Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Shiba Inu: Dogecoin wird doppelt so stark umgeschlagen, was das beim Einstieg kostet

Der Tagesumsatz von Shiba Inu liegt 75,8 Prozent unter dem Vorjahr, die Kapitalisierung nur 53,0 Prozent. Diese Lücke erklärt, warum der Kurs heftiger reagiert als bei Bitcoin, und sie entscheidet über die Wahl der Orderart.

Nasse Steinplatte vor dem Portal eines geschlossenen Handelshauses bei Nacht, in den Stein ist das Shiba-Inu-Zeichen als Metallintarsie eingelegt
11 Min. Lesezeit
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Der Kurs von Shiba Inu steht am Mittwochabend bei 0,00000504 Dollar und damit 3,0 Prozent unter dem Stand von vor 24 Stunden. Die interessantere Zahl des Tages ist eine andere: Im Handel wechselten binnen 24 Stunden Token für rund 63,5 Millionen Dollar den Besitzer. Vor genau einem Jahr, am 14. Oktober 2025, waren es 262,0 Millionen Dollar. Der Umsatz ist also um 75,8 Prozent gefallen, während die Kapitalisierung im selben Zeitraum von 6,333 auf 2,979 Milliarden Dollar sank, ein Minus von 53,0 Prozent. Beide Werte stammen aus derselben Tagesreihe von CoinGecko und sind damit direkt vergleichbar.

Diese Lücke ist der Kern dieses Artikels. Ein Markt, dessen Umsatz schneller schrumpft als sein Bestand, reagiert bei gleichem Verkaufsdruck heftiger. Für Halter und Käufer in Deutschland entscheidet das darüber, wie viel ein Einstieg wirklich kostet und welche Orderart sinnvoll ist.

Der Tagesumsatz liegt bei 63,5 Millionen Dollar

Die nackten Werte zum Stand 14. Oktober, erhoben über die öffentliche Schnittstelle von CoinGecko: Shiba Inu notiert bei 0,00000504 Dollar beziehungsweise 0,00000452 Euro. Das Tagestief lag bei 0,00000500 Dollar, das Tageshoch bei 0,00000523 Dollar. Auf Sieben-Tage-Sicht steht ein Minus von 6,2 Prozent, auf 30 Tage von 5,4 Prozent, auf Jahressicht von 53,0 Prozent. Die Kapitalisierung von 2,97 Milliarden Dollar reicht für Rang 38 im Gesamtmarkt.

Der Begriff Tagesumsatz meint die Summe aller gemeldeten Handelsumsätze an den erfassten Handelsplätzen binnen 24 Stunden, umgerechnet in Dollar. Er sagt nichts darüber, ob gekauft oder verkauft wurde, sondern nur, wie viel Geld überhaupt bewegt wurde. Genau deshalb ist er für die Frage nach der Handelbarkeit die bessere Kennzahl als der Kurs.

In Mengen gerechnet: Von den 589,24 Billionen umlaufenden Token wechselten damit rund 12,6 Billionen Stück den Besitzer. Die Gesamtmenge liegt bei 589,50 Billionen, die Differenz von etwa 257 Milliarden Token ist nicht im Umlauf.

Der Umschlag erklärt die Kursschläge besser als der Kursstand

Teilt man den Tagesumsatz durch die Kapitalisierung, erhält man den Tagesumschlag. Er sagt, welcher Anteil des gesamten Bestands an einem Tag gehandelt wird, und ist damit ein Maß für die Tiefe eines Marktes. Im Sieben-Tage-Mittel liegt dieser Wert für Shiba Inu heute bei 2,26 Prozent. Vor einem Jahr waren es 3,10 Prozent.

Der Mechanismus dahinter wird selten ausgeschrieben, ist aber einfach. Ein Orderbuch hält an jedem Preispunkt nur eine begrenzte Menge an Kaufgeboten. Trifft eine größere Verkaufsorder ein, arbeitet sie sich durch diese Gebote nach unten, bis sie vollständig ausgeführt ist. Je weniger Geld im Buch liegt, desto tiefer reicht sie. Eine Verkaufsorder über 500.000 Dollar ist bei 262 Millionen Tagesumsatz ein Rauschen und bei 63,5 Millionen ein sichtbarer Ausschlag.

