Coinbase bestätigt überparteiliche Einigung über wegweisendes US-Krypto-Gesetz
Coinbase bestätigt eine überparteiliche Einigung zum CLARITY Act. Dieser Schritt könnte Billionen an institutionellem Kapital freisetzen und den US-Krypto-Markt regulieren.

Coinbase hat angekündigt, dass ein "bipartisaner Deal" zu einer entscheidenden Bestimmung im lang erwarteten Gesetzesentwurf zur Struktur des Kryptomarktes, bekannt als CLARITY Act, erzielt wurde. Dieser Durchbruch betrifft einen der umstrittensten Streitpunkte zwischen der Kryptoindustrie und den traditionellen Bankensektoren: die Behandlung von Stablecoin-Belohnungen.
Jahrelang hat das Fehlen eines bundesstaatlichen Regulierungsrahmens Billionen von Dollar institutionellem Kapital an der Seitenlinie gehalten. Mit diesem Kompromiss ist der Weg zu einem regulierten, transparenten und hochliquiden Krypto-Markt in den USA klarer denn je.
Was ist heute mit Krypto passiert?
Der Chief Policy Officer von Coinbase, Faryar Shirzad, bestätigte am 1. Mai 2026, dass ein Kompromiss von den Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks finalisiert wurde. Der Deal löst spezifisch Streitigkeiten darüber, wie Stablecoin-Emittenten Belohnungen anbieten können, ohne als zinstragende Bankeinlagen klassifiziert zu werden. Durch das Überbrücken dieser Lücke wird nun erwartet, dass der CLARITY Act im Senat vorankommt, was potenziell das Ende der Ära der "Regulierung durch Durchsetzung" bedeutet, die den Ansatz der SEC zu digitalen Vermögenswerten dominiert hat.
Was ist der CLARITY Act?
Der Digital Asset Market CLARITY Act ist ein umfassendes Gesetz zur Marktstruktur, das darauf abzielt:
- Jurisdiktionen zu definieren: Die Grenzen zwischen der SEC und der CFTC klar zu umreißen.
- Offenlegungssysteme zu etablieren: Transparenz für Token-Emittenten und Börsen zu verlangen.
- Stablecoins zu regulieren: Einen bundesstaatlichen Rahmen für die Emission und Reserven von Stablecoins bereitzustellen.
- Verbraucher zu schützen: Maßnahmen gegen Betrug und Manipulation ähnlich wie auf traditionellen Aktienmärkten umzusetzen.
Warum dieser Deal Billionen freisetzt
Das Hauptproblem für den institutionellen Einstieg war nicht mangelndes Interesse an Bitcoin oder Ethereum, sondern ein Mangel an rechtlicher Sicherheit. Große Vermögensverwalter und Pensionsfonds können es sich nicht leisten, Kapital in einem "regulatorischen Graubereich" zu riskieren.
Reduzierung von Marktmanipulation
Das Gesetz führt strenge Aufsicht über Krypto-Börsen ein. Durch die Verpflichtung zur Verhinderung von Wash-Trading und zur Transparenz in den Orderbüchern zielt das Gesetz darauf ab, die Volatilität, die durch böswillige Akteure verursacht wird, zu reduzieren. Für Institutionen bedeutet dies einen "saubereren" Markt, der die Sicherheit der New Yorker Börse widerspiegelt.
Der Kompromiss zu Stablecoin-Belohnungen
Der von Coinbase erwähnte "bipartisan deal" konzentriert sich auf Stablecoin-Erträge. Banken befürchteten, dass hochverzinsliche Stablecoins ihre Einlagenbasis aushöhlen würden. Der Kompromiss erlaubt Belohnungen, die auf Nutzungs- und Aktivitätsdaten der Plattform basieren, anstatt auf "passivem Ertrag", der einem Bankkonto ähnelt.
"Wir haben das geschützt, was wichtig ist – die Möglichkeit für Amerikaner, Belohnungen basierend auf der tatsächlichen Nutzung von Krypto-Plattformen zu verdienen", erklärte Faryar Shirzad.
Die Steuerzeit steht vor der Tür. Hast du schon ein Krypto-Steuer-Tool ausgewählt? Schau dir unseren Vergleich anClarity Act und Krypto-Preise: Was ist die Beziehung?
Regulatorische Klarheit ist historisch gesehen ein bullischer Katalysator für den Kryptomarkt. Wenn die USA durch Gesetzgebung ein "Zertifikat" ausstellen, löst dies oft einen globalen Dominoeffekt aus.
- Erhöhte Liquidität: Institutionelle "On-Ramps" werden robuster.
- Produktinnovation: Banken könnten bald native Krypto-Depot- und Handelsdienstleistungen direkt für Privatkunden anbieten.
- ETF-Erweiterung: Klarere Regeln könnten zu einer größeren Vielfalt an krypto-basierten Finanzprodukten führen, die über BTC und ETH hinausgehen.
Zeitplan: Was kommt als Nächstes für den Gesetzentwurf?
Der Gesetzentwurf steht weiterhin im Wettlauf gegen die Zeit. Mit den Midterms 2026 vor der Tür muss der Bankenausschuss des Senats vor der Sommerpause zu einer Abstimmung über den Entwurf kommen. Mit der Unterstützung des Finanzministeriums und nun auch von großen Akteuren der Branche wie Coinbase ist der Schwung jedoch auf einem Allzeithoch.
Die "Frist" für wesentliche Fortschritte wird allgemein als 25. Mai 2026 angesehen. Wenn der CLARITY Act diese Hürde nimmt, könnte die USA bis Ende des Jahres offiziell zum globalen Zentrum für digitale Finanzen werden.





























