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Regulierung setzt die Kryptowelt unter Druck

Die amerikanische FinCEN spricht davon deutlich strengere Regulierungskriterien für Kryptowährungen zu erlassen und den Markt deutlich zu regulieren.

Abishek Dharshan

Abishek Dharshan

June 9, 2019 7:55 PM

Regulierung setzt die Kryptowelt unter Druck

Der Mangel an Regulierung, den die Kryptoindustrie aktuell noch aufweist, wird laut Julie Myers Wood, Chief Executive Officer von Guidepost Solutions, einem New Yorker Beratungsunternehmen, das Compliance-bezogene Untersuchungen und Sicherheitsdienstleistungen anbietet, bald ein Ende finden.

Julie Woods Argumentation basiert in erster Linie auf einem stetigen Anstieg der verdächtigen Aktivitätsberichte um Kryptowährungen. Das United States Department of the Treasury’s Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) sagt, dass es mittlerweile jeden Monat 1.500 solcher Berichte gibt. Die sich ständig verändernde Landschaft der Kryptotechnik in den USA verwirrt die Anleger, und diese Berichte tragen nur zu ihrer Sorge bei.

Vergangenheit von Julie Wood

Vor ihrer Rolle als CEO von Guidepost Solutions, hatte Julie Wood Führungspositionen in den US-Departments of Homeland Security, Commerce, Treasury and Justice inne und war auch als Head of Immigration and Customs Enforcement, Assistant Secretary for Export Enforcement und Chief of Staff for the Criminal Division im Department of Justice tätig. Ihre Erfahrungen in diesen wichtigen Positionen unterstützen ihre Aussagen und geben ihr eine hohe Glaubwürdigkeit.

Wood verweist auf den jüngsten rasanten Anstieg des Marktes für die Entwicklung und den Einsatz regulierter Stablecoins.

Sie fuhr fort:

Der wahrgenommene Vorteil eines Stablecoins ist, dass sie eine stabilere digitale Währung sein sollte, da sie an Fiat oder Vermögenswerte wie den US-Dollar, den Euro, andere Landeswährungen oder Gold gebunden ist. Laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht der Krypto-Wallet Firma “Blockchain” befinden sich derzeit über 50 Stablecoin-Projekte in der Entwicklung.

Gemini (der Geminidollar), Paxos (Paxos Standard) und Circle (US Dollar Coin) schließen sich Tether in der Gruppe der Upstarts an, die kürzlich wegen Compliance-Fragen und eines Cyberhacks kritisiert wurden. “Obwohl Stablecoins oft als Liquiditätsinstrument für einen Krypto-Währungswechsel dienen, werden die kürzlich angekündigten Stablecoins mit mehr Nutzen für Kunden wie Versicherungen, Kredite oder sogar Immobilienabrechnungen angeboten”, sagte Wood. “Mit der Entwicklung neuer Stablecoin-Produkte konzentrieren sich die Aufsichtsbehörden zunehmend auf Stablecoin-Angebote, da immer mehr Menschen auf dem Endkundenmarkt für Kryptowährungen tätig werden.”

Woods erwartet, dass Regierungsbehörden den Markt von Währungen reinigen, die mit Compliance-Risiken verbunden sind, da immer mehr institutionelle Investoren in den lukrativen Markt eintreten. “Institutionelle Anleger, die sich Sorgen um Hacks und Marktmanipulationen machen, können dies in ihre Risikoberechnung und Anlagestrategie einbeziehen. Einige Experten haben behauptet, dass sich die Währungen auf einen führenden Anbieter konzentrieren werden, während andere davon ausgehen, dass die Vielfalt auf dem Markt ohne systematische Marktmanipulation weiter bestehen wird”, sagte Wood.

Globale Standards

Während die Regulierungsbehörden versuchen, bestehende Rahmenbedingungen an neue Technologien anzupassen, werden die Gerichte stärker einbezogen, da die schnell wachsende Regulierung die Rechtsprechung erschweren wird. “Einige Schlüsselfaktoren treiben diesen Trend voran. Erstens gibt es einen Anstoß, Krypto-Währungen in formalere Regulierungsstrukturen zu überführen. In den USA sind die BitLicense-Lizenz des New York State Department of Financial Services und die Charter der New York Private Trust Company für Kryptounternehmen repräsentativ für diesen Trend”, sagte Wood. “Ein weiteres Beispiel für diesen Trend auf globaler Ebene ist die jüngste Ankündigung der Financial Action Task Force (FATF), dass sie Krypto-Leitlinien für den Umgang mit Terrorismusfinanzierung entwickeln werden.”

Wood ist der Meinung, dass Einrichtungen wie die FATF für die Festlegung globaler Standards unerlässlich sind, da der regulatorische Rahmen in vielen Ländern noch extrem unterentwickelt ist und / oder durch die Geschwindigkeit der Entwicklung des Kryptowährungsmarktes überfordert wird. Von den Finanzinstituten wird eine verfeinerte Berichterstattung und Analyse der Kryptowährungsmärkte gefordert, um die mit der Geschäftstätigkeit in bestimmten Ländern verbundenen Risiken besser zu verstehen (z.B. Basel AML Index).

Die Fokussierung auf KYC (Know-Your-Customer) und KYT (Know-Your-Transaction) für mehr verbraucherorientierte technologische Durchbrüche wird nun den Regulierungsbehörden, Strafverfolgungsbehörden und Compliance-Innovatoren größere Möglichkeiten bieten, Kundentransaktionen schnell zu validieren. Der rasante Aufstieg des Krypto-Sektors hat einigen etablierten Ländern definitiv einen klaren Vorteil gegenüber mehr unterentwickelten Ländern verschafft, insbesondere in Asien. Die Mitgliedstaaten der GAFI werden bei einem weniger positiven Bericht der Organisation einer negativen globalen Berichterstattung und öffentlichen Meinung ausgesetzt sein, was die Mitglieder unter Druck setzen wird, sich auf die “steigende Flut” vorzubereiten.

Die US-Regierung könnte auch eine Quelle sowohl für regulatorische Ressourcen als auch für Leitlinien aller verschiedenen Agenturen sein, die sich in diesem Bereich tummeln, wie z.B. die US Securities and Exchange Commission, Commodities Futures Trading Commission und FinCEN (um nur drei zu nennen) und Druck ausüben, weil sie einige ihrer jüngsten Untersuchungen und Regulierungsvorschläge im Zusammenhang mit Krypto-Unternehmen mit Sitz in Nicht-US-Ländern umsetzt.

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Dieser Artikel wurde vom Englischen ins Deutsche übertragen von:

Christian Rehm

Senior IT Consultant und Crypto Enthusiast immer auf der Suche nach interessanten Neuigkeiten.

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Abishek Dharshan
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Abishek Dharshan

Abishek is an Entrepreneur, Digital Nomad, Student, and ICO Marketing Manager currently based in Berlin & Champaign. He is actively involved in the Blockchain space and has worked in numerous projects in the Silicon Valley since 2017. His interests revolve around Finance, Consulting, and Blockchain Research.

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