Bitcoin bricht den 4 Jahres Zyklus: Beginnt eine neue Marktphase?

Zum ersten Mal schließt Bitcoin das Jahr nach dem Halving im Minus. Das wirft die Frage auf, ob der klassische 4 Jahres Zyklus noch gilt.

Maximilian Schmidt

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Bitcoin Zyklus
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$Bitcoin hat möglicherweise einen historischen Wendepunkt erreicht. Über mehr als ein Jahrzehnt folgte der Markt einem klaren Muster rund um das Halving. Dieses Muster scheint nun gebrochen. Statt weiter zu steigen, schloss das Jahr nach dem letzten Halving im Minus – etwas, das es zuvor noch nie gab.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch Schwäche. Vielmehr deutet es darauf hin, dass sich Bitcoin weiterentwickelt und heute von anderen Faktoren gesteuert wird als in früheren Zyklen.

Der 4 Jahres Bitcoin Zyklus der Vergangenheit

Historisch gesehen folgte die Bitcoin-Preisentwicklung einer bemerkenswert konsistenten Struktur. Jedes Halving reduzierte das neue Angebot und löste in den folgenden Jahren eine starke Reaktion aus.

Typischer Ablauf früherer Zyklen:

  • Das Halving Jahr schloss meist im Plus
  • Das Jahr danach brachte oft die stärksten Gewinne
  • Anschließend folgten ein Zyklus Hoch und ein längerer Bärenmarkt

Dieses Muster prägte über Jahre hinweg die Erwartungen vieler Marktteilnehmer.

Warum dieser Zyklus anders verläuft

Das letzte Halving Jahr lief noch stark und passte zum bekannten Muster. Die Veränderung kam danach. Statt die Rallye weiterzuführen, schloss das Folgejahr im Minus und brach damit ein Muster, das 14 Jahre lang gehalten hatte.

Das heißt nicht, dass Bitcoin gescheitert ist. Es zeigt vielmehr, dass sich die Faktoren hinter der Kursentwicklung verändert haben. Wer also Bitcoin kaufen will, sollte genau wissen, wann der richtige Einstieg ist.

Was Bitcoin heute wirklich bewegt

Frühere Zyklen wurden vor allem durch zwei Faktoren dominiert: starke Angebotsverknappung und spekulatives Retail Interesse. Diese Faktoren spielen weiterhin eine Rolle, stehen aber nicht mehr allein im Mittelpunkt.

Heute reagiert Bitcoin deutlich stärker auf:

  • Liquiditätsbedingungen
  • Zinsentscheidungen und Zinserwartungen
  • Institutionelle Zu und Abflüsse
  • Übergeordnete Wirtschafts und Konjunkturzyklen

Bitcoin verhält sich zunehmend wie ein makrogetriebenes Asset und weniger wie ein reines Spekulationsobjekt.

Das Halving bleibt wichtig aber verliert an Gewicht

Das Halving ist weiterhin ein zentraler Bestandteil von Bitcoin, doch seine unmittelbare Wirkung nimmt ab. In den frühen Jahren wurden durch ein Halving täglich tausende Bitcoin weniger erzeugt. Beim letzten Halving lag die Reduktion nur noch bei wenigen hundert Coins.

Mit wachsender Marktkapitalisierung und höherer Liquidität verliert der reine Angebotsschock an Bedeutung und wird Teil eines größeren Gesamtbildes.

Vom festen Zyklus zum liquiditätsgetriebenen Markt

Statt einem klaren 4 Jahres Rhythmus scheint Bitcoin sich in Richtung eines liquiditätsgetriebenen Zyklus zu bewegen. Kursbewegungen hängen immer stärker von Geldpolitik, Kapitalflüssen und makroökonomischen Bedingungen ab.

Das spricht nicht für ein Ende des Zyklus, sondern für Reife. Bitcoin entwickelt sich weiter und passt sich einem komplexeren Finanzumfeld an.

Maximilian Schmidt
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Maximilian Schmidt

Maximilian Schmidt ist ein erfahrener Journalist mit einem Schwerpunkt auf Finanz- und Technologieberichterstattung. Mit über einem Jahrzehnt in der Medienbranche hat er tiefgehende Einblicke in die Welt der digitalen Währungen gewonnen.

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