dYdX vs GMX im Vergleich
| 0,05 % Taker / 0,01 % Maker | Gebühren | 0,04 % Maker / 0,06 % Taker (V2) |
Kostenvergleich
Basis ist der Kauf von Bitcoin im Wert von 1000 €, inklusive aller Gebühren und Aufschläge.
| 0,05 % Taker / 0,01 % Maker | Gebühren | 0,04 % Maker / 0,06 % Taker (V2) |
Vor- und Nachteile
- Vollständig dezentrales Orderbuch – Matching läuft über die Validatoren
- Eigene Cosmos-Blockchain statt Rollup-Abhängigkeit
- Lange Betriebshistorie und ausgereifte Marktstruktur
- 200+ Märkte
- Niedrige Netzwerkgebühren
- Marktanteil stark gefallen – Liquidität ist zu jüngeren Wettbewerbern abgewandert
- In Nebenmärkten dünnere Orderbücher und höhere Slippage
- Keine BaFin-Zulassung und keine EU-Regulierung
- Kein deutschsprachiger Support
- Handel gegen Liquiditätspool – keine Orderbuch-Slippage
- Oracle-basierte Preisstellung
- 100+ Perpetual-Kontrakte mit Hebel bis 100x
- Auf mehreren Ketten aktiv, Schwerpunkt Arbitrum
- Lange Betriebshistorie im DeFi-Segment
- Teurer als gebührenfreie Orderbuch-Wettbewerber
- Laufende Finanzierungskosten belasten längere Haltedauern
- Abhängigkeit von Oracle-Preisen als struktureller Risikofaktor
- Keine BaFin-Zulassung und keine EU-Regulierung
- Kein deutschsprachiger Support
Score-Vergleich
Funktionen
- Dezentrales Matching auf Validator-Ebene
- Eigene Cosmos-Chain
- Etablierte Marke im Derivatesegment
- 200+ Perpetual-Märkte
- Pool-basiertes Modell statt Orderbuch
- Keine Slippage im klassischen Sinn
- Hebel bis 100x
- Etabliertes Protokoll auf Arbitrum
Die fünf Bereiche im Direktvergleich
AI-AnalyseGebühren & Kosten
Die Gebühren liegen bei rund 0,01 % für Maker und 0,05 % für Taker, gestaffelt nach Handelsvolumen. Hinzu kommen die Netzwerkgebühren der eigenen Cosmos-Chain, die sehr niedrig ausfallen. Im Vergleich zu den gebührenfreien Neueinsteigern im Segment ist das nicht mehr konkurrenzfähig, im Vergleich zu zentralen Börsen weiterhin günstig. Stand: August 2026.
In Version 2 liegen die Handelsgebühren bei etwa 0,04 % für Maker und 0,06 % für Taker. Hinzu kommen laufende Finanzierungskosten auf offene Positionen sowie Swap-Gebühren, wenn Sicherheiten getauscht werden. Die Netzwerkgebühren auf Arbitrum bewegen sich im Bereich weniger Cent. Wer Positionen über Tage hält, sollte vor allem die Finanzierungskosten einrechnen. Stand: August 2026.
Bedienung & Nutzerfreundlichkeit
Die Oberfläche richtet sich klar an professionelle Nutzer und setzt Erfahrung mit Margin und Funding voraus. Der Zugang erfolgt über eine Wallet-Verbindung, eine deutschsprachige Version gibt es nicht. Stand: August 2026.
Die Oberfläche ist bewusst einfach gehalten und einer der zugänglicheren Einstiege im Segment – Positionsgröße, Hebel und Sicherheit werden in wenigen Schritten festgelegt. Wer das Pool-Modell nicht kennt, sollte sich vorab mit Finanzierungskosten und Oracle-Preisstellung befassen. Stand: August 2026.
