Du willst deine ersten Euro in Bitcoin oder eine andere Kryptowährung stecken und weißt nicht, wo du anfangen sollst. Diese Seite bringt dich in sieben Kapiteln dorthin: welche Kryptowährung für den Anfang taugt, wo du sie kaufst, was die Gebühren wirklich kosten, wie du sie sicher aufbewahrst und was das deutsche Finanzamt von dir will.
Du brauchst kein Vorwissen. Jedes Kapitel steht für sich, du kannst also direkt dorthin springen, wo deine Frage steht. Wenn ein Punkt dich genauer interessiert, klappst du die Vertiefung darunter auf. Willst du nur wissen, welche Kryptowährung du nehmen sollst, spring zu Kapitel 3. Weißt du das schon, spring zu Kapitel 4.
Was ist Bitcoin und warum gibt es ihn?
Bitcoin ist digitales Geld, das ohne Bank auskommt. Es wurde 2008 von einer Person oder Gruppe unter dem Namen Satoshi Nakamoto beschrieben und ging Anfang 2009 in Betrieb. Die Idee entstand mitten in der Finanzkrise: eine Währung, über die keine Regierung und keine Zentralbank allein bestimmen kann.
Drei Eigenschaften machen Bitcoin aus:
- Die Menge ist begrenzt. Es wird nie mehr als 21 Millionen Bitcoin geben. Diese Obergrenze steht in der Software, die alle Teilnehmer betreiben. Euro oder Dollar können Zentralbanken dagegen jederzeit neu schaffen.
- Es gibt keine zentrale Stelle. Statt einer Bank führen zehntausende Rechner weltweit dieselbe Liste aller Überweisungen. Wer betrügen will, müsste die Mehrheit dieser Rechner gleichzeitig kontrollieren.
- Du kannst selbst verwahren. Bitcoin gehört dem, der den passenden Schlüssel besitzt. Das ist die größte Freiheit und zugleich die größte Verantwortung, dazu mehr in Kapitel 5.
Warum ausgerechnet 21 Millionen, und wer ist Satoshi Nakamoto?
Die 21 Millionen sind keine runde Zahl aus Bequemlichkeit, sondern das Ergebnis der Ausgabelogik. Alle vier Jahre halbiert sich die Menge neuer Bitcoin, die an die Betreiber des Netzwerks ausgeschüttet wird. Dieses Halving lief bisher viermal, zuletzt im April 2024. Addiert man alle Ausschüttungen bis zum Ende auf, landet man bei knapp 21 Millionen. Der letzte Bitcoin wird nach heutiger Rechnung um das Jahr 2140 ausgegeben.
Satoshi Nakamoto ist ein Pseudonym. Hinter dem Namen erschien 2008 ein neunseitiges Papier, das Bitcoin beschreibt, und bis 2011 eine rege Beteiligung in Foren und E-Mail-Listen. Dann verschwand die Person oder Gruppe spurlos. Die ihr zugeordneten rund 1,1 Millionen Bitcoin wurden nie bewegt. Wer dahintersteckt, ist bis heute ungeklärt, und mehrere öffentlich vorgetragene Behauptungen haben sich als falsch erwiesen.
Was Bitcoin nicht ist. Bitcoin ist keine sichere Geldanlage und kein garantierter Gewinn. Der Kurs hat mehrfach binnen Monaten mehr als 70 Prozent verloren, zuletzt 2022. Setz nur Geld ein, dessen Verlust du verkraftest. Und Bitcoin ist auch nicht anonym: Jede Überweisung steht dauerhaft öffentlich in der Blockchain, sie ist nur keinem Namen zugeordnet.
Tiefer einsteigen: Aktuelle Krypto-Kurse im Überblick und Bitcoin Kurs Prognose.
Blockchain, Coins und Token einfach erklärt
An diesen drei Begriffen bleiben die meisten Einsteiger hängen. Sie lassen sich in je einem Satz klären.
Die Blockchain ist ein Kassenbuch, das viele Rechner gleichzeitig führen. Jede Seite dieses Buchs heißt Block, und jeder Block enthält einen Fingerabdruck des vorherigen. Ändert jemand eine alte Seite, passen alle folgenden Fingerabdrücke nicht mehr, und der Betrug fällt sofort auf. Daher der Name: eine Kette aus Blöcken.
Ein Coin ist die eigene Währung einer solchen Blockchain. Bitcoin läuft auf der Bitcoin-Blockchain, Ether auf Ethereum, SOL auf Solana. Mit dem Coin bezahlt man die Gebühren des jeweiligen Netzwerks.
