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MSCI will Bitcoin-Riese Strategy aus dem Index werfen: 2 Milliarden Dollar auf dem Spiel

MSCI will Strategy und Metaplanet im November aus seinen Indizes streichen. Milliardenschwere Zwangsverkäufe wären die Folge.

MSCI strategy
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Kategorien: Finanznews

Der Indexanbieter MSCI hat am 14. August 2026 eine Konsultation gestartet, die nicht operativ tätige Unternehmen aus den Global Investable Market Indexes ausschließen würde. Angewendet auf die Zahlen von Mai 2026 trifft das Prüfraster drei Unternehmen: Strategy (MSTR), Metaplanet (3350) und die britische Uran-Haltegesellschaft Yellow Cake (YCA). Alle drei fielen aus dem MSCI ACWI IMI. Die Frist für Rückmeldungen endet am 30. September, das Ergebnis kommt am 16. Oktober, wirksam würde die Änderung bei der Indexüberprüfung im November 2026.

Warum will MSCI Strategy aus dem Index streichen?

MSCI argumentiert, dass Unternehmen ohne nennenswertes operatives Geschäft nicht in Aktienindizes gehören, die investierbare Märkte abbilden sollen.

Es ist der zweite Anlauf innerhalb von zehn Monaten. Eine erste Konsultation vom 10. Oktober 2025 zielte direkt auf Krypto: Betroffen wären Unternehmen gewesen, die mindestens 50 Prozent ihrer Bilanzsumme in Bitcoin oder anderen digitalen Vermögenswerten halten. Der Vorschlag nannte 39 Namen und sorgte für kräftige Ausschläge bei der mstr aktie.

Strategy legte im Dezember 2025 formal Widerspruch ein. Die 50-Prozent-Schwelle sei willkürlich gesetzt, argumentierte das Unternehmen, und würde dazu führen, dass Titel bei jeder Bewegung im bitcoin kurs aus dem Index fallen und kurz darauf wieder aufgenommen werden. Am 6. Januar 2026 bestätigte MSCI, die Regel bei der Indexüberprüfung im Februar nicht anzuwenden.

Eine Entwarnung war das allerdings nicht. MSCI fror die betroffenen Unternehmen ein: keine Erhöhung der berücksichtigten Aktienzahl, keine Anpassung der Gewichtungsfaktoren, Neuaufnahmen und Wechsel zwischen den Größensegmenten wurden verschoben. Der neue Vorschlag vom August kommt nun ohne jeden Bezug zu digitalen Vermögenswerten aus.

Wie funktioniert das neue Prüfraster von MSCI?

Der Test läuft zweistufig: zuerst eine Schwelle beim betriebsnotwendigen Vermögen, danach fünf Kennzahlen, von denen vier gerissen werden müssen.

In der ersten Stufe prüft MSCI, ob das betriebsnotwendige Vermögen mehr als die Hälfte der Bilanzsumme ausmacht. Wer darüber liegt, bleibt indexfähig, ohne weitere Prüfung.

Alle anderen kommen in Stufe zwei. Für Unternehmen, die bereits im Index sind, gelten dabei etwas mildere Schwellen. Diese fünf Kennzahlen entscheiden über die indexfähigkeit msci:

  1. Betriebsnotwendiges Vermögen unter 10 Prozent der Bilanzsumme
  2. Operative Aufwendungen unter 5 Prozent der Bilanzsumme
  3. Negativer operativer Cashflow
  4. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von mehr als 5 Prozent der Bilanzsumme
  5. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit über 30 Prozent der Bilanzsumme, verbunden mit Geschäftsberichten, aus denen hervorgeht, dass das Kapital gezielt zum Kauf weiterer Vermögenswerte aufgenommen wurde

Wer vier der fünf Kriterien reißt, verliert die Indexfähigkeit. Gestrichen wird allerdings erst, wenn das in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsberichten passiert.

Die fünfte Kennzahl ist für bitcoin treasury unternehmen die heikelste. Neue Aktien auszugeben, um damit Bitcoin zu kaufen, ist kein Nebeneffekt des Geschäftsmodells, sondern dessen Kern. Genau dieses Verhalten greift die Kennzahl ab. Aktienrückkäufe, Dollar-Reserven oder die Rückführung von Wandelanleihen ändern an keiner der fünf Ziffern etwas.

Welche Bitcoin-Treasury-Unternehmen fallen durch?

MSCI hat das Raster auf die Zahlen von Mai 2026 angewendet. Drei Unternehmen fielen durch: Strategy, Metaplanet und Yellow Cake.

Strategy ist mit rund 23,93 Milliarden Dollar der mit Abstand größte betroffene Titel, gefolgt von Yellow Cake mit 1,81 Milliarden Dollar und Metaplanet mit 654 Millionen Dollar. Metaplanet hält aktuell 43.000 BTC.

