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Selbsternannter Bitcoin-Schöpfer Craig Wright wird um Milliarden verklagt

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Craig Wright, der australische Computerwissenschaftler der sich einst als Bitcoins Schöpfer ausgab, wird nun um $10 Milliarden US-Dollar verklagt. Diese hat er scheinbar in Form von Kryptowährungen und anderen Wertgegenständen vor geraumer Zeit gestohlen.

Wright wird vom Bruder seines ehemaligen Business-Partners David Kleinman verklagt. Wright und David Kleinman entwickelten angeblich die erste digitale Währung. Kleinman starb zwar 2013, sein Bruder Ira beschuldigt Wright allerdings mit den Vorwürfen, dass dieser Bitcoins stahl die eigentlich David Kleinman gehörten.

Im Jahr 2016 verpasste Wright dem berühmten Pseudonym ‚Satoshi Nakamoto‘ ein Gesicht als er erklärte, dass er der Schöpfer Bitcoins sei. Ein großer Teil seiner Geschichte wurde allerdings nicht bestätigt und die ‚Beweise‘, die er produzierte wurden schnell von der Kryptowährungs-Community als Scam entlarvt.

Der $10 Milliarden US-Dollar Rechtsstreit

Zwei Jahre nach seinem Publicity-Stunt steht Wright wieder im Rampenlicht der Medien. Einem Bericht von MotherBoard zufolge gibt es zwei plausible Szenarien: Entweder waren Wright und Kleinman aktiv an der Entwicklung Bitcoins beteiligt oder sie waren Früheinsteiger der Technologie. Das Duo nutzte die Vorteile, die dieser frühe Einstieg in die digitale Währung bot voll aus und profitierte stark vom frühen Zugang zu Mining-Equipment. Auch wenn es niemand beweisen konnte gehen viele in der Industrie davon aus, dass Wright und Kleinman etwa 1.1 Millionen Bitcoin, in etwa 7% aller zurzeit im Umlauf befindlichen Bitcoin, besitzen.

Der Rechtsstreit bezieht sich auf Wrights Handlungen nach Kleinmans Tod im Jahr 2013. Ira Kleinman zufolge besuchte Wright Kleinmans Vater und gab an, dass Kleinman den Besitz und die Stimmrechte seiner Firma „W&K“ an Wright übertragen hätte. Ira Kleinman gibt an, dass die Dokumente, die Wright damals vorzeigte, gefälscht waren und die vermeintliche Unterschrift von David Kleinman computergeneriert war.

„Es macht keinen Unterschied ob einer der beiden im ‚Satoshi-Team‘ arbeitete oder ob einer selber Satoshi war“, erklärte Velvel Freedman von der Firma Boies Schiller Flexner LLP, einer der beiden Rechtsanwälte die die Klage einreichten in einem Interview mit MotherBoard. „Das einzige was in diesem Rechtsstreit zählt, ist was von Wrights Aussagen, E-mails und weiteren Beweisen bereits deutlich ist: Dass die beiden bereits frühzeitig, vielleicht sogar seit dem Anfang Bitcoins, in das Mining von Bitcoin involviert waren.“

Dies ist nicht das erste Mal, dass Wright mit Recht und Ordnung in Konflikt gerät. Im Jahr 2015 wurde sein Haus von den Australischen Steuerbehörden durchsucht, da er eine problematische Geschichte mit den Australische Steuerbehörden hat.

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