Ein Token läuft dagegen auf einer fremden Blockchain, meistens auf Ethereum oder Solana. Er ist ein Eintrag in einem Programm, das dort läuft. Deshalb kann jeder in wenigen Minuten einen Token erzeugen, und deshalb sind die meisten Token wertlos. Das ist kein Nebendetail, sondern der Grund für die meisten Totalverluste von Anfängern.
| Merkmal | Coin | Token |
|---|---|---|
| Läuft auf | der eigenen Blockchain | einer fremden Blockchain |
| Beispiele | BTC, ETH, SOL, ADA | USDT, UNI, LINK, PEPE |
| Aufwand zur Erzeugung | eigene Blockchain, Jahre | wenige Minuten |
| Bezahlt Netzwerkgebühren | ja | nein, dafür braucht es den Coin |
| Typisches Risiko | Kursschwankung | Kursschwankung und Totalverlust |
Stablecoins sind ein Sonderfall. Sie sind Token, deren Kurs an eine echte Währung gekoppelt ist, meist an den US-Dollar. Ein USDT oder USDC soll immer etwa einen Dollar wert sein. Sie sind praktisch, um zwischen Käufen zu parken, ohne die Kursschwankung mitzunehmen. Verlassen kann man sich darauf nur so weit, wie der Herausgeber die Deckung tatsächlich vorhält.
Tiefer einsteigen: Was ist eine Blockchain?, Was ist DeFi?, NFT Guide und Krypto Staking erklärt.
Welche Kryptowährung sollte ich als Anfänger kaufen?
Die ehrliche Antwort zuerst: Es gibt keine Kryptowährung, die für Anfänger objektiv die beste ist. Es gibt aber zwei, die du verstehen kannst, bevor du kaufst, und das ist der eigentliche Maßstab.
Bitcoin ist das älteste und mit Abstand größte Projekt. Die Menge ist auf 21 Millionen begrenzt, die Regeln sind seit 2009 im Kern unverändert, und es gibt niemanden, der sie allein ändern kann. Wer eine Kryptowährung will, deren Idee sich in drei Sätzen erklären lässt, fängt hier an.
Ethereum ist die zweitgrößte und funktioniert anders: Auf ihr laufen Programme, nicht nur Überweisungen. Der Großteil dessen, was du später über NFTs, DeFi oder Stablecoins liest, spielt sich dort ab.
Alles darunter ist kleiner, schwankt stärker und verlangt, dass du das Projekt selbst beurteilen kannst. Das ist keine Warnung vor Altcoins, sondern eine Reihenfolge: erst verstehen, dann kaufen.
Was wir dir nicht sagen: welche Kryptowährung steigt. Das weiß niemand, und wer es behauptet, verkauft dir etwas. Was wir dir sagen können, ist, wo du sie zu welchen Gebühren bekommst. Vorher aber das, was du wissen solltest, bevor du überhaupt kaufst.
Wenn dich interessiert, wie einzelne Coins gerade dastehen: Unsere Kursübersicht zeigt die Zahlen, unsere Kaufentscheidungen ordnen sie ein.
Die drei Risiken, die dich wirklich treffen
Der Kurs kann sich halbieren, und zwar in Wochen. Das ist bei Kryptowährungen kein Ausnahmefall, sondern in jedem der vergangenen Marktzyklen passiert. Wer Geld anlegt, das er in den nächsten Jahren braucht, legt es falsch an.
Ein Totalverlust ist möglich. Nicht bei Bitcoin über Nacht, aber bei kleinen Projekten regelmäßig: Das Team verschwindet, die Plattform schließt, der Token ist wertlos. Je kleiner das Projekt, desto realistischer dieser Fall.
Fehler sind endgültig. Es gibt keine Bank, die eine Überweisung zurückholt, und keinen Kundendienst, der ein vergessenes Passwort zurücksetzt. Diese Freiheit ist der Kern der Sache und zugleich ihr größtes Risiko.
Die Konsequenz daraus ist keine Warnung vor Kryptowährungen, sondern eine Größenordnung: Lege nur Geld an, dessen Verlust deine Lebensplanung nicht verändert. Alle weiteren Risiken sind beherrschbar, wenn du die Punkte aus Kapitel 6 kennst.
Kryptowährungen kaufen: Krypto-Börsen, Online-Broker und was sie wirklich kosten
Für den ersten Kauf gibt es in Deutschland drei Wege. Sie unterscheiden sich weniger im Preis der Coins als in den Gebühren, und die sind der Punkt, an dem Einsteiger am häufigsten still Geld verlieren.
