XRP explodiert um 40 % in sieben Tagen: Jetzt zählt die 1,50-Dollar-Marke
XRP springt um 40 Prozent in einer Woche auf 1,40 Dollar, den höchsten Stand seit Mai. Open Interest, Funding und Long-Short-Ratio zeigen, wie viel Treibstoff die Rally noch hat und welche Marken am Wochenende zählen.

XRP notiert zum Zeitpunkt des Schreibens bei 1,40 Dollar, ein Plus von 6,8 Prozent binnen 24 Stunden. Damit steht der Kurs zum ersten Mal seit dem 18. Mai wieder über der 1,40-Dollar-Marke. Alle Kursdaten in diesem Artikel stammen von CoinMarketCap und den öffentlichen Binance-Futures-Schnittstellen, Stand 21. August, 19:15 Uhr.

Die Tagesveränderung ist dabei noch die kleinste Zahl. Vor genau einer Woche, am 14. August, schloss XRP bei 0,998 Dollar. Von dort bis heute sind es gut 40 Prozent. Auf Wochensicht schlägt XRP damit Bitcoin mit seinen rund 23 Prozent ebenso wie Ethereum mit rund 28 Prozent, und zwar deutlich.
Noch am Wochenanfang sah es nach etwas ganz anderem aus. Acht Tage in Folge klebte der Kurs an der 1-Dollar-Marke, wir hatten am 16. August aufgeschrieben, warum an genau dieser Unterstützung alles hing. Der Ausbruch kam dann in drei Schüben: 1,10 Dollar am 19. August, 1,27 Dollar am 20. August, 1,40 Dollar heute.
Warum explodiert der XRP-Kurs um 40 Prozent in einer Woche?
Der Auslöser ist der Gesamtmarkt. Die Bitcoin-Rally über 77.000 Dollar hat die gesamte Marktkapitalisierung binnen eines Tages um gut fünf Prozent auf 2,6 Billionen Dollar gehoben. Der Fear-and-Greed-Index von CoinMarketCap steht bei 73 Punkten und damit klar im Bereich Gier.
XRP verstärkt diese Bewegung aber, statt ihr nur zu folgen. Das Handelsvolumen liegt bei knapp zehn Milliarden Dollar in 24 Stunden, rund 60 Prozent über dem Vortag. Zur Einordnung: Das ist mehr als die Tagesvolumina von Solana und Hyperliquid zusammen. Wenn ein Coin bei einem marktbreiten Anstieg überproportional Volumen anzieht, sitzt dort eigene Nachfrage, nicht nur der Sog des Index.
Dazu kommt die Fallhöhe der Vorwochen. XRP war Anfang August unter einen Dollar gerutscht und notierte so tief wie seit zwei Jahren nicht. Ein Teil der aktuellen Bewegung ist schlicht die Rückkehr aus dieser Übertreibung nach unten, beschleunigt durch Shorts, die in den steigenden Markt hinein eindecken mussten. Diese Mechanik erklärt auch das Tempo: Wer auf fallende Kurse gesetzt hat und liquidiert wird, kauft nicht, wann er will, sondern wann er muss. Solche Zwangskäufe treffen auf ein Orderbuch, das nach Wochen der Lethargie dünn besetzt war, und erzeugen genau die drei steilen Tageskerzen, die jetzt im Chart stehen.
Bemerkenswert ist auch die Rotation innerhalb des Marktes. Die Bitcoin-Dominanz liegt bei knapp 60 Prozent, aber die Wochengewinner heißen XRP, Ethereum und Hyperliquid, nicht Bitcoin. Kapital wandert also bereits aus dem Marktführer in die zweite Reihe weiter. Das ist typisch für die spätere Phase eines Aufschwungs und für XRP kurzfristig ein Rückenwind, solange die Risikofreude im Markt anhält.
Was zeigen Open Interest, Funding und Long-Short-Ratio bei XRP?
Ein Blick in die Terminmärkte zeigt, woraus die Bewegung gebaut ist. Das Open Interest der XRP-Perpetuals auf Binance liegt bei rund 470 Millionen Dollar, ein Plus von knapp 13 Prozent binnen 24 Stunden. Es kommt also neues Geld in den Markt, die Rally besteht nicht nur aus dem Eindecken alter Short-Positionen.
Die Funding-Rate steht dabei mit 0,01 Prozent je Achtstundenfenster exakt auf dem Basissatz. Long-Positionen zahlen aktuell keinen Aufschlag dafür, dabei zu sein. Für einen Wochengewinn von 40 Prozent ist das bemerkenswert nüchtern und spricht dafür, dass der Anstieg bislang vor allem am Spotmarkt gekauft wurde.
Ein Warnsignal steht trotzdem in den Daten. Nach Kontenzahl kommen auf Binance 2,48 Long-Konten auf ein Short-Konto, bei den größten Händlern liegt das Verhältnis nach Positionsgröße bei 1,96. Die Mehrheit ist längst long positioniert. Dreht der Kurs, liefern genau diese Positionen das Material für schnelle, tiefe Abwärtskerzen, weil Liquidationen dann in einen fallenden Markt hinein verkaufen.
Welche Marken entscheiden jetzt im XRP-Chart?
Vier Kurszonen strukturieren das Bild der nächsten Tage. Alle Abstände sind vom aktuellen Kurs bei 1,40 Dollar aus gerechnet.
| Marke | Abstand zu 1,40 $ | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1,50 $ | +7 % | Beginn der Mai-Hoch-Zone, dort endete die letzte Rally |
| 1,37 $ | −2 % | Altes 90-Tage-Hoch vom 23. Mai, muss jetzt als Unterstützung halten |
| 1,27 $ | −9 % | Ausbruchsniveau, Tagesschluss vom 20. August |
| 0,99 $ | −29 % | Wochentief vom 14. August, Boden der alten Sommer-Range |
Die wichtigste dieser Marken ist die 1,37. Dort lag seit dem 23. Mai der Deckel der letzten 90 Tage. Enden Rücksetzer künftig oberhalb dieser Linie, ist der Ausbruch bestätigt und aus dem alten Widerstand eine Unterstützung geworden.
Wo liegt das nächste Kursziel für XRP?
Das nächste Ziel liegt bei 1,50 Dollar, gut sieben Prozent über dem aktuellen Kurs. Dort beginnt die Zone, an der XRP im Mai zuletzt gescheitert ist: Am 14. Mai drehte der Kurs an der 1,50, in der Spitze erreichte der Mai 1,55 Dollar.
Darüber liegt die nächste belastbare Zone erst am März-Hoch bei 1,67 Dollar. Und wer weiter zurückblickt, findet das Jahreshoch bei 3,18 Dollar aus dem September 2025. Die Rally hat also Raum nach oben, sie hat aber auch bereits drei sehr steile Tage hinter sich.
Wo kippt das bullische Szenario beim XRP-Kurs?
Die Gegenprobe gehört dazu. Ein Tagesschluss unter 1,27 Dollar, dem Ausbruchsniveau vom 20. August, würde den Ausbruch nachträglich als Bullenfalle entlarven. Wie schnell solche Fallen bei XRP zuschnappen, hatten wir erst am 19. August beschrieben, damals in der Gegenrichtung als Bärenfalle an der Dollarmarke.
Darunter wird es schnell ungemütlich. Die Zone, in der XRP den Sommer verbracht hat, liegt zwischen 0,99 und rund 1,15 Dollar. Ein Rückfall dorthin wäre ein Minus von mehr als 20 Prozent, und die Long-Übermacht aus den Futures-Daten würde einen solchen Rutsch eher beschleunigen als bremsen.
Wie verhältst du dich mit XRP am Wochenende?
Der Kryptomarkt handelt am Wochenende durch, aber er handelt anders. Samstags und sonntags sind die Orderbücher typischerweise dünner, weil professionelle Marktteilnehmer Liquidität herausnehmen. Dieselbe Ordergröße bewegt den Kurs dann stärker, in beide Richtungen. Genau in solchen Phasen entstehen die langen Kerzendochte, die montags im Chart stehen.
Daraus folgen drei Dinge. Erstens: Wer handeln will, arbeitet mit Limit- statt Market-Orders; wie die einzelnen Ordertypen funktionieren, steht in unserem Überblick zu den Krypto-Ordertypen. Zweitens: Kursalarme auf 1,37 und 1,27 Dollar ersetzen das ständige Draufschauen, diese beiden Marken erzählen die ganze Geschichte. Drittens: Ein Long-Short-Verhältnis von 2,48 ist kein Umfeld, um der Bewegung mit frischem Hebel hinterherzuspringen. Ein Spotkauf über eine der Plattformen aus unserem Krypto-Börsen-Vergleich lässt dich einen Wochenend-Rücksetzer aussitzen, eine liquidierte Hebelposition nicht.
Die Funding-Rate läuft am Wochenende ebenfalls weiter, alle acht Stunden. Beim aktuellen Basissatz von 0,01 Prozent kostet eine gehaltene Long-Position rund 0,03 Prozent pro Tag, das ist vernachlässigbar. Interessant wird die Zahl als Frühwarnsystem: Steigt die Rate am Samstag oder Sonntag deutlich an, drängen Hebelkäufer in den Markt, während die Spotnachfrage der Profis pausiert. Diese Kombination ist aus unserer Sicht das klassische Muster überhitzter Wochenendbewegungen. Die Rate ist auf Binance und den gängigen Datenportalen jederzeit frei einsehbar.
XRP Prognose: Ist die 1,50-Dollar-Marke am Wochenende erreichbar?
1,50 Dollar sind in den kommenden Tagen erreichbar, sofern Rücksetzer oberhalb von 1,37 Dollar enden. An dieser Linie entscheidet sich, ob der Ausbruch trägt oder ob der Markt ihn wieder einsammelt.
Für das bullische Szenario sprechen drei Dinge, die sich gegenseitig stützen: Das Volumen von knapp zehn Milliarden Dollar zeigt echte Nachfrage, das wachsende Open Interest bringt neues Geld statt bloßer Eindeckungen, und die neutrale Funding-Rate lässt Raum, bevor der Hebelhandel überhitzt. Dagegen stehen 40 Prozent Wochengewinn, eine bereits long-gedrängte Positionierung und die dünnere Liquidität des Wochenendes.
Achte auf zwei Dinge: ob Rücksetzer oberhalb von 1,37 Dollar enden, und ob die Funding-Rate auf dem Basissatz bleibt. Der Kurs zeigt dir, was passiert. Die Terminmarktdaten zeigen dir, ob es Bestand hat.
Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Kurs- und Terminmarktdaten: CoinMarketCap und Binance, Stand 21. August 2026, 19:15 Uhr MESZ.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.






























