Vor gerade einmal einer Woche gab Facebook bekannt, dass es Werbungen für Kryptowährungs-Produkte und Dienste ab sofort bannen werde. Dem Social-Media Giganten nach heißt es neue Technologien zwar willkommen, will allerdings seine Nutzer vor fragwürdigen Werbungen schützen.

Rob Leathern, Produkt Manager bei Facebook, zufolge bereiteten diese Werbungen Probleme für Facebook Nutzer da sie regelmäßig mit irreführenden Werbe-Praktiken in Verbindung gebracht wurden. Er betonte auch, dass es trotz der vielen fragwürdigen Projekte doch einige ordnungsgemäße Unternehmen in der Krypto-Industrie gäbe.

Es gab trotz des Banns allerdings einige Krypto-Werbungen die es geschafft haben den Bann zu umgehen – auf die einfachste Art und Weise: Alternative Schreibweisen.

Krypto-Werbungen beuten E-Mail Spam Technik aus

Erstmalig genutzt um beim Versenden von Massen-E-Mails diese durch den Spam-Filter zu bekommen, diese Technik besteht darin Buchstaben in Werbungen durch ähnlich aussehende Zahlen oder Buchstaben zu vertauschen.

So könnte das Aussehen: Wenn wir wissen dass das Wort „Krypto“ von Facebook geblockt wird können wir einfach „KRYPT0“ schreiben – das „o“ in Krypto wird hierbei einfach durch eine Null ersetzt.

Diese geniale Technik wurde von dem französischen Unternehmer und Ingenieur Matthe Suiche aufgedeckt. Scheinbar wurde er auf eine Krypto-Werbung auf Facebook aufmerksam nachdem er von dem Bann gehört hatte. Wie in dem nachfolgenden Screenshot sichtbar wurde das „i“ in Bitcoin mit einem „l“ ersetzt, sowie das „o“ mit der Zahl „0“.

Suiche war ganz offensichtlich schwer unbeeindruckt mit der Art und Weise mit der Facebook diesen Bann durchzusetzen zu versuchte.

„Facebook sollte einen besseren Weg finden diese zu bannen, das selbe gilt für Domainbesetzungen!“

Dies ist nicht das erste Mal das Facebook versucht sein Werbungs-System zu verbessern. Seit ProPublica bekanntgab das Rassistische und diskriminierende Werbungen ungefiltert geschaltet werden konnten, ist Facebook beschäftigt damit dieses aufzuräumen.

Facebook hat zwar bereits einige Male versucht mit diversen Algorithmen und Künstlicher Intelligenz (AI – Artificial Intelligence) die auf der Plattform veröffentlichten Informationen zu moderieren, hat damit aber nur begrenzt Erfolg gehabt. Fake News und Wahl-Manipulationen sind schon seit einiger Zeit auf Facebook’s Radar, jetzt fügt sich Krypto dieser Liste hinzu.