Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Von der Leyen will an dein Sparkonto: So behältst du die Kontrolle über dein Geld

Brüssel will Europas Ersparnisse in europäische Firmen lenken. Was das für dich heißt und warum ein Bitcoin-Sparplan die bessere Antwort ist.

EU Sparkonten
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Kategorien: Crypto News

Vergangene Woche stand die Präsidentin der EU-Kommission vor französischen Wirtschaftsvertretern und sprach aus, was in Brüssel längst gedacht wird. Auf europäischen Bankkonten liegen rund 10 Billionen Euro, dieses Geld liege untätig herum, und Europa müsse es endlich für europäische Unternehmen arbeiten lassen.

Von Enteignung war dabei keine Rede. Aber die Wortwahl verrät einiges. Dein Erspartes gilt in dieser Logik nicht als dein Geld, sondern als volkswirtschaftliche Ressource, die gerade verschwendet wird. Was wirklich dahintersteckt und was du selbst tun kannst, ohne auf ein Produkt aus Brüssel zu warten, liest du hier.

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Was hat von der Leyen wirklich über Europas Ersparnisse gesagt?

Auf der Wirtschaftskonferenz La REF in Paris erklärte Ursula von der Leyen am 27. August, Europas altes Wirtschaftsmodell sei am Ende. Billige Energieimporte: vorbei. Der bequeme Zugang zum Welthandel: vorbei. Die Annahme, dass sich jemand anderes um Europas Sicherheit kümmert: ebenfalls vorbei.

Ihre Antwort lautet Kapital. Genauer gesagt: dein Kapital. Rund 10 Billionen Euro an privaten Ersparnissen liegen auf europäischen Bankkonten, und ein großer Teil des europäischen Sparvermögens fließt ohnehin ins Ausland, vor allem in die USA. Gleichzeitig kommen europäische Unternehmen nicht an das Kapital, das sie zum Wachsen bräuchten. Sie werden aufgekauft oder wandern gleich ganz ab.

Das Instrument dafür heißt Spar- und Investitionsunion. Nach Angaben der Kommission könnten die Maßnahmen zu Verbriefungen, zu den Anlagevorschriften für Banken und Versicherer sowie zu Marktintegration und Aufsicht zusätzliche Investitionen von bis zu 470 Milliarden Euro freisetzen.

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Nimmt die EU dir jetzt Geld vom Sparkonto weg?

Nein. Und wer dir etwas anderes erzählt, will dir in aller Regel etwas verkaufen. In der Spar- und Investitionsunion steht keine Enteignung, keine Zwangsumwandlung und keine Abgabe auf Bankeinlagen.

Was sich ändert, sind die Leitungen im Hintergrund. Banken, Versicherer und Vermögensverwalter sollen privates Geld einfacher und günstiger in die Kapitalmärkte lenken können. Dazu kommen vereinfachte Anlageprodukte, neue Vorsorgemäntel und eine groß angelegte Kampagne für finanzielle Bildung, die dir erklären soll, dass dein Sparkonto zu wenig abwirft.

In diesem Punkt hat Brüssel sogar recht. Die Kommission formuliert es selbst so: Bankeinlagen sind sicher und jederzeit verfügbar, bringen aber meist weniger ein als eine Anlage am Kapitalmarkt. Unangenehm wird es erst im zweiten Teil des Versprechens. Es geht nicht nur um höhere Renditen für dich, sondern auch um günstigeres Kapital für europäische Konzerne. Du sollst zur Finanzierungsquelle einer Industriepolitik werden.

Ein Detail geht in der Debatte fast immer unter: Dein Erspartes lag nie untätig herum. Banken verleihen Einlagen, das ist ihr Geschäftsmodell. Untätig heißt in dieser Lesart lediglich, dass das Geld nicht in die Kanäle fließt, die sich Brüssel wünscht.

Warum verlierst du auf dem Sparkonto ohnehin Geld?

Lassen wir die Politik einen Moment beiseite. Das Argument gegen das reine Sparkonto ist deutlich älter als die Spar- und Investitionsunion.

Ein Euro auf dem Tagesgeldkonto bringt einen nominalen Zins. Die Inflation frisst den realen Wert. In weiten Teilen des vergangenen Jahrzehnts bedeutete diese Kombination für europäische Sparer einen schleichenden Kaufkraftverlust, selbst in Phasen, in denen die Zinsen auf dem Papier ordentlich aussahen. Du merkst davon nichts, weil die Zahl auf dem Kontoauszug niemals kleiner wird. Kleiner wird nur das, was du dir dafür kaufen kannst.

Genau das ist das eigentliche Problem. Von der Leyen hat mit ihrer Diagnose also nicht unrecht. Streiten kann man über die Therapie.

Was heißt es, sein Geld wirklich selbst zu kontrollieren?

Der Test ist simpel. Wenn jemand anderes die Regeln ändern, das Konto einfrieren, den Geldfluss umleiten oder den Wert über Nacht verwässern kann, dann kontrollierst du dieses Geld nicht wirklich. Du hältst eine Forderung.

Das gilt für die Bankeinlage. Und es gilt genauso für den nächsten hübsch verpackten EU-Anlagemantel, der 2027 mit einem griffigen Kürzel und einem Steuervorteil auf den Markt kommt.

Bitcoin ist konstruktionsbedingt das Gegenteil davon. Begrenzt auf 21 Millionen Einheiten, ohne Emittenten, ohne Gremium, das den Ausgabeplan nachträglich ändern könnte. Und wenn du deine Schlüssel selbst verwahrst, ohne Mittelsmann, der dir den Zugriff sperren kann. Genau darin liegt der Zweck dieses Vermögenswerts. Ob dir die Schwankungen gefallen oder nicht: Niemand in Brüssel, Frankfurt oder Washington kann entscheiden, dass deine Bitcoin untätig herumliegen und umgeleitet gehören.

Wie funktioniert ein Bitcoin-Sparplan?

Ein Bitcoin-Sparplan ist der unspektakulärste Weg, Bitcoin zu besitzen. Du legst einen festen Betrag fest, wöchentlich oder monatlich, und der Kauf läuft automatisch. Mehr passiert nicht.

Dahinter steckt der Durchschnittskosteneffekt. Fällt der Kurs, bekommst du für dasselbe Geld mehr Satoshi. Steigt er, entsprechend weniger. Über einen ganzen Marktzyklus glättet sich dein Einstiegskurs. Noch wichtiger: Du hörst auf, einen Markt timen zu wollen, an dem sich schon deutlich bessere Trader die Zähne ausgebissen haben.

Der Sparplan löst außerdem ein psychologisches Problem. Die meisten, die sagen, sie wollten irgendwann Bitcoin kaufen, tun es nie, weil der Moment nie angenehm ist. Ein automatisierter Plan nimmt dir die Entscheidung komplett ab. Zum Zeitpunkt dieses Artikels notiert Bitcoin bei rund 78.000 US-Dollar und damit etwa 37 Prozent unter dem Allzeithoch von knapp 126.000 US-Dollar. Für Einmalanleger unangenehm. Für einen Sparplan genau das Umfeld, für das er gebaut wurde.

Wir haben die wichtigsten Anbieter von Bitcoin-Sparplänen verglichen, inklusive Mindestbeträgen, Gebühren und der Frage, ob du überhaupt auf deine eigene Wallet auszahlen kannst: Bitcoin-Sparplan Anbietervergleich

Wo baust du den Rest deines Portfolios auf?

Bitcoin sollte nicht dein gesamtes Depot sein. Der langweilige Teil eines Portfolios bleibt wichtig, und dieselbe Automatik funktioniert auch bei Aktien und ETFs.

Wenn du die Aktienseite an einem Ort abwickeln willst: Bei XTB investierst du bis zu einem monatlichen Umsatzvolumen provisionsfrei in echte Aktien und ETFs, mit Bruchstücken und automatisierten Anlageplänen. So läuft dein ETF-Sparplan parallel zum Bitcoin-Sparplan.

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Welche Risiken hat ein Bitcoin-Sparplan?

Dieser Teil fehlt in den meisten Artikeln, deshalb hier ganz nüchtern.

  1. Bitcoin schwankt stark. Kursrückgänge von 50 Prozent und mehr hat es wiederholt gegeben, und es wird sie wieder geben. Ein Sparplan senkt das Risiko, zum falschen Zeitpunkt einzusteigen. Das Marktrisiko nimmt er dir nicht ab, und eine Rendite garantiert er erst recht nicht.
  2. Automatisiere niemals Geld, das du bald brauchst. Zuerst der Notgroschen, in bar auf dem Konto, langweilig und jederzeit verfügbar. Ein Sparplan ist für Kapital gedacht, das du über einen kompletten Zyklus liegen lassen kannst.
  3. Die Verwahrung ist eine echte Entscheidung. Hält dein Anbieter die Coins, vertraust du diesem Anbieter. Prüfe vor der Anmeldung, ob du auf deine eigene Wallet auszahlen kannst. Ein Sparplan ohne Auszahlungsmöglichkeit ist ein Schuldschein, kein Bitcoin.
  4. Steuerlich gelten je nach Land unterschiedliche Regeln. Haltefristen, Freigrenzen und Meldepflichten unterscheiden sich innerhalb der EU deutlich. Kläre deine Situation im Zweifel mit einem Steuerberater.

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