Fremder Code auf deiner Ethereum-Adresse: So prüfst du deine EIP-7702-Delegierung
Seit dem Pectra-Upgrade kann eine Signatur genügen, damit deine Ethereum-Adresse den Code eines fremden Vertrags ausführt. Eine eigene Messung über 200 Blöcke zeigt, worauf diese Delegierungen heute mehrheitlich zeigen und wie du deine eigene Adresse in wenigen Minuten prüfst.

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Eine Ethereum-Adresse, die dir gehört, kann seit dem Pectra-Upgrade fremden Programmcode ausführen, ohne dass sich ihre Adresse, ihr Guthaben oder ihr Schlüssel ändert. Möglich macht das EIP-7702: eine Signatur von dir genügt, und deine Adresse verhält sich von da an wie ein Vertrag. Das ist die Grundlage vieler bequemer Wallet-Funktionen, und es ist zugleich der Weg, über den Angreifer ein geleertes Konto dauerhaft unter Kontrolle halten. Dieser Text zeigt dir, wie du in zwei Minuten nachsiehst, ob deine eigene Adresse eine solche Delegierung trägt, und was du tust, wenn dort ein Vertrag steht, den du nicht kennst.
Grundlage ist eine eigene Messung an der Ethereum-Kette, die wir heute selbst gezogen haben. Sie zeigt, wie verbreitet diese Delegierungen inzwischen sind und worauf sie mehrheitlich zeigen. Die Antwort fällt unbequemer aus, als es die Wallet-Werbung nahelegt, aber auch differenzierter, als eine reine Anteilszahl vermuten lässt.
Was eine EIP-7702-Delegierung mit deiner Ethereum-Adresse macht
EIP-7702 ist eine Erweiterung von Ethereum, mit der ein gewöhnliches Schlüsselkonto den Programmcode eines Vertrags ausführen kann, ohne selbst zu einem Vertrag zu werden. Das Konto behält seinen privaten Schlüssel, seine Adresse, sein Guthaben und seinen Zählerstand. Es bekommt lediglich einen Verweis auf einen Vertrag, dessen Code bei jedem Aufruf im Namen des Kontos läuft.
Der Fachbegriff dafür lautet Delegierung. Technisch wandert dieser Verweis in das Code-Feld des Kontos, das bei einem Schlüsselkonto bis dahin leer war. Wer das Konto aufruft, ruft ab diesem Moment den hinterlegten Vertrag auf, und dieser greift auf den Speicher und das Guthaben des Kontos zu.
Der Nutzen liegt auf der Hand. Eine Wallet kann mehrere Schritte bündeln, statt dich dreimal unterschreiben zu lassen. Ein Anbieter kann die Gebühr für dich übernehmen. Eine App kann eine eng begrenzte Ausgabeerlaubnis einrichten, die nach einer Stunde erlischt. Genau diese Funktionen verkaufen Wallet-Hersteller seit 2025 unter dem Stichwort Smart Account.
Der Preis dafür steht im selben Satz: Der hinterlegte Vertrag handelt mit der vollen Vollmacht deines Kontos. Er kann Guthaben verschieben, Freigaben erteilen und weitere Aufrufe auslösen. Eine Delegierung ist deshalb keine Einstellung, sondern eine Vollmacht, und sie bleibt bestehen, bis du sie ersetzt oder widerrufst.
Der Code-Präfix 0xef0100: Woran du eine Delegierung im Explorer erkennst
Ein delegiertes Konto trägt im Code-Feld genau 23 Byte: die feste Kennung 0xef0100 und dahinter die 20 Byte der Zieladresse. Diese Kennung ist der einzige verlässliche Beleg. Alles andere, was eine Oberfläche dir anzeigt, ist Auslegung.
Im Alltag siehst du das an zwei Stellen. Ein Block-Explorer weist deine Adresse plötzlich als Vertrag aus oder blendet einen Hinweis auf ein delegiertes Konto ein, obwohl du nie einen Vertrag veröffentlicht hast. Und der Code-Abruf, den jeder Explorer anbietet, liefert statt eines leeren Werts eine kurze Zeichenkette, die mit ef0100 beginnt.
Die 20 Byte dahinter sind die Adresse, die du prüfen musst. Sie entscheidet alles. Steht dort die Vertragsadresse deines Wallet-Herstellers, ist die Delegierung vermutlich gewollt. Steht dort etwas Unbekanntes, hast du ein Problem, das über einen falschen Klick hinausgeht.
