Top 5 der schwächsten grossen Kryptowährungen im Jahr 2026
Ethereum und Solana führen 2026 bisher die Liste der schwächsten grossen Kryptowährungen an. Das sind die Gründe für die YTD Unterperformance.

Kryptomärkte 2026: Warum grosse Token unter Druck stehen
Der Kryptomarkt ist mit deutlichem Gegenwind ins Jahr 2026 gestartet. Trotz starker langfristiger Narrative und anhaltendem institutionellem Interesse verzeichnen mehrere grosse Kryptowährungen deutliche Verluste seit Jahresbeginn (YTD).
Statt einzelner Protokollprobleme spiegelt diese Schwäche vor allem ein makrogetriebenes Umfeld wider. Defensive Kapitalrotation, der Abbau von Hebelpositionen und eine sinkende Risikobereitschaft belasten selbst die liquidesten und meistgehandelten Assets.
Basierend ausschliesslich auf YTD Performancedaten und mit Fokus auf grosse Kryptowährungen mit hoher Marktkapitalisierung stechen folgende Token als die schwächsten Performer des Jahres 2026 hervor.
Top 5 der schwächsten grossen Kryptowährungen 2026 (YTD)
1. Ethereum (ETH) | −24,90% YTD
Ethereum ist aktuell der schwächste grosse Krypto Token im Jahr 2026.
Obwohl ETH weiterhin die zweitgrösste Kryptowährung nach Marktkapitalisierung bleibt, fällt es dem Markt schwer, Vertrauen in eine kurzfristige Kurserholung zu entwickeln. Skalierungsfortschritte, Layer 2 Wachstum und die Dominanz des Ökosystems konnten sich bislang nicht in Kursstärke widerspiegeln.
Zudem ging Ethereum als stark institutionell gehaltener Token ins Jahr. In Phasen erhöhter Unsicherheit werden solche Positionen oft zur Liquiditätsquelle, was den Abwärtsdruck bei defensiver Kapitalrotation verstärkt.
2. Solana (SOL) | −23,16% YTD
Solanas Platzierung unter den schwächsten YTD Performern überrascht viele Marktteilnehmer.
Nach einem starken vorherigen Zyklus und breiter Ökosystemadoption startete SOL 2026 als stark überfüllter und gehebelter Trade. Mit nachlassender Risikobereitschaft reagierte Solana besonders empfindlich auf Liquidationswellen und Positionsbereinigungen.
Die Netzwerkaktivität bleibt hoch, doch der Kurs spiegelt vor allem eine notwendige Neubewertung wider und keinen fundamentalen Bruch.
3. Chainlink (LINK) | −21,76% YTD
Der YTD Rückgang von Chainlink unterstreicht ein bekanntes Marktverhalten: Infrastruktur Token schneiden in riskanten Marktphasen oft schlechter ab.
LINK bleibt ein zentrales Element für DeFi und Crosschain Dateninfrastruktur. In defensiven Marktumfeldern priorisieren Investoren jedoch Liquidität und Beta statt langfristiger Nutzenargumente.
Selbst strukturell wichtige Projekte wie Chainlink geraten dadurch unter anhaltenden Verkaufsdruck.
4. XRP | −14,11% YTD
Die Kursentwicklung von XRP im Jahr 2026 zeigt eine nachlassende Dynamik nach zuvor eingepreisten Katalysatoren.
Regulatorische Klarheit und rechtliche Fortschritte lieferten einst starke Impulse, bieten aktuell jedoch kaum neue Aufwärtsfantasie. Ohne frische Narrative verhält sich XRP zunehmend wie ein reifer Zahlungs Token und folgt eher makroökonomischen Risiken als kryptospezifischem Optimismus.
5. Bitcoin (BTC) | −13,47% YTD
Bitcoin komplettiert die Liste der schwächsten grossen Kryptowährungen 2026.
Die BTC Unterperformance ist vor allem makrobedingt. Bitcoin reagiert derzeit weniger auf interne Kryptoentwicklungen und zunehmend wie ein globaler Risiko Asset, sensibel gegenüber Liquiditätsbedingungen, Zinserwartungen und Kapitalflüssen in klassische sichere Häfen wie Gold.
Die aktuelle Schwäche ist dabei eher strukturell als fundamental und wird durch den Abbau von Hebelpositionen und Kapitalrotation geprägt.
Was die schwächsten Kryptowährungen 2026 gemeinsam haben
Über alle fünf Assets hinweg zeigt sich ein klares Muster: Kapitalerhalt schlägt Wachstum.
- Investoren priorisieren Sicherheit und Liquidität
- Grosse Kryptowährungen dienen als Exit Liquidität
- Starke Fundamentaldaten treten kurzfristig hinter Makrodruck zurück
Die YTD Unterperformance signalisiert weder Bedeutungslosigkeit noch Scheitern. Sie spiegelt ein Marktumfeld wider, in dem Geduld knapp ist und Risiko aggressiv neu bewertet wird.
Signalisiert die YTD Schwäche eine Chance oder anhaltendes Risiko?
Historisch gingen Phasen breiter Underperformance bei grossen Kryptowährungen häufig einer Marktstabilisierung und einer neuen Führungsrotation voraus. Assets wie Bitcoin und Ethereum konnten sich nach verbesserten Liquiditätsbedingungen wiederholt erholen.
Solange die makroökonomische Unsicherheit anhält und die Risikobereitschaft gedämpft bleibt, dürfte die Volatilität bei grossen Token jedoch erhöht bleiben.






















































