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Mining und Weltraumforschung?

Steht Krypto-Mining der Weltraumforschung im Weg?

Crypto News

Die Krypto-Manie letzten Jahres erhöhte nicht nur den Bitcoin Preis sondern auch die Mining-Schwierigkeit für Krypto-Miner. Daten von BitcoinWisdom zufolge befand sich die Mining-Schwierigkeit Anfang 2017 bei 336,899,932,796 Einheiten, ein Jahr später sind es bereits 1,590,896,927,258 Einheiten – fast 5-mal soviel wie vor 14 Monaten.

Die sich stetig erhöhende Mining-Schwierigkeit bedeutet, dass ein Standard Laptop heutzutage nicht mehr in der Lage ist Kryptowährungen profitabel zu minen. Vor 5 Jahren waren Miner in der Lage das Äquivalent von 2 US-Dollar pro Tag mit einem herkömmlichen Laptop zu minen, heute können sie nicht mal mehr die Hälfte dessen in einem gesamten Jahr minen. 

Um profitabel zu bleiben, fingen die Miner an, GPU Grafikkarten wie beispielsweise die Nvidia GeForce GTX 1070 oder die AMD Radeon RX 580 zu erwerben. Hiermit konnten sie Ihre Hash-Power und damit ihre Profite erhöhen. Resultierend daraus bekamen wir dann die 2017 Grafikkarten-Knappheit.

Der Anstieg der Grafikkarten-Preise wird zum Problem für Radio Astronomen

Aaron Parsons, ein Professor bei UC Berkely, welches die  Hydrogen Epoch of Re-ionisation Array (HERA) leitet, findet die Preis-Explosion der Grafikkarten zum einen überraschend und vor allem nervig.

Ein wenig Kontext zum Thema: Das HERA ist ein Radio Teleskop, welches aus hunderten Antennen besteht, welche versuchen Radioemissionen, die den Kosmos durchdringen, abzufangen. Die riesige Menge an Daten die dies abwirft benötigt einen Supercomputer zur Datenauswertung. Diese Informationen werden dann dazu genutzt eine Karte des Weltalls zu erschaffen. Mit dieser Karte wird Parsons in der Lage sein, die ersten Sterne zu beobachten und hofft, eine Antwort auf die Frage zu finden, wie unser Universum von heißem Plasma zu einem Kosmos, bestehend aus Galaxien und Sternen, wurde.

Um seine Nachforschungen zu erweitern, plant der Wissenschaftler die Installation von weiteren 350 Antennen. Leider stellte er fest, dass die zusätzlich benötigten Grafikkarten zur Datenauswertung nun doppelt so viel Kosten wie vorherig geplant. Die Hardware die vor ein paar Monaten noch $500 kostete hat mittlerweile einen Stückpreis von $1.000 – Dies resultierte in $32.000 US-Dollar Mehrkosten, welche er nicht geplant hatte.

In einem Interview mit The Verge zeigt sich Parson über das Debakel enttäuscht.

„Mich nervt die ganze Angelegenheit schon ein bisschen. Ich hielt Kryptowährungen immer für etwas nebensächliches, daher bin ich schon ein bisschen überrascht dass dies nun einen Einfluss auf unsere Arbeit mit dem Teleskop hat.“ 

Dies ist allerdings nicht das erste mal dass Krypto-Mining einen Einfluss auf Astronomischen Fortschritt hat. Im Jahr 2014 hatte der Wissenschaftler Keith Vanderlinde ein ähnliches Problem als er einen Prototyp seines Canadian Hydrogen Intensity Mapping Experiment (CHIME) baute.

„Wir planten das gesamte Teleskop, alle Materialkosten inbegriffen, als Bitcoin über Nacht Schlagzeilen machte und sich der Preis der Grafikkarten plötzlich verdoppelte“, erklärte Vanderlinde.

Der weltweite Mangel an Grafikkarten wird mehr und mehr zum Problem für Astronomen, da die Knappheit die Forschung stark beeinträchtigt. Das könnte weitreichende Folgen haben und dazu führen, dass die Geheimnisse des Universums niemals gelöst werden.

Vanderlinde fügt hinzu: „GPU’s sind ein kritischer Bestandteil eines jeden Sternforschers. Ohne diese können wir im Endeffekt das Teleskop nicht eimal anschalten.“

Lernen sie hier, wie sie jeden beliebigen Altcoin kaufen können.

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