Drei weitere Unternehmen landeten auf einer Beobachtungsliste, darunter die Ethereum-Treasury-Firma SharpLink Gaming (SBET). Ein zweites schwaches Geschäftsjahr, und sie rutschen ebenfalls in die Streichliste.

Interessant ist der Fall Yellow Cake. Die in London notierte Gesellschaft kauft Uran und lagert es ein, mit Krypto hat sie nichts zu tun. Nach der Logik des Rasters sind ein Uranlager und eine Bitcoin-Reserve strukturell dasselbe: eine Hülle, die einen Vermögenswert hält und sonst wenig tut. Genau darauf stützt MSCI seine Position, wenn es um die Frage metaplanet bitcoin und die Indexfähigkeit solcher Konstrukte geht. Von rund 9.000 Indexmitgliedern fallen drei durch das Raster.

Wie hoch wären die Zwangsverkäufe bei der MSTR Aktie?

JPMorgan beziffert die erzwungenen Abflüsse bei einem Ausschluss durch MSCI auf rund 2,8 Milliarden Dollar. Ziehen weitere Indexanbieter nach, wären es etwa 8,8 Milliarden Dollar.

Die Schätzung stammt aus dem November 2025 von einem Analystenteam um Nikolaos Panigirtzoglou und ist bis heute die höchste veröffentlichte Zahl. Der Abstand zwischen beiden Werten beschreibt das eigentliche Risiko: MSCI allein wäre verkraftbar. Folgen FTSE Russell, S&P Dow Jones und vergleichbare Anbieter, liegt die Sache anders.

Andere Häuser rechnen für den MSCI-Anteil konservativer. TD Cowen führte 2,5 Milliarden Dollar des Börsenwerts von Strategy auf die MSCI-Zugehörigkeit zurück und 5,5 Milliarden Dollar auf andere Indizes. Auf Basis des im August 2026 gültigen Aktienkurses liegen aktuelle Schätzungen für den reinen MSCI-Effekt eher bei 1,8 bis 2,0 Milliarden Dollar.

Ein Punkt begrenzt die Wirkung: Verkaufen müssen nur passive Indexfonds, die einen Index eins zu eins nachbilden. Bei ihnen lösen Indexänderungen automatisch Zwangsverkäufe aus. Aktive Fondsmanager sind dagegen frei in ihrer Entscheidung und müssen einer Streichung nicht folgen. Der mechanische Abfluss hat damit eine klare Obergrenze.

Wie hat Strategy auf den MSCI-Vorschlag reagiert?

Strategy weist den Vorschlag grundsätzlich zurück und wirft MSCI vor, Märkte nicht mehr abzubilden, sondern Unternehmen vorschreiben zu wollen, welche Vermögenswerte sie halten dürfen.

In einer Stellungnahme auf X vom 14. August hält das Unternehmen fest, digitale Vermögenswerte seien Vermögenswerte wie andere auch. MSCI stelle sich mit dem Vorschlag gegen Regulierer, gegen die Märkte und gegen die eigenen Kunden. Der Schlusssatz: Weder Bitcoin noch Strategy brauche MSCI.

Dieselbe Linie hatte im Dezember 2025 funktioniert, als der erste, krypto-spezifische Vorschlag gekippt wurde. Diesmal steht Strategy allerdings schlechter da. Das Argument von damals lautete, die Regel benachteilige gezielt eine einzelne Anlageklasse. Gegen ein Raster, das auch eine Uran-Gesellschaft erwischt, greift es kaum noch.

Die strategy aktie verlor am Tag nach der Ankündigung rund 4 Prozent und schloss bei etwa 93 Dollar.

Warum steht Metaplanet zusätzlich unter Druck?

Der mNAV von Metaplanet liegt unter 1,0. Damit ist der Weg über neue Aktien versperrt, und das Unternehmen weicht auf Fremdkapital aus.

Der mNAV setzt den Börsenwert eines Unternehmens ins Verhältnis zum Nettoinventarwert seiner Bestände. Über 1,0 heißt: Anleger zahlen für die Aktie einen Aufschlag auf den Bitcoin, der dahintersteht. Unter 1,0 heißt: Die Börse bewertet das Unternehmen niedriger als den Bitcoin in seiner eigenen Bilanz.

An dieser Zahl hängt das gesamte Geschäftsmodell. Bei einem Aufschlag lohnt es sich, Aktien auszugeben und mit dem Erlös Bitcoin zu kaufen, weil jeder Altaktionär hinterher mehr Bitcoin je Aktie hält. Bei einem Abschlag kehrt sich der Effekt um und wirkt verwässernd. Für Metaplanet kam die Ausgabe neuer Stammaktien im zweiten Quartal deshalb faktisch zum Erliegen.

Am 13. August kündigte das Unternehmen BitBonds an, ein fortlaufendes Programm für unbesicherte, nicht nachrangige Anleihen. Die erste Tranche umfasste vier privat platzierte Serien über zusammen rund 200 Millionen Yen, umgerechnet etwa 1,3 Millionen Dollar. Metaplanet beschreibt das Programm als Weg, den Wert der Bitcoin-Reserve in festverzinste Finanzierung zu übersetzen. Das Ziel von 100.000 BTC bis Ende 2026 steht weiter. Bis zum heutigen Bestand hat das Unternehmen bereits 83 Prozent einer Kreditlinie über 500 Millionen Dollar aufgebraucht.

Für Aufregung sorgte zudem eine Umbuchung von 5.014 BTC am 12. August, die von einigen als Verkauf gedeutet wurde. Vorstandschef Simon Gerovich stellte klar, dass die Bitcoin lediglich zwischen unternehmenseigenen Adressen verschoben wurden. Der Bestand blieb bei 43.000 BTC, die Netzwerkgebühr lag bei rund 8 Dollar.

Unterm Strich klemmt es bei bitcoin treasury unternehmen an zwei Stellen gleichzeitig: unten bei der Aktienausgabe, oben bei der Indexzugehörigkeit.

Wann entscheidet MSCI über die Index-Streichung?

Das Ergebnis der Konsultation kommt am 16. Oktober 2026. Wirksam würde die Änderung bei der Indexüberprüfung im November.

  • 30. September 2026: Frist für Rückmeldungen endet
  • 16. Oktober 2026: MSCI veröffentlicht Ergebnis und finale Methodik
  • 11. November 2026: Umsetzung bei der Indexüberprüfung, sofern der Vorschlag angenommen wird

MSCI betont, dass Änderungen frühestens im November greifen und der Vorschlag auch scheitern kann. Beim vorherigen Anlauf hatte der Anbieter nach Rückmeldungen aus der Branche auf eine Umsetzung verzichtet.

Wie entwickelt sich der Bitcoin Kurs während der Konsultation?

Bitcoin notiert bei 63.058,36 Dollar, minus 2,94 Prozent auf Wochensicht und minus 27,94 Prozent seit Jahresbeginn. Der Fear-and-Greed-Index steht bei 29.

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BTC-Preis in USD über die letzten 6 Monate

Die Marktkapitalisierung von $Bitcoin liegt bei 1,26 Billionen Dollar, auf Tagessicht steht ein Plus von 0,20 Prozent. $Ethereum notiert bei 1.881,02 Dollar, plus 0,50 Prozent am Tag und minus 36,60 Prozent seit Jahresbeginn, bei einer Marktkapitalisierung von 227 Milliarden Dollar.

Der Rest der großen Werte:

  • $BNB: 611,23 Dollar, plus 0,53 Prozent am Tag und plus 2,84 Prozent in der Woche
  • $XRP: 1,00 Dollar, minus 0,17 Prozent am Tag und minus 45,38 Prozent seit Jahresbeginn
  • Solana ($SOL): 75,38 Dollar, minus 0,19 Prozent am Tag, auf Wochensicht plus 0,94 Prozent
  • TRON ($TRX): 0,3323 Dollar, plus 16,91 Prozent seit Jahresbeginn
  • Hyperliquid ($HYPE): 56,24 Dollar, plus 121,18 Prozent seit Jahresbeginn
  • Dogecoin ($DOGE): 0,07012 Dollar, plus 0,67 Prozent am Tag, minus 40,22 Prozent seit Jahresbeginn

Unterhalb der Top Ten führt Chainlink ($LINK) die Wochenliste an: 9,41 Dollar, plus 14,07 Prozent in sieben Tagen. Dahinter folgt Monero ($XMR) mit 407,32 Dollar und plus 7,29 Prozent. Schwächster großer Wert ist Cardano ($ADA) mit 0,1797 Dollar, minus 10,07 Prozent auf Wochensicht und minus 46,00 Prozent im laufenden Jahr.

Ein fallender bitcoin kurs drückt den Aufschlag, den Anleger für Aktien von Treasury-Unternehmen zu zahlen bereit sind. Das verschärft deren Finanzierungsproblem, ganz unabhängig von der Indexfrage.

Was bedeutet der MSCI-Vorschlag für Bitcoin-Treasury-Unternehmen?

Im Kern steht die Frage, ob reine Halte-Konstrukte in einen Aktienindex gehören. Die Antwort betrifft weit mehr als die drei aktuell markierten Unternehmen.

Nimmt MSCI das Raster an, bleiben den Betroffenen kaum Mittel. Die fünf Kennzahlen messen operative Tätigkeit, nicht die Zusammensetzung der Bilanz. Übliche Schritte der Kapitalsteuerung ändern am Ergebnis nichts.

Verzichtet MSCI erneut, bleiben die Beschränkungen vom Januar 2026 bestehen, die eine höhere Indexgewichtung dieser Unternehmen weiterhin blockieren.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen.

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