Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Finanzberatung dar. Der Kryptomarkt ist hochvolatil und birgt erhebliche Risiken. Führen Sie immer Ihre eigene Recherche (DYOR) durch.

Krypto-Markt im Fokus: Volatilität kehrt zurück, Trumps Zoll-Ankündigung drückt Bitcoin unter 65.000 USD

Bitcoin fällt am 23. Februar 2026 unter 65.000 USD. Trumps neue 15% Zollpläne sorgen für Unruhe. Erfahren Sie alles zu BTC, ETH und institutionellen Bewegungen.

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Kategorien: Bitcoin

Der Kryptomarkt navigiert heute durch einen "perfekten Sturm" aus makroökonomischer Unsicherheit und institutioneller Vorsicht. Am 23. Februar 2026 ist der $Bitcoin-Kurs (BTC) unter die psychologisch wichtige Marke von 65.000 USD gerutscht und hat den breiteren Markt mit ins Minus gezogen.

Hauptauslöser für diesen Abwärtstrend ist eine plötzliche Verschärfung der US-Handelspolitik, die Ängste vor globaler Instabilität schürt. Während der "Fear and Greed Index" extreme Panik signalisiert – auf einem Niveau, das seit dem Bärenmarkt 2022 nicht mehr erreicht wurde –, treibt die Branche hinter den Kulissen wichtige regulatorische und technologische Meilensteine voran.

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Markt-Update: Wichtige Assets unter Druck

Die globale Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen ist auf 2,28 Billionen USD gesunken. Die Top-Assets verzeichneten in den letzten 24 Stunden Rückgänge zwischen 1,6% und 7%.

AssetAktueller Kurs (ca.)24h ÄnderungAnalyse
Bitcoin (BTC)~65.600 USD-2,25%Testet Unterstützung bei 63.300 USD; Widerstand bei 72.200 USD.
Ethereum (ETH)~1.885 USD-4,32%Schwer getroffener Major-Altcoin; Kursziel bei 1.500 USD möglich.
Solana (SOL)~78,50 USD-7,03%Deutlicher Rückgang nach Abverkäufen bei Layer-1-Projekten.
XRP~1,36 USD-1,80%Zeigt relative Stärke im Vergleich zu ETH und SOL.

Der "Zoll-Schock" und seine Folgen

Die bearishe Stimmung ist weitgehend auf den sogenannten „Tariff Whiplash“ (Zoll-Schock) zurückzuführen. Nachdem der Oberste Gerichtshof der USA am Freitag Notstandsbefugnisse für Zölle einschränkte, konterte Präsident Trump am Wochenende mit dem Vorschlag eines neuen globalen Basiszolls von 15%.

Diese Ankündigung stärkte den US-Dollar (DXY) und zwang Risiko-Assets wie Bitcoin und Ethereum in die Defensive. Laut Berichten sorgt die Unsicherheit über diese neuen Abgaben dafür, dass Investoren vermehrt in "Sichere Häfen" wie Gold umschichten.

Institutionelle Stimmung: Abflüsse vs. Saylor-Strategie

Zum ersten Mal seit der Einführung der Spot Bitcoin ETFs im Jahr 2024 verzeichnete der Markt fünf aufeinanderfolgende Wochen mit Netto-Abflüssen in Höhe von insgesamt rund 4 Milliarden USD. Dies deutet darauf hin, dass die Wall Street derzeit eher Bestände abbaut, statt den Dip zu kaufen.

Doch nicht alle ziehen sich zurück: MicroStrategy (jetzt Strategy Inc.) bleibt unbeeindruckt. Michael Saylor gab heute Morgen bekannt, dass das Unternehmen weitere 592 BTC für etwa 39,8 Millionen USD erworben hat. Damit hält das Unternehmen nun über 193.000 Bitcoin, was trotz kurzfristiger Turbulenzen ein klares Signal für langfristiges Vertrauen ist.

Infrastruktur-Meilensteine: Crypto.com und Ethereum Hegota

Trotz der Kursverluste reift das Fundament der Branche weiter:

  • Crypto.com Banklizenz: Die Börse hat eine bedingte Genehmigung des OCC erhalten, um eine nationale Treuhandbank zu gründen. Dies ist ein massiver Schritt zur Legitimation der Branche im US-Finanzsystem.
  • Ethereum "Hegota" Upgrade: Entwickler finalisieren derzeit das Hegota-Upgrade für Ende 2026. Es führt FOCIL (Forward Inclusion Lists) ein, um Zensurresistenz direkt im Protokoll zu verankern und sicherzustellen, dass Transaktionen unabhängig von staatlichem Druck verarbeitet werden.

Fazit: Ist der Boden erreicht?

Der Markt befindet sich in einer Seitwärtsphase und reagiert extrem empfindlich auf makroökonomische Schlagzeilen. Sollte Bitcoin die Marke von 63.300 USD nicht halten können, warnen Analysten vor einem finalen Abverkauf in Richtung 60.000 USD. Umgekehrt betrachten antizyklische Investoren die aktuelle "extreme Angst" als potenzielles Kaufsignal für eine Erholung im zweiten Quartal.

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