Ist der NYC Token ein Rug Pull? Der Aufstieg und Fall von Eric Adams' Krypto-Projekt

Der NYC Token, beworben vom Ex-Bürgermeister Eric Adams, ist kurz nach dem Launch um 80 % gecrasht. War das ein prominenter Rug Pull oder nur ein Fail?

Gustav Reinhardt

Gustav Reinhardt

NYC Token
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Der Kryptowährungsmarkt kennt eigentlich keine Gnade, wenn es um Volatilität geht, aber der Start des NYC Token ($NYC) hat selbst bei abgebrühten Tradern für Kopfschütteln gesorgt. Beworben vom ehemaligen New Yorker Bürgermeister Eric Adams, wurde das Projekt als Tool gegen Antisemitismus und für Blockchain-Bildung verkauft. Schaut man sich aber den Chart an, sieht das Ganze eher nach einem klassischen Pump and Dump aus.

Der krasse Pump: "Abgehen wie Schmitzs Katze"

Am 12. Januar 2026 rührte Eric Adams auf Social Media und sogar am Times Square ordentlich die Werbetrommel für den NYC Token. In einem Video, das er lässig von der Rückbank eines Taxis aufnahm, behauptete Adams, der Token würde "das Spiel verändern" und prophezeite, dass das Ding "total durch die Decke gehen" würde.

Dieser Hype durch einen Promi, gepaart mit einem sozialen Zweck, löste sofort FOMO (Fear Of Missing Out) aus. Innerhalb weniger Minuten nach dem Start schoss die Marktkapitalisierung des NYC Tokens auf krasse 580 Millionen Dollar. Alle wollten dabei sein, wenn das "digitale Herz von New York" zu schlagen beginnt.

Der plötzliche Dump: Ein Lehrbuch-Rug-Pull?

Die Party war schneller vorbei, als man "Blockchain" sagen konnte. Wie man im Chart sieht, erreichte der Preis sein Peak, nur um in den folgenden 30 Minuten um 80 % abzustürzen. Daten von Bubblemaps zeigten, dass das kein normaler Abverkauf war: Ein Wallet, das direkt mit dem Team verbunden ist, zog genau am Höchstpunkt rund 2,5 Millionen Dollar an Liquidität ab.

In der Krypto-Welt nennt man das einen Rug Pull. Wenn die Entwickler die Liquidität – also das Geld, das den Handel überhaupt erst ermöglicht – abziehen, stehen die Anleger mit wertlosen Token da, die sie nicht mehr verkaufen können.

"Das ist ein so offensichtlicher Rug Pull", sagte Nicolas Vaiman, CEO von Bubblemaps, in einem Interview mit Fortune.

Rote Flaggen und fehlende Transparenz

Das Team hinter dem NYC Token behauptete zwar, der Abzug sei nur ein "Liquidity Rebalancing" wegen der hohen Nachfrage gewesen, aber Experten glauben das kaum. Seriöse Projekte machen sowas nicht schlagartig am Allzeithoch. Außerdem gab es noch mehr Warnsignale:

  1. Konzentrierter Besitz: Berichten zufolge hielten die Top 10 Wallets fast 99 % des gesamten Supplies.
  2. Anonyme Macher: Trotz der Unterstützung durch Adams blieben die eigentlichen Entwickler von "C18 Digital" im Dunkeln.
  3. Einseitige Pools: Der Pool war anfangs fast nur mit $NYC Token gefüllt, was die User zwang, die echte Liquidität (in USDC oder SOL) selbst reinzubringen.

So schützt du dein Portfolio

Die Story vom NYC Token ist eine harte Lektion darüber, wie riskant von Promis beworbene Memecoins sind. Bevor du in den nächsten Hype investierst, solltest du immer einen Check machen.

  • Check die Liquidität: Nutze Tools, um zu sehen, ob die Liquidität "locked" ist.
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Gustav Reinhardt
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Gustav Reinhardt

Gustav Reinhardt ist ein erfahrener Journalist mit über 10 Jahren Erfahrung im Bereich Finanzjournalismus. Gustav verfügt über ein tiefes Verständnis von Blockchain Technologie, digitalen Vermögenswerten und den globalen wirtschaftlichen Auswirkungen von Krypto Trends. Abseits seines Berufslebens genießt Gustav es, Berlins lebendige Kulturszene zu erkunden, und ist ein begeisterter Schachspieler.

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