Wichtig für die Einordnung: Ein leeres Code-Feld ist die gute Nachricht. Wer dort nichts findet, hat keine aktive Delegierung, unabhängig davon, ob früher einmal eine bestand.
EIP-7702-Delegierung prüfen: Diese vier Schritte in dieser Reihenfolge
Die Prüfung dauert wenige Minuten und braucht weder ein Werkzeug noch eine Installation.
- Adresse im Block-Explorer öffnen. Gib deine Ethereum-Adresse ein und sieh nach, ob die Seite sie als gewöhnliches Konto oder als Vertrag führt. Ein Hinweis auf ein delegiertes Konto ist bereits das Ergebnis.
- Code-Feld ansehen. Öffne den Reiter mit dem hinterlegten Code. Leer bedeutet: keine Delegierung. Eine kurze Zeichenkette, die mit
ef0100beginnt, bedeutet: Delegierung aktiv. - Zieladresse herauslesen und nachschlagen. Die 20 Byte hinter der Kennung sind die Zieladresse. Schlage sie nach und sieh zu, ob ein verifizierter Quelltext vorliegt und welchen Namen dieser Quelltext trägt.
- Ergebnis einordnen, bevor du etwas bewegst. Kennst du den Vertrag nicht, schiebe kein Guthaben mehr auf die Adresse, auch keine Gebühr. Der nächste Abschnitt erklärt, warum das die wichtigste Regel dieser Liste ist.
Dieselbe Prüfung funktioniert für jede Kette, auf der EIP-7702 aktiv ist. Eine Autorisierung, die für die Kennung null unterschrieben wurde, gilt sogar auf allen Ketten gleichzeitig. Wer mehrere Netze nutzt, prüft deshalb besser mehrfach.

Eigene Messung vom 13. September 2026: 4.035 Delegierungen in 40 Minuten
Diese Auswertung hat cryptoticker.io am 13. September 2026 selbst erhoben. Methode: Wir haben über einen öffentlichen Ethereum-Knoten 200 aufeinanderfolgende Blöcke vollständig abgerufen, die Blöcke 25.971.139 bis 25.971.338, und daraus jede Transaktion vom Typ 0x04 samt ihrer Autorisierungsliste ausgewertet. Das Fenster reicht von 21:14:35 bis 21:54:23 UTC und umfasst 39,8 Minuten Kettenzeit.
Die Zahlen aus diesem Fenster:
- 41.110 Transaktionen insgesamt, davon 1.229 Delegierungstransaktionen. Das sind 2,99 Prozent des gesamten Transaktionsaufkommens.
- 4.035 einzelne Autorisierungen, denn eine Transaktion darf beliebig viele davon tragen. 889 Transaktionen trugen genau eine, die größte trug 110.
- 56 verschiedene Zieladressen. Von den 55 tatsächlichen Verträgen darunter hatten 15 einen öffentlich verifizierten Quelltext, die übrigen 40 nicht.
- 140 Autorisierungen, also 3,5 Prozent, zeigten auf die Nullzieladresse. Das sind Widerrufe, keine neuen Vollmachten.
- Die vier häufigsten Ziele vereinen 71,7 Prozent aller Autorisierungen auf sich.
Nicht messbar war für uns, wie viele Konten insgesamt derzeit eine Delegierung tragen, denn dafür bräuchte es einen vollständigen Zustandsabzug der Kette statt eines Zeitfensters. Ebenso wenig lässt sich aus diesen Daten ablesen, wie viel Geld über die gefundenen Verträge bewegt wurde. Und ein Fenster von 40 Minuten ist eine Momentaufnahme: Ein anderer Tag kann eine andere Verteilung zeigen.
Poisoner und CrimeEnjoyor: Was der verifizierte Quelltext der größten Ziele sagt
Am meisten sagen bei dieser Messung die Namen aus, weniger die Anteile. Für zwei der drei häufigsten Ziele liegt ein öffentlich verifizierter Quelltext vor, und beide Quelltexte beschreiben sich selbst als Werkzeuge von Kriminellen.
Das häufigste Ziel mit 2.007 Autorisierungen, also 49,7 Prozent des Fensters, trägt im verifizierten Quelltext den Namen Poisoner. Der Kommentar im Quelltext nennt den Zweck ausdrücklich: Der Vertrag werde für die Adressvergiftung eingesetzt, also dafür, unaufmerksame Nutzer zu einer Überweisung an eine falsche, optisch ähnliche Adresse zu verleiten. Als Urheber der Veröffentlichung nennt der Quelltext das Handelshaus Wintermute, das den Vertrag nach eigener Angabe nachgebaut und offengelegt hat. Der Programmcode selbst ist kurz: Er führt eine Liste beliebiger Aufrufe aus, aber nur, wenn die Transaktion von genau der Adresse ausgelöst wurde, die den Vertrag angelegt hat.
Das dritthäufigste Ziel mit 170 Autorisierungen trägt den Namen CrimeEnjoyor. Auch hier steht die Erklärung im Quelltext, und sie ist in Großbuchstaben gesetzt: Wer diesen Vertrag in einer Autorisierungsliste finde, dessen Konto sei kompromittiert; es dürfe kein Guthaben mehr dorthin geschickt werden, weil es sofort abgeräumt werde. Der Code ist noch kürzer als der des ersten Vertrags. Er tut genau eines: Jeder eingehende Betrag wird unmittelbar an eine bei der Einrichtung festgelegte Zieladresse weitergeleitet.
Zum Vergleich die legitime Seite derselben Liste: Auf Platz acht steht ein verifizierter Vertrag eines bekannten Wallet-Herstellers mit 110 Autorisierungen, dazu kommen mehrere Vertragskonten aus dem Umfeld der Kontoabstraktion mit 10 bis 49 Autorisierungen. Diese Verträge sind mehrere tausend Byte groß, während die beiden auffälligen Ziele mit 772 und 1.042 Byte auskommen. Ein Vertrag, der nur abräumt, braucht wenig Code.
Warum der Anteil von 49,7 Prozent nicht 2.007 Opfer bedeutet
Hier ist Sorgfalt nötig, denn die Anteilszahl lädt zu einem falschen Schluss ein. Wir haben deshalb nachgesehen, wer diese Transaktionen überhaupt abgeschickt hat.
Das Ergebnis: Die 2.007 Autorisierungen auf den erstplatzierten Vertrag stammen aus 186 Transaktionen, und diese 186 Transaktionen kamen von einem einzigen Absender. Bei 176 verschiedenen Absendern im gesamten Fenster geht also fast die Hälfte aller Autorisierungen auf eine einzelne Adresse zurück, die im Minutentakt Bündel von bis zu 110 Vollmachten auf einmal einträgt.
Unsere Einschätzung dazu, und sie ist ausdrücklich eine Einschätzung und keine belegte Tatsache: Das Muster passt nicht zu 2.007 frisch geschädigten Nutzern, sondern zu einem Betreiber, der seine eigenen Wegwerfadressen ausrüstet. Dafür spricht neben dem einzelnen Absender auch die Bauart des Vertrags, der Aufrufe nur für seinen eigenen Ersteller ausführt. Bei der Adressvergiftung erzeugt der Angreifer die täuschend ähnlichen Adressen selbst und braucht dafür keinen fremden Schlüssel. Was wir messen, ist in diesem Fall also eher Infrastruktur als Beute.
Beim zweiten auffälligen Vertrag sieht das anders aus. Dessen 170 Autorisierungen verteilen sich auf 170 einzelne Transaktionen von zwei Absendern, also eine Vollmacht je Transaktion. Ein Sammelvertrag, der eingehende Beträge sofort weiterleitet, ergibt nur bei einem Konto Sinn, dessen Schlüssel bereits in fremder Hand ist. Für dich als Leser ist der Unterschied entscheidend: Der erste Fall betrifft dich fast sicher nicht, der zweite betrifft dich unmittelbar, wenn dein Konto in dieser Liste steht.

Sweeper-Vertrag gefunden: Warum Widerrufen allein nicht reicht
Ein Sweeper ist ein Vertrag oder ein Programm, das eingehende Beträge automatisch und binnen Sekunden an eine fremde Adresse weiterleitet. Findest du auf deiner Adresse eine Delegierung auf einen solchen Vertrag, dann ist die Delegierung nicht die Ursache, sondern die Folge. Jemand konnte in deinem Namen unterschreiben, und dafür braucht es deinen privaten Schlüssel oder deine Wiederherstellungswörter.
Daraus folgt eine Reihenfolge, die dem ersten Reflex widerspricht. Der Reflex sagt: Vollmacht widerrufen, weiter geht es. Richtig ist: Das Konto ist verloren, und jeder Betrag, den du dorthin schickst, auch die Gebühr für den Widerruf, geht mit hoher Wahrscheinlichkeit an den Angreifer. Ein Widerruf, den du selbst bezahlst, finanziert im Zweifel die Gegenseite.
Richte deshalb zuerst ein neues Konto ein, am besten auf einem Gerät, dessen Schlüssel nie auf einem Rechner lag. Welche Bauart dafür infrage kommt und woran sich die Geräte unterscheiden, zeigt unser Vergleich der Software-Wallets im Zusammenspiel mit der Geräteauswahl. Erst danach kümmerst du dich um alles, was auf dem alten Konto noch liegt, und zwar mit Hilfe.
Für genau diesen Fall gibt es eine kostenlose Anlaufstelle, die der Quelltext des Sweeper-Vertrags selbst nennt: die Whitehat-Hotline von Flashbots. Sie hilft dabei, Restbestände an einem Sweeper vorbeizubekommen, indem Rettung und Gebühr in einem Bündel abgewickelt werden, das der Sweeper nicht einzeln abgreifen kann. Eine Garantie ist das nicht, aber es ist der einzige seriöse Weg, der ohne Vorkasse auskommt.
Widerruf richtig gemacht: Die Nullzieladresse als einziges Ende
Ist das Konto sauber und die Delegierung nur unerwünscht, etwa weil du eine Wallet-Funktion nicht mehr nutzt, dann ist der Widerruf einfach und trotzdem missverständlich.
Eine Delegierung endet nicht dadurch, dass du die App löschst, das Gerät wechselst oder eine Freigabe zurückziehst. Sie endet ausschließlich durch eine neue Autorisierung, die auf die Nullzieladresse zeigt, also auf eine Adresse aus lauter Nullen. Erst damit wird das Code-Feld deines Kontos wieder leer. Unsere Messung zeigt, dass dieser Schritt im Alltag vorkommt: 140 der 4.035 Autorisierungen im Fenster waren solche Widerrufe.
Prüfe nach dem Widerruf noch einmal das Code-Feld. Eine Oberfläche, die dir den Erfolg meldet, ist kein Beleg. Der Beleg ist ein leeres Code-Feld im Explorer.
Ein zweiter Punkt wird gern übersehen: Eine neue Delegierung ersetzt die alte vollständig. Wer von einem Wallet-Anbieter zu einem anderen wechselt, hat danach die Vollmacht des neuen Anbieters im Konto stehen, nicht beide. Das ist beruhigend, entbindet aber nicht von der Prüfung, denn welcher Vertrag am Ende dort steht, entscheidet die zuletzt eingetragene Autorisierung.
Autorisierung ohne Gas: Warum eine Signatur auf einer fremden Seite genügt
Der gefährlichste Teil von EIP-7702 ist ihr Preis. Eine Autorisierung ist eine reine Signatur. Sie kostet dich nichts, sie erscheint in keiner Gebührenübersicht, und du musst sie nicht einmal selbst einreichen: Jeder Dritte darf sie in eine eigene Transaktion packen und die Gebühr übernehmen.
Für ehrliche Anbieter ist das ein Vorteil, weil ein neues Konto ohne eigenes Guthaben sofort nutzbar wird. Für eine betrügerische Seite ist es ein Geschenk. Sie braucht von dir keine Überweisung, keine Freigabe und keinen Betrag auf dem Konto. Eine einzige Unterschrift in einem Fenster, das nach einer Anmeldung, einem Anspruch auf kostenlose Token oder einer Sicherheitsprüfung aussieht, reicht aus.
Daraus ergibt sich eine Regel für den Alltag: Behandle jede Signaturaufforderung, deren Inhalt du nicht lesen kannst, wie eine Überweisung. Das gilt besonders für Aufforderungen, die dich auffordern, ein Konto zu aktualisieren, zu migrieren oder abzusichern. Diese Masche kennst du in ihrer klassischen Form schon aus dem Umfeld manipulierter Zahlungsempfänger; wie sie dort abläuft, haben wir in unserer Auswertung zur Adressvergiftung vom August gezeigt.
Legitime Delegierungen: Woran du ein echtes Wallet-Konto erkennst
Es wäre falsch, aus alldem den Schluss zu ziehen, jede Delegierung sei ein Angriff. Unsere Messung zeigt neben den auffälligen Zielen auch eine Reihe klar zuordenbarer Wallet-Verträge, darunter den Vertrag eines großen Browser-Wallet-Anbieters und mehrere Kontovorlagen aus dem Umfeld der Kontoabstraktion.