Die Spanne des letzten Jahres zeigt, wie stark dieser Wert schwankt. Das Minimum lag am 23. Juni 2026 bei 1,83 Prozent, das Maximum am 1. August 2026 bei 7,39 Prozent. Der heutige Wert von 2,26 Prozent liegt also im unteren Drittel der Jahresverteilung.

Liniendiagramm: Tagesumsatz und Kapitalisierung von Shiba Inu über zwölf Monate, darunter der Tagesumschlag in Prozent der Kapitalisierung
Oben Umsatz und Kapitalisierung im Jahresverlauf, unten der Tagesumschlag im Sieben-Tage-Mittel. Die rote Linie markiert den heutigen Wert von Dogecoin.

Shiba Inu gegen Dogecoin: 2,26 gegen 4,87 Prozent Umschlag

Der naheliegende Vergleich ist der mit Dogecoin, dem größeren der beiden bekannten Hunde-Token. Dogecoin kommt bei einer Kapitalisierung von 12,82 Milliarden Dollar auf einen Tagesumschlag von 4,87 Prozent im Sieben-Tage-Mittel, also mehr als das Doppelte. Vor einem Jahr lag Dogecoin bei 8,96 Prozent und Shiba Inu bei 3,10 Prozent.

Ein Befund gehört dazu, auch wenn er die einfache Erzählung stört: Dogecoins Umsatz ist im Jahresvergleich noch stärker gefallen als der von Shiba Inu, von 4.513 auf 648,8 Millionen Dollar und damit um 85,6 Prozent. Der Handel mit Memecoins ist insgesamt ruhiger geworden, nicht nur der mit Shiba Inu. Der Unterschied bleibt trotzdem bestehen: Bezogen auf den eigenen Bestand wird Shiba Inu heute weniger als halb so lebhaft gehandelt wie Dogecoin.

Die US-Inflation von 3,7 Prozent trifft dünne Märkte zuerst

Den Anstoß für den heutigen Rutsch gab eine Zahl aus Washington. Das US-Arbeitsministerium veröffentlichte am Mittwochmorgen New Yorker Zeit die Verbraucherpreise für September. Die Jahresrate steigt auf 3,7 Prozent, nach 3,4 Prozent im August, und liegt damit über der Markterwartung von 3,6 Prozent. Höhere Inflation senkt die Wahrscheinlichkeit sinkender Leitzinsen, und sinkende Leitzinsen sind das Argument, mit dem riskante Anlagen üblicherweise gekauft werden.

Wie der Markt das verteilt, lässt sich an den Tagesveränderungen ablesen. Bitcoin gab 1,7 Prozent ab, Ethereum 3,1 Prozent, Solana 3,3 Prozent, Dogecoin 2,9 Prozent und Shiba Inu 3,0 Prozent. Die Reihenfolge ist kein Zufall. Wer Risiko abbaut, verkauft zuerst dort, wo die Begründung am dünnsten und das Orderbuch am flachsten ist.

In Euro läuft nur 1,8 Prozent des Welthandels

Für Anleger in Deutschland kommt ein zweiter Punkt hinzu, der im globalen Umsatz verschwindet. Von den rund 62,0 Millionen Dollar, die die hundert größten erfassten Handelspaare am Mittwochabend ausweisen, laufen 85,7 Prozent gegen den Dollar-Stablecoin USDT. Es folgen die türkische Lira mit 5,9 Prozent, der US-Dollar selbst mit 3,4 Prozent und der Stablecoin USDC mit 2,6 Prozent. Der Euro trägt 1,8 Prozent, in absoluten Zahlen etwa 1,12 Millionen Dollar.

Wer in Euro kauft, handelt also auf einem Bruchteil des Marktes. Das ist kein Grund, auf einen Dollar-Stablecoin zu wechseln, denn dort kommt der Umtausch als eigener Kostenpunkt hinzu und die Haltung eines Stablecoins bringt ihre eigenen Fragen mit. Es ist aber der Grund, warum die Wahl des Handelsplatzes bei Shiba Inu mehr Gewicht hat als bei Bitcoin.

