Bitcoin-Optionsverfall vom 25. September: Was Halter gehebelter Positionen im Rückblick wissen sollten
Stand 27.09.2026, Rückblick: Zum 25. September standen Bitcoin-Optionen über 14,39 Milliarden US-Dollar zum Verfall an, dazu Ether-Optionen über 1,81 Milliarden. Der Beitrag beschreibt die Lage vor dem Termin, unsere eigene Auszählung des Terminmarkts und was Halter gehebelter Positionen damals prüfen sollten.

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Aktualisierung vom 11. Oktober 2026: Der nächste große Verfall ist am 30. Oktober. Am Freitag, dem 30. Oktober 2026, verfallen um 08:00 Uhr UTC, also um 09:00 Uhr deutscher Zeit (die Winterzeit beginnt am 25. Oktober), bei Deribit Bitcoin-Optionen über 140.885 Bitcoin. Zum Indexstand von 82.893 US-Dollar sind das 11,68 Milliarden US-Dollar oder 37,4 Prozent aller dort offenen Bitcoin-Optionen. Das Put-Call-Verhältnis liegt bei 0,48, Calls überwiegen also deutlich, und der größte Strike ist 95.000 US-Dollar mit 25.232 Bitcoin. Max Pain liegt bei 78.000 US-Dollar, 5,9 Prozent unter dem Index. Bei Ether verfallen am selben Tag 245.927 ETH über 0,62 Milliarden US-Dollar, mit einem Put-Call-Verhältnis von 0,91 und Max Pain bei 2.500 US-Dollar. Der nächste Termin ähnlicher Größe ist der 25. Dezember mit 126.361 Bitcoin (10,47 Milliarden US-Dollar).
Quelle: unsere eigene Auswertung aller 938 Bitcoin- und 820 Ether-Optionskontrakte über die öffentliche Schnittstelle von Deribit am 11. Oktober 2026 um 03:16 Uhr UTC. Bis zum Verfall verschieben sich die Zahlen täglich. Was der Oktobertermin für den Kurs bedeutet, steht in unserer Bitcoin-Prognose zum Optionsverfall am 30. Oktober.
So endete der 25. September: Deribit rechnete den Quartalstermin zu einem Abrechnungspreis von 83.930,84 US-Dollar für Bitcoin und 2.671,41 US-Dollar für Ether ab, deutlich über dem Max Pain von 72.000 und 2.250 US-Dollar, den wir am 9. September berechnet hatten. Die Abschnitte darunter beschreiben die Lage vor dem Septembertermin, Stand 9. September 2026.
Am Freitag, dem 25. September 2026, verfallen um 08:00 Uhr UTC, also um 10:00 Uhr deutscher Zeit, Bitcoin-Optionen über rund 181.896 Bitcoin. Zum Indexstand von 79.117 US-Dollar sind das 14,39 Milliarden US-Dollar an einem einzigen Vormittag. Wer Bitcoin schlicht im eigenen Wallet liegen hat, muss deswegen nichts tun. Wer dagegen eine gehebelte Position, einen Terminkontrakt oder eine Option hält, hat bis dahin drei Dinge zu klären: wann der eigene Kontrakt ausläuft, wie weit der Liquidationspreis entfernt ist und was die Position bis dahin an Finanzierungskosten frisst.
Diese Auswertung hat cryptoticker.io am 9. September 2026 selbst erhoben. Statt eine Zahl aus einer Agenturmeldung zu übernehmen, haben wir den Terminmarkt an der Börse Deribit direkt ausgelesen: alle offenen Options-Kontrakte in Bitcoin und Ether, dazu die hinterlegten Verfallszeitpunkte, den Indexstand sowie die Futures. Ausgewertet wurden 908 Bitcoin-Kontrakte und 794 Ether-Kontrakte.
Optionsverfall am 25. September: 14,39 Milliarden Dollar laufen an einem Vormittag aus
Der 25. September ist der Quartalstermin. An ihm hängen 41,5 Prozent des gesamten offenen Interesses in Bitcoin-Optionen, das über alle elf Termine zusammen 438.795 Bitcoin beträgt und damit 34,72 Milliarden US-Dollar. Kein anderer Termin des Jahres kommt an diese Größe heran. Der Dezembertermin liegt mit 113.079 Bitcoin auf Platz zwei, der Oktobertermin folgt weit dahinter mit 42.063 Bitcoin.
