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Mark Friedenbach: Bitcoin-Skalierung ohne Hard Fork möglich

Mark Friedenbach erklärt, wie die Bitcoin Skalierung durch Forwarding Blocks verbessert werden kann ohne das ein Hard Fort dafür notwendig ist.

Prasanna Peshkar

Prasanna Peshkar

February 28, 2020 7:24 PM

Mark Friedenbach: Bitcoin-Skalierung ohne Hard Fork moglich

Mark Friedenbach, ein Softwareentwickler, ehemaliger Auftragnehmer des NASA-Ames Research Centers und unabhängiger Bitcoin-Protokollentwickler, hat behauptet, dass die Bitcoin-Skalierung ohne einen Hard Fork erhöht werden kann. Nach einem Transkript seines Vortrags beim Scaling Bitcoin Workshop sagte er, dass “Forward Blocks” wesentlich dazu beitragen könnten, die Blockgröße von BTC ohne einen Hard Fork zu erhöhen.

Er führte aus, dass sie in der Lage sein wollen, die Bitcoin-Blockchain so zu skalieren, dass ein Node, der das aktualisierte Protokoll verwendet, in der Lage ist, neu aufgetretene Transaktionen zu verarbeiten, auch wenn es Lücken beim Empfang vergangener Transaktionen gibt. Diese Änderung kann als Soft-Fork für Bitcoin erreicht werden.

Was sind “Foward Blocks”

Laut Mark Friedenbach traten Forward Blocks aufgrund der proof-of-work Vorgehensweise auf. Eine Änderung an diesem Verfahren könnte als Soft-Fork gemischt mit Maßnahmen zur Verbesserung von Vertraulichkeit verstärkenden optionalen Ledgern erreicht werden. Außerdem würde es zu Verbesserungen in der Skalierbarkeit führen, wie bspw.:

Verbesserter Zensurwiderstand durch Sharding.
Direkte Steigerung der On-Chain-Skalierung, speziell für Bitcoin, um das bis zu 3584-fache

Darüber hinaus bietet es verschiedene weitere Vorteile wie einen linearisierten Blockzuschuss und die zusätzliche Ledger-Unterstützung für zukünftige Blockchain Erweiterungen wie vertrauliche Transaktionen und Sidechains. Kurz gesagt, ein Forward Blocks kompatibler Soft Fork ist eine Maßnahme, durch die auch noch nicht aktualisierte Nodes weiterhin alle Transaktionen akzeptieren und verarbeiten können.

Zwei Beweise

Friedenbach erklärt weiter, dass Forward Blocks verschiedene Chains mit unabhängigen Proof-of-Work-Funktionen erfordern, anstatt eine einzige Blockchain die jeden Block enthält, der mehreren Arbeitsanforderungen unterliegt. Diese Schwierigkeit sollte den Übergang vom alten Verfahren zum neuen nicht unterbrechen.

Er sagte:

Der einfachste Weg, dies zu tun, ist ein Sliding Block Reward, die verhindert, dass der Block Reward, in erster Linie zum Berechner der alten Proof-of-Work Challenge geht. Stattdessen muss der Block Reward über einen längeren Zeitraum aufgeteilt werden, um Störungen im Mining zu vermeiden. Dies wird durch eine Funktion P(t) ∈[0,1] ausgedrückt, die den Anteil des Block Reward darstellt, der an die neuen Proof-of-Work Miners gegenüber den alten geht.

Arbeiten mit den “Forward Blocks”

Mark Friedenbach erläuterte, dass Forward Blocks verschiedene Blockchains mit separaten Proof-of-Work (PoW)-Potenzialen ermöglichen. Kurz gesagt, es gibt nicht eine Blockchain für jeden Block, sondern mehr als eine Blockchain.

Er sagte:

Ich möchte nicht, dass das “Proof-of-Work-Upgrade” als nachteiliger Schritt für den derzeitigen Satz von Bitcoin/Double-SHA256-Minern interpretiert wird. Vielmehr ist es eine direkte Folge des Designs, dass die Forward Blockchain eine neue Proof-of-Work-Funktion erfordert. Eine kompatible Form des Merge Mining ist eine ausreichend andere Funktion, um für diesen Zweck zu arbeiten.

Dieser Ansatz könnte bei der Skalierung helfen, da Bitcoin-Enthusiasten oft gegen Hard Forks sind, weil es schwierig sein kann, sie sicher umzusetzen. Vor einigen Tagen hatte eine Studie ergeben, dass Hard Forks die Stabilität der Kryptowährung gefährden.

Gemäß dieser Forschung können Hard Forks eine Kryptowährung in zwei konkurrierende Gruppen einteilen. Sie können den Wert einer bestimmten Kryptowährung destabilisieren und das Vertrauen in eine Kryptowährung als zuverlässige Brücke des Austauschs beschädigen. Daher ist es für die Kryptowährungsgemeinschaft notwendig, ihr Governance-System zu verbessern und das Potenzial für Hard Forks zu begrenzen.

Bei einem Hard Fork wird eine neue Blockchain gebildet, die sich von ihrer ursprünglichen Blockchain unterscheidet – dadurch entstehen zwei technologisch unvereinbare Kryptowährungen. Als solches können Hard Forks Governance Fehler erzwingen, die Kryptowährungsbenutzer in zwei verschiedene Gruppen einteilen: eine, die einen neuen technologischen Wandel akzeptiert und eine, die den Status quo ablehnt.

Mark Friedenbach beleuchtete auch das allgemein diskutierte “sichere” Protokoll zur Erhöhung der Block Weight Limit. Ein erzwungener Hard Fork verschiebt Transaktionen in einen gespeicherten Erweiterungsblock mit einem größeren Gesamtlimit oder anderen Konsensänderungen. Danach erzwingt es die Leerung der alten Blöcke. Die Bestätigung der Authentifizierung von Transaktionen ist nur durch ein Upgrade auf einen Client möglich, der den Erweiterungsblock kennt. Nicht aktualisierte Nodes werden vor der Anzeige der Ausgabenhistorie geschützt, da die Blöcke leer sind. Um den Service wieder zur Verfügung stellen zu können wird erwartet, dass sie ein Upgrade durchführen.

Im Gespräch mit CoinDesk stellte Mark Friedenbach fest.

Forward Blocks machen diesen ganzen Streit sinnlos. Wir brauchen keinen Hard Fork um Bitcoin besser skalieren zu können, wenn wir uns dafür entscheiden. Die Änderung kann, wie bei SegWit, als Soft Fork durchgeführt werden.

Kurz gesagt, die Forward Blockchain erhält eine On-Chain-Skalierung, indem sie ihre Gesamt Blockgröße pro Block erhöht und gleichzeitig ein festes, langes Zeitintervall einhält. Dadurch entsteht ein möglichst geringer negativer Einfluss auf sowohl die Validatoren als auch die SPV-Nodes.

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Dieser Artikel wurde vom Englischen ins Deutsche übertragen von:

Christian Rehm

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