Nach Handelsplätzen verteilt sich das Volumen am Mittwochabend auf KuCoin mit 15,0 Prozent, Binance mit 8,9 Prozent und BitDelta mit 7,6 Prozent als die drei größten. Keiner von ihnen kommt also auf mehr als ein Sechstel des Gesamtumsatzes, der Handel ist breit verstreut.

Die Spanne im Euro-Paar reicht von 0,04 bis 0,66 Prozent

Die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufsgebot, im Fachjargon der Spread, ist der Preis, den du beim Einstieg sofort bezahlst, noch bevor eine Gebühr anfällt. Bei den Euro-Paaren von Shiba Inu melden die Handelsplätze am Mittwochabend sehr unterschiedliche Werte. Kraken und Bit2Me liegen bei 0,044 Prozent, Bitvavo bei 0,077 Prozent, Coinbase und Bitstamp bei 0,221 Prozent und WhiteBIT bei 0,661 Prozent.

Zwischen dem engsten und dem weitesten dieser Werte liegt der Faktor 15. Bei einer Order über 1.000 Euro sind das 0,44 Euro am einen und 6,61 Euro am anderen Ende. Diese Werte sind Momentaufnahmen eines einzelnen Paares und keine Gebührenübersicht; sie schwanken im Tagesverlauf und sagen nichts über Ordergebühren, Ein- und Auszahlungswege oder Verwahrung aus. Wer die Konditionen gegeneinander stellen will, findet sie in unserem Vergleich der Krypto-Börsen.

Was aus dem dünnen Buch für die Orderart folgt

Eine Market-Order nimmt den besten verfügbaren Preis und arbeitet sich bei Bedarf weiter durch das Buch. In einem dünnen Buch ist genau das teuer. Eine Limit-Order legt den Höchstpreis fest, den du zahlst, und nimmt dafür in Kauf, dass sie unausgeführt bleibt. Bei einem Umschlag von 2,26 Prozent ist dieser Tausch in der Regel der günstigere. Dasselbe gilt für die Gegenrichtung: Wer eine größere Position auflösen will, teilt sie besser auf mehrere Orders auf, statt sie als eine Market-Order ins Buch zu geben.

Zwei ungleich weit geöffnete schwere Stahltore in einer leeren Lagerhalle, durch den breiten Spalt fällt Licht
Je enger die Spanne zwischen Kauf und Verkauf, desto weniger kostet der Einstieg, bevor eine Gebühr anfällt.

Der Stand seit dem Tagestief vom 13. Oktober

Am Dienstag haben wir an dieser Stelle den tiefsten Tagesstand seit dem 18. September beschrieben. Seitdem hat sich der Kurs nicht erholt, sondern ist weiter abgerutscht: vom Tagesmittel 0,00000516 Dollar am 13. Oktober auf 0,00000504 Dollar am Mittwochabend, ein Minus von 2,4 Prozent. Die runde Marke von 0,00000500 Dollar wurde im Tagesverlauf genau erreicht und bisher gehalten.

Verschoben hat sich vor allem die Handelsaktivität. Der Tagesumsatz lag am 13. Oktober noch bei 73,7 Millionen Dollar und damit über dem heutigen Wert, obwohl der Kurs an diesem Tag ein Tief markierte. Ein fallender Kurs bei gleichzeitig fallendem Umsatz spricht weniger für breiten Verkaufsdruck als für ausbleibende Käufer.

Shibarium hält noch 48.511 Dollar an gebundenem Kapital

Die hauseigene Blockchain Shibarium ist das Projekt, aus dem Shiba Inu seinen Anspruch ableitet, mehr als ein Memecoin zu sein. Das darin gebundene Kapital, in der Branche als Total Value Locked gezählt, weist DefiLlama am 14. Oktober mit 48.511 Dollar aus. Zum Einordnen: Ethereum kommt in derselben Erhebung auf 50,29 Milliarden Dollar, Solana auf 5,96 Milliarden.

Diese Zahl erklärt den Umschlag nicht, aber sie gehört daneben. Der Handel mit Shiba Inu findet praktisch vollständig auf zentralen Handelsplätzen statt und nicht in der eigenen Blockchain. Wer die Handelbarkeit beurteilen will, schaut deshalb auf die Orderbücher, nicht auf Shibarium.