Die Uhrzeit ist keine Vermutung, sie steht in den Kontraktdaten selbst. Jeder Optionskontrakt an dieser Börse trägt einen hinterlegten Verfallszeitpunkt, und für alle elf Termine lautet er 08:00 Uhr UTC. Im September gilt in Deutschland die Sommerzeit, aus 08:00 UTC werden also 10:00 Uhr am Vormittag. Wer eine Position hält, die an diesem Tag ausläuft, sollte nicht damit rechnen, dass er sie um 11 Uhr noch schließen kann.
Parallel dazu verfallen am selben Tag Optionen über 725.262 Ethereum, gemessen 1,81 Milliarden US-Dollar. Auch dort entfallen 41,5 Prozent des gesamten offenen Interesses auf diesen einen Termin. Die beiden größten Krypto-Terminmärkte laufen also im Gleichschritt auf dieselbe Stunde zu.
Selbst am Terminmarkt gezählt: 438.795 Bitcoin verteilt auf elf Verfallstermine
Methode in einem Satz: Wir haben über die öffentliche Programmierschnittstelle der Börse alle aktiven Options-Kontrakte samt ihrem offenen Interesse abgerufen, sie nach Verfallstermin und nach Ausübungspreis gruppiert und die Summen selbst gebildet. Offenes Interesse ist dabei die Zahl der Kontrakte, die zu diesem Zeitpunkt tatsächlich offen stehen, also weder geschlossen noch verfallen sind. Es ist das ehrlichere Maß als der Handelsumsatz, weil ein Kontrakt, der zehnmal am Tag den Besitzer wechselt, den Umsatz zehnfach aufbläht, das offene Interesse aber nur einmal erhöht.
| Verfallstag | Offenes Interesse (BTC) | Gegenwert | Put-Call-Verhältnis |
|---|---|---|---|
| 9. September 2026 | 6.444 | 0,51 Mrd. USD | 0,19 |
| 10. September 2026 | 2.062 | 0,16 Mrd. USD | 0,69 |
| 11. September 2026 | 27.804 | 2,20 Mrd. USD | 0,62 |
| 12. September 2026 | 6.447 | 0,51 Mrd. USD | 0,07 |
| 18. September 2026 | 12.936 | 1,02 Mrd. USD | 0,77 |
| 25. September 2026 | 181.896 | 14,39 Mrd. USD | 0,51 |
| 30. Oktober 2026 | 42.063 | 3,33 Mrd. USD | 0,55 |
| 25. Dezember 2026 | 113.079 | 8,95 Mrd. USD | 0,57 |
Drei kleinere Termine mit zusammen 46.065 Bitcoin, die erst 2027 auslaufen, sind in der Tabelle weggelassen. Das Put-Call-Verhältnis setzt das offene Interesse in Verkaufsoptionen ins Verhältnis zu dem in Kaufoptionen. Ein Wert unter 1 heißt, dass mehr Kaufoptionen offen stehen. Über alle Termine hinweg liegt dieser Wert zwischen 0,07 und 0,77, das Feld ist also klar von Kaufoptionen dominiert.
Was ein Optionsverfall ist und warum Spot-Anleger meist gar nichts tun müssen
Eine Option ist ein Vertrag, der dem Käufer das Recht gibt, eine bestimmte Menge Bitcoin zu einem festgelegten Preis zu beziehen oder abzugeben, ohne ihn dazu zu verpflichten. Der festgelegte Preis heißt Ausübungspreis oder Strike. Ein Call ist die Kaufoption und gewinnt an Wert, wenn der Kurs über den Ausübungspreis steigt. Ein Put ist die Verkaufsoption und gewinnt, wenn der Kurs darunter fällt. Am Verfallstag wird abgerechnet: Kontrakte, die im Geld liegen, werden ausgeglichen, alle übrigen verfallen wertlos.
An dieser Börse wird in der Kryptowährung selbst abgerechnet, ein Bitcoin-Kontrakt also in Bitcoin. Das steht so in den Kontraktdaten und ist auch in der technischen Dokumentation der Börse nachlesbar, die zusätzlich beschreibt, dass Futures und Perpetuals täglich um 08:00 Uhr UTC abgerechnet werden.