Krypto Börsen, Online Broker oder Neobroker
- Krypto-Börse. Du handelst direkt gegen andere Nutzer, die Börse vermittelt nur. Das ist der günstigste Weg, oft unter 0,2 Prozent je Kauf, verlangt aber ein paar Minuten Einarbeitung. Beispiele: Bitvavo, Kraken, Binance.
- Krypto-Broker. Du kaufst vom Anbieter selbst zu einem festen Preis. Das ist bequemer, kostet aber meist mehr, weil die Gebühr im Kurs versteckt ist statt offen ausgewiesen zu werden.
- Neobroker und Bank. Trade Republic, Scalable und einige Sparkassen bieten Krypto inzwischen an. Der Vorteil ist das vertraute Konto, der Nachteil ist, dass du die Coins dort in vielen Fällen nicht abheben kannst.
Der angezeigte Bitcoin-Kurs ist überall fast gleich. Den Unterschied macht, was oben draufkommt. Bei einem Sparplan über 100 Euro im Monat und fünf Jahre Laufzeit sieht das so aus:
Wo sich Gebühren verstecken, wenn keine ausgewiesen wird
Der Spread ist der Abstand zwischen dem Preis, zu dem du kaufen kannst, und dem, zu dem du im selben Moment verkaufen könntest. Er wird nirgends als Gebühr ausgewiesen, kostet dich aber genauso. Anbieter, die mit null Prozent Gebühr werben, verdienen fast immer hier. Prüfen kannst du es in zwei Minuten: Kauf- und Verkaufspreis derselben Menge nebeneinander legen und die Differenz durch den Kurs teilen.
Maker und Taker. An echten Börsen zahlst du weniger, wenn du eine Order ins Buch legst und wartest, statt sofort zum aktuellen Preis zu kaufen. Der erste Fall heißt Maker, der zweite Taker. Der Unterschied liegt oft bei der Hälfte der Gebühr. Für einen Sparplan ist das nebensächlich, für regelmäßiges Handeln nicht.
Die Auszahlung. Manche Anbieter nehmen für die Überweisung zurück aufs Bankkonto eine Pauschale, andere nichts. Bei kleinen Beträgen kann eine Auszahlungsgebühr von fünf Euro teurer sein als der gesamte Kauf.
Die Kontoeröffnung: warum ein Ausweisdokument nötig ist
Jede regulierte Plattform muss wissen, wer bei ihr handelt. Diese Pflicht heißt Know Your Customer und kommt aus dem Geldwäscherecht, nicht aus Neugier. Für dich bedeutet sie: Personalausweis oder Reisepass bereithalten, ein Video- oder Fotoabgleich per Handy, dazu meist eine Handynummer. Das dauert zehn bis dreißig Minuten und ist einmalig.
Zwei Dinge sparen dir dabei Ärger. Erstens: Der Name auf dem Ausweisdokument, dem Bankkonto und dem Börsenkonto muss identisch sein, sonst wird die erste Auszahlung abgelehnt. Zweitens: Wer die Verifizierung vor der ersten Einzahlung erledigt, wartet später nicht auf sie, wenn er kaufen will.
Anbieter, die Kryptowährungen ohne jede Ausweisprüfung anbieten, umgehen genau diese Vorschriften. Das ist kein Komfortmerkmal, sondern ein Hinweis darauf, wo du dein Geld hinlegst.
Finger weg von CFDs und Hebelprodukten
Bei manchen Plattformen kaufst du gar keine Kryptowährungen, sondern CFDs darauf, also Wetten auf den Kurs. Der Unterschied ist grundlegend: Dir gehören keine Coins, du kannst sie nicht abheben, nicht auf eine eigene Wallet übertragen und nicht ausgeben. Kommt ein Hebel dazu, reicht schon eine übliche Tagesschwankung, um deinen Einsatz vollständig zu vernichten.
Für den Einstieg gilt deshalb eine einfache Regel: echte Coins auf einer regulierten Plattform, kein Hebel, keine Derivate. Wenn ein Angebot damit wirbt, dass du „mit 100 Euro für 2.000 Euro handeln" kannst, ist es nicht für dich gemacht.
Woran du einen regulierten Anbieter erkennst: die MiCA-Lizenz
Seit dem 30. Dezember 2024 gilt in der ganzen EU dieselbe Regel: Wer Kryptowährungen anbietet, braucht eine Zulassung nach der MiCA-Verordnung. Für dich ist das der schnellste Filter, den es gibt.
Ein Anbieter mit MiCA-Lizenz steht unter Aufsicht einer europäischen Finanzbehörde, muss Kundengelder getrennt vom eigenen Vermögen halten und im Schadensfall haften. Ein Anbieter ohne diese Lizenz darf in der EU gar nicht mehr aktiv werben, und wenn er es trotzdem tut, ist das das deutlichste Warnsignal, das du bekommen kannst.