Die Jahresfrist nach Paragraf 23 EStG und die Verlustverrechnung

Bei einem Jahresminus von 53,0 Prozent halten viele deutsche Anleger ihre Position im Verlust. Steuerlich ist dann das Kaufdatum die wichtigste Zahl im Depot. Kryptowerte gelten in Deutschland als andere Wirtschaftsgüter, ihr Verkauf fällt unter die privaten Veräußerungsgeschäfte nach Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes.

Daraus folgen zwei Seiten derselben Frist. Verkaufst du innerhalb eines Jahres nach dem Kauf, ist ein Gewinn steuerpflichtig, sobald die Summe aller privaten Veräußerungsgeschäfte des Jahres die Freigrenze von 1.000 Euro erreicht. Ein Verlust aus diesem Zeitraum lässt sich mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften desselben Jahres verrechnen und auf Antrag vor- oder zurücktragen. Nach Ablauf des Jahres ist ein Gewinn steuerfrei, und derselbe Satz gilt in der anderen Richtung: Dann bleibt auch ein Verlust steuerlich unbeachtlich.

Welche Unterlagen das Finanzamt sehen will

Nachweisen musst du Kaufdatum, Kaufkurs, Menge und Verkauf je einzelnem Vorgang. Bei mehreren Zukäufen zum selben Token kommt die Zuordnung der verkauften Stücke hinzu, in der Praxis üblicherweise nach dem Verfahren First in, first out. Bei Shiba Inu mit Beträgen in der achten Nachkommastelle und oft vielen kleinen Zukäufen ist das ohne laufende Aufzeichnung kaum zu leisten. Welche Werkzeuge diese Historie aus den Handelsplätzen ziehen, steht in unserer Übersicht der Krypto-Steuer-Tools. Dieser Abschnitt ersetzt keine steuerliche Beratung, und die Bewertung des Einzelfalls bleibt beim Finanzamt.

Unsere Einschätzung: Der Umschlag ist das Risiko, nicht der Kursstand

Aus Sicht der Redaktion ist die wichtigste Zahl dieses Tages nicht das Minus von 3,0 Prozent, sondern der Umschlag von 2,26 Prozent. Die Belege dafür stehen oben: 75,8 Prozent Umsatzrückgang gegen 53,0 Prozent Rückgang der Kapitalisierung im Jahresvergleich, 1,8 Prozent Euro-Anteil am Welthandel und ein Faktor 15 zwischen der engsten und der weitesten Euro-Spanne. Daraus folgt, dass bei Shiba Inu die Ausführung einer Order derzeit mehr Geld kostet oder spart als die Frage, ob man zwei Prozent höher oder tiefer einsteigt.

Dagegen spricht, dass ein Umschlag von 2,26 Prozent historisch kein Ausnahmewert ist. Er lag im vergangenen Jahr schon bei 1,83 Prozent, und der Markt hat danach wieder auf 7,39 Prozent gedreht. Ein dünner Markt bewegt sich in beide Richtungen schneller, nicht nur nach unten. Eine Aussage darüber, wohin der Kurs läuft, folgt aus diesen Zahlen nicht, und wir machen sie auch nicht.

Dünner Handel: Bei 2,26 Prozent Umschlag zählt die Orderart

Drei Schritte, die sich aus den Zahlen dieses Artikels ergeben:

  1. Die Spanne deines Handelsplatzes nachsehen, bevor die Order liegt. Zwischen 0,044 und 0,661 Prozent im Euro-Paar liegt bei 1.000 Euro eine Differenz von gut 6 Euro, und die fällt bei jedem Kauf und jedem Verkauf erneut an. Die Konditionen stehen im Vergleich der Krypto-Börsen.
  2. Bei größeren Beträgen mit Limit arbeiten und aufteilen. In einem Buch, das täglich 2,26 Prozent des Bestands umsetzt, läuft eine Market-Order schneller durch mehrere Preisstufen als in einem liquiden Markt.
  3. Das Kaufdatum jeder Position heraussuchen. Es entscheidet, ob ein Verlust noch mit Gewinnen des Jahres verrechenbar ist. Die Werkzeuge dafür stehen in der Übersicht der Krypto-Steuer-Tools.

(Stand: 14. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Shiba Inu

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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