Eine Milliarde US-Dollar? Für die Messenger-App Kik ist das nicht genug. Kik, mit weit über 300 Millionen Nutzern eine der erfolgreichsten Chat-Apps der Welt, setzt auf Initial Coin Offering (ICO). Das hinter der Messenger-App Kik stehende Unternehmen ist mit einem geschätzten Wert von einer Milliarde US-Dollar bewertet. Kik-Gründer Ted Livingston möchte mehr– und plant nun mittels ICO weiteres Kapital einzusammeln. Seine Vision: eine Ethereum-Community.

Besonders in den USA gehört Kik zu den beliebstesten Messenger-Apps. Gründe dafür sind unter anderem die Kontrollmöglichkeiten, um die eigene Identität zu schützen – wie beispielsweise Privatsphäre-Einstellungen, mit denen Nutzer genau entscheiden können, welche Daten an soziale Medien weitergegeben werden. Mittlerweile hat Kik-Gründer Ted Livingston eine Chat-Community mit 300 Millionen Nutzern aufgebaut. Und Kik ist nicht nur der Dienst, der weltweit am meisten verbreitet und genutzt wird, es handelt sich auch um das Unternehmen mit der bislang höchsten Finanzierung, das je ein ICO geplant hat.

„Kin ist eine neue Kryptowährung, die wir für Kik starten. Dazu werden wir noch in diesem Jahr ein Initial Coin Offering durchführen, bei dem wir Investitionen einsammeln und die entsprechende Kryptowährung ausgeben.“

berichtet Kik-Gründer Ted Livingston gegenüber tn3:

„Zum einen ist es natürlich für uns eine Möglichkeit der Monetarisierung und vor allem der Entwicklung eines neuen Geschäftsmodells. Zum anderen haben wir uns aber auch dafür entschieden, um mit den großen Unternehmen konkurrieren zu können, die zunehmend unterschiedliche und für uns relevante digitale Dienstleistungen monopolisieren.“

Presale ist bereits abgeschlossen:

Der Presale sei bereits abgeschlossen und habe sich in erster Linie an Großinvestoren gerichtet. Jetzt sei geplant 10 Prozent der Token öffentlich auszugeben: ein Großteil der Coins gehe an die Entwickler, die das Ökosystem weiterentwickeln sollen. Dennoch sollten grundsätzlich Nutzer innerhalb der Community von Kik Kin verdienen und als Zahlungsmittel nutzen können:

„Wir verkaufen zehn Prozent aller Coins. 30 Prozent legen wir für künftige Investitionen zurück und 60 Prozent gehen in die Kik Foundation, deren primäres Ziel ist, Entwickler für ihre Arbeit zu belohnen.“

Warum nicht mit IOTA?

Das Unternehmen habe sich eine ganze Reihe unterschiedlicher Blockchains angeschaut und nach einer genauen Analyse Ethereum als am fortschrittlichsten befunden. Bleibt die Frage, warum das dafür eingesetzte Team von rund 150 Menschen bei der Evaluierung aller möglicher technischer Option nicht auch IOTA berücksichtigst hat, das einige Vorteile gegenüber einer herkömmlichen Blockchain Cryptocurrency beinhaltet: Beispielsweise Quantum Secure, unendliche Skalierbarkeit und den Einsatz ohne Fees, die prohibitiv wären. Ohne diese könnten die Kosten für Mikrotransaktionen um einiges gesenkt werden.