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Ripple stand kurz vor dem Aus – und hätte XRP an die Aktionäre verteilt

Ripples CEO verrät, wie knapp das Unternehmen davor stand, sich aufzulösen und seine gesamte XRP-Reserve auszuschütten. Das steckt dahinter.

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Kategorien: XRP

Eines der wichtigsten Unternehmen der Krypto-Welt stand kurz davor, komplett von der Bildfläche zu verschwinden – und mit ihm seine Pläne für $XRP. In einem offenen Vortrag diese Woche hat Ripple-CEO Brad Garlinghouse verraten, wie knapp das Unternehmen davor stand, sich aufzulösen und seine XRP-Reserve an die Aktionäre zu verteilen, statt gegen die SEC zu kämpfen. Hier bekommst du die xrp news heute und erfährst, warum das für den xrp kurs bis heute relevant ist.

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Was hat Ripples CEO tatsächlich verraten?

Bei einem Vortrag an der University of Kansas School of Business erklärte Garlinghouse, dass er und Mitgründer Chris Larsen ernsthaft in Erwägung gezogen hatten, Ripple abzuwickeln und die XRP-Bestände an die Aktionäre zu verteilen, nachdem die SEC das Unternehmen 2020 verklagt hatte. Der Mechanismus dahinter war erstaunlich einfach: Ripple hält eine große XRP-Reserve, sodass die Gründer diese Token anteilig an die Aktionäre hätten ausschütten und das Geschäft auflösen können – ein Vorgehen, das einem Airdrop an die Anteilseigner nicht unähnlich ist. Damit wäre das Verfahren sofort beendet gewesen, denn Ripple hätte der Aufsichtsbehörde mitteilen können, dass es den angeblich als Wertpapier eingestuften Vermögenswert gar nicht mehr besitzt.

Warum hat sich Ripple stattdessen für den Kampf entschieden?

Laut Garlinghouse war der entscheidende Faktor nicht die Siegeszuversicht – sondern die Menschen. Eine Abwicklung hätte Hunderte von Mitarbeitern den Job gekostet, während der Rechtsstreit das Unternehmen am Laufen hielt. Er ließ keinen Zweifel daran, wie schwer die Entscheidung war, und sagte, er sei rückblickend froh darüber, auch wenn es damals alles andere als offensichtlich gewesen sei. Der ehemalige CTO David Schwartz unterstrich, wie düster die Lage aussah: Das Unternehmen habe von Anwälten den Rat erhalten, es sei am Ende, nicht mehr zu retten, und die Führung solle einen Deal machen, um sich selbst zu schützen.

Wie viel hat der Kampf gegen die SEC Ripple gekostet?

Der Preis dafür, standhaft zu bleiben, war hoch. Garlinghouse bezifferte die vierjährige Prozesskostenrechnung von Ripple auf rund 150 Millionen Dollar und bestätigte, dass die SEC ihn und Chris Larsen persönlich benannt hatte. Er argumentierte, die persönlichen Anklagen seien ein Druckmittel gewesen – Schwartz vermutete, dass die SEC Garlinghouse und Larsen gezielt persönlich benannt habe, um ihre Entschlossenheit zu schwächen und eine schnelle Kapitulation zu erzwingen. Garlinghouse sagte außerdem, er habe sich zwischen 2017 und 2019 viermal ohne Anwalt mit SEC-Vertretern getroffen und sei nie gewarnt worden, dass XRP als Wertpapier eingestuft werden könnte – ein Vorwurf, der die seit Langem bestehende Kritik der Branche an einer „Regulierung durch Strafverfolgung" befeuert.

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Wie ging die XRP-Klage aus?

Am Ende gewann Ripple in der zentralen Frage. Richterin Analisa Torres entschied, dass XRP an sich kein Wertpapier ist, und der Fall wurde im vergangenen Jahr beigelegt, nachdem ein Führungswechsel bei der SEC zu einer krypto-freundlicheren Haltung geführt hatte. Dieses Ergebnis bewahrte XRP seinen wichtigsten Unternehmensrückhalt und hielt die Entwicklung der grenzüberschreitenden Zahlungsinfrastruktur am Leben – ein ganz anderes Ende als das, was Ripples eigene Anwälte vorhergesagt hatten.

Was bedeutet das für den XRP-Kurs heute?

Die Enthüllung ist ein Blick zurück und kein neuer Kurstreiber, weshalb die unmittelbare Wirkung auf den xrp kurs gering ist – XRP notiert bei rund 1,09 $, etwa 1,4 % im Minus auf Tagessicht inmitten eines breiteren Marktrückgangs. Unter der Oberfläche gibt es aber einen leiseren bullischen Hinweis. On-Chain-Daten deuten auf Akkumulation hin: Am 7. Juli flossen rund 64,9 Millionen XRP auf Binance, während 49,2 Millionen abflossen – ein Netto-Kaufüberschuss von etwa 15,7 Millionen XRP.

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XRP-Preis in USD heute

Ein wichtiger Vorbehalt: Schwartz ruderte später bei den dramatischeren Schlagzeilen zurück und erklärte, seine früheren Aussagen seien aus dem Zusammenhang gerissen worden und er habe nie behauptet, Garlinghouse habe ernsthaft über eine Schließung des Unternehmens nachgedacht. So oder so erinnert die Geschichte daran, wie existenziell der regulatorische Kampf war – und wie sehr das Überleben von XRP an einer einzigen Entscheidung hing.

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