Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Finanz- oder Rechtsberatung dar. Kryptowährungen sind hochvolatile Vermögenswerte. Investitionen in digitale Assets bergen ein hohes Verlustrisiko.

Trump beruft Krisensitzung im Weißen Haus zum CLARITY Act ein

Präsident Trump trifft heute Branchenführer, um den Stillstand beim CLARITY Act zu beenden. Fokus: Stablecoin-Zinsen und Schutz vor Marktmanipulation.

Trump hielt ein Treffen im Weißen Haus in den USA über das Krypto-Klarheitsgesetz ab.
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Kategorien: Crypto News

Heute, am 10. Februar 2026, veranstaltet Präsident Donald Trump ein hochrangiges Treffen im Weißen Haus, um die legislative Pattsituation rund um das Digital Asset Market Clarity Act, allgemein bekannt als CLARITY Act, zu lösen. Dieses Treffen folgt auf eine Reihe intensiver Verhandlungen zwischen der Regierung, Vertretern traditioneller Banken und führenden Kryptowährungsexperten.

Das Hauptziel des heutigen Gipfels ist es, das Crypto Market Structure Bill abzuschließen, indem die verbleibenden Reibungspunkte – insbesondere in Bezug auf Stablecoin-Zinspolitiken und die Verhinderung von Marktmanipulation – angegangen werden. Diese Gesetzgebung wird als letzte Säule in Trumps Vision angesehen, die Vereinigten Staaten als die "Krypto-Hauptstadt der Welt" zu etablieren.

Was ist der CLARITY Act?

Der CLARITY Act ist ein umfassender gesetzgeberischer Rahmen, der darauf abzielt, der digitalen Vermögensindustrie einen "klaren rechtlichen Weg" zu bieten. Er soll die Ära der "Regulierung durch Durchsetzung" beenden, indem die Zuständigkeiten zwischen der SEC und der CFTC klar aufgeteilt werden.

Wichtige Ziele des Gesetzes:

  • Definition von Zuständigkeiten: Klare Trennung von "digitalen Rohstoffen" (unter der CFTC) und "Investmentvertragsvermögen" (unter der SEC).
  • Eindämmung von Manipulation: Umsetzung von bundesstaatlichen Anti-Betrugs- und Anti-Manipulations-Schutzmaßnahmen, um "FTX-ähnliche" Zusammenbrüche zu verhindern.
  • Integration von Stablecoins: Bereitstellung eines bundesstaatlichen Rahmens für Zahlungs-Stablecoins, die im traditionellen Bankensystem verwendet werden können.

Der Kernkonflikt: Stablecoin-Zinsen und Bankstreitigkeiten

Das Hauptproblem, das in der heutigen Sitzung im Weißen Haus diskutiert wurde, ist der "zinsbringende" Status von Stablecoins. Dies hat einen erheblichen Riss zwischen zwei mächtigen Lobbygruppen verursacht:

1. Die Haltung der Bankenindustrie

Große US-Banken argumentieren, dass, wenn Stablecoins Zinsen zahlen dürfen (oft als "Belohnungen" vermarktet), dies zu einer massiven Abwanderung von Einlagen aus Gemeinschaftsbanken führen könnte. Sie sehen diesen "Einlagenabfluss" als systemisches Risiko für die traditionelle Kreditwirtschaft.

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2. Die Verteidigung der Kryptoindustrie

Kryptounternehmen behaupten, dass das Verbot von Zinszahlungen wettbewerbswidrig ist. Sie argumentieren, dass Rendite eine grundlegende Funktion digitaler Vermögenswerte ist und für die Aufrechterhaltung der Liquidität auf dem Kryptomarkt unerlässlich ist.

"Diese Gespräche sind genau das, was benötigt wird, um Unterschiede zu überbrücken und sicherzustellen, dass der Kongress klare, dauerhafte Regeln aufstellen kann", erklärte die Blockchain Association nach vorherigen Vorgesprächen.

Verhinderung von Marktmanipulation

Ein wesentlicher Teil des heutigen Treffens ist den Anti-Manipulations-Bestimmungen im CLARITY Act gewidmet. Seit Jahren hat das Fehlen einer bundesweiten Marktstruktur "Wash Trading" und "Spoofing" in unregulierten Offshore-Börsen ermöglicht.

Das Gesetz zielt darauf ab, dies durch folgende Maßnahmen zu lösen:

  1. Vorgabe von 1:1-Reserven: Sicherstellung, dass alle zugelassenen Stablecoins durch hochwertige liquide Vermögenswerte wie US-Staatsanleihen gedeckt sind.
  2. Streitbeilegung: Einrichtung eines formellen Mechanismus zur Lösung von Konflikten zwischen Banken und Kryptodienstleistern, um einen fairen Zugang zu Finanzdienstleistungen zu gewährleisten.
  3. Erweiterte Aufsicht: Gewährung der CFTC exklusiver Zuständigkeit über Spot-Rohstoffmärkte, um betrügerische Aktivitäten direkt zu überwachen.

Nächste Schritte für das Gesetz

Wenn die Trump-Administration heute erfolgreich einen Kompromiss erleichtert, wird erwartet, dass das Gesetz schnell durch den Bankenausschuss des Senats geht. Quellen deuten darauf hin, dass die Gesetzgebung bereits im Mai 2026 dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt werden könnte.

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