Der Staat Texas wurde gerade führender Regulierer von Kryptowährungen. Am vergangenen Freitag veröffentlichte das Texas State Security Board (TSSB) seinen vierten Notfall-Unterlassungsbefehl diesen Monat. Diesmal ist das betroffene Unternehmen kein anderes als das umstrittene DavorCoin.

Laut der offiziellen Klage von TSSB, die am 3. Februar gezeichnet wurde, verstößt DavorCoin gegen Teile des Texas Securities Act, indem die Firma nicht registrierte Wertpapiere zum Verkauf anbietet und die Öffentlichkeit irreführt um ahnungslose Anleger anzulocken.

Der DavorCoin Unterlassungsbefehl ist die vierte judikative Reaktion gegen Übersee Firmen welche versuchen Anlageobjekte im Zusammenhang mit Kryptowährungen zu verkaufen. Die anderen wären:

  • R2B Coin, eine Firma basiert in Hong Kong welche Investitionen in ihrer eigenen Währung zu verkaufen versucht und Investoren angibt dass diese nie an Wert verlieren würde.
  • BitConnect, eine Britische Firma deren Kryptowährung zum Zeitpunkt des Unterlassungsbefehls einen Wert von über 4.1 Milliarden Dollar hatte.
  • USI-Tech, eine Firma aus Dubai die 3-stellige Profite durch Investitionen mit Krypto-Mining versprach

Die 4 betroffenen Firmen haben Investoren aus Texas via SocialMedia, Online Werbungen und anderen Websiten angelockt.

Was ist DavorCoin?

DavorCoin, welches angibt eines der ambitioniertesten Krypto-Projekte zu sein, ist kurz gefasst eine Peer-2-Peer Leihplattform, nicht ganz unähnlich zu Bitconnect.

Bitconnect, welches beschuldigt wurde, ein Schneeballsystem zu sein und letzten Monat schließlich gezwungen wurde alle Operationen stillzulegen, erhielt auch eine ähnliche Unterlassungsverfügung von der TSSB sowie dem North Carolina Security Board.

Während DavorCoin einen Zinssatz von bis zu 48% pro Monat bietete, versprach Bitconnect seinen Investoren einen Zinssatz von 1% pro Tag. Ein schneller Vergleich der Kreditzinsentabelle auf beiden Websiten zeigt die Ähnlichkeit der beiden Kreditplattformen:

Quelle: MyBroadband

Quelle: DavorCoin.io

Laut CoinDesk räumte TSSB in einer Stellungnahme ein, dass sie zwar nicht verantwortlich für die Regulierung von die Kryptowährungen seien, allerdings würden sie weiterhin „ehrgeizige“ Kryptowährungsprojekte im Auge behalten die ihren Anlegern zu profitable Renditen versprechen. Joseph Rotunda, TSSB’s Direktor für Vollstreckung, erklärte:

„Da Kryptowährungen in den Medien weiterhin großes Aufsehen erregen und das Interesse der Öffentlichkeit zunimmt, stellen diese illegalen und betrügerischen Kryptowährungsangebote eine ernsthafte Bedrohung für traditionelle Anleger dar. Ohne eine angemessene Beschreibung der Bedingungen eines Produkts, der Identität und der Qualifikation der dahinterstehenden Firma und der mit einem Angebot verbundenen wesentlichen Risiken können traditionelle Anleger einem irreparablen Schaden ausgesetzt sein.“