Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

25 Cent Handel, 1,31 Euro Auszahlung: Die Bitvavo-Gebühren bei 100 Euro Bitcoin

Die Handelsgebühr ist der kleinste von vier Kostenposten: Auf 100 Euro kostet der Kauf 25 Cent, der Umzug auf die eigene Wallet bei Bitcoin 1,31 Euro. Wir haben alle Posten am 15. Oktober 2026 einzeln erhoben und die Spreads der vier größten Euro-Paare selbst gemessen.

Messingvergittertes Zahlschalter-Fenster aus dunklem Holz in einer alten Bankhalle, auf der Marmorablage darunter liegt eine einzelne schmucklose Metallscheibe
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Ein Kauf über 100 Euro bei Bitvavo kostet nach der Gebührentabelle 25 Cent. Wer die Coins danach auf die eigene Wallet holt, zahlt bei Bitcoin weitere 1,31 Euro. Der zweite Posten ist also mehr als das Fünffache des ersten, und er steht in keinem Werbebanner. Wir haben für diesen Artikel alle Kostenposten des Anbieters am 15. Oktober 2026 einzeln erhoben und für die größten Handelspaare in Euro umgerechnet.

Die Bitvavo-Gebühren bestehen aus vier Posten, und nur einer davon wird üblicherweise genannt. Die Reihenfolge nach Gewicht ist bei kleinen Beträgen genau umgekehrt zu der Reihenfolge, in der die Posten beworben werden.

Vier Posten, die bei einem Kauf über 100 Euro zusammenkommen

Der erste Posten ist die Handelsgebühr, ein Prozentsatz des Ordervolumens. Der zweite ist der Spread, also der Abstand zwischen dem besten Kauf- und dem besten Verkaufsangebot im Orderbuch; er fällt nicht als Gebühr an, verschlechtert aber den Preis. Der dritte ist die Auszahlungsgebühr, wenn die Coins das Haus verlassen. Der vierte ist die Ein- und Auszahlung in Euro.

Bei 100 Euro in Bitcoin sieht die Rechnung so aus: 25 Cent Handelsgebühr, ein Spread im Bereich von Zehntausendstel Prozent, 1,31 Euro für die Auszahlung auf eine eigene Adresse und null Euro für die SEPA-Überweisung. Zusammen 1,56 Euro, also 1,56 Prozent des Einsatzes. Wer die Coins liegen lässt, zahlt nur die 25 Cent.

Was eine Taker-Order von einer Maker-Order unterscheidet

Eine Maker-Order stellt ein eigenes Angebot ins Orderbuch und wartet, bis jemand darauf eingeht. Eine Taker-Order greift sofort auf ein bestehendes Angebot zu und wird dafür höher berechnet. Jeder Kauf über die Schaltfläche „Kaufen“ zum aktuellen Preis ist eine Taker-Order, jede Limit-Order mit Abstand zum Marktpreis in der Regel eine Maker-Order.

Die Handelsgebühr: 0,15 Prozent für Maker-, 0,25 Prozent für Taker-Orders

Für die Einstiegsstufe nennen mehrere deutsche Vergleichsportale einheitlich 0,15 Prozent für Maker- und 0,25 Prozent für Taker-Orders, darunter capitalo.de, misscrypto.de und kagels-trading.de. Auf 100 Euro gerechnet sind das 15 beziehungsweise 25 Cent. Für den Normalfall, den sofortigen Kauf zum Marktpreis, gilt der höhere Satz.

Oberhalb der Einstiegsstufe greift eine Staffel nach dem Handelsvolumen der letzten 30 Tage. Deren Stufen gehen in den Vergleichsportalen auseinander, dazu unten ein eigener Abschnitt. Für Beträge in der Größenordnung von 100 Euro ist das ohne Belang: Die erste Stufe beginnt in allen Darstellungen erst bei 100.000 Euro Monatsvolumen.