Funktionen & Angebot
Angeboten werden über 200 Perpetual-Märkte auf einer eigenen Cosmos-basierten Blockchain. Die Besonderheit liegt in der Architektur: Das Orderbuch wird nicht von einem zentralen Betreiber geführt, sondern von den Validatoren des Netzwerks. Neben Markt- und Limit-Orders stehen Stop-Loss, Stop-Limit und Take-Profit bereit. Stand: August 2026.
Gehandelt werden über 100 Perpetual-Kontrakte gegen einen Liquiditätspool, wobei WETH, USDC oder GMX als Sicherheit dienen. Die Preisstellung erfolgt über Oracle-Feeds statt über ein Orderbuch. Neben dem Handel lässt sich auch Liquidität bereitstellen; die Gebühren des Protokolls fließen überwiegend an diese Liquiditätsgeber. Stand: August 2026.
Im Detail
| dYdX Trading Inc. | Unternehmen | GMX-Protokoll |
| USA | Hauptsitz | Dezentral, kein Firmensitz |
Fazit
Beide Anbieter liegen in unserer Gesamtbewertung praktisch gleichauf (4.3 zu 4.2).
dYdX war jahrelang der Maßstab im dezentralen Derivatehandel und hat mit Version 4 den konsequentesten Schritt der Branche gemacht: weg von Ethereum, hin zu einer eigenen Cosmos-basierten Blockchain, auf der die Validatoren das Orderbuch selbst führen. Damit läuft nicht nur die Abwicklung, sondern auch das Matching dezentral – etwas, das die meisten Wettbewerber bis heute nicht bieten.
Die Marktposition hat sich allerdings drastisch verschoben. Vom klaren Marktführer im Jahr 2023 ist dYdX auf einen kleinen einstelligen Anteil am Perpetual-Volumen zurückgefallen, während Hyperliquid und jüngere Orderbuch-DEX die Liquidität auf sich gezogen haben. Für Trader bedeutet das in erster Linie: dünnere Bücher in Nebenmärkten und damit spürbarere Slippage als bei den Volumenführern.
Technisch bleibt die Plattform solide, die Gebühren liegen mit 0,01 % Maker und 0,05 % Taker im Rahmen. Wer Dezentralisierung als Selbstzweck hoch gewichtet, findet hier die konsequenteste Umsetzung. Wer vor allem enge Spreads sucht, wird bei den Volumenführern besser bedient. Für deutsche Nutzer gilt: keine BaFin-Zulassung, keine MiCA-Erlaubnis, kein deutschsprachiger Support und kein Steuerabzug an der Quelle.
GMX geht einen anderen Weg als die Orderbuch-DEX: Gehandelt wird nicht gegen andere Trader, sondern gegen einen Liquiditätspool, und die Preise kommen aus Oracle-Feeds. Das hat einen praktischen Vorteil – auch größere Positionen werden ohne die Slippage ausgeführt, die ein dünnes Orderbuch verursachen würde. Der Gegenwert: Die Liquiditätsgeber tragen das Risiko und werden über Gebühren entlohnt.
In Version 2 liegen die Handelsgebühren bei etwa 0,04 % für Maker und 0,06 % für Taker, hinzu kommen laufende Finanzierungskosten auf offene Positionen. Damit ist GMX teurer als die gebührenfreien Orderbuch-Wettbewerber, insbesondere für Positionen, die über längere Zeit gehalten werden.
Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf Arbitrum, daneben ist das Protokoll auf Avalanche und weiteren Ketten aktiv. Über 100 Perpetual-Kontrakte lassen sich mit einem Hebel von bis zu 100x handeln. GMX ist damit vor allem für Trader interessant, die größere Positionen ohne Orderbuch-Slippage aufbauen wollen und die Finanzierungskosten einkalkulieren. Für deutsche Nutzer gilt: keine BaFin-Zulassung, keine MiCA-Erlaubnis, kein deutschsprachiger Support und kein Steuerabzug an der Quelle.