Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Finanzberatung dar. Geopolitische Ereignisse sind unvorhersehbar, und die Performance der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Investitionen in Kryptowährungen sind hochriskant.

Steigt der Bitcoin Kurs, wenn die USA den Iran angreifen? Eine historische Analyse

Analyse der Bitcoin und Krypto Kursreaktionen auf USA-Iran Spannungen. Erfahren Sie, ob BTC als Hedge steigt oder bei geopolitischen Konflikten fällt.

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Kategorien: BitcoinCrypto

Die Rückkehr der "Digitales Gold" Debatte

In der Finanzwelt wird der Bitcoin oft als „digitales Gold“ gepriesen – ein dezentraler Vermögenswert, der floriert, wenn traditionelle Systeme wanken. Doch angesichts der drohenden Gefahr eines direkten militärischen Engagements der USA gegen den Iran Anfang 2026 zeigt die Realität der Marktmechanismen oft ein differenzierteres Bild.

Investoren wägen derzeit zwei gegensätzliche Kräfte ab: die unmittelbare „Risk-Off“-Panik, die typischerweise Abverkäufe auslöst, und das langfristige Narrativ von Bitcoin als Absicherung gegen Währungsabwertung und staatliche Risiken. Um zu verstehen, was als Nächstes passieren könnte, müssen wir die Daten der Eskalationen von 2024 und 2025 betrachten.

Steigen oder fallen die Kurse?

Basierend auf historischen Daten ähnlicher Ereignisse in den Jahren 2024 und 2025 lautet die kurzfristige Antwort fast immer: sie fallen. Wann immer es zu einem größeren Raketenschlag oder einer Kriegserklärung kommt, erlebt Bitcoin meist einen unmittelbaren „Flash-Crash“ zwischen 5 % und 15 %. Diese Einbrüche werden jedoch oft von einer schnellen Erholung gefolgt, sobald der erste Schock verdaut ist.

Geopolitisches Risiko und „Risk-Off“-Stimmung

In der Finanzsprache entsteht ein „Risk-Off“-Umfeld, wenn Anleger Kapital aus volatilen Anlagen (wie Aktien und Krypto) abziehen und in vermeintlich sichere Häfen (wie den US-Dollar, Gold oder Staatsanleihen) umschichten. Obwohl der $Bitcoin dezentralisiert ist, wird er von institutionellen Händlern immer noch als „High-Beta“-Risiko-Asset kategorisiert, was bedeutet, dass er sich in Krisenzeiten oft parallel zum Aktienmarkt bewegt – nur heftiger.

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Vergleichende Krypto Analyse: Lehren aus 2024 und 2025

1. April 2024: Irans Angriff auf Israel

Als der Iran im April 2024 hunderte Drohnen und Raketen auf Israel abfeuerte, reagierte der Krypto Markt sofort.

  1. $BTC-Bewegung: Bitcoin fiel in einer einzigen Samstagnacht um fast 8 % von ca. 67.000 $auf 61.000$.
  2. Altcoin-Einfluss: Ethereum ($ETH) und Solana ($SOL) verzeichneten noch steilere Rückgänge von bis zu 20 %.
  3. Erholung: Der Markt stabilisierte sich innerhalb von 48 Stunden, als klar wurde, dass die Eskalation nicht sofort zu einem totalen Regionalkrieg führte.

2. Juni 2025: "Operation Midnight Hammer" der USA

Im Juni 2025 führten die USA Luftangriffe auf iranische Atomanlagen durch. Dieses Ereignis war besonders brisant, da der Bitcoin Kurs zu diesem Zeitpunkt über der 100.000-Dollar-Marke notierte.

  1. BTC-Bewegung: Der Kurs rutschte kurzzeitig von 110.000 $unter die psychologische Marke von 100.000$.
  2. Marktreaktion: Laut Coinglass wurden innerhalb von 24 Stunden Long-Positionen im Wert von über 1 Milliarde Dollar liquidiert.
  3. Der Erholungseffekt: Bemerkenswerterweise erholte sich der Kurs innerhalb weniger Tage und bewies eine zunehmende Marktreife.

3. Februar 2026: Die aktuelle Lage

Aktuell zeigt sich der Krypto Markt fragil. Nach einem massiven Liquidationsereignis Ende 2025 kämpft der Bitcoin darum, die Marke von 68.000 $ nachhaltig zu verteidigen. Ein US-Angriff zum jetzigen Zeitpunkt würde wahrscheinlich ein erneutes „De-Risking“ auslösen, bei dem Anleger sofortige Liquidität suchen.

EreignisUnmittelbarer BTC-ImpactErholung (60 Tage)
April 2024 (Iran Angriff)-8 %+28 %
Juni 2025 (US Angriff)-6 %+15 %
Aktuell (Februar 2026)-2 % (Verschärfung)Ungewiss

Warum Krypto bei Kriegs-Schlagzeilen fällt

Es gibt drei Hauptgründe, warum die Preise einbrechen, wenn die USA oder ihre Verbündeten den Iran angreifen:

  • Liquiditätsengpässe: Große Hedgefonds verkaufen oft ihre liquidesten Gewinner (wie BTC), um Margin Calls in anderen Bereichen zu decken oder Cash-Reserven aufzubauen.
  • Ölpreis und Inflation: Ein Konflikt mit dem Iran treibt meist die Ölpreise in die Höhe. Dies schürt Inflationsängste, was die Federal Reserve dazu veranlassen könnte, die Zinsen hoch zu halten – ein Gift für Krypto Kurse.
  • Regulierungsdruck: In Kriegszeiten verschärfen Regierungen oft die Kontrolle über Kapitalflüsse, um Sanktionen durchzusetzen, was Druck auf Börsen ausüben kann.
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Argumente für steigende Kurse: Wann profitiert Bitcoin?

Trotz der initialen Panik kann Bitcoin mittelfristig profitieren:

  • Kapitalflucht: In betroffenen Regionen nutzen Bürger Bitcoin oft, um ihr Vermögen vor dem Verfall der Lokalwährung zu schützen.
  • Alternatives Finanzsystem: Wenn der US-Dollar als „Waffe“ (Sanktionen) eingesetzt wird, wächst das Interesse an einem neutralen, dezentralen Wertspeicher.
  • Institutionelle Reife: Je mehr Bitcoin als „digitales Gold“ akzeptiert wird, desto eher könnten Investoren ihn bei systemischen Krisen als stabilen Anker betrachten.

Strategie für Trader

Sollten die USA den Iran direkt angreifen, deutet die Historie auf einen kurzen, schmerzhaften Einbruch hin, gefolgt von extremer Volatilität. Für langfristige Anleger waren solche Dips in der Vergangenheit oft exzellente Kaufgelegenheiten. Wer jedoch mit hohem Hebel (Leverage) handelt, riskiert bei solchen Black-Swan-Events den Totalverlust.

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