Zum Vergleich die Größenordnung bei einem Wettbewerber: Für Bitpanda haben wir am 1. Oktober 2026 nachgerechnet, wie viel vom Einsatz der Spread im Kaufpreis aufzehrt. Dort steckt der Preis im Kurs statt in einer ausgewiesenen Gebühr, was den Vergleich zweier Anbieter erst dann belastbar macht, wenn beide Posten nebeneinander stehen.

Schweres Messing-Absperrventil an einer dicken Stahlrohrleitung in einem dunklen Maschinenraum, das Handrad halb geschlossen
Der Spread ist der Engpass im Orderbuch: Je weiter der Abstand zwischen bestem Kauf- und bestem Verkaufsangebot, desto schlechter der Preis.

Der Spread im Orderbuch: gemessen 0,0005 bis 0,0192 Prozent

Zum Spread wird viel behauptet und selten gemessen. Wir haben in der Nacht zum 15. Oktober 2026 für die vier größten Euro-Paare den Abstand zwischen bestem Kauf- und bestem Verkaufsangebot abgelesen und auf den Mittelkurs bezogen.

  • Ethereum gegen Euro: 0,0005 Prozent, bei einem Mittelkurs von 2.158,07 Euro ein Abstand von einem Cent.
  • XRP gegen Euro: 0,0008 Prozent, Abstand ein Hunderttausendstel Euro.
  • Bitcoin gegen Euro: 0,0014 Prozent, Abstand ein Euro bei einem Kurs von 72.835 Euro.
  • Dogecoin gegen Euro: 0,0192 Prozent und damit der weiteste der vier, in absoluten Zahlen dennoch ein Bruchteil eines Cents.

Auf 100 Euro Bitcoin gerechnet sind 0,0014 Prozent rund 0,14 Cent. Der Spread ist bei diesen Paaren also nicht der Posten, der über die Kosten entscheidet. Gemessen wurde eine einzelne Momentaufnahme in einer ruhigen Handelsstunde; in schnellen Märkten und bei Orders, die größer sind als das beste Angebot im Buch, wird der Abstand breiter. Genau dafür ist die Tiefe des Orderbuchs der bessere Maßstab als der Spread allein.

Die Auszahlungsgebühr je Coin: 28 Cent bei Dogecoin, 1,31 Euro bei Bitcoin

Hier liegt der Posten, der bei kleinen Beträgen den Unterschied macht. Bitvavo weist für jeden der 482 geführten Kryptowerte eine feste Auszahlungsgebühr in der jeweiligen Münzeinheit aus. Umgerechnet mit den Kursen vom 15. Oktober 2026 ergibt das für die vier größten Euro-Paare:

  • Bitcoin: 0,000018 BTC, zum Kurs von 72.840 Euro rund 1,31 Euro.
  • Ethereum: 0,00033 ETH, zum Kurs von 2.160,60 Euro rund 0,71 Euro.
  • XRP: 0,34 XRP, zum Kurs von 1,19 Euro rund 0,40 Euro.
  • Dogecoin: 3,9 DOGE, zum Kurs von 0,07292 Euro rund 0,28 Euro.

Der teuerste Umzug kostet damit das 4,6-Fache des günstigsten, und das bei identischem Gegenwert. Auf 100 Euro bezogen ist die Bitcoin-Auszahlung mit 1,31 Prozent der größte Einzelposten des ganzen Vorgangs. Bei der Mindestorder von fünf Euro wären es 26 Prozent. Zehn der 482 Kryptowerte lassen sich nach der Tabelle des Anbieters ohne Auszahlungsgebühr abheben, darunter Neo, Theta und Mina.

Daraus folgt eine einfache Regel für die Praxis: Je kleiner der Betrag, desto stärker lohnt es sich, Käufe zu bündeln, statt monatlich kleine Summen einzeln abzuheben. Eine einzige Auszahlung von 1.000 Euro in Bitcoin kostet dieselben 1,31 Euro wie eine Auszahlung von 100 Euro. Welche Geräte dafür in Frage kommen und welche Netzwerke sie führen, steht in unserem Hardware-Wallet-Vergleich.

