Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Robinhood Chain: Ende September fällt das Gratis-Gas weg – der Stresstest für die Meme-Coins

Seit dem Mainnet-Start zahlt niemand Gas auf Robinhood Chain. Diese Frist endet am 29. September – und trifft ein Meme-Coin-Ökosystem, das täglich rund 10.000 neue Token ausspuckt.

Abstraktes Netzwerk aus Knoten und Verbindungslinien, über einem einzelnen Knoten schwärmt eine Wolke kleiner bunter Formen auf
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Am 1. Juli 2026 ging Robinhood Chain in Betrieb, und mit dem Mainnet-Start begann eine auf 90 Tage befristete Gas-Erstattung für Transaktionen aus der Robinhood-Wallet (Arbitrum hat den Start selbst dokumentiert). Diese Frist endet Ende September; crypto.news nennt den 29. September. Danach zahlt jede Transaktion auf der Kette wieder Netzwerkgebühr in ETH. Für die Meme-Coins, die auf dieser Kette den Ton angeben, ist das der erste echte Belastungstest.

Wie groß die Kette inzwischen ist

Die Zahlen sind zuletzt deutlich größer geworden. Am 17. September liegt die gebundene Summe bei rund 929 Millionen US-Dollar, das DEX-Volumen bei rund 1,54 Milliarden US-Dollar in 24 Stunden und bei 39,1 Milliarden auf 30 Tage; kumuliert sind seit dem Start rund 67,4 Milliarden durchgelaufen (DefiLlama, Abruf 17. September). Am 13. September waren es 1,88 Milliarden an einem einzigen Tag, nach Zählung von Bloomingbit mehr als die Hälfte des gesamten Uniswap-Volumens.

An Gebühren nahm die Kette in 24 Stunden rund 7,8 Millionen US-Dollar ein und 303,6 Millionen auf 30 Tage (DefiLlama). Am 2. September standen 4,01 Millionen US-Dollar Kettenerlös gegen 81.714 US-Dollar bei Solana am selben Tag (crypto.news, 4. September). Wer daraus ableitet, Robinhood Chain habe Solana überholt, vergleicht allerdings eine subventionierte Startphase mit einem eingeschwungenen Netzwerk. Genau darum geht es bei diesem Stichtag.

Warum ausgerechnet das Gas entscheidet

Der größte Teil der gebührenwirksamen Aktivität läuft nicht über die tokenisierten Aktien, für die Robinhood die Kette gebaut hat, sondern über das Meme-Coin-Launchpad Pons und über Handels-Bots (crypto.news). Pons nahm in sieben Tagen rund 35,0 Millionen US-Dollar an Gebühren ein, auf 30 Tage 128,8 Millionen und insgesamt rund 151,3 Millionen (DefiLlama, Abruf 17. September). Am 2. September entstanden darüber an einem Tag rund 25.000 neue Token, im Schnitt sind es etwa 10.000 täglich (Bloomingbit, 14. September).

Ein Betrieb in dieser Größenordnung hängt an sehr niedrigen Stückkosten je Versuch. Wer zwanzig Token startet, um einen zu treffen, rechnet anders, wenn jeder Start und jeder Tausch wieder Gas kostet. Dazu kommt, dass die Handelsaktivität ohnehin kaum aus der Robinhood-App selbst stammt: Bloomingbit schätzt deren Anteil am Kettenhandel auf ein bis zwei Prozent. Die Subvention hat also vor allem externe Nutzung angeschoben, und diese Nutzung hat keinen Grund zu bleiben, außer den Zahlen.

Was danach passiert, ist offen. Es gibt keine belastbare Prognose dafür, wie viel Aktivität übrig bleibt, und jede Zahl, die dir jemand dafür nennt, ist geraten.

