Warren Buffett tritt als Berkshire-Chairman zurück: Was der Abschied für Bitcoin-Anleger bedeutet
Warren Buffett gibt nach 56 Jahren den Vorsitz von Berkshire Hathaway ab, sein Sohn Howard übernimmt. Was sich damit an Berkshires Haltung zu Bitcoin ändert, was nicht, und was du als Anleger jetzt prüfen solltest.

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Warren Buffett ist nicht mehr Chairman von Berkshire Hathaway. Der 96-Jährige hat am Freitag, 18. September 2026, den Vorsitz des Verwaltungsrats mit sofortiger Wirkung abgegeben und trägt ab jetzt den Titel Chairman Emeritus. Neuer Chairman ist sein Sohn Howard Buffett. Für Bitcoin-Anleger ändert sich dadurch an Berkshires Haltung zu Krypto nichts, wohl aber etwas an der Frage, wie viel Gewicht Buffetts Urteil über Bitcoin künftig am Markt hat.
Belegt ist, was Berkshire selbst und mehrere große US-Medien übereinstimmend melden: Rollenwechsel, Zeitpunkt und Nachfolge. Wo es in diesem Beitrag um die Folgen für den Kryptomarkt geht, handelt es sich um eine Einordnung der Redaktion, die wir als solche kennzeichnen.
Warren Buffett gibt den Berkshire-Vorsitz ab: Was feststeht
Buffett führt Berkshire Hathaway seit 1970 als Chairman, also 56 Jahre lang. Den Posten des Chief Executive Officer hatte er bereits zum Jahresbeginn 2026 an Greg Abel übergeben, rund acht Monate vor dem jetzigen Schritt. Mit dem Wechsel an der Spitze des Boards ist der Übergang, den Buffett im Mai 2025 auf der Hauptversammlung angekündigt hatte, abgeschlossen.
Chairman Emeritus ist ein Ehrentitel. Buffett bleibt Mitglied des Verwaltungsrats und soll dem Gremium weiter mit seinem Urteil zur Verfügung stehen, führt es aber nicht mehr. In seinem Schreiben an die Aktionäre begründet er den Schritt mit dem Alter, sinngemäß: Gegen die Zeit gewinnt am Ende niemand. Berkshire veröffentlicht solche Mitteilungen auf der Nachrichtenseite des Konzerns, eine ausführliche Zusammenfassung liefert unter anderem der US-Sender NPR.
Howard Buffett und Greg Abel: Wer bei Berkshire Hathaway jetzt was entscheidet
Die Aufgaben sind klar getrennt. Howard Buffett, der seit 1993 im Verwaltungsrat sitzt, übernimmt einen nicht geschäftsführenden Vorsitz. Seine Rolle ist nach Darstellung von Berkshire, die Unternehmenskultur zu bewahren und das Board zu führen. Das operative Geschäft und vor allem die Kapitalverteilung, also die Frage, wofür Berkshire sein Geld ausgibt, liegen bei Greg Abel.
Unter Abel lief das Geschäft zuletzt ordentlich. Das operative Ergebnis stieg im zweiten Quartal 2026 um 16 Prozent auf rund 13 Milliarden Dollar, Berkshire kaufte eigene Aktien für etwa 4,8 Milliarden Dollar zurück und stockte eine große Position in Alphabet auf. Für die Frage nach Bitcoin ist genau diese Arbeitsteilung entscheidend: Kauft Berkshire jemals Krypto, dann entscheidet das Abel, nicht der neue Chairman.
Was Chairman Emeritus praktisch bedeutet
Der Titel bringt kein Weisungsrecht mit sich. Buffett bleibt aber der größte Einzelaktionär und hat damit weiter Gewicht auf der Hauptversammlung. Wer erwartet, dass sich Berkshires Anlagepolitik nun schlagartig ändert, übersieht, dass Abel sie schon seit Jahresbeginn verantwortet und dabei keinen Kurswechsel erkennen ließ.

Warren Buffett und Bitcoin: Warum er Krypto stets abgelehnt hat
Kaum ein Investor hat Bitcoin so hart kritisiert wie Buffett. 2018 nannte er die Kryptowährung vor Journalisten „wahrscheinlich Rattengift hoch zwei“. Auf der Hauptversammlung 2022 legte er nach: Selbst für alle Bitcoin der Welt würde er keine 25 Dollar bezahlen, weil sie nichts produzierten. Sein Maßstab war immer derselbe. Ein Vermögenswert muss aus sich heraus Erträge erwirtschaften, wie ein Unternehmen, eine Farm oder eine vermietete Immobilie. Bitcoin tut das nicht, sein Preis hängt allein davon ab, was der nächste Käufer zahlt.
Aus dieser Logik folgt Berkshires Portfolio. Der Konzern hält keinen Bitcoin, keine Krypto-ETFs und keine Mining-Aktien. Das ist kein Zufall der Zusammensetzung, sondern ein Grundsatz, den Buffett über Jahrzehnte vertreten hat.
Greg Abel und Bitcoin: Warum Berkshire vorerst keine Krypto kauft
Abel hat sich öffentlich nie für Bitcoin ausgesprochen. Er gilt als Manager, der Buffetts Investmentphilosophie fortführt, und hat in seinen ersten Monaten als CEO genau das getan: Aktienrückkäufe, klassische Beteiligungen, keine Experimente. Von Howard Buffett ist gar keine öffentliche Aussage zu Bitcoin oder anderen digitalen Vermögenswerten bekannt.
Unsere Einschätzung: Die Wahrscheinlichkeit, dass Berkshire in absehbarer Zeit Bitcoin kauft, ist gering. Der Wechsel im Vorsitz ändert nichts an den Personen, die über das Geld entscheiden. Wer in sozialen Netzwerken jetzt „Berkshire kauft bald Bitcoin“ liest, sollte das als Spekulation behandeln und nicht als Nachricht.
Berkshires Cash-Reserve: Warum die Milliarden auch für den Kryptomarkt zählen
Berkshire sitzt auf einer der größten Barreserven der Unternehmensgeschichte. Die genannten Zahlen schwanken je nach Stichtag und danach, ob kurzfristige US-Staatsanleihen mitgezählt werden: Aktuelle Berichte nennen zwischen rund 365 und 397 Milliarden Dollar, der Höchstwert bezieht sich auf das Ende des ersten Quartals 2026. Der Konzern ist an der Börse rund 1,1 Billionen Dollar wert.
Für Krypto-Anleger ist diese Reserve ein Stimmungsbarometer, kein Kaufsignal. Hält ein Investor dieser Größe so viel Geld zurück, sieht er an den Aktienmärkten wenig günstige Gelegenheiten. Das lässt sich als Vorsicht lesen. Bitcoin handelt derzeit eng im Gleichlauf mit US-Technologieaktien, fallen diese, gerät meist auch der Kryptomarkt unter Druck. Wie groß das Risiko für den eigenen Bestand ist, hängt deshalb stark davon ab, wie viel Anteil Krypto im Depot überhaupt hat.
Bitcoin über 80.000 Dollar: Hat Buffetts Rückzug den Kurs bewegt?
Am selben Tag stieg Bitcoin wieder über 80.000 Dollar. Nach Daten von CoinGecko stand BTC am Freitagabend bei 80.964 Dollar, 5,8 Prozent über dem Vortag. Einen Zusammenhang mit Berkshire gibt es nach allem, was bekannt ist, nicht. Die Gründe für die Erholung liegen woanders: Die US-Aufsicht CFTC hat am 17. September zwei Regelvorschläge für Kryptomärkte zur Prüfung an das Weiße Haus übermittelt, und nach Angaben von CoinDesk wurden binnen 24 Stunden Short-Positionen über rund 470 Millionen Dollar zwangsaufgelöst. Solche Liquidationen verstärken einen Anstieg, weil Leerverkäufer ihre Positionen zurückkaufen müssen.
Dass Bitcoin an einem Tag zulegt, an dem sein prominentester Kritiker abtritt, ist deshalb vor allem ein Zufall der Termine. Wer daraus eine Handelsidee ableitet, handelt auf eine Schlagzeile, nicht auf eine Ursache.
Value-Investing und Bitcoin: Was Buffetts Regeln für Krypto-Anleger taugen
Man muss Buffetts Urteil über Bitcoin nicht teilen, um aus seinen Regeln etwas mitzunehmen. Drei davon lassen sich direkt auf Krypto übertragen.
Erstens der Kompetenzkreis: Investiere nur in das, was du verstehst. Bei Krypto heißt das, zu wissen, wie Verwahrung, Seed Phrase und Börsenrisiko zusammenhängen, bevor Geld fließt. Zweitens die Sicherheitsmarge: Kaufe so, dass ein Fehler dich nicht ruiniert. Übersetzt bedeutet das, nur einen Anteil in Krypto zu halten, dessen Totalverlust du verkraften würdest. Drittens der Verzicht auf Kredit. Buffett hat fremdfinanzierte Spekulation stets abgelehnt, und die Liquidationen dieser Woche zeigen, warum: Wer mit Hebel handelt, verliert seine Position oft genau vor der Bewegung, auf die er gesetzt hatte.
Ein Broker, der Aktien und Krypto in einem Depot führt, macht es leichter, den Anteil von Bitcoin am Gesamtvermögen im Blick zu behalten, als wenn Aktien und Coins auf verschiedenen Plattformen liegen.

Berkshire-Aktie oder Bitcoin: Wie Gewinne in Deutschland besteuert werden
Wer Berkshire-Aktien und Bitcoin hält, hat es mit zwei völlig verschiedenen Steuerregeln zu tun. Das ist für viele der praktisch wichtigste Punkt an diesem Tag, denn nach einem Anstieg wie dem aktuellen denken viele über Gewinnmitnahmen nach.
Aktiengewinne: Abgeltungsteuer ohne Haltefrist
Kursgewinne aus Aktien wie Berkshire unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, zusammen also mindestens 26,375 Prozent. Eine Haltefrist, nach der Gewinne steuerfrei werden, gibt es für Aktien seit 2009 nicht mehr. Steuerfrei bleibt nur, was unter den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro im Jahr fällt, bei Zusammenveranlagung 2.000 Euro. Die Bank führt die Steuer in der Regel selbst ab.
Bitcoin-Gewinne: steuerfrei nach einem Jahr
Bitcoin gilt steuerlich als privates Veräußerungsgeschäft nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz. Verkaufst du innerhalb eines Jahres nach dem Kauf mit Gewinn, zählt der Gewinn zum persönlichen Einkommensteuersatz. Seit dem Steuerjahr 2024 gilt dabei eine Freigrenze von 1.000 Euro für alle privaten Veräußerungsgeschäfte zusammen. Das Wort Freigrenze ist wichtig: Liegt der Gewinn auch nur einen Euro darüber, ist der gesamte Betrag steuerpflichtig. Nach mehr als einem Jahr Haltedauer ist der Gewinn dagegen vollständig steuerfrei. Die Börse führt keine Steuer ab, du musst die Gewinne selbst in der Steuererklärung angeben.
Daraus folgt eine einfache Prüfung vor jedem Verkauf: Seit wann hältst du die Coins? Die Finanzverwaltung geht dabei nach dem FIFO-Prinzip vor, zuerst gekaufte Coins gelten als zuerst verkauft. Wer über Jahre in Raten gekauft hat, braucht deshalb eine saubere Aufstellung der Kaufdaten. Ein Krypto-Steuer-Tool erstellt sie aus den Börsendaten automatisch.
Warren Buffett und Bitcoin: Was du daraus mitnimmst
- Handle nicht auf die Schlagzeile. Buffetts Rückzug ändert nichts an Berkshires Haltung zu Bitcoin und hat den Kurs nach allem, was bekannt ist, nicht bewegt. Wer langfristig investieren will, kauft planbar, etwa über einen Bitcoin-Sparplan, statt auf Nachrichten zu reagieren.
- Prüfe deinen Krypto-Anteil. Nimm Buffetts Sicherheitsmarge ernst und halte nur so viel in Krypto, wie du im schlimmsten Fall verlieren könntest. Wer Aktien und Coins zusammen verwalten will, findet passende Anbieter im Broker-Vergleich.
- Kläre vor dem Verkauf die Haltefrist. Bei Bitcoin entscheidet ein Tag über steuerfrei oder steuerpflichtig, bei Aktien gibt es diese Grenze nicht. Mit einem Steuer-Tool siehst du auf einen Blick, welche Coins die Frist schon überschritten haben.
(Stand: 18. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.
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