Euro rein, Euro raus: SEPA ohne Gebühr in beide Richtungen

Für Euro verlangt Bitvavo nach eigener Tabelle weder für die Einzahlung noch für die Auszahlung etwas, in beiden Richtungen über SEPA und ohne Mindestbetrag. Das ist der angenehme Teil der Rechnung und für Einsteiger der wichtigere: Wer Coins am Handelsplatz liegen lässt und später gegen Euro zurücktauscht, bezahlt zweimal die Handelsgebühr und sonst nichts.

Unsere Einschätzung: Für kleine, regelmäßige Käufe ist dieses Modell günstig, solange die Coins am Handelsplatz bleiben. Die Belege stehen oben, 25 Cent auf 100 Euro und null Euro für die Überweisung in beide Richtungen. Dagegen spricht das Verwahrungsrisiko: Wer dem Anbieter die privaten Schlüssel überlässt, trägt dessen Ausfallrisiko mit, und genau das lässt sich nur durch eine Auszahlung abstellen, die wiederum 1,31 Euro kostet. Welcher der beiden Posten schwerer wiegt, hängt an der Summe und an der Haltedauer, nicht am Anbieter. Ein Totalverlust ist bei jedem Kryptowert möglich.

Schwere Sackkarre mit einer einzelnen verschlossenen Metallkiste in einem leeren dunklen Lagergang, ein Lichtkegel trifft den Kistendeckel
Der Umzug auf die eigene Adresse ist bei 100 Euro der größte Einzelposten, bei 1.000 Euro derselbe Betrag.

Fünf Euro Mindestorder in allen 427 Euro-Märkten

Die Mindestordergröße ist bei diesem Anbieter ungewöhnlich einheitlich. Von den 438 Handelspaaren laufen 427 gegen Euro und elf gegen den Stablecoin USDC, und in jedem einzelnen der 427 Euro-Märkte liegt die Mindestorder bei genau 5,00 Euro. Es gibt keine Paare mit höherer Schwelle, auch nicht bei den kleinsten Werten der Liste.

Praktisch heißt das: Ein Sparplan mit 25 Euro im Monat lässt sich auf bis zu fünf Positionen verteilen, ohne an eine Mindestgrenze zu stoßen. Ob das sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt, denn jede zusätzliche Position erzeugt eigene Kaufdaten, die du für die Steuer belegen musst.

Fünf Märkte außerhalb der Standardkategorie, und alle fünf sind Stablecoin-Paare

Bitvavo ordnet jedes Handelspaar einer Gebührenkategorie zu. Von den 427 Euro-Märkten liegen 422 in derselben Kategorie, die übrigen fünf in zwei weiteren: die Euro-Paare der Stablecoins USDC, EURC, EURCV, EUROP und USDCV. Für Stablecoin-Paare gilt bei mehreren Handelsplätzen eine eigene, niedrigere Staffel, weil dort auf beiden Seiten des Geschäfts ein Wert mit festem Kurs steht.

Für die Kostenrechnung eines gewöhnlichen Coin-Kaufs ändert das nichts, denn Bitcoin, Ethereum, XRP und Dogecoin liegen alle in der Standardkategorie. Wichtig wird es für den Tausch zwischen Euro und einem Stablecoin, etwa um Guthaben zu parken: Dort entscheidet die eigene Kategorie über den Satz, und der steht in der Gebührentabelle des Anbieters.

Warum die Staffelstufen in den Vergleichsportalen auseinandergehen

Wer nach der Staffel sucht, findet mindestens drei verschiedene Darstellungen. Capitalo nennt Stufen bei 100.000, 250.000 und 500.000 Euro Monatsvolumen, Misscrypto Stufen bei 100.000 Euro, einer Million und fünf Millionen, Kagels-Trading beschreibt zehn Stufen bis 100 Millionen Euro. Die Sätze der höchsten Stufen liegen in diesen Darstellungen zwischen 0,03 und 0,08 Prozent.

Einig sind sich alle drei bei der Einstiegsstufe und beim Beginn der ersten Staffel ab 100.000 Euro. Die Abweichungen darüber erklären sich aus dem Stand der jeweiligen Seite, die Angaben tragen Daten von Juni bis September 2026. Für eine Rechnung mit kleinen Beträgen reicht die Einstiegsstufe, für alles darüber ist die Tabelle des Anbieters der verbindliche Stand. Wir geben hier eine Spanne an, weil die Quellen eine Spanne hergeben.

Die Zulassung: MiCA-Lizenz der niederländischen AFM, gültig in der ganzen EU

Ein Kostenvergleich taugt nur, wenn der Anbieter das Geschäft überhaupt betreiben darf. Bitvavo hat seine Zulassung nach der EU-Verordnung über Märkte für Kryptowerte von der niederländischen Finanzaufsicht AFM und erbringt seine Dienste in Deutschland über den europäischen Pass, also ohne zweite Zulassung bei der BaFin. Nachsehen lässt sich das selbst, denn die AFM führt ihre zugelassenen Unternehmen in öffentlichen Registern.

Diese Prüfung lohnt sich bei jedem Anbieter, dessen Namen du aus einer Werbung hast. Der Firmenname steht im Impressum, nicht auf dem App-Symbol, und nur unter diesem Namen taucht ein Unternehmen im Register auf.

Was eine Zulassung nicht abdeckt

Eine Zulassung ist eine Aussage über den Anbieter, nicht über die gehandelten Kryptowerte. Ein zugelassener Handelsplatz kann jederzeit einzelne Werte vom Handel nehmen. Wie das abläuft, haben wir Ende September am Beispiel des erzwungenen Umtauschs von ICX in Euro gezeigt: Erst endete der Handel, zehn Tage später wurden die Restbestände automatisch in Euro gewandelt.

Auszahlen ist kein Verkauf: was beim Umzug steuerlich zählt

Eine Auszahlung auf die eigene Adresse ist keine Veräußerung, denn die Coins wechseln nur den Aufbewahrungsort und nicht den Eigentümer. Die Jahresfrist läuft weiter, und es entsteht kein steuerpflichtiger Vorgang. Steuerpflichtig wird erst der Verkauf oder der Tausch in einen anderen Kryptowert, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung nach Paragraf 23 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 des Einkommensteuergesetzes nicht mehr als ein Jahr liegt.

Zwei Dinge sind beim Umzug trotzdem wichtig. Erstens: Die Auszahlungsgebühr wird in Coin-Einheiten abgezogen, bei Bitcoin also in Bitcoin. Nach dem Umzug liegt entsprechend weniger auf der eigenen Adresse, und der Anschaffungszeitpunkt der verbleibenden Menge bleibt der alte. Zweitens: Kaufdatum, Menge und Preis jeder Tranche brauchst du später für den Nachweis der Haltedauer. Beides geht beim Umzug nicht automatisch mit, und beides ist hinterher schwer zu rekonstruieren.

Bitvavo-Gebühren: Bei 100 Euro kostet die Auszahlung mehr als der Kauf

  1. Rechne beide Posten zusammen, bevor du den Anbieter wählst. Handelsgebühr plus Auszahlungsgebühr ergibt bei kleinen Summen ein anderes Bild als der Prozentsatz allein. Die Konditionen der großen Handelsplätze stehen nebeneinander in unserem Vergleich der besten Krypto-Börsen.
  2. Entscheide vor dem Kauf, ob die Coins bleiben oder umziehen. Bleiben sie am Handelsplatz, kostet der Vorgang 25 Cent je 100 Euro; ziehen sie um, kommen bei Bitcoin 1,31 Euro dazu. Welches Gerät welche Netzwerke führt, zeigt der Hardware-Wallet-Vergleich.
  3. Prüfe die Zulassung unter dem Firmennamen aus dem Impressum. Nur Anbieter mit Zulassung nach der EU-Verordnung dürfen Kunden in Deutschland bedienen. Welche Handelsplätze das nachweisen, steht im Überblick der regulierten Krypto-Börsen.

(Stand: 15. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu den Bitvavo-Gebühren

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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