Warum ein großer Verfall nicht automatisch einen Kurssprung bedeutet
Ein Betrag wie 14,39 Milliarden US-Dollar klingt nach einem Ereignis, das den Markt zwangsläufig bewegen muss. Er beschreibt aber den Nennwert der zugrunde liegenden Bitcoin, nicht die Summe, die an diesem Tag den Besitzer wechselt. Der weitaus größte Teil der Kontrakte läuft wertlos aus, weil er zu weit vom Kurs entfernt liegt. Gemessen an unseren Zahlen liegen 69,8 Prozent aller Kaufoptionen dieses Termins aus dem Geld, bei den Verkaufsoptionen sind es sogar 91,9 Prozent. Was tatsächlich Bewegung erzeugt, sind die Absicherungsgeschäfte der Handelshäuser in den Stunden davor, und deren Umfang lässt sich von außen nicht messen.
Max Pain bei 72.000 Dollar: Was die Zahl beschreibt und was sie nicht kann
Über die 66 Ausübungspreise dieses Termins haben wir den sogenannten Max-Pain-Punkt selbst gerechnet. Das ist der Kurs, bei dem die Summe aller Auszahlungen an die Optionskäufer am kleinsten wäre. Für den 25. September liegt er bei 72.000 US-Dollar und damit 9,0 Prozent unter dem gemessenen Indexstand von 79.117 US-Dollar. Für Ether liegt er bei 2.250 US-Dollar, 10,0 Prozent unter dem dortigen Index von 2.499 US-Dollar.
Diese Zahl beschreibt die Lage der offenen Kontrakte, mehr nicht. Ein Kursziel ist das nicht, eine Prognose ebenso wenig, und über die Richtung des Marktes sagt der Wert gar nichts. Er verschiebt sich außerdem täglich, weil laufend neue Kontrakte geöffnet und alte geschlossen werden. Wer sie als Fahrplan liest, verwechselt eine Momentaufnahme der Kontraktverteilung mit einer Vorhersage. Nützlich ist sie trotzdem, weil sie zeigt, wo die Masse der Kontrakte hängt und in welche Richtung der Markt aktuell aufgestellt ist.

Call Wall bei 85.000 und 90.000 Dollar: Wo das offene Interesse wirklich liegt
Der mit Abstand größte Ausübungspreis des Septembertermins ist 70.000 US-Dollar. Dort stehen 19.788 Bitcoin offen, verteilt auf 10.960 Bitcoin in Kaufoptionen und 8.828 Bitcoin in Verkaufsoptionen. Danach folgen 85.000 US-Dollar mit 9.654 Bitcoin, 90.000 US-Dollar mit 9.323 Bitcoin und 80.000 US-Dollar mit 8.355 Bitcoin. Auffällig ist die Verteilung oberhalb des Kurses: Auf Ausübungspreise ab 100.000 US-Dollar entfallen 29.133 Bitcoin oder 24,2 Prozent aller Kaufoptionen dieses Termins.
Ein Viertel des Kaufoptionsvolumens sitzt damit in Kontrakten, die einen Kurssprung von mehr als 26 Prozent binnen 16 Tagen bräuchten, um überhaupt etwas wert zu sein. Solche Positionen sind billig zu haben und werden gern als Lotterielos gekauft. Für die Einordnung des Termins heißt das: Die schiere Zahl offener Kaufoptionen ist kein Beleg für eine positive Markterwartung, ein erheblicher Teil davon ist eine Wette mit geringem Einsatz.
Wer solche Positionen selbst hält, sollte wissen, an welchem Handelsplatz sie liegen und welche Regeln dort für Nachschuss und Zwangsschließung gelten. Die Unterschiede zwischen den Plattformen sind erheblich, und sie zeigen sich erst, wenn es eng wird. Ein Überblick über die Handelsplätze für Derivate steht im Vergleich der Perp-DEX-Anbieter.
Ethereum-Optionen: 725.262 ETH am selben Tag, Max Pain bei 2.250 Dollar
Der Ether-Terminmarkt ist in Stückzahlen größer und im Gegenwert kleiner. Über alle Termine stehen 1.748.015 Ether offen, das sind 4,37 Milliarden US-Dollar. Auf den 25. September entfallen davon 725.262 Ether: 458.326 in Kaufoptionen, 266.936 in Verkaufsoptionen, Put-Call-Verhältnis 0,58.
Die Verteilung über die Ausübungspreise ist noch schiefer als bei Bitcoin. Auf Ausübungspreise ab 3.000 US-Dollar entfallen 252.395 Ether und damit 55,1 Prozent aller Kaufoptionen dieses Termins. Der größte einzelne Ausübungspreis ist 2.000 US-Dollar mit 50.111 Ether, direkt gefolgt von 3.000 US-Dollar mit 48.946 Ether. Bei 2.100 US-Dollar stehen 37.228 Ether allein in Verkaufsoptionen, der mit Abstand größte Put-Block des Termins.
