Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit hohen Risiken verbunden. Führen Sie immer Ihre eigene Recherche durch oder konsultieren Sie einen professionellen Finanzberater, bevor Sie Investmententscheidungen treffen.

Warum Bitcoin abstürzt: Die Quanten-Bedrohung und das Erbe der verlorenen Coins

Bitcoin schwächelt 2026, da der Markt die Rückkehr von 4 Mio. verlorenen Coins gegen Quanten-Bedrohungen abwägt. Erfahren Sie, warum die Institutionen nicht reichen.

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Kategorien: Bitcoin

Trotz eines Jahrzehnts als "digitales Gold" sieht sich Bitcoin Anfang 2026 mit einzigartigen Gegenwinden konfrontiert. Seit dem letzten Quartal 2025 hat der Bitcoin-Kurs Schwierigkeiten, mit den großen Aktienindizes oder sogar ausgewählten Altcoins Schritt zu halten. Während die globale Liquidität eigentlich unterstützend wirkt, zwingt ein duales Narrativ aus technologischer Verwundbarkeit und latenten Angebotsschocks den Markt dazu, den zukünftigen Wert von BTC mit einem Abschlag zu bewerten.

Ist Bitcoin "kaputt"?

Die kurze Antwort lautet: Nein, aber der Markt preist "Tail Risks" (Extremrisiken) ein, die zuvor ignoriert wurden. Der aktuelle Ausverkauf ist nicht nur makroökonomisch bedingt; es geht um die wachsende Erkenntnis, dass 3,5 bis 4 Millionen BTC, die lange als "für immer verloren" galten, durch Fortschritte im Bereich Quantum Computing zu einer tickenden Zeitbombe werden könnten.

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Das Geister-Angebot: Erwachen 4 Millionen BTC?

Jahrelang beruhte die "Knappheits-These" von Bitcoin auf der Annahme, dass etwa 18 % des Gesamtangebots (gemined zwischen 2009 und 2012) dauerhaft dem Kreislauf entzogen sind. Diese "verlorenen" Coins umfassen die legendären Bestände von Satoshi Nakamoto und Tausende von Wallets, deren private Schlüssel in der Frühzeit des "magischen Internetgeldes" weggeworfen wurden.

  • Aktuelle Realität: On-Chain-Daten zeigen Anfang 2026 einen überraschenden Anstieg von "Satoshi-Ära"-Wallets, die plötzlich aktiv werden.
  • Das Problem: Wenn der Markt nicht mehr glaubt, dass diese Coins "verbrannt" sind, sondern sie als "latent vorhanden" einstuft, löst sich die wahrgenommene Knappheit von Bitcoin in Luft auf.

Quantencomputer: Das "Unknackbare" knacken

Der primäre Katalysator für diesen Stimmungsumschwung ist der rasante Fortschritt bei Quantencomputern. Während das Bitcoin-Netzwerk als Ganzes extrem sicher ist, unterscheiden sich ältere Wallet-Formate – insbesondere solche, die Pay-to-Public-Key (P2PK) nutzen – grundlegend von heutigen Standards.

  • Offengelegte öffentliche Schlüssel: In den ersten Jahren von Bitcoin wurden öffentliche Schlüssel oft direkt auf der Blockchain aufgezeichnet.
  • Shor-Algorithmus: Fortschrittliche Quantenprozessoren sind theoretisch in der Lage, den Shor-Algorithmus zu nutzen, um einen privaten Schlüssel aus einem offengelegten öffentlichen Schlüssel abzuleiten.
  • Gezielte Schwachstelle: Dieses Risiko gilt nicht für das gesamte Netzwerk, sondern speziell für die 3–4 Millionen ruhenden Coins, die in diesen alten Formaten gespeichert sind.

Falls ein Quanten-Akteur diese alten Wallets "knacken" kann, könnten Millionen von BTC den Markt fluten und einen massiven Angebotsüberhang erzeugen, der selbst die aktuellen Zuflüsse bei den besten Krypto-Börsen in den Schatten stellt.

Institutionelle Absorption vs. Dormant Overhang

Um die aktuelle Kursstagnation zu verstehen, müssen wir den Kampf zwischen institutionellen "Diamond Hands" und dem "Geister-Angebot" betrachten.

KategorieGeschätztes BTC-Volumen
Institutionelle/ETF-Bestände~2,5 - 3,0 Millionen BTC
Geschätzte verlorene/ruhende BTC~3,5 - 4,0 Millionen BTC
Umverteiltes Angebot (2025-26)~13 - 14 Millionen BTC

Die Daten offenbaren eine verblüffende Ironie: Die Menge an Bitcoin, die seit 2020 von der Wall Street, ETFs und Unternehmen aufgenommen wurde, ist fast identisch mit der Menge an "verlorenen" Coins, die potenziell durch Quantentechnologie gefährdet sind. Der Markt preist derzeit die Möglichkeit ein, dass das von Institutionen absorbierte Angebot durch den Wiedereintritt dieser uralten Coins neutralisiert wird.

Das Bullen-Szenario: Systemische Härtung

Trotz des "Quanten-FUD" ist die technische Realität differenzierter. Bitcoin ist kein statisches Protokoll.

  • Protokoll-Evolution: Entwickler forschen bereits an quantenresistenter Kryptographie (PQC) für den Bitcoin-Core.
  • Resilienz durch Umverteilung: On-Chain-Daten zeigen, dass im aktuellen Zyklus 13–14 Millionen BTC bewegt wurden – die größte Umverteilung der Geschichte.
  • Strukturelle Integrität: Dass Bitcoin trotz dieser massiven Coins-Bewegungen keinen totalen Zusammenbruch erlitt, deutet darauf hin, dass die Liquidität des Netzwerks tiefer ist, als die meisten Analysten vermuten.

Die Balance zweier Narrative

Der aktuelle "Dump" oder die Underperformance von Bitcoin resultiert daraus, dass der Markt einen theoretischen künftigen Angebotsschock gegen ein System, das sich stetig härtet, abwägt. Für Anleger, die ein Hardware-Wallet nutzen, bleibt das Risiko minimal, solange sie moderne Adressformate (wie SegWit oder Taproot) verwenden, die den öffentlichen Schlüssel erst bei einer Transaktion preisgeben.

Dennoch wird das "Geister-Angebot" wahrscheinlich weiterhin als Deckel für den Kurs fungieren, bis die Bitcoin-Community einen Konsens über ein quantensicheres Upgrade erzielt.

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