Krypto News: Führt die Waffenisierung des Dollars zum nächsten Krypto Boom?

Weil Sanktionen und eingefrorene Vermögen die Zentralbanken aus dem Dollar drängen, rücken Gold und Kryptowährungen als neue sichere Häfen nach vorne.

Maximilian Schmidt

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Categories: Altcoin News

Der Kryptomarkt befindet sich erneut an einem kritischen Punkt, nicht nur wegen technischer Signale in den Charts, sondern auch aufgrund des geopolitischen und monetären Hintergrunds, der die globale Kapitalallokation beeinflusst. Die aggressive Nutzung des US-Dollars als Waffe – durch Sanktionen, Einfrieren von Vermögenswerten und SWIFT-Beschränkungen – ist nicht mehr nur ein außenpolitisches Instrument; sie verändert, wie Zentralbanken, Investoren und sogar souveräne Staaten den Dollar als Reservevermögen betrachten. Die Nachwirkungen sind klar: Diversifikation in Gold, Yuan und zunehmend in dezentrale digitale Vermögenswerte.

Auf dem Tageschart steht die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptomarktes bei 3,83 Billionen Dollar und zeigt eine enge Konsolidierung innerhalb der Bollinger-Bänder. Während der Preis das mittlere Band nahe 3,89 Billionen Dollar gehalten hat, bleibt der Widerstand um die 4-Billionen-Dollar-Zone bestehen. Dieses technische Setup konvergiert mit einer fundamentalen Geschichte: Krypto könnte in eine Phase eintreten, in der die Überreichweite des Dollars als Rückenwind wirkt.

Die Mechanik der Dollar-Waffenisierung

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Die Dominanz des Dollars beruht auf einer Tatsache: Fast alle globalen Transaktionen, die in Dollar denominiert sind, durchlaufen schließlich die Abwicklung in New York. Dieser Engpass gibt Washington beispiellose Hebelwirkung, um Vermögenswerte einzufrieren, Unternehmen zu sanktionieren oder ganze Nationen von SWIFT auszuschließen. Von Iran im Jahr 2012 bis Russland im Jahr 2022 hat die USA dieses Instrument wiederholt mit verheerender Wirkung eingesetzt.

Aber hier ist der Punkt: Die Stärke dieses Systems ist auch seine Schwäche. Wenn Reserveverwalter und Unternehmen glauben, dass ihre Vermögenswerte in Dollar nicht sicher sind, werden sie die Diversifikation beschleunigen. Die jüngste Umfrage, die zeigt, dass 85 % der Zentralbanker das Sanktionsrisiko in die Vermögensallokation einbeziehen, sagt uns, dass der Wandel bereits in vollem Gange ist.

Krypto News: Technische Ansicht des Kryptomarktes

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Gesamte Marktkapitalisierung des Kryptomarktes in USD : TradingView

Ein Blick auf den Tageschart:

  • Bollinger-Bänder: Der Preis konsolidiert sich zwischen 3,74 Billionen Dollar (unteres Band) und 4,04 Billionen Dollar (oberes Band). Ein Ausbruch über 4 Billionen Dollar könnte eine Bewegung in Richtung 4,2 Billionen Dollar und sogar 4,5 Billionen Dollar auslösen, wenn der Schwung anhält.
  • Pivot-Punkte: Der unmittelbare Widerstand liegt nahe R1 (3,9 Billionen–3,95 Billionen Dollar), mit einer stärkeren Barriere bei R2 (4,1 Billionen Dollar). Die Unterstützung ist klar um 3,7 Billionen Dollar.
  • Trendstruktur: Nach einer Rallye im Juli zog sich der Markt zurück, hat sich aber stabilisiert, ohne unter seinen mittleren Bereich zu fallen. Dies deutet auf Akkumulation statt Erschöpfung hin.

Wenn der Markt mit Volumen über 3,9 Billionen Dollar schließt, bestätigt dies eine bullische Fortsetzungsphase. Ein Scheitern hier birgt das Risiko eines erneuten Tests von 3,7 Billionen Dollar.

De-Dollarisierung und der Fall für Krypto-News

Da mehr Zentralbanken sich vom Dollar diversifizieren, gewinnen Alternativen wie Gold und lokale Währungsswaps an Bedeutung. Doch diese Optionen sind durch Liquidität, Konvertierbarkeit und Abwicklungsgeschwindigkeit begrenzt. Hier kommt der Kryptomarkt ins Spiel. Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte bieten grenzüberschreitende, zensurresistente Abwicklungen außerhalb der Kontrolle von Washington oder Brüssel.

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Gold ist unbeweglich, der Yuan hat Konvertibilitätsprobleme, aber Bitcoin wird global, sofort und ohne zentrale Aufsicht abgewickelt. Wenn souveräne Akteure zunehmend Dollarreserven als verwundbar betrachten, könnten Krypto-Vermögenswerte im selben Diversifikationskorb wie Gold profitieren.

Ausblick: Kann Krypto von der Verschiebung profitieren?

Die Schnittstelle von technischen Signalen und makroökonomischen Trends deutet auf einen Wendepunkt hin:

Kurzfristig (1–2 Wochen): Seitwärtsbewegung zwischen 3,7 Billionen–4 Billionen Dollar bis zu einem entscheidenden Ausbruch erwarten. Händler sollten auf Volatilitätskompression in den Bollinger-Bändern achten, die oft scharfen Bewegungen vorausgeht.

Mittelfristig (1–3 Monate): Wenn De-Dollarisierungs-Narrative an Stärke gewinnen und Kapital weiterhin in alternative Vermögenswerte fließt, könnte die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptomarktes auf 4,5 Billionen Dollar steigen.

Langfristig (6–12 Monate): Anhaltende Dollar-Waffenisierung könnte die Akzeptanz dezentraler Vermögenswerte, die nicht an die US-Jurisdiktion gebunden sind, beschleunigen und Krypto möglicherweise in eine strukturelle Hausse-Phase führen.

Fazit

Die Waffenisierung des Dollars sollte die US-Hebelwirkung im globalen Finanzwesen sichern, aber ihre Übernutzung könnte die Bühne für den Aufstieg paralleler Systeme bereiten. Die Daten zeigen, dass Gold, Yuan und regionale Abwicklungskorridore die erste Welle der Diversifikation absorbieren – aber Krypto steht als nächstes in der Reihe.

Da sich der Kryptomarkt knapp unter der 4-Billionen-Dollar-Marke konsolidiert, deuten die technischen Daten auf einen Ausbruch hin. Die fundamentalen Faktoren verschieben sich derweil leise zu seinen Gunsten. Wenn der Dollar weiterhin als Waffe eingesetzt wird, könnte Krypto zunehmend zum sicheren Hafen für sowohl Privat- als auch institutionelles Kapital werden.

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Maximilian Schmidt ist ein erfahrener Journalist mit einem Schwerpunkt auf Finanz- und Technologieberichterstattung. Mit über einem Jahrzehnt in der Medienbranche hat er tiefgehende Einblicke in die Welt der digitalen Währungen gewonnen.

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