerste Einzahlungsweg, und manche Bank behandelt ihn als Bargeldabhebung mit Zinsen ab dem ersten Tag.
PayPal steht bei Coinbase, Coinbase Advanced, Bitpanda und Bitpanda Fusion zur Verfügung, außerdem bei OKX, Kraken und Kraken Pro. Bei Coinbase Advanced sind Euro-Auszahlungen über PayPal gebührenfrei.
Krypto-Transfer: Alle fünf empfohlenen Plattformen erlauben Ein- und Auszahlung von Coins auf eine eigene Wallet. Die Netzwerkgebühr richtet sich nach der Blockchain und der Auslastung, bei Coinbase und Coinbase Advanced ist sie dynamisch und wird erst im Auszahlungsvorgang sichtbar.
Die folgende Übersicht zeigt für jede Börse, womit Sie einzahlen können, ab welchem Betrag es losgeht und welche Funktionen zur Verfügung stehen. Auch diese Werte kommen unmittelbar aus unserer Anbieterdatenbank.
Börse
Zahlungswege
ab
Sparplan
Staking
Wallet-Transfer
Bitget
SEPA, Karte
€ 5
nein
ja
ja
Coinbase
SEPA, Echtzeit, Karte, PayPal
€ 1
ja
ja
ja
Bitpanda Fusion
SEPA, Echtzeit, Karte, PayPal
€ 1
nein
nein
ja
OKX
SEPA, Echtzeit, Karte, PayPal
€ 1
ja
ja
ja
Kraken Pro
SEPA, Echtzeit, Karte, PayPal
€ 5
nein
ja
ja
Bitpanda
SEPA, Echtzeit, Karte, PayPal
€ 1
ja
ja
ja
Binance
SEPA, Karte
€ 15
ja
ja
ja
Kraken
SEPA, Echtzeit, Karte, PayPal
€ 1
ja
ja
ja
crypto.com
SEPA, Echtzeit, Karte
€ 3
ja
ja
ja
Coinbase Advanced
SEPA, Echtzeit, Karte, PayPal
€ 1
nein
ja
ja
BSDEX
SEPA
€ 10
nein
nein
ja
Binance Pro
SEPA, Echtzeit, Karte
€ 1
nein
ja
ja
Bitvavo
SEPA, Echtzeit
€ 5
ja
ja
ja
Bitcoin.de
SEPA
€ 60
nein
nein
ja
Backpack
SEPA, Karte
Unklar
nein
ja
ja
Zwei Muster lohnen den zweiten Blick. Erstens: Sparplan und niedriger Preis schließen sich in diesem Feld fast aus. Von den fünf günstigsten Anbietern führen nur OKX und Bitvavo einen Sparplan, während Bitget, Binance Pro und Bitpanda Fusion keinen anbieten. Zweitens: Der Wallet-Transfer ist der einzige Punkt, bei dem alle fünfzehn Anbieter dasselbe liefern. Egal für welche Börse Sie sich entscheiden, Sie können die Coins herausbewegen, und genau das sollten Sie bei Beträgen tun, deren Verlust wehtäte.
Steuern beim Handel auf Krypto-Börsen
In Deutschland gilt der Verkauf von Kryptowerten als privates Veräußerungsgeschäft. Nach einem Jahr Haltefrist sind Gewinne steuerfrei, davor unterliegen sie dem persönlichen Einkommensteuersatz, mit einer Freigrenze von 1.000 Euro im Jahr. Wird die Freigrenze um einen Euro überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der übersteigende Teil.
Wichtig für die Wahl der Börse: Seit dem 1. Januar 2026 gilt die EU-Richtlinie DAC8. Krypto-Dienstleister melden Transaktionsdaten automatisch an die nationalen Steuerbehörden. Wer meint, die Börse bleibe der Finanzverwaltung verborgen, irrt seit diesem Jahr.
Praktisch heißt das: Sie brauchen eine lückenlose Transaktionshistorie. Alle empfohlenen Anbieter bieten einen CSV-Export, Coinbase und Bitpanda zusätzlich aufbereitete Jahresübersichten. Wer auf mehreren Plattformen handelt, führt die Daten am besten mit einem Krypto-Steuer-Tool zusammen, das Haltefristen und Gewinne automatisch berechnet. Details zur Berechnung stehen in unserem Ratgeber zur Krypto-Steuer in Deutschland.
