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Wer steckt hinter Quant? Gilbert Verdian und die Jahre, in denen die Firma REMITT hieß

Gilbert Verdian führt Quant seit September 2015 und war davor Sicherheitschef des Betreibers der britischen Zahlungsinfrastruktur. Das britische Register bestätigt die Firmengeschichte und zeigt zugleich, dass die Gesellschaft bis Juni 2017 einen anderen Namen trug.

Halftone-Collage des Quant-Gründers vor einem Akzentgrund, daneben ein gestempelter Registerordner, im Hintergrund das QNT-Zeichen als Gravur in einer Steinplatte
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Hinter Quant und dem Token QNT steht ein einzelner Mann: Gilbert Verdian, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Quant Network Ltd in London. Er hat rund zwanzig Jahre in der Cybersicherheit gearbeitet, zuletzt als Sicherheitschef des Betreibers der britischen Zahlungsinfrastruktur, und führt sein Unternehmen seit September 2015. Wer beim Namen Quant nach dem Gründer sucht, findet fast nur das, was die Firma selbst über ihn schreibt. Dieser Artikel legt daneben, was im britischen Handelsregister steht, und die beiden Fassungen gehen an zwei Stellen auseinander.

Das ist keine Kleinigkeit für dich, wenn du QNT hältst oder darüber nachdenkst. Der Token ist an ein Softwareunternehmen mit genau einem bestellten Geschäftsführer gekoppelt, und der Kurs reagiert auf Nachrichten über Bankenmandate, die dieses Unternehmen gewinnt. Am 13. Oktober 2026 kostete QNT rund 216 Dollar oder 193 Euro, bei einer Marktkapitalisierung von etwa 3,1 Milliarden Dollar und Platz 35 im Markt. Wer so viel Geld an eine Firmengeschichte bindet, sollte wissen, welcher Teil dieser Geschichte in einem öffentlichen Register nachprüfbar ist und welcher nur in einer Unternehmensbiografie.

Wer steckt hinter Quant? Der Quant-Gründer in drei Sätzen

Der Quant-Gründer Gilbert Verdian, als CEO zugleich Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft, ist britischer Staatsbürger, lebt im Vereinigten Königreich und ist seit dem 28. September 2015 als Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt, die heute Quant Network Ltd heißt. Vor Quant war er Sicherheitschef bei Vocalink, der zu Mastercard gehörenden Betreibergesellschaft der britischen Zahlungsinfrastruktur, und davor unter anderem beim britischen Finanzministerium, bei HSBC und beim Gesundheitsressort des australischen Bundesstaats New South Wales. Seine Firma verkauft Software, mit der Banken Zahlungen über verschiedene Blockchains hinweg abwickeln können, und der Token QNT ist das Zahlungsmittel für die Lizenz dieser Software.

Quant Network Ltd ist eine britische Kapitalgesellschaft mit der Registernummer 09798383 und Sitz in 20-22 Wenlock Road in London. Als Geschäftszweck sind im Register drei Tätigkeiten eingetragen: Softwareverlag, Beratung in der Informationstechnik und sonstige Informationsdienstleistungen. Die Gesellschaft ist aktiv, der letzte Jahresabschluss wurde zum 30. September 2025 eingereicht.

Quant Network Ltd im Register: gegründet 2015, umbenannt 2017

Die Gesellschaft wurde am 28. September 2015 gegründet. Das deckt sich mit der Angabe auf Verdians eigenem Lebenslauf, der das Gründungsjahr von Quant mit 2015 angibt. Im Register steht aber noch etwas, das in keiner Unternehmensbiografie auftaucht: Die Firma trug bis zum 2. Juni 2017 einen anderen Namen. Der eingetragene Name lautete REMITT LTD, und erst nach gut zwanzig Monaten wurde daraus QUANT NETWORK LTD.

Dazu passt eine zweite Registertatsache. Neben Verdian wurde am 28. September 2015 ein zweiter Geschäftsführer bestellt, Sassoon Grigorian, australischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Australien. Er legte das Amt am 26. Mai 2017 nieder. Eine Woche später wechselte der Firmenname. Seitdem führt Verdian die Gesellschaft als alleiniger bestellter Geschäftsführer.

Beide Fassungen der Geschichte stimmen damit, nur betonen sie verschiedenes. Die Gesellschaft existiert tatsächlich seit 2015, wie die Firma sagt. Unter dem Namen Quant und mit dem heutigen Produkt tritt sie aber erst ab Mitte 2017 auf, und manche Profile datieren den Start von Quant deshalb auf 2018, als Verdian Vocalink verließ. Wenn du irgendwo liest, Quant sei „seit 2015 am Markt", meint das die Rechtsform, nicht die Marke.