Was das für Anleger heißt

Der praktisch relevante Punkt ist keine Kursfrage, sondern eine Liquiditätsfrage. Meme-Coins auf einer jungen Kette hängen an dünnen Pools. Fällt die Zahl der Transaktionen, werden diese Pools dünner, und der Unterschied zwischen dem angezeigten Kurs und dem Kurs, zu dem du tatsächlich aussteigst, wird größer. Das trifft kleine Positionen kaum und größere sofort.

Wie schnell es in beide Richtungen geht, zeigt CASHCAT, der bekannteste Token der Kette: Am 3. September markierte er mit rund 0,3143 US-Dollar ein neues Allzeithoch, am 17. September notiert er bei rund 0,1912 US-Dollar. Auf 30 Tage sind das gut 82 Prozent Plus, vom Hoch trennen ihn rund 39 Prozent (CoinGecko, Abruf 17. September). Beide Zahlen beschreiben denselben Token in zwei Wochen.

Wer solche Token nicht nur beobachten, sondern auch handeln will, merkt an dieser Stelle den Unterschied zwischen Anzeigen und Handeln: Dexscreener und TradingView liefern Charts, aber keine Ausführung. Eine mobile Alternative ist die Trading-App FOMO Family, in der sich Meme- und Low-Cap-Token direkt in der App entdecken, durchswipen und mit schneller Einzahlung handeln lassen. Lade dir die App über den Link und sichere dir zehn Prozent Rabatt auf die Handelsgebühren. In der Community wird daneben über einen möglichen Airdrop für aktive Nutzer spekuliert - das ist unbestätigt, es gibt dazu keine Zusage des Anbieters, und es ist kein Grund, Geld einzuzahlen. Am Risiko ändert die App nichts: Meme- und Low-Cap-Handel bleibt hochriskant, und ein Totalverlust der Position ist jederzeit möglich.

Woran du die Tage nach dem 29. September misst

  1. Transaktionen pro Tag. Die interessante Zahl ist nicht der Kurs, sondern wie viele Tauschvorgänge übrig bleiben, wenn sie wieder etwas kosten.
  2. Neue Token auf Pons. Fällt die Zahl von zehntausend am Tag deutlich, verschwindet der Nachschub, von dem dieses Segment lebt.
  3. Poolliquidität statt Marktkapitalisierung. Sieh nach, wie viel tatsächlich im Pool liegt und ob er gesperrt ist. Bei einer Bewertung im dreistelligen Millionenbereich und wenigen Millionen im Pool ist ein Ausstieg zum angezeigten Kurs praktisch ausgeschlossen.
  4. Die gebundene Summe. Sie steht kurz vor einer Milliarde US-Dollar. Ob sie nach dem Stichtag dort bleibt, ist die ehrlichste Einzelantwort auf die Frage, ob die Kette ohne Subvention trägt.

Die Einordnung dahinter, also was Robinhood Chain technisch ist, wie die Meme-Coin-Welle entstand und wie der Zugang aus Deutschland läuft, steht ausführlich in unserem Robinhood-Chain-Guide. Wer sich für die Bewertung einzelner Meme-Token interessiert, findet die langfristige Einordnung in unseren Prognoseseiten zu Pump.fun - dem Launchpad-Token, an dem sich Pons am ehesten messen lassen muss - und zu BONK aus dem Solana-Ökosystem.

Und die Trennung, die auch nach dem 29. September gilt: Meme-Coins sind ein Nullsummenspiel, in dem die Gewinne der früheren Käufer aus den Verlusten der späteren stammen. Das ist kein moralisches Urteil, sondern eine Rechenoperation. Lege vorher fest, welchen Betrag du vollständig abschreiben könntest, ohne dass es deine Planung ändert.

Offenlegung: Einige der in diesem Artikel genannten Anbieter arbeiten über Partnerprogramme mit uns zusammen. Auf die redaktionelle Einordnung hat das keinen Einfluss.

(Stand: 17. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst. Meme-Coins können ihren gesamten Wert verlieren; investiere ausschließlich Beträge, deren Totalverlust du tragen kannst.)

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen.

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