Konto eröffnen und erste Order: der Ablauf in fünf Schritten
Von der Registrierung bis zum ersten gekauften Bitcoin vergehen bei allen empfohlenen Anbietern weniger als 30 Minuten, den Großteil davon nimmt die Identitätsprüfung ein.
Schritt 1, Anbieter wählen. Entscheiden Sie zuerst über die Aufsicht, dann über den Preis. Brauchen Sie eine erteilte MiCA-Zulassung, fallen Bitget, Binance und Binance Pro aus der Auswahl. Wollen Sie einen Sparplan, bleiben Coinbase und Bitpanda.
Schritt 2, Konto anlegen und verifizieren. Sie brauchen einen Ausweis und meist ein Smartphone für das Video- oder Foto-Verfahren. Halten Sie beides bereit, dann ist die Prüfung in wenigen Minuten durch. Ohne abgeschlossene Verifizierung ist keine Einzahlung möglich, das ist seit MiCA überall so.
Schritt 3, Zwei-Faktor-Anmeldung aktivieren, bevor Geld fließt. Alle fünf empfohlenen Plattformen unterstützen TOTP über eine Authenticator-App. Bewahren Sie die Wiederherstellungscodes außerhalb des Telefons auf. Bei Bitget lohnt zusätzlich die Auszahlungs-Whitelist.
Schritt 4, Geld einzahlen. Per SEPA-Überweisung kostenlos, aber ein bis zwei Bankarbeitstage. Per Echtzeitüberweisung, Karte oder PayPal sofort, dafür in der Regel mit Aufschlag. Für den ersten Test genügt ein kleiner Betrag, bei den meisten Anbietern reicht 1 Euro.
Schritt 5, kaufen und entscheiden, wo die Coins liegen. Auf der Kauf-Oberfläche genügt ein Betrag, im Orderbuch wählen Sie zwischen Markt- und Limit-Order. Danach die Grundsatzfrage: Bestand auf der Börse lassen oder auf eine eigene Wallet abziehen. Für kleine Beträge und aktives Handeln spricht das Erste, für langfristiges Halten das Zweite.
Fünf Fehler, die beim Börsenwechsel Geld kosten
Die Standard-Oberfläche nutzen, obwohl es die Profi-Variante gibt. Der teuerste Fehler im ganzen Vergleich: bis zu 1,875 statt 0,6 Prozent bei Coinbase, 0,99 statt 0,25 Prozent bei Bitpanda. Bei 10.000 Euro Jahresvolumen sind das 89 beziehungsweise 74 Euro, die nichts einbringen.
Auf den Prozentsatz statt auf die Gesamtkosten schauen. Manche Anbieter werben mit niedrigen Sätzen und verdienen am Kursaufschlag im Spread. Unsere Spalte nennt deshalb ausdrücklich nur die Mindestkosten, also die ausgewiesene Gebühr. Wer über einen Sofortkauf handelt, zahlt mehr, und wie viel mehr, veröffentlicht keiner dieser Anbieter.
Per Kreditkarte einzahlen, ohne die Kartenbedingungen zu kennen. Viele Banken behandeln Kryptokäufe als Bargeldabhebung, mit Zinsen ab dem ersten Tag und ohne zinsfreie Zeit.
Den Zulassungsstatus nicht prüfen. Drei der fünfzehn Anbieter haben keine erteilte MiCA-Zulassung. Zwei Minuten im ESMA-Register ersparen im Zweifel eine kurzfristige Umschichtung.
Alles auf der Börse liegen lassen. Eine Zulassung ist keine Einlagensicherung. Wer Beträge hält, deren Verlust wehtäte, zieht sie auf eine eigene Wallet ab, und zwar bevor er sie braucht.
Häufige Fragen zu Krypto-Börsen
Welche Krypto-Börse ist die beste für Anfänger?
Coinbase (4,8) und Bitpanda (4,3). Beide sind in der EU zugelassen, vollständig auf Deutsch bedienbar, erlauben den Kauf ab 1 Euro und bieten Sparpläne. Der Preis dafür sind höhere Gebühren, bei Coinbase bis zu 1,875 Prozent je nach Zahlungsweg, bei Bitpanda 0,99 Prozent. Wer sich einarbeitet, wechselt später auf Coinbase Advanced oder Bitpanda Fusion und zahlt bei gleicher Sicherheit weniger als die Hälfte.
