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SEC stimmt am 14. August über ihre erste große Krypto-Regel ab

Die SEC stimmt am Freitag über ihre erste große Krypto-Regel ab. Der CLARITY Act rutscht in den September. Die Regulierung wartet nicht.

Kryptorecht
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Kategorien: Crypto News

Die SEC hat für Freitag, den 14. August 2026, 10:00 Uhr ET eine öffentliche Sitzung angesetzt. Auf der Tagesordnung steht genau ein Punkt: ob die Behörde neue Regeln vorschlägt, die ein eigenes Emissionsregime für bestimmte Investmentverträge rund um Kryptowerte schaffen.

Gemeint ist Regulation Crypto. Es ist die erste förmliche SEC Krypto-Regulierung unter Chairman Paul Atkins, und die Ankündigung kam am Montagabend mit ungewöhnlich kurzer Vorlaufzeit.

Worüber stimmt die SEC am Freitag ab?

Nicht über eine fertige Regel. Die Abstimmung entscheidet lediglich darüber, ob der Entwurf veröffentlicht und zur öffentlichen Kommentierung freigegeben wird. Die Kommission besteht derzeit aus drei Mitgliedern, alle Republikaner. Dass sie diesen Schritt freigibt, gilt als sicher.

Die Sitzung findet in der Zentrale der Behörde in Washington statt und wird auf sec.gov übertragen.

Was würde Regulation Crypto konkret ändern?

Nach dem Rahmen, den Atkins im März skizziert hat, sollen Krypto-Projekte künftig Kapital einsammeln können, ohne die volle Wertpapierregistrierung auszulösen. Dazu kommt ein Ausstiegspfad aus der Zuständigkeit der SEC, sobald ein Team ein Netzwerk nicht mehr aktiv steuert.

Frühere Berichte über den Entwurf nannten Obergrenzen für Emissionen in der Frühphase und ein mehrjähriges Zeitfenster für die Ausnahme. Belastbar sind diese Zahlen erst, wenn der Text am Freitag auf dem Tisch liegt.

Entscheidend ist ohnehin etwas anderes: die Haltbarkeit. Alles, was die Behörde bisher zu Krypto veröffentlicht hat, waren Mitteilungen der Fachabteilungen und Leitlinien. Der nächste Chairman kann das an einem Nachmittag kassieren. Eine förmlich verabschiedete Regel lässt sich nur über ein komplett neues Verfahren wieder aufheben.

Ist der CLARITY Act damit erledigt?

Nein, aber er ist verspätet. Der Senat ist in die Sommerpause gegangen, ohne über den CLARITY Act abzustimmen. Mehrheitsführer John Thune hat am 8. August den Antrag auf Begrenzung der Debatte eingereicht. Damit steht die erste Verfahrensabstimmung am Dienstag, 15. September, 14:15 Uhr ET.

Nötig sind 60 Stimmen. Scheitert die Abstimmung, verliert das Gesetz seine realistische Chance für 2026. Offen sind weiterhin Streitpunkte zu Geldwäschebekämpfung, zu Renditen auf Stablecoins und zu den Ethikregeln.

Analysten lesen die Sitzung am Freitag als Signal, dass die SEC ohne den Kongress vorangeht. TD Cowen bezeichnet sie als erste von mehreren Regelsetzungen, mit denen die Behörde nach der Blockade im Senat für Rechtssicherheit sorgen will.

Ab wann greifen die neuen Regeln?

So schnell nicht. Auf den Vorschlag folgt eine Kommentierungsfrist von üblicherweise zwei bis drei Monaten, danach eine Überarbeitung. Für Compliance-Abteilungen ist das realistisch ein Thema für 2027.

Für die Märkte zählt trotzdem das Signal. In Washington laufen jetzt zwei Verfahren parallel, und nur eines davon braucht 60 Stimmen.

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