Verdians Werdegang vor Quant ist ungewöhnlich für einen Kryptogründer, weil er fast vollständig in Behörden und Banken verlief. Seine eigene Biografie führt rund zwanzig Jahre Cybersecurity mit Verantwortung auf C-Ebene als CISO, CIO und CTO auf, dazu Stationen in Downing Street, im Cabinet Office, bei HM Treasury und im Ministry of Justice. Sein Lebenslauf beginnt 2001 bei Computer Sciences Corporation, danach folgen Ernst & Young, das britische Finanzministerium HM Treasury als Sicherheitschef und stellvertretender Technikchef, HSBC und das britische Justizministerium als Leiter Sicherheit. Von 2013 bis 2014 war er Direktor für Cybersicherheit bei PwC. Die beiden Regierungsstationen am Anfang erklären, warum ein Fintech-Gründer später in Normungsgremien sitzt: Er kam aus dem Apparat, der Standards setzt.

Von 2014 bis 2016 arbeitete er in Australien als Chief Information Security Officer, also als oberster Sicherheitsverantwortlicher, im Gesundheitsressort von New South Wales. Ein CISO entscheidet, welche technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen ein Haus einführt und haftet intern dafür. Von 2016 bis 2018 hatte er dieselbe Rolle bei Vocalink, dem Betreiber des britischen Zahlungsverkehrs, über den Löhne, Daueraufträge und Echtzeitzahlungen im Land laufen. 2017 wurde er bei den Cyber Security Awards als CISO des Jahres ausgezeichnet. Eine Pressemitteilung aus dem Jahr 2018 meldete seinen Wechsel von Vocalink zu Quant Network.

Für das Produkt ist dieser Weg erklärend. Wer jahrelang die Sicherheit einer nationalen Zahlungsinfrastruktur verantwortet hat, kennt das Problem, das Quant verkauft: Banken haben viele getrennte Systeme, die nicht miteinander sprechen, und jede neue Verbindung kostet Geld und schafft eine neue Angriffsfläche.

Der ISO-Standard TC 307: Firmenangabe und Komiteeeintrag nebeneinander

An einer Stelle lohnt der Abgleich besonders. Quant schreibt in Verdians Biografie, er habe 2015 die Blockchain ISO Standard TC307 Initiative angestoßen und sei Convenor, also Leiter, der Working Group 7 für Interoperability, der Arbeitsgruppe für Interoperabilität. ISO ist die Internationale Organisation für Normung, TC 307 ihr technisches Komitee für Blockchain und verteilte Register, und ein Convenor führt innerhalb eines Komitees eine Arbeitsgruppe.

Die Komiteeseite der ISO selbst nennt als Gründungsjahr von TC 307 das Jahr 2016 und als Sekretariat Standards Australia. Dort ist WG 7 als Arbeitsgruppe für Interoperabilität geführt, für keine der Arbeitsgruppen aber ein Leiter namentlich genannt. Der Titel steht damit in der Unternehmensbiografie, nicht im öffentlichen Komiteeeintrag.

Ein Widerspruch ist das nicht zwingend. Ein ISO-Komitee entsteht erst nach einem Antrag eines nationalen Normungsinstituts, und zwischen Antrag und Gründung liegt regelmäßig mehr als ein Jahr. Eine Initiative von 2015 und eine Komiteegründung 2016 lassen sich also beide stehen lassen. Dass die ISO keine Namen von Arbeitsgruppenleitern veröffentlicht, heißt ebenfalls nicht, dass es keine gibt. Belastbar ist an dieser Stelle nur: Die Angabe stammt von Quant, nicht von der ISO. Belegt ist dagegen der Vorsitz des britischen nationalen Komitees DLT/1, den Verdian von Januar 2017 bis Juni 2021 innehatte.

Aufgeschlagener Registerordner mit gestanzter Stempelmarke und Prägeabdruck auf einer dunklen Holzplatte
Der Firmenname im britischen Register wechselte erst am 2. Juni 2017 von REMITT LTD zu QUANT NETWORK LTD.

Overledger: das Produkt, das die Lizenzgebühr trägt

Overledger ist die Software, mit der Quant sein Geld verdient. Das Programm liegt als Vermittlungsschicht über mehreren Blockchains und erlaubt einem Unternehmen, eine Anwendung zu schreiben, die auf verschiedenen Netzwerken funktioniert, ohne für jedes eine eigene Anbindung zu bauen. Wie das technisch aufgebaut ist, steht ausführlich in unserem Erklärstück Was ist Quant (QNT) und was Overledger für Banken tut.