Drei Merkmale trennen die beiden Gruppen in der Praxis recht zuverlässig:
- Der Quelltext ist öffentlich verifiziert und trägt einen Namen, der zum Anbieter passt. In unserem Fenster traf das auf 15 von 55 Zieladressen zu. Ein fehlender Quelltext ist kein Beweis für etwas Böses, aber ein Grund, nicht weiterzumachen.
- Der Vertrag ist umfangreich. Kontovorlagen wiegen mehrere tausend Byte, weil sie Signaturprüfung, Rechteverwaltung und Schnittstellen mitbringen. Die auffälligen Ziele unserer Messung lagen bei unter 1.100 Byte.
- Du hast die Delegierung selbst ausgelöst. Eine Wallet, die auf einen Smart Account umstellt, sagt das vorher und zeigt die Zieladresse an. Eine Delegierung, an die du dich nicht erinnerst, ist ein Befund.
Wer regelmäßig mit mehreren Wallets arbeitet, sollte sich die Zieladresse des eigenen Anbieters einmal notieren. Dann ist die Prüfung beim nächsten Mal ein Abgleich von zwanzig Byte statt einer Recherche.
Hardware-Wallet und Blind Signing: Warum das Gerät hier nicht automatisch schützt
Ein verbreitetes Missverständnis lautet, ein Hardware-Wallet mache diese Frage gegenstandslos. Das stimmt für den Schlüssel, aber nicht für die Vollmacht. Auch eine Autorisierung nach EIP-7702 wird mit dem privaten Schlüssel unterschrieben, und das Gerät zeigt dabei im ungünstigen Fall nur eine Zieladresse und einen Zählerstand an, ohne erklären zu können, was daraus folgt.
Entscheidend ist deshalb, ob dein Gerät den Inhalt einer Signaturanfrage im Klartext darstellt und ob du das Unterschreiben nicht lesbarer Daten abgeschaltet hast. Worauf es dabei ankommt, haben wir im Beitrag zum Blind Signing an Hardware-Wallets ausgeführt. Die Empfehlung von dort gilt hier unverändert: Was das Gerät nicht darstellen kann, unterschreibst du nicht.
Der zweite Schutz ist die Trennung der Aufgaben. Ein Konto für den täglichen Umgang mit Anwendungen, ein zweites für die Bestände, die liegen bleiben, und keine Signatur des zweiten Kontos auf einer Webseite. Eine Delegierung auf dem Alltagskonto ist ärgerlich, eine Delegierung auf dem Bestandskonto ist teuer. Die technische Wortwahl der Spezifikation kannst du bei Bedarf im Text von EIP-7702 nachlesen, insbesondere die Regeln für die Kettenkennung null.
EIP-7702-Delegierung prüfen: Was du daraus mitnimmst
- Sieh heute im Code-Feld deiner Hauptadresse nach. Leer heißt in Ordnung. Eine Zeichenkette mit der Kennung
ef0100heißt: Zieladresse herauslesen und nachschlagen. Nimm dir dafür die Adressen vor, auf denen tatsächlich etwas liegt, und richte die Bestände danach auf einem Gerät ein, das du aus dem Hardware-Wallet-Vergleich auswählst. - Kennst du den Vertrag nicht, schicke nichts mehr an diese Adresse. Auch keine Gebühr für einen Widerruf. Behandle den Schlüssel als verloren, richte ein neues Konto ein und wickle den Rest über die Whitehat-Hotline ab. Was du kurzfristig in Sicherheit bringen willst, liegt auf einem Konto bei einer beaufsichtigten Handelsplattform vorerst besser als auf einer Adresse, deren Vollmacht du nicht kontrollierst; die Auswahl dafür steht im Überblick der Krypto-Börsen.
- Widerrufe gewollte, aber ungenutzte Delegierungen aktiv. Nur eine Autorisierung auf die Nullzieladresse beendet sie, und nur ein leeres Code-Feld im Explorer belegt den Erfolg. Wer mehrere Wallets parallel nutzt, notiert sich die Zieladressen der eigenen Anbieter; welche Programme diese Funktion sauber anzeigen, steht im Software-Wallet-Vergleich.
(Stand: 13. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.
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