Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Russlands Krypto-Gesetz kommt voran – Bitcoin markiert höchsten Wochenschluss seit 5 Wochen

Russlands überarbeitetes Krypto-Gesetz nimmt vor der zweiten Lesung die Hürde im Ausschuss – Bitcoin schließt derweil so stark wie seit Wochen nicht.

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Kategorien: Crypto News

Russlands Vorstoß, digitale Assets in den internationalen Handel einzubinden, geht weiter – wenn auch langsamer als ursprünglich geplant. Nach der ersten Lesung im April wurde der Gesetzentwurf der Regierung überarbeitet und für die nächste Stufe freigegeben. Ein Ausschuss der russischen Staatsduma hat einen überarbeiteten Gesetzentwurf zur Krypto-Regulierung für die zweite Lesung gebilligt und dabei die geplante Pflicht zur Offenlegung von Wallet-Adressen gestrichen – zugleich kamen Regelungen zu krypto-finanzierten Investitionen und neue Transferkontrollen hinzu.

Für Unternehmen bleibt der entscheidende Punkt unverändert: Als Zahlungsmittel im Inland bleibt Krypto verboten, im grenzüberschreitenden Handel ist es dagegen erlaubt. Und auch Bitcoin zeigt Stärke und schließt die dritte Woche in Folge über einer wichtigen langfristigen Unterstützung. Wir schauen uns beides an – das regulatorische Update und die Signale im BTC-Chart.

Wo steht Russlands Krypto-Gesetz gerade wirklich?

Eine von drei erforderlichen Lesungen ist geschafft. Der Entwurf mit dem offiziellen Titel „Über digitale Währung und digitale Rechte" passierte die erste Lesung mit 327 von 340 Stimmen. Seither wurde er überarbeitet. Der Ausschuss für Finanzmärkte gab die neue Fassung für die zweite Lesung frei – laut Vorsitzendem Anatoli Aksakow entfällt damit die Meldepflicht für Wallet-Adressen, während der rechtliche Schutz für Krypto-Besitzer gestärkt wird.

Wichtig: Die Abstimmung im Plenum zur zweiten Lesung steht noch aus. Die Zustimmung des Ausschusses wurde über Aksakows Telegram-Kanal bekannt gegeben; der offizielle Eintrag auf der Website der Staatsduma war seit der ersten Lesung im April noch nicht aktualisiert. Bis das Gesetz in Kraft treten kann, braucht es noch zwei Duma-Lesungen, die Zustimmung des Föderationsrats und die Unterschrift des Präsidenten.

Was hat sich am überarbeiteten Entwurf geändert?

Einiges. Die neue Fassung verlangt von Krypto-Besitzern keine Offenlegung ihrer Wallet-Adressen mehr – gemeldet werden müssen nur noch Wallet-Guthaben und Transaktionsvolumen. Laut Aksakow soll die Änderung verhindern, dass sensible Daten offengelegt werden, die gegen Russland verwendet werden könnten.

Hinzu kommen neue Regeln zu Investitionen und Kontrollen. Anleger dürften mit Kryptowährungen russische Wertpapiere und Digital Financial Assets kaufen, und lizenzierte russische Broker und Vermögensverwalter könnten künftig – unter zusätzlichen Auflagen – Zugang zu zugelassenen ausländischen Krypto-Börsen erhalten. Die Obergrenzen für Privatanleger bleiben unverändert, zugleich erlaubt eine neue Regelung den Behörden, bestimmte größere ausgehende Krypto-Transfers für bis zu zwei Tage zu verzögern. Das Limit für Privatanleger bleibt bei 300.000 Rubel pro Jahr.

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Warum ist der grenzüberschreitende Handel so entscheidend?

Weil er russischen Unternehmen einen Zahlungsweg außerhalb der sanktionierten Bankkanäle eröffnet. Als Zahlungsmittel im Inland bleibt Krypto verboten, für den Außenhandel ist es dagegen zulässig – die überarbeitete Fassung deckt zudem Anlegereignung, Verbraucherschutz, grenzüberschreitende Krypto-Transaktionen und den Einsatz digitaler Assets an Russlands Finanzmärkten ab. Die Dimension ist beachtlich: Russische Exporteure und Importeure, die Waren im Volumen von geschätzt 240 Milliarden Dollar bewegen und mit Zahlungsproblemen kämpfen, bekämen einen legalen Weg, Verträge in Kryptowährung abzuwickeln.

Infrage kommen dabei nur die großen Assets. Zulässig wären nur Kryptowährungen mit einer Marktkapitalisierung über 5 Billionen Rubel (rund 66,6 Milliarden Dollar) und einer fünfjährigen Handelshistorie – $Bitcoin und $Ethereum gelten als erste Kandidaten.

Wann tritt das Gesetz in Kraft?

Später als ursprünglich angepeilt. Finanzministeriums-Vertreter Alexej Jakowlew sagte gegenüber Interfax, der Entwurf sei weitgehend fertig, werde aber den ursprünglichen Termin 1. Juli 2026 voraussichtlich nicht halten – zuvor ging er zur Ausschussprüfung vor der zweiten Lesung zurück. Ein neuer verbindlicher Termin steht nicht fest; der Zeitplan hängt jetzt davon ab, wie zügig die verbleibenden Lesungen und Zustimmungen durchlaufen.

Bitcoin Kurs Analyse: Warum steigt der Bitcoin Preis?

Bitcoin hat den höchsten Wochenschluss seit fünf Wochen hingelegt. Noch bemerkenswerter: BTC schloss die dritte Woche in Folge über der 200-Wochen-Linie als Unterstützung – eine Stärke, die umso mehr auffällt, weil der Nasdaq 100 im selben Zeitraum um mehr als 4 % nachgab. Genau diese Abkopplung von den Tech-Aktien an einer wichtigen Unterstützungszone wollen die Bullen sehen.

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Das technische Bild stützt das. Der MACD ist ins Bullische gedreht, die bullische RSI-Divergenz gilt weiterhin, und der Stochastik-RSI zeigt positives Momentum. Auch die bullische Engulfing-Kerze von vor drei Wochen hält noch – ein Muster, das in diesem Zyklus bereits dreimal auftrat und jedes Mal von einer kräftigen Rally gefolgt wurde.

Welche Bitcoin-Marken sind jetzt entscheidend?

Die Lage ist auf beiden Seiten klar. Widerstand liegt bei 67.000 Dollar, danach bei 83.000 Dollar. Unterstützung liegt bei 58.000 Dollar, danach bei 49.000 Dollar.

Zwei Szenarien stechen heraus. Hält BTC über 58.000 Dollar, ist der Weg Richtung 67.000 und dann 83.000 Dollar offen. Schließt BTC dagegen auf Wochenbasis unter 58.000 Dollar, liegt die nächste tragfähige Unterstützung bei rund 49.000 Dollar. Aktuell notiert der Kurs bei etwa 64.000 Dollar – der Wochenschluss bei 58.000 Dollar ist damit die entscheidende Marke.

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