Für den Token zählt die Preisseite. Im Dezember 2021 kündigte Quant eine jährliche Lizenzgebühr für Overledger an, 100 Pfund, zahlbar in QNT. Bestandskunden bekamen drei Monate geschenkt, die erste Fälligkeit lag damit am 15. März 2022. Das war die Grundlage für das Argument, jeder neue Overledger-Kunde müsse QNT kaufen und vom Markt nehmen.

Dieses Argument gilt heute nur noch eingeschränkt. Die aktuelle Fragenseite von Quant nennt zwei Wege: Ein Kunde kann die Plattformgebühr in US-Dollar zahlen oder ein Abonnement in QNT abschließen. Wenn ein Kunde in Dollar zahlt, entsteht keine Nachfrage nach dem Token am Markt. Wie viel über welchen Weg läuft, veröffentlicht das Unternehmen nicht. Die Einzelheiten zur Gebühr und zur Knappheit des Angebots haben wir in Wofür man den QNT-Token braucht aufgeschrieben.

Fusion Rollup: 74 Netzwerke als Angabe des Unternehmens

Im Juni 2026 brachte Quant den Fusion Rollup auf das Hauptnetz. Ein Rollup ist eine Ebene oberhalb einer Blockchain, die viele Vorgänge bündelt und gesammelt auf der Hauptblockchain festschreibt, was Gebühren spart. Quant beschreibt Fusion als Ausführungsumgebung, die nach Unternehmensangabe 74 öffentliche und private Netzwerke verbindet.

Die Zahl 74 stammt vom Unternehmen selbst. Eine unabhängige Auszählung dieser Netzwerke ist nicht veröffentlicht, und keine der Fachmeldungen, die den Start berichteten, hat die Liste nachgezählt. Wenn du diese Zahl irgendwo als Beleg für die Reichweite von Quant liest, steht dahinter eine Firmenangabe. Welche Rolle QNT innerhalb von Fusion spielt, sagt die Primärquelle nicht ausdrücklich, und deshalb bleibt dieser Punkt offen.

The Clearing House: tokenisierte Einlagen ab dem ersten Halbjahr 2027

Das wichtigste Ereignis der Firmengeschichte liegt wenige Wochen zurück. Ende September 2026 wählte The Clearing House das Unternehmen als Technologiepartner für ein Netzwerk für tokenisierte Einlagen. The Clearing House ist eine von großen US-Banken getragene Abwicklungsgesellschaft, über die ein erheblicher Teil des amerikanischen Zahlungsverkehrs läuft. Eine tokenisierte Einlage ist Buchgeld einer Geschäftsbank, das als Eintrag auf einer Blockchain geführt wird, also kein eigener Coin, sondern ein Anspruch gegen diese Bank.

Quant liefert dabei die Schicht für Orchestrierung und Transaktionsmanagement. Das Netzwerk soll teilnehmenden Instituten im ersten Halbjahr 2027 zur Verfügung stehen. Nach der Darstellung von Fachmedien ist das Vorhaben ausdrücklich nicht als gemeinsamer Token angelegt, sondern als Interoperabilität zwischen den Einlagenplattformen einzelner Banken. Eine zweite Spur des Vorhabens, eine eigene Layer-2-Blockchain, hat bis heute weder einen Anbieter noch einen Termin.

Unser Bericht zur Vergabe steht in Quant und die tokenisierten Einlagen. Wie sich der Ansatz von Quant gegen den Wettbewerber Chainlink abgrenzt, haben wir in Quant oder Chainlink gegenübergestellt.

Murex und Sibos: ein Repo gegen tokenisierte US-Staatsanleihen

Parallel arbeitet Quant mit Murex zusammen, einem französischen Anbieter von Handels- und Risikosoftware für die Kapitalmärkte, deren Plattform MX.3 in vielen Banken und bei institutionellen Anlegern das Kapitalmarktgeschäft von der Order bis zur Abwicklung steuert. Für die Bankenmesse Sibos, die am 28. September 2026 in Miami begann, kündigten beide Häuser eine Vorführung programmierbarer Abwicklung für tokenisierte Werte an. Das gezeigte Beispiel: ein Repo in US-Dollar gegen eine tokenisierte US-Staatsanleihe, wobei die Barseite über tokenisierte Einlagen läuft.

Ein Repo ist ein kurzfristiger Kredit gegen Wertpapiere als Pfand, das Standardinstrument, mit dem Banken sich untereinander über Nacht Geld besorgen. Quant beschreibt die Integration so, dass Murex-Kunden über MX.3 Zugang zu Emission und Abwicklung tokenisierter Einlagen und digitaler Anleihen erhalten. Eine Vorführung auf einer Messe ist allerdings noch kein Produktivbetrieb mit echten Volumina.

