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Europäische Kommission trifft sich zum Thema Kryptowährungen

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Gestern trafen sich europäische Beamte in Brüssel, um die Entwicklung virtueller Währungen zu diskutieren.

Das Event mit dem Titel ‘Opportunities and Risks’ (zu dt. ‚Möglichkeiten und Risiken‘) demonstrierte ein wachsendes Verständnis für das volle Potenzial von Kryptowährungen. Valdis Dombrovskis, der Vizepräsident der Europäischen Kommission für finanzielle Stabilität und Vorsitzender der Veranstaltung, sprach davon, dass technologische Entwicklungen in der Kryptowährungs-Industrie einen Einfluss auf viele Teile der Wirtschaft, die Finanz-Industrie eingenommen, haben werden. Das Meeting endete mit drei wichtigen Schlussfolgerungen.

Erstens betonte die Kommission die Wichtigkeit von „Marktintegrität und finanzieller Stabilität“. Es ist nicht direkt klar, was dieses Ziel beinhaltet, gerade wenn man bedenkt, dass die Kryptowährungs-Märkte größtenteils Spekulativ sind und starke Volatilität eher die Regel als die Ausnahme ist. Kryptowährungen unterscheiden sich dadurch, dass sie nicht inflationär sind, ein großer Unterschied zu traditionellen Währungen, daher ist die Chance, dass diese eine Gefahr für finanzielle Fiat-Systeme darstellen, durchaus im Rahmen des Möglichen.

Zweiter Gesprächspunkt war die Nutzung von Kryptowährungen durch Kriminelle. Zurzeit gibt es einige anonyme Kryptowährungen die Steuerhinterziehung, Betrug und direkte Finanzierung krimineller Aktivitäten ermöglichen. Die Kommission wird aller Wahrscheinlichkeit nach versuchen, durch strengere Regulierungen und ‚Know your customer‘ (zu dt. ‚Kenne deinen Kunden‘) Prozesse mit diesem Thema umzugehen.

Die Kommission erkannte auch mögliche Gefahren, die von ICOs ausgehen könnten. Die Chancen die diese für innovierende Firmen bereithalten wurden zwar anerkannt, allerdings erscheinen oft fehlende Transparenz sowie unklare Haftbarkeit der Organisierer der Komission ein Dorn im Auge zu sein.

In Bezug auf die zukünftige Vorangeamehensweise der Komission erklären die Abgeordneten, dass sie die Situation, in der sich Kryptowährungen befinden, analysieren werden und dann herausfinden, wie diese mit exisitierenden europäischen Gesetzen im Einklang stehen. Diesem Vorgang werden aller Wahrscheinlichkeit nach einige Gesetzesänderungen folgen.

Europa ist nicht alleine beim Beobachten von Entwicklungen in der Kryptowährungs-Industrie. Im letzten Monat waren virtuelle Währungen Thema bei einer Anhörung des amerikanischen Senats. Teilnehmer dieser zeigten sich schockiert auf die Nachricht, dass sich soweit kein einziger ICO bei der SEC (Securities and Exchange Commission) registriert hatte. Während sich Europa und Amerika soweit jedoch weitgehend von legislativen Eingriffen in die Kryptowährungs-Industrie fernhalten, setzte China strenge Vorschriften und Verbote für Kryptowährungen durch. Letzten September wurden alle Kryptowährungen des Staates zur Geschäftsschließung gezwungen.

Wir befinden uns zwar noch in den Anfängen der Blockchain- und Kryptowährungstechnologie, das große Potenzial von Dezentralisierten Ledgern wird für zentrale Behörden jedoch immer offensichtlicher. Die kommenden Jahre werden entscheidend für den Erfolg der Technologie sein.

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