Pump.fun knackt zehn Millionen Dollar in einer Woche – der Token-Unlock geht darin unter
Die Solana-Launchpad-Plattform verdiente in einer Woche erstmals über zehn Millionen US-Dollar und verbrannte davon Token für 5,02 Millionen. Drei Tage später kamen 6,875 Milliarden neue PUMP auf den Markt – und der Kurs blieb ruhig. Was das über Solanas Meme-Handel verrät.

Die Solana-Launchpad-Plattform Pump.fun hat in der Woche vom 3. bis 9. August erstmals mehr als zehn Millionen US-Dollar an Protokollgebühren eingenommen. Drei Tage später kamen 6,875 Milliarden neue Token auf den Markt. Der Kurs zuckte kaum. Beides zusammen sagt mehr über den Zustand des Meme-Handels auf Solana als jede einzelne Kurstabelle.
Die Zahlen der Rekordwoche
Nach Auswertung von crypto.news nahm die Plattform in der Woche vom 3. bis 9. August 10,03 Millionen US-Dollar ein, rund zwölf Prozent mehr als in der Vorwoche und die erste Woche überhaupt oberhalb der Zehn-Millionen-Marke.
| Kennzahl (Woche 3. bis 9. August 2026) | Wert |
|---|---|
| Protokollgebühren | 10,03 Millionen US-Dollar (plus zwölf Prozent gegenüber Vorwoche) |
| Handelsvolumen | 2,97 Milliarden US-Dollar |
| Rückkauf und Verbrennung | 2,15 Milliarden PUMP im Gegenwert von 5,02 Millionen US-Dollar |
| Erlöse der letzten 30 Tage | 35,67 Millionen US-Dollar – mehr als Hyperliquid mit 32,46 Millionen (DefiLlama) |
| Rückkäufe seit Programmstart | über 350 Millionen US-Dollar |
Die Plattform verwendet seit dem Frühjahr die Hälfte ihrer Nettoerlöse für Rückkäufe und Verbrennungen, die andere Hälfte für den Betrieb. Dass sie dabei in einem Dreißig-Tage-Fenster mehr verdient hat als Hyperliquid, ist bemerkenswert – Hyperliquid gilt als eines der ertragsstärksten Protokolle im Markt.
Der Unlock, der keiner wurde
Am 12. August wurden nach Angaben von Crypto Briefing 6,875 Milliarden PUMP freigegeben: rund 4,17 Milliarden für das Team, rund 2,71 Milliarden für frühe Investoren. Das entspricht 0,69 Prozent der festen Gesamtmenge von einer Billion Token und einem Gegenwert im niedrigen zweistelligen Millionenbereich.
Passiert ist wenig. PUMP notiert am 13. August laut CoinGecko bei rund 0,00278 US-Dollar, praktisch unverändert gegenüber dem Vortag und rund 18 Prozent über dem Niveau der Vorwoche. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 1,09 Milliarden US-Dollar, im Umlauf sind rund 392,7 Milliarden Token.
Der Vergleich erklärt, warum: Im Juli waren 82,5 Milliarden Token auf einmal freigeworden, mehr als das Zehnfache. Nach einer zwölfmonatigen Sperrfrist läuft die Ausschüttung an Team und Investoren seither monatlich weiter. Der August-Termin war damit kein Ereignis, sondern eine Rate – und die nächste folgt.
Warum dieser Fall im Meme-Segment untypisch ist
Bei den allermeisten Meme-Token lässt sich über Angebot und Nachfrage nur spekulieren. Hier lassen sich beide Seiten beziffern: Auf der Nachfrageseite stehen Rückkäufe aus tatsächlichen Gebühreneinnahmen, auf der Angebotsseite ein veröffentlichter Vesting-Plan. Ob die Rechnung aufgeht, ist offen. Dass man sie überhaupt aufstellen kann, ist im Meme-Umfeld die Ausnahme.
Wichtig ist dabei eine Unterscheidung, die im Alltag häufig verschwimmt: PUMP ist nicht der Meme-Token, sondern das Haus, in dem mit Meme-Token gehandelt wird. Die Plattform verdient am Umschlag – unabhängig davon, ob ein einzelner darauf gestarteter Token überlebt. Für Anleger sind das zwei völlig verschiedene Risiken. Dieselbe Verwechslung von Infrastruktur und Spekulationsobjekt haben wir im Guide zur Robinhood Chain ausführlicher beschrieben.
Wie es um Solanas Meme-Ökosystem steht
Meme-Token stehen inzwischen für rund 42 Prozent des täglichen Handelsvolumens auf Solanas dezentralen Börsen; Pump.fun steuert davon etwa 492 Millionen der rund 1,18 Milliarden US-Dollar Tagesvolumen bei. Das ist deutlich weniger als die Spitzenwerte von über zwei Milliarden US-Dollar pro Tag zu Jahresbeginn – aber eine klare Erholung gegenüber dem Frühjahr.
Wie schmal die Basis einzelner Token bleibt, zeigt das aktuelle Beispiel JIMOTHY, ein im Juli auf Pump.fun gestarteter Token um einen viral gegangenen Waschbären aus Seattle. Nach einem Waschbär-Video von Elon Musk auf X stieg der Kurs um rund 331 Prozent – auf eine Bewertung von etwa 16 Millionen US-Dollar. Ein Token ohne Produkt, dessen Kurs an einem fremden Social-Media-Beitrag hängt, ist keine Anlageklasse, sondern ein Aufmerksamkeitsderivat.
Was Anleger daraus mitnehmen
- Gebühreneinnahmen sind ein Fundamentaldatum, kein Kursziel. Sie zeigen, dass auf der Plattform gehandelt wird. Sie sagen nichts darüber, zu welchem Preis der Token gehandelt werden sollte.
- Das Angebot wächst planmäßig weiter. Die monatliche Ausschüttung an Team und Investoren läuft noch Jahre. Ein einzelner gut verdauter Termin ist kein Beleg dafür, dass die nächsten ebenso verlaufen.
- Plattform und Token darauf sind zwei Risiken. Wer auf die Meme-Aktivität auf Solana setzen will, sollte sich entscheiden, worauf genau – und die Position in beiden Fällen als möglichen Totalverlust kalkulieren.
Wer die Kursentwicklung einzelner Solana-Meme-Token weiterverfolgen möchte, findet die laufenden Einschätzungen in unserer dogwifhat Prognose und der Bonk Prognose. Beide Seiten benennen ausdrücklich, dass diesen Token ein Geschäftsmodell fehlt – ein Umstand, den auch eine Rekordwoche der Plattform, auf der sie gehandelt werden, nicht ändert.
(Stand: 13. August 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen.




























