MetaMask und Mastercard bringen selbstverwaltete Krypto-Karte in die USA
MetaMask and Mastercard launch a self-custodial crypto card in the US, enabling direct spending from wallets at 150 million merchants worldwide.

Die Brücke zwischen dezentralen Finanzen (DeFi) und dem alltäglichen Handel ist ein bedeutendes Stück stabiler geworden. Consensys, der Entwickler hinter dem weltweit führenden Self-Custody-Wallet, hat die allgemeine Verfügbarkeit der MetaMask Card in den USA offiziell bekannt gegeben. In Zusammenarbeit mit Mastercard und Monavate markiert dieser Launch einen Wendepunkt: Digitale Assets entwickeln sich von spekulativen Anlagen hin zu liquiden Zahlungsmitteln für den Alltag.
Die Lücke schließen: Krypto trifft auf den Massenmarkt
Die MetaMask Card ist nun in 49 US-Bundesstaaten verfügbar, einschließlich New York, einem Markt, der regulatorisch als besonders anspruchsvoll gilt. Durch die Anbindung an das globale Netzwerk von Mastercard können Nutzer ihr Bitcoin-Guthaben oder Stablecoins an über 150 Millionen Akzeptanzstellen weltweit nutzen.
Die Integration ist nahtlos gestaltet: Nach der Genehmigung können Nutzer ihre virtuelle Karte sofort zu Apple Pay oder Google Pay hinzufügen. Dies ermöglicht eine unmittelbare Nutzung in der realen Welt, ohne den Umweg über klassische Banken gehen zu müssen.

Wie die MetaMask Card Self-Custody neu definiert
Im Gegensatz zu herkömmlichen Krypto-Debitkarten, bei denen Nutzer ihre Coins vorab auf eine zentrale Börse laden müssen – und damit die Kontrolle über ihre privaten Schlüssel abgeben –, ist die MetaMask Card vollständig selbstverwaltet (self-custodial).
„Nutzer behalten die volle Kontrolle über ihre digitalen Assets in ihrem MetaMask-Wallet bis zu dem Moment, in dem sie tatsächlich bezahlen“, erklärte ein Sprecher von Consensys.
Das bedeutet, dass Ihr Guthaben on-chain bleibt, bis die Transaktion am Point of Sale autorisiert wird. Erst in diesem Moment werden die Assets in Fiat-Währung umgerechnet, um die Zahlung zu begleichen.
Tiers und Rewards: Das „Metal“-Upgrade
Für den US-Start wurden zwei verschiedene Kartenmodelle eingeführt:
- Virtual Tier (Kostenlos): Eine rein digitale Karte mit 1 % Cashback auf Einkäufe.
- Metal Tier (199 $/ Jahr): Eine hochwertige physische Karte aus Edelstahl (16 Gramm). Sie bietet 3 % Cashback (auf die ersten 10.000$ Umsatz pro Jahr), keine Fremdwährungsgebühren und höhere Limits für Abhebungen am Geldautomaten.
Alle Belohnungen werden in mUSD ausgezahlt, einem neuen Ethereum-basierten Stablecoin, der über die Stripe-Tochter Bridge ausgegeben wird. So bleiben auch die Rewards innerhalb des Web3-Ökosystems.
Unterstützte Netzwerke und Assets
Um die Transaktionskosten niedrig zu halten, nutzt die Karte primär das Linea-Netzwerk, ein Ethereum Layer 2 (L2). Aktuell können US-Nutzer unter anderem folgende Assets ausgeben:
- Stablecoins: USDC, USDT und mUSD.
- Yield-bearing Tokens: aUSDC (via Aave), wodurch Nutzer Zinsen auf ihr Guthaben verdienen können, bis sie es ausgeben.
Auswirkungen auf die Krypto-Adoption
Diese Partnerschaft ist mehr als nur ein neues Produkt; es ist eine Bestätigung des Self-Custody-Prinzips durch einen globalen Finanzriesen wie Mastercard. Indem MetaMask die Reibungsverluste beim Auszahlen auf ein Bankkonto eliminiert, positioniert es sich als direkter Konkurrent zu klassischen Girokonten. Laut dem Newsroom von Mastercard ist das Ziel, Menschen zu befähigen, ihre Krypto-Guthaben so sicher und einfach wie Bargeld zu nutzen.

