Prüfen kannst du das selbst: Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA führt ein öffentliches Register aller zugelassenen Anbieter unter https://www.esma.europa.eu/esmas-activities/digital-finance-and-innovation/markets-crypto-assets-regulation-mica
In unserem Vergleich der regulierten Krypto-Börsen haben wir diese Prüfung für die gängigen Anbieter bereits gemacht.
Wie das Geld auf die Börse kommt, und wo der Spread sitzt
Einzahlen per SEPA-Überweisung. In aller Regel überweist du von deinem Girokonto. Das dauert einen Werktag und kostet nichts. Sofort geht es per Kreditkarte oder Sofortüberweisung, das kostet aber meist ein bis zwei Prozent extra. Für den ersten Kauf ist die SEPA-Überweisung fast immer der günstigere Weg, weil dein Guthaben ohnehin ein paar Tage auf dem Konto liegt, bevor du es ausgibst.
Und der Spread, den du oben schon kennst. Bei Krypto Börsen liegt er meist unter 0,1 Prozent, bei Neobrokern häufig zwischen 1 und 2,5 Prozent. Wer nur auf „0 Euro Ordergebühr" schaut, zahlt ihn trotzdem.
Worauf du bei der Auswahl achtest
- Ist der Anbieter in der EU zugelassen? Seit der MiCA-Verordnung brauchen Krypto-Dienstleister eine Lizenz einer europäischen Aufsicht. Prüfe das, bevor du Geld überweist.
- Welche Gebühr steht wirklich auf der Rechnung? Achte neben der Handelsgebühr auf den Spread, auf Ein- und Auszahlungsgebühren und auf die Kosten beim Abheben der Coins.
- Kannst du deine Coins abheben? Wenn nicht, kaufst du nur eine Kurswette, keine Kryptowährung.
- Gibt es Sparpläne? Für Einsteiger ist der regelmäßige kleine Kauf meist die ruhigere Strategie als der eine große Einstieg.
Wir prüfen die Anbieter laufend und halten die Gebühren in unseren Vergleichen aktuell: Die besten Krypto-Börsen im Vergleich, regulierte Krypto-Börsen und Broker oder Exchange, was ist der Unterschied?
Wo deine Coins liegen: Börse, Software-Wallet oder Hardware Wallet
Eine Wallet ist kein Portemonnaie. Deine Coins liegen immer in der Blockchain, die Wallet verwahrt nur den Schlüssel, mit dem du darüber verfügen darfst. Daraus folgt der wichtigste Satz dieser Seite: Wer den Schlüssel hat, hat die Coins. Liegen deine Coins auf einer Börse, hält die Börse den Schlüssel, nicht du. Diese Verwahrung heißt Online Wallet oder Hot Wallet. Ihr Gegenstück ist das Cold Wallet, dessen Schlüssel nie ins Internet gelangt.
- Sofort handelbar
- Passwort vergessen ist kein Totalverlust
- Insolvenz oder Hack trifft dich mit
- Konto kann gesperrt werden
- Du hältst den Schlüssel
- Zugang zu DeFi und NFTs
- Schadsoftware auf dem Gerät ist gefährlich
- Kein Rückweg bei verlorener Wiederherstellungsphrase
- Schlüssel verlässt das Gerät nie
- Auch ein befallener PC kommt nicht heran
- Kostet Geld
- Wiederherstellungsphrase muss sicher liegen
Die Wiederherstellungsphrase
Beim Einrichten zeigt dir jede eigene Wallet zwölf oder vierundzwanzig Wörter. Diese Phrase ist deine Wallet. Wer sie kennt, kann dein Guthaben von jedem Gerät der Welt abräumen, und wer sie verliert, kommt nie wieder heran. Es gibt keine Zurücksetzen-Funktion.
- Schreibe die Wörter auf Papier oder präge sie in Metall. Ein Foto in der Cloud ist ein Foto im Internet.
- Bewahre sie an einem Ort auf, den weder Feuer noch ein Einbrecher zuerst findet.
- Gib sie niemals ein, außer beim Wiederherstellen der Wallet selbst. Kein Support fragt danach, niemals.
- Teste die Wiederherstellung einmal mit einem kleinen Betrag, bevor du dich darauf verlässt.
Was tun, wenn der Betrag größer wird als ein Gerät verkraftet?
Ab einer Größe, bei der ein einzelnes verlorenes Gerät wehtun würde, gibt es zwei etablierte Wege. Der erste ist eine zusätzliche Passphrase, oft das dreizehnte oder fünfundzwanzