Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Die 3 wichtigsten Gründe für die steigenden Kryptokurse

Bitcoin liegt im August 23 Prozent im Plus und steuert auf den besten Monat seit 2017 zu. Drei Gründe erklären fast alles. Nur einer betrifft Krypto.

BTC Preis
4 Min. Lesezeit
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Kategorien: Crypto News

Bitcoin hält sich knapp über 80.000 Dollar, nachdem der Kurs Anfang des Monats noch bei gut 60.000 Dollar lag. Das sind rund 23 Prozent Plus im August und damit Kurs auf den besten August seit 2017. Bemerkenswert dabei: Der historische Median für diesen Monat liegt bei minus 7 Prozent. Der gesamte Kryptomarkt kommt derzeit auf etwa 2,75 Billionen Dollar.

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BTC/USD-Diagramm

Fast alles davon lässt sich auf drei Gründe zurückführen. Und nur einer davon hat überhaupt mit Krypto zu tun.

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Die Top 3 Gründe, warum die Krypto-Preise steigen

1. Das US-Finanzministerium hat Liquidität in den Markt gedrückt

Das ist der Auslöser, und er wird derzeit am deutlichsten unterschätzt.

Die Rally begann, als das US-Finanzministerium seine Anleihenrückkäufe ausweitete. Das drückte die langfristigen Renditen und den Dollar nach unten. Billigeres Geld und ein schwächerer Dollar schieben Kapital in Richtung riskanterer Anlagen, und Krypto sitzt an deren äußerstem Ende. Dazu kommen Berichte, wonach das Ministerium auf sein Konto von knapp einer Billion Dollar zugreifen könnte, was noch mehr Geld in die Finanzmärkte spülen würde.

Samir Kerbage, Anlagechef bei Hashdex, bezeichnete die Bewegung im Kern als ein Liquiditätsereignis. Treffender lässt es sich kaum zusammenfassen. Bitcoin ist nicht gestiegen, weil sich an Bitcoin etwas geändert hätte. Bitcoin ist gestiegen, weil sich der Preis des Geldes geändert hat.

Was du dabei wissen solltest: Die Fed hält ihren Leitzins weiterhin in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent, und im Juli stimmten drei Mitglieder für eine Anhebung um 25 Basispunkte. Für September preisen die Märkte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung derzeit mit etwa eins zu drei ein. Von einer geldpolitisch abgesicherten Rally kann also keine Rede sein.

2. Die ETF-Zuflüsse sind zurück, und sie sind groß

In die US-Spot-ETFs auf Bitcoin flossen im August 2,72 Milliarden Dollar. Das verwaltete Vermögen stieg damit auf 98,56 Milliarden Dollar und rückt an die Marke von 100 Milliarden Dollar heran. Allein auf BlackRocks IBIT entfielen in einer Woche 1,33 Milliarden Dollar, der gesamte Handelsumsatz der ETFs erreichte in der Vorwoche 22,1 Milliarden Dollar.

Das ist deshalb relevant, weil die ETF-Zuflüsse in Teilen des Jahres 2026 negativ waren. Ihre Rückkehr bedeutet, dass die institutionelle Nachfrage wieder anzieht und nicht nur gehalten wird. Daten von CryptoQuant zeigen, dass das im Bitcoin-Markt gebundene Kapital von 20,6 auf 24,9 Milliarden Dollar gestiegen ist.

Von den drei Gründen ist dieser der beständigste, weil dahinter Allokationsentscheidungen stehen und keine kurzfristige Positionierung. Er dreht sich entsprechend auch am langsamsten wieder um.

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3. Die Shortseller wurden aus dem Markt gedrängt

Der dritte Grund hat die beiden anderen verstärkt, aber selbst nichts ausgelöst.

Wer sich nach dem Juni-Tief bei rund 59.300 Dollar auf weiter fallende Kurse eingestellt hatte, wurde auf dem falschen Fuß erwischt. Mit dem Anstieg wurden Short-Positionen im Milliardenwert zwangsweise geschlossen, und jede dieser Eindeckungen ist nichts anderes als eine erzwungene Kauforder. Genau das macht aus einem stetigen Anstieg eine senkrechte Bewegung, und es erklärt, warum der schärfste Teil der Rally in einer einzigen Woche stattfand statt verteilt über den Monat.

Gewinne aus einem Short Squeeze sind die unzuverlässigste Sorte. Sind die Shorts erst einmal weg, ist auch dieser Kaufdruck weg. Der Angst-und-Gier-Index für Krypto ist inzwischen auf 74 von 100 Punkten geklettert, den höchsten Stand seit fast elf Monaten. Das sagt dir, dass die Positionierung, die diese Bewegung getragen hat, längst auf die andere Seite gekippt ist.

Werden die Krypto-Preise steigen?

Zwei Dinge entscheiden über die kommenden Tage. Fed-Chef Kevin Warsh hält heute um 16:00 Uhr MESZ seine erste Rede in Jackson Hole, und seit seinem Amtsantritt im Mai hat er den Märkten kaum Orientierung gegeben. Im Juli beschrieb er die Rede noch als unbeschriebenes Blatt. Der Spielraum für eine Überraschung in beide Richtungen ist damit ungewöhnlich groß.

Die Marken, auf die der Markt schaut, sind 82.800 Dollar nach oben und die Zone zwischen 74.000 und 75.000 Dollar nach unten. Fällt Letztere, steht die gesamte Bewegung infrage.

Ehrlich eingeordnet heißt das: Eine Rally, die vor allem auf der Liquiditätslage beruht, trägt genau so lange, wie diese Lage anhält. Die ETF-Zuflüsse sind real und die Aktivität auf den Netzwerken ist es auch. Angestoßen hat beides diese Bewegung aber nicht, und groß genug, um sie allein zu tragen, ist es ebenfalls nicht, sollte das makroökonomische Bild drehen.

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