Welche Krypto-Börse hat die niedrigsten Gebühren?
Unter allen Anbietern liegen Binance Pro und Bitget mit je 1,00 Euro je 1.000 Euro vorn, beide ohne erteilte MiCA-Zulassung. Unter den Anbietern mit Zulassung ist OKX mit 2,00 Euro im reinen Spot-Konto am günstigsten, dahinter Bitpanda Fusion und Bitvavo mit je 2,50 Euro.
Ist eine Krypto-Börse ohne MiCA-Zulassung illegal?
Für Sie als Privatperson ist der Handel nicht verboten. Der Anbieter selbst darf seine Dienste in der EU seit dem 1. Juli 2026 ohne erteilte Zulassung jedoch nicht mehr aktiv anbieten. Praktisch bedeutet das ein Risiko für Sie: Zieht sich ein Anbieter aus dem europäischen Markt zurück, müssen Sie Ihre Bestände kurzfristig abziehen. Prüfen Sie den Status deshalb vor der ersten Einzahlung im ESMA-Register.
Wie viel Geld brauche ich, um anzufangen?
Bei Coinbase, Coinbase Advanced, Bitpanda und Bitpanda Fusion genügt 1 Euro, bei Bitget sind es 5 Euro. Sinnvoll ist ein Betrag, bei dem die Gebühr nicht ins Gewicht fällt: Bei 50 Euro Kaufsumme kostet ein Kauf zu 1,875 Prozent rund 94 Cent, zu 0,25 Prozent nur 13 Cent.
Sind meine Coins auf einer Krypto-Börse sicher?
Eine Zulassung verlangt getrennt verwahrte Kundengelder, ersetzt aber keine Einlagensicherung. Für Kryptowerte gibt es keinen gesetzlichen Sicherungsfonds. Wer Beträge hält, deren Verlust wehtäte, überträgt sie auf eine eigene Wallet und bewahrt die Wiederherstellungsphrase getrennt vom Gerät auf.
Was ist der Unterschied zwischen Coinbase und Coinbase Advanced?
Es ist derselbe Anbieter mit derselben Lizenz, Verwahrung und Auswahl. Der Unterschied liegt in der Oberfläche und im Preis: Coinbase kauft zu einem festen Preis mit bis zu 1,875 Prozent je nach Zahlungsweg plus Spread, Coinbase Advanced handelt über ein Orderbuch mit 0,6 Prozent. Auf 1.000 Euro sind das bis zu 18,75 gegenüber 6,00 Euro. Dasselbe Verhältnis gilt zwischen Bitpanda und Bitpanda Fusion.
Kann ich auf einer Krypto-Börse einen Sparplan einrichten?
Unter den Empfehlungen bieten Coinbase und Bitpanda Sparpläne an. Bitget, Bitpanda Fusion und Coinbase Advanced haben keine Sparplanfunktion. Wer automatisiert kaufen möchte, ist damit auf die etwas teureren Oberflächen festgelegt.
Muss ich Gewinne aus Krypto versteuern?
In Deutschland sind Gewinne nach einem Jahr Haltefrist steuerfrei. Verkaufen Sie früher, gilt Ihr persönlicher Einkommensteuersatz mit einer Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr. Seit dem 1. Januar 2026 melden Anbieter Transaktionsdaten unter DAC8 automatisch an die Finanzbehörden.
Wie erkenne ich eine unseriöse Krypto-Börse?
Drei Prüfungen genügen für den Anfang: Steht der Anbieter im ESMA-Register oder im BaFin-Unternehmensregister? Nennt er Firmensitz, Handelsregisternummer und eine erreichbare Beschwerdestelle? Und verspricht er feste Renditen? Der dritte Punkt ist der klarste: Garantierte Erträge auf Kryptowerte gibt es nicht.
Welche Krypto-Börsen sind in Deutschland erlaubt?
Erlaubt sind Anbieter mit einer Zulassung nach der MiCA-Verordnung, erkennbar am Eintrag im öffentlichen Register der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA. Aus diesem Vergleich sind das Coinbase und Coinbase Advanced, Bitpanda und Bitpanda Fusion, OKX, Kraken und Kraken Pro, crypto.com, BSDEX und Bitvavo, dazu Neobroker wie Trade Republic und Bison. Ohne erteilte Zulassung sind Bitget, Binance und Binance Pro. Den Status weiterer Plattformen finden Sie im Vergleich der MiCA-regulierten Krypto-Börsen.
Gibt es Krypto-Börsen ohne Verifizierung?
Bei zugelassenen Anbietern in der EU nicht. Wer Euro gegen Kryptowährungen tauscht, muss nach dem Geldwäscherecht Ihre Identität prüfen, und seit 2026 melden Krypto-Dienstleister Ihre Transaktionen zusätzlich nach DAC8 an die Finanzbehörden. Plattformen, die ausdrücklich ohne Verifizierung werben, sind in aller Regel nicht zugelassen. Welche Wege es trotzdem gibt und welche Risiken daran hängen, steht in unserem Ratgeber Krypto kaufen ohne KYC.
Was passiert, wenn eine Börse insolvent wird?
Bei zugelassenen Anbietern sind Kundenbestände getrennt vom Firmenvermögen zu verwahren, was die Chance auf Rückgabe erhöht, aber Zeit und Verfahren kostet. Eine Garantie gibt es nicht. Genau deshalb ist die Übertragung auf eine eigene Wallet die einzige Maßnahme, die unabhängig vom Anbieter wirkt.
Fazit: Welche Krypto-Börse passt zu welchem Anleger?
Die beste Krypto-Börse gibt es nicht pauschal. Entscheidend ist, wie oft Sie handeln, ob Sie einen zugelassenen Anbieter brauchen und wie viel Bedienkomfort Sie erwarten. Die folgenden Empfehlungen folgen unserer Bewertung, Plattformen unter 4,0 Punkten empfehlen wir bewusst nicht.
Einsteiger:Coinbase (4,8) oder Bitpanda (4,3). Zugelassen, deutschsprachig, Kauf ab 1 Euro, Sparplan und PayPal.
Beste Kombination aus Preis und Zulassung:Bitpanda Fusion (4,6) mit 2,50 Euro je 1.000 Euro und MiCA über die BaFin; günstiger mit Zulassung ist nur OKX (4,5) mit 2,00 Euro.
Wer bei Coinbase bleiben, aber sparen will:Coinbase Advanced (4,2) mit 6,00 Euro statt bis zu 18,75 Euro.
Nur als Vergleichsmaßstab:Bitget (4,9) hätte mit über 1.080 Währungen und 1,00 Euro je 1.000 Euro die größte Auswahl und die niedrigsten Handelssätze. Neue Konten sind für deutsche Nutzer aber seit dem 16. Januar 2026 gesperrt, und eine MiCA-Zulassung ist nicht erteilt. Eine Empfehlung sprechen wir deshalb nicht aus.
Unabhängig vom Anbieter gilt: Prüfen Sie den Zulassungsstatus vor der ersten Einzahlung, vergleichen Sie die Gesamtkosten statt des beworbenen Prozentsatzes, nutzen Sie wenn möglich die Profi-Oberfläche Ihres Anbieters, und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Anmeldung, bevor Geld fließt. Wie die Aufsicht im Einzelnen geregelt ist, steht im Vergleich der MiCA-regulierten Börsen. Wer statt einer Börse einen Broker sucht, findet die Alternativen im Krypto-Broker-Vergleich.
Quellen und Methodik
Grundlage dieses Vergleichs sind unsere eigenen Erhebungen zu jedem Anbieter, geführt in einer Datenbank, aus der sowohl die Matrix am Seitenanfang als auch die Tabelle in diesem Text gespeist werden. Gebühren beziehen sich auf die Standardkonditionen ohne Vergünstigungen durch Handelsvolumen oder anbietereigene Token. Der Zulassungsstatus ist gegen das öffentliche Register der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA und das Unternehmensregister der BaFin gehalten. Die rechtlichen Angaben folgen der Verordnung (EU) 2023/1114 über Märkte für Kryptowerte und der Richtlinie (EU) 2023/2226, bekannt als DAC8. Steuerliche Angaben beziehen sich auf die deutsche Rechtslage nach § 23 EStG und ersetzen keine Steuerberatung. Stand dieser Auswertung: 9. Oktober 2026.
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