Der Token-Verkauf von 2018: elf Millionen Dollar statt vierzig

Der QNT-Token kam im Frühjahr 2018 über einen öffentlichen Verkauf an die ersten Halter. Nach den Daten des Aggregators Coincodex nahm das Team dabei rund 11 Millionen US-Dollar ein und verkaufte knapp 9,97 Millionen QNT zu etwa 1,10 Dollar je Stück, bei einem Umtauschkurs von 430 QNT für ein Ether. Das ursprüngliche Ziel lag bei über 40 Millionen Dollar und wurde damit deutlich verfehlt. Zum genauen Zeitfenster gehen die Angaben auseinander: Die meisten Einträge nennen Mai 2018, einzelne einen Start schon Anfang April.

Eine Primärquelle zum Verkaufsergebnis haben wir nicht gefunden, weshalb die Summe als Näherung zu lesen ist. Bemerkenswert bleibt der Abstand: Ein Projekt, das 2018 nicht einmal ein Drittel seines Ziels einsammelte, hält heute ein Mandat einer US-Clearinginstitution.

Klassizistisches Säulenportal einer Bankzentrale bei Nacht, eine einzelne erleuchtete Tür zwischen den Säulen
Das Netzwerk von The Clearing House soll teilnehmenden Instituten im ersten Halbjahr 2027 offenstehen.

Was QNT heute kostet und wie knapp das Angebot ist

Am 13. Oktober 2026 notierte QNT bei rund 216 US-Dollar oder etwa 193 Euro, nach einem Rückgang von gut fünf Prozent binnen eines Tages. Über zwölf Monate steht ein Plus von rund 130 Prozent. Die Marktkapitalisierung lag bei etwa 3,1 Milliarden Dollar, was Platz 35 entspricht. Das Allzeithoch von 427,42 Dollar datiert vom 11. September 2021 und liegt damit rund 49 Prozent über dem heutigen Kurs.

Beim Angebot ist QNT tatsächlich knapp, und zwar knapper als die meisten großen Kryptowerte. Im Umlauf sind nach Daten von CoinGecko rund 14,56 Millionen Token bei einem Höchstangebot von 14.612.493 Stück. Damit sind über 99 Prozent des möglichen Angebots schon ausgegeben, eine künftige Verwässerung durch neue Token ist also kaum zu erwarten. Vorsicht bei der Obergrenze: Je nach Datendienst steht dort auch ein Wert von rund 14,88 Millionen, und auch die Umlaufmenge wird unterschiedlich berechnet. Die Spanne ist bekannt, eine geglättete Zahl wäre hier eine Scheingenauigkeit.

Ein knappes Angebot allein trägt keinen Kurs. Es verhindert nur, dass neue Token den Kurs verdünnen. Was die Nachfrageseite tatsächlich hergibt, hängt an der Frage aus dem Overledger-Abschnitt: wie viele Kunden die Lizenz in QNT statt in Dollar zahlen.

QNT in Deutschland: Welche Handelsplätze ein Euro-Paar führen

Für den Kauf aus Deutschland zählt vor allem, ob ein Handelsplatz ein direktes Euro-Paar anbietet. Ohne Euro-Paar läuft der Kauf über eine Zwischenwährung, meist einen Dollar-Stablecoin, und dabei fällt zweimal eine Gebühr an: einmal beim Tausch von Euro in den Stablecoin, einmal beim Kauf des Tokens.

Ein Blick in die Handelspaare der großen Plätze am 13. Oktober 2026 zeigt ein gemischtes Bild. Bei Kraken steht QNT sowohl gegen Euro als auch gegen US-Dollar im Handel. Bei Bitvavo läuft ein Euro-Paar im normalen Handelsstatus. Bei Coinbase dagegen gibt es QNT nur gegen US-Dollar und gegen den Stablecoin USDT, ein Euro-Paar fehlt dort. Für dich heißt das: Der Kaufweg über Coinbase kostet aus einem Euro-Konto heraus einen Umweg mehr als der über die beiden anderen.

Prüfe vor dem ersten Kauf zwei Dinge selbst, weil sich beides ändern kann. Erstens, ob der Handelsplatz eine Zulassung nach der EU-Verordnung MiCA besitzt, die seit 2025 für Kryptodienstleister in der EU gilt. Zweitens, welche Gebühr für kleine Beträge anfällt, denn prozentuale Sätze und Mindestgebühren treffen kleine Käufe härter. Welche Anbieter aus deutscher Sicht infrage kommen und was sie kosten, steht im Vergleich der besten Krypto-Börsen.

Haltefrist und Steuer: Was für QNT-Gewinne in Deutschland gilt

QNT wird steuerlich wie andere Kryptowerte behandelt. Gewinne aus dem Verkauf gelten als privates Veräußerungsgeschäft nach Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes. Entscheidend ist die Haltedauer: Wer einen Token länger als ein Jahr hält und dann verkauft, zahlt auf den Gewinn keine Einkommensteuer. Innerhalb des ersten Jahres ist der Gewinn mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern, sofern die Summe aller privaten Veräußerungsgewinne eines Jahres die Freigrenze von 1.000 Euro übersteigt.

Zwei Punkte werden dabei regelmäßig übersehen. Die Haltefrist läuft je Anschaffungsvorgang, nicht je Wallet, weshalb jeder Nachkauf eine eigene Frist startet. Und ein Tausch von QNT in einen anderen Token gilt als Verkauf, auch wenn kein Euro auf dem Konto landet. Wer über mehrere Handelsplätze kauft, braucht deshalb eine saubere Aufstellung der Anschaffungszeitpunkte. Werkzeuge, die das übernehmen, findest du unter den Krypto-Steuer-Tools. Verbindlich ist am Ende immer die Auskunft deines Finanzamts oder deiner Steuerberatung.

Unsere Einschätzung: ein belegtes Mandat und eine offene Umsatzfrage

Aus Sicht der Redaktion trägt die Gründergeschichte von Quant mehr Substanz als bei den meisten Projekten dieser Größe, und sie hat gleichzeitig eine Lücke an genau der Stelle, an der es für Halter um Geld geht. Dafür sprechen drei nachprüfbare Punkte: Das britische Register bestätigt die Gesellschaft seit dem 28. September 2015 mit Verdian als durchgehend bestelltem Geschäftsführer. Sein Weg durch HM Treasury, HSBC und Vocalink ist über seinen Lebenslauf und eine Pressemitteilung von 2018 belegt. Und das Mandat von The Clearing House ist keine Absichtserklärung, sondern eine Vergabe mit Zieltermin im ersten Halbjahr 2027.

Dagegen steht eine Zahl, die niemand kennt. Die Pressemitteilungen zum Mandat nennen den Token QNT nicht, die Lizenzgebühr lässt sich inzwischen auch in Dollar zahlen, und zwischen heute und dem Start des Netzwerks liegen mindestens fünfzehn Monate. Ob und in welchem Umfang der Umsatz aus dem Bankengeschäft über QNT abgerechnet wird, steht an keiner Primärquelle. Wer den Token wegen dieses Mandats kauft, kauft also eine Erwartung, deren Nachweis das Unternehmen bisher nicht veröffentlicht hat. Dazu kommt das übliche Risiko: Ein Totalverlust ist bei jedem Kryptowert möglich, und bei einem Projekt, dessen Produkt an einem einzelnen Großkunden hängt, besonders zu bedenken. Eine Kaufempfehlung ist das hier in keine Richtung.

Quant und QNT: Das Mandat zahlt erst ab 2027 Lizenzen ein

Die Firmengeschichte ist sauber belegbar, der Weg vom Mandat zum Umsatz ist es nicht. Drei Schritte helfen, das auseinanderzuhalten:

  1. Trenne Produkt und Token. Notiere für dich, was belegt ist (Mandat, Zieltermin erstes Halbjahr 2027, Lizenzgebühr existiert) und was offen ist (Anteil der Zahlungen in QNT). Wenn eine neue Meldung kommt, prüfe zuerst, ob sie die offene Spalte füllt. Für die Einordnung des Wettbewerbs hilft der Vergleich der Handelsplätze und ihrer Gebühren.
  2. Prüfe den Kaufweg vor dem Betrag. Ein direktes Euro-Paar spart dir eine Tauschgebühr. Schau außerdem nach, ob dein Anbieter eine MiCA-Zulassung hat, bevor Geld fließt; eine Übersicht dazu steht unter den MiCA-regulierten Krypto-Börsen.
  3. Dokumentiere jeden Kauf am selben Tag. Datum, Menge und Preis je Anschaffung entscheiden später über die Haltefrist. Ein Steuer-Tool oder Portfolio-Tracker übernimmt die Aufstellung, wenn du die Konten einmal verbindest.

Die Registerangaben in diesem Artikel stammen aus dem Eintrag von Quant Network Ltd bei Companies House, die Angaben zum Mandat aus der Meldung von Ledger Insights.

(Stand: 13. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Quant und Gilbert Verdian

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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