Backpack vs Vertex Protocol im Vergleich
| 0,02 % Maker / 0,05 % Taker | Gebühren | 0,02 % Maker / 0,05 % Taker |
Kostenvergleich
Basis ist der Kauf von Bitcoin im Wert von 1000 €, inklusive aller Gebühren und Aufschläge.
| 0,02 % Maker / 0,05 % Taker | Gebühren | 0,02 % Maker / 0,05 % Taker |
Vor- und Nachteile
- MiCA-Zulassung der europäischen Einheit, EU-weit gepasst
- Perpetuals für EU-Kunden über eine Einheit unter MiFID-II-Aufsicht
- Benennbarer europäischer Aufsichtsadressat
- Aufgeräumte, einsteigerfreundliche Oberfläche
- 200+ Märkte im globalen Angebot
- Für EU-Kunden nur rund 40 Paare und Hebel bis 10x
- Gebühren über dem Niveau der gebührenfreien Wettbewerber
- Kein deutschsprachiger Support
- Kein reiner DEX – die Ausführung läuft über eine Orderbuch-Infrastruktur des Betreibers
- Cross-Margin über Spot- und Perpetual-Positionen
- Wettbewerbsfähige Gebühren von rund 0,02 % Maker / 0,05 % Taker
- Umzug auf eine von Kraken initiierte Layer-2
- Produktausrichtung bleibt nach Anbieterangaben erhalten
- Bestehende Netzwerk-Bereitstellungen werden abgekündigt
- VRTX-Token wird heruntergefahren
- Migration zum Zeitpunkt der Prüfung nicht abgeschlossen
- Deutlich geringere Liquidität als die Marktführer
- Keine BaFin-Zulassung und keine EU-Regulierung
Score-Vergleich
Funktionen
- Eine der wenigen Perpetual-Adressen mit EU-Zulassung
- MiCA-CASP seit Mai 2026
- Perpetuals für EU-Kunden seit September 2025
- Solana-nahe Infrastruktur
- Umbau auf die Layer-2 Ink läuft
- Cross-Margin-Modell
- Abkündigung der bisherigen EVM-Bereitstellungen
- Token-Rückbau angekündigt
Die fünf Bereiche im Direktvergleich
AI-AnalyseGebühren & Kosten
Die Standardgebühren liegen bei 0,02 % für Maker und 0,05 % für Taker und damit etwa im Marktdurchschnitt. Bei hohem Handelsvolumen lässt sich die Taker-Gebühr über Limit-Orders weiter senken. Gegenüber den gebührenfreien Wettbewerbern im Segment ist das der teurere Weg – dem steht der regulierte Rahmen gegenüber. Stand: August 2026.
Die Gebühren lagen zuletzt bei rund 0,02 % für Maker und 0,05 % für Taker. Belastbare Angaben für die Zeit nach dem Umzug auf die neue Layer-2 liegen zum Zeitpunkt der Prüfung nicht vor; die Konditionen sollten daher unmittelbar vor einem Handel geprüft werden. Stand: August 2026.
Bedienung & Nutzerfreundlichkeit
Die Oberfläche gilt als eine der zugänglichsten im Segment und ist auch für Nutzer ohne lange Futures-Erfahrung navigierbar. Anders als bei den reinen On-Chain-Wettbewerbern ist ein Konto mit Identitätsprüfung erforderlich. Eine deutschsprachige Version gibt es nicht. Stand: August 2026.
Die Oberfläche richtete sich an erfahrene Nutzer und setzte Kenntnisse zu Margin und Funding voraus. Angesichts des laufenden Umbaus sollten Nutzer vor allem den Migrationsstand und die Fristen für bestehende Positionen im Blick behalten. Stand: August 2026.
Funktionen & Angebot
Global umfasst das Angebot über 200 Märkte mit einem Hebel von bis zu 50x. Für EU-Kunden gilt ein eigener, engerer Rahmen: rund 40 Perpetual-Paare und ein Hebel von bis zu 10x, angeboten über eine europäische Einheit unter MiFID-II-Aufsicht. Neben den Standard-Orderarten sind Nur-Reduzieren-Orders vorhanden. Stand: August 2026.
Kennzeichnend war ein Cross-Margin-Modell, bei dem Spot- und Perpetual-Positionen dieselbe Sicherheit nutzen. Der Funktionsumfang nach Abschluss der Migration auf Ink ist zum Zeitpunkt der Prüfung nicht abschließend dokumentiert. Die bisherigen Bereitstellungen auf Arbitrum und weiteren Ketten sind abgekündigt. Stand: August 2026.
Im Detail
| Backpack Exchange (Coral) | Unternehmen | Vertex Protocol |
| UAE | Hauptsitz | USA |
Fazit
Beide Anbieter liegen in unserer Gesamtbewertung praktisch gleichauf (2.9 zu 3.0).
Keiner der beiden erreicht in unserer Bewertung 4,0 von 5 Punkten, eine uneingeschränkte Empfehlung sprechen wir hier nicht aus.
Backpack fällt im Perpetual-Vergleich aus dem Rahmen, weil hier nicht die Frage im Vordergrund steht, ob man die Regulierungslücke akzeptiert. Die europäische Einheit hat im Mai 2026 von der lettischen Zentralbank eine CASP-Zulassung nach MiCA sowie eine Zahlungsinstituts-Lizenz erhalten; beide werden in die gesamte EU und den EWR gepasst. Perpetuals selbst fallen nicht unter MiCA – dafür gibt es eine gesonderte europäische Einheit unter MiFID-II-Aufsicht.
Der Preis dieser Absicherung ist ein deutlich engerer Rahmen: EU-Kunden handeln rund 40 Paare mit einem Hebel von bis zu 10x, während global bis zu 50x möglich sind. Die Gebühren liegen mit 0,02 % Maker und 0,05 % Taker im Marktdurchschnitt und damit über den gebührenfreien Wettbewerbern.
Für deutsche Nutzer ist das ein anderes Angebot als der Rest des Vergleichs: weniger Hebel, weniger Märkte, höhere Gebühren – aber ein regulierter Rahmen und ein benennbarer Aufsichtsadressat. Wer Perpetuals nicht außerhalb jeder europäischen Aufsicht handeln will, findet hier derzeit eine der wenigen Möglichkeiten.
Wichtiger als jedes Gebührendetail ist bei Vertex derzeit der Umbau: Die bestehenden EVM-Bereitstellungen – darunter Arbitrum, Mantle, Sei, Base und Sonic – werden abgekündigt. Die Börse wird auf Ink neu aufgebaut, einer von Kraken initiierten Ethereum-Layer-2 auf Basis des OP-Stacks. Parallel wird der VRTX-Token heruntergefahren.
Das Produkt selbst bleibt nach Angaben des Teams erhalten – gewechselt wird der technische Unterbau, nicht die Ausrichtung. Vertex war für sein Cross-Margin-Modell geschätzt, bei dem Spot- und Perpetual-Positionen dieselbe Sicherheit nutzen, sowie für Gebühren von rund 0,02 % Maker und 0,05 % Taker.
Für Nutzer heißt das konkret: Wer hier Kapital hält oder Positionen führt, muss den Migrationsplan aktiv verfolgen; bestehende Bereitstellungen und der Token sind nicht dauerhaft angelegt. Solange der Umzug nicht abgeschlossen und im Betrieb bewährt ist, ist Vertex kein Kandidat für einen Neueinstieg – auch unabhängig davon, dass keine BaFin-Zulassung, keine MiCA-Erlaubnis, kein deutschsprachiger Support und kein Steuerabzug an der Quelle gilt.