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Morgan Stanley: Kryptowährungen könnten Banken vor einer Finanzkrise schützen

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Während der letzten Finanzkrise reduzierten die Zentralbanken der meisten Länder ihre Zinssätze drastisch, um ihre Kunden vor den vollen Auswirkungen der Finanzkrise zu schützen.

In der Tat wurde die Situation so extrem, dass Banken aus Schweden, Dänemark, Japan und der Eurozone ihre Zinssätze sogar unter null Prozent, die niedrigste sogar bei -0,5% einrichteten.

Die Integration von Kryptowährungen in das Finanz-System der Zentralbanken wird jedoch all dies verändern.

Kryptowährungen erlauben noch niedrigere negative Zinssätze

Mit dem Aufkommen der Kryptowährungen haben die Zentralbanken nun die Möglichkeit, die Zinssätze in ein tieferes negatives Terrain zu senken und somit die Auswirkungen einer Finanzkrise in der Zukunft zu mildern.

Diese Entdeckung kam laut einen Bericht von Morgan Stanley zustande, in dem Forscher die mögliche Verwendung von Kryptowährungen in Zentralbanken untersuchten. Das Team, geführt von Strategin Sheena Shah, fand einige mögliche Verwendungspunkte, bei denen Zentralbanken Kryptowährungen integrieren könnten. Es wurde jedoch ein Haftungsausschluss vom Team gegeben: Die Untersuchung war „nicht dazu gedacht, zu sagen, wo wir glauben, dass eine digitale Fiat-Währung implementiert werden könnte oder alle Gründe dafür.“

Das Team erkannte die mögliche Verwendung von Kryptowährungen in puncto Geldpolitik, da diese Banken ermöglichen würden ihre Zinssätze auf negatives Terrain im Falle einer Finanzkrise zu senken.

„Theoretisch gesehen ermöglicht ein komplett digitales Geld-System tiefere negative Zinssätze… Dies gefällt manchen Zentralbanken, da im Umlauf befindliches physikalisches Geld den Banken die Fähigkeit zur Senkung von Zinssätzen limitiert. Eine digitale Version von Geld könnte theoretisch jeglichem im Umlauf befindlichen Geld einen negativen Zinssatz verpassen.“

Neuland bringt Unsicherheiten mit sich

Da dies lediglich ein hypothetisches Konzept ist, gibt es bestimmte Limitierungen in Bezug zur Effektivität von Kryptowährungen in Verwendung als Instrument zur Minderung einer Finanzkrise. Morgan Stanley argumentiert jedoch, dass es einen Versuch wert ist, da „tiefe und lang anhaltende Negativzinsen schließlich für Banken problematisch sind“.

„Die Zentralbanken müssten dann direkt zu den Währungsnutzern gehen, um die Geldpolitik umzusetzen, die eigenen Handlungsoptionen im System müssten erheblich reduziert werden und das BIP-Wachstum würde gesenkt werden.“

Dennoch gibt es verschiedene Zentralbanken auf der Welt, die sich besonders in den letzten 18 Monaten für Kryptowährungen interessiert haben. Zum Beispiel hat die Bank of England spezifische Divisionen vorgesehen, um die potenziellen Vorteile digitaler Währungen zu untersuchen. Die schwedische Zentralbank, Riksbank, plant auch die Einführung ihrer eigenen digitalen Währung, der eKrona.

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