Bemerkenswert sind die beiden kurzen Ether-Termine: Am 9. und am 11. September liegt das Put-Call-Verhältnis bei 1,34 beziehungsweise 1,16. Das sind die einzigen Termine im ganzen Feld, an denen mehr Verkaufs- als Kaufoptionen offen stehen. Kurzfristige Absicherung kostet dort also mehr Aufmerksamkeit als der Blick auf den großen Quartalstermin.
Fed-Sitzung am 16. September: Warum der Verfall am 18. September den höchsten Put-Anteil trägt
Zwischen heute und dem Quartalsverfall liegt ein Termin, der nicht aus der Kryptowelt stammt. Die US-Notenbank tagt am 15. und 16. September, das ist der im offiziellen Sitzungskalender der Federal Reserve hinterlegte Termin, und es ist eine der Sitzungen mit veröffentlichten Konjunkturprojektionen. Wie die Entscheidung ausfällt, ist offen, und wir behaupten dazu nichts.
Messbar ist etwas anderes: Der Verfallstermin unmittelbar nach der Sitzung, der 18. September, trägt mit 0,77 das höchste Put-Call-Verhältnis aller Septembertermine bei Bitcoin. Zum Vergleich: Der Quartalstermin am 25. September liegt bei 0,51, der Termin am 12. September bei 0,07. Die Absicherung konzentriert sich also sichtbar auf die Tage rund um die Zinsentscheidung. Das ist eine Beobachtung über die Aufstellung des Marktes und keine Aussage darüber, wer am Ende recht behält.
Funding-Rate von 0,0075 Prozent je acht Stunden: Was Perpetual-Halter daraus ablesen
Die meisten Privatanleger handeln gar keine Optionen. Verbreiteter sind Perpetual Futures, also Terminkontrakte ohne Verfallsdatum. Solche Kontrakte laufen unbegrenzt weiter, und damit ihr Preis nicht vom Kassakurs wegläuft, zahlt eine Seite der anderen regelmäßig eine Gebühr. Diese Gebühr heißt Funding-Rate. Für den Bitcoin-Perpetual haben wir sie bei 0,0075 Prozent je acht Stunden gemessen. Hochgerechnet sind das rund 0,023 Prozent am Tag und etwa 8,2 Prozent im Jahr, die von der Long-Seite an die Short-Seite fließen.
Das offene Interesse im Bitcoin-Perpetual lag bei 860,35 Millionen US-Dollar, im Quartalsfuture auf den 25. September bei 469,79 Millionen US-Dollar. Der Quartalsfuture notierte bei 79.248 US-Dollar gegenüber einem Index von 79.117 US-Dollar, also mit einem Aufschlag von 0,16 Prozent. Der Dezemberkontrakt trug mit 80.190 US-Dollar einen Aufschlag von 1,35 Prozent.
Für die eigene Position sind das zwei sehr praktische Zahlen. Die Funding-Rate sagt, was das Halten kostet, wenn sich der Kurs überhaupt nicht bewegt. Der Terminaufschlag sagt, wie viel Vorschuss auf eine Kurssteigerung schon im Preis steckt: Wer den Dezemberkontrakt kauft, zahlt 1,35 Prozent mehr als für Bitcoin am Kassamarkt und muss diesen Abstand erst wieder aufholen.

Deine Hebelposition vor dem 25. September: Liquidationspreis, Margin und Laufzeit prüfen
Der Verfallstermin selbst ist für die meisten Privatanleger harmlos. Gefährlich wird die Kombination aus Hebel und einem Markt, der an einzelnen Tagen schneller läuft als sonst. Diese Punkte kannst du an deinem Konto in wenigen Minuten klären:
- Laufzeit des Kontrakts. Steht im Namen deiner Position ein Datum, läuft sie an diesem Tag aus und wird abgerechnet. Steht dort das Wort Perpetual, läuft sie weiter, kostet dafür aber laufend Funding.
- Liquidationspreis. Die Plattform zeigt ihn direkt in der Positionsübersicht. Entscheidend ist nicht der Wert selbst, sondern sein Abstand zum aktuellen Kurs in Prozent. Wer bei 79.117 US-Dollar einen Liquidationspreis von 74.000 US-Dollar trägt, hat 6,5 Prozent Puffer, und das ist an einem bewegten Handelstag wenig.
- Freie Margin. Prüfe, wie viel Sicherheit unbelegt auf dem Konto liegt und wie schnell du nachlegen könntest. Eine Überweisung, die zwei Werktage braucht, hilft in einer schnellen Bewegung nicht.
- Automatische Nachschusssperre. Manche Anbieter schließen Positionen selbsttätig, bevor das Konto ins Minus läuft, andere fordern Nachschuss. Der Unterschied steht in den Vertragsbedingungen und entscheidet über den Ausgang.
- Kreditpositionen getrennt betrachten. Wer Bitcoin als Sicherheit für einen Kredit hinterlegt hat, hat eine zweite Kette, die reißen kann. Wie sich die Verwertungsschwelle dort berechnet, steht in unserer Rechnung zur Zwangsverwertung von Krypto-Krediten.
- Ordergröße rund um 10 Uhr. Wenn du am Verfallstag ohnehin handeln willst, rechne mit größeren Spannen zwischen An- und Verkaufskurs. Eine Limit-Order schützt hier besser als eine Marktorder.
Woran du erkennst, dass dich der Termin überhaupt betrifft
Betroffen bist du, wenn du Optionen, Futures oder gehebelte Zertifikate hältst, deren Laufzeit über den 25. September hinausreicht oder an ihm endet. Wer Bitcoin und Ether im eigenen Wallet oder auf einer Börse ohne Hebel hält, ist von der Abrechnung nicht berührt. Für diese Gruppe ist der Termin höchstens ein Tag mit etwas mehr Bewegung, und die vergeht.
Was wir nicht messen konnten: andere Handelsplätze und die Frage, wer auf welcher Seite steht
Ehrlichkeit über die Grenzen der eigenen Erhebung gehört dazu. Unsere Zahlen stammen ausschließlich von einer Börse. Optionen auf Bitcoin werden daneben an der Terminbörse CME gehandelt, dazu über börsengehandelte Fonds und weitere Plattformen, deren offenes Interesse wir hier nicht erfasst haben. Der Anteil dieser Handelsplätze ist in den vergangenen Jahren gewachsen. Unsere Summen bilden also einen großen, aber keinen vollständigen Ausschnitt des Marktes ab.
Ebenfalls nicht messbar ist die Frage, wer hinter den Kontrakten steht. Offenes Interesse sagt nichts darüber, ob ein Kontrakt zur Spekulation oder zur Absicherung eines bestehenden Bestandes gehalten wird. Ein Handelshaus, das Bitcoin besitzt und dagegen Kaufoptionen verkauft, taucht in derselben Statistik auf wie ein Anleger, der auf fallende Kurse setzt. Wer aus dem Put-Call-Verhältnis eine Stimmung ableitet, sollte diese Unschärfe mitdenken. Und schließlich ist jede dieser Zahlen eine Momentaufnahme vom Morgen des 9. September, die sich bis zum Verfallstag noch deutlich verschieben kann.
Bitcoin-Optionsverfall prüfen: Was du daraus mitnimmst
- Schau heute nach, ob deine Position ein Datum trägt. Läuft sie am 25. September aus, entscheide jetzt, ob du sie schließt, rollst oder abrechnen lässt. Wer sie rollen will, sollte die Kosten des nächsten Termins kennen: Der Dezemberkontrakt trägt derzeit 1,35 Prozent Aufschlag. Welche Plattformen welche Laufzeiten und Gebühren anbieten, zeigt der Vergleich der Perp-DEX-Anbieter.
- Rechne den Abstand zu deinem Liquidationspreis in Prozent aus. Liegt er unter zehn Prozent, ist die Position für einen Termin dieser Größe knapp bemessen. Entweder du reduzierst den Hebel, oder du legst Sicherheit nach, bevor der Markt es dir abnimmt. Welche Anbieter welche Hebel und welche Nachschussregeln führen, steht im Vergleich der Krypto-Broker.
- Sichere die Belege für jede Abrechnung. Termingeschäfte werden steuerlich anders behandelt als der einfache Verkauf von Bitcoin, und die Abrechnung eines verfallenen Kontrakts ist ein Vorgang, den das Finanzamt später sehen will. Lade die Abrechnungsdatei deiner Plattform noch am selben Tag herunter. Werkzeuge, die solche Daten sauber aufbereiten, findest du unter den Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Trackern.
(Stand: 9. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)
Häufige Fragen zum Bitcoin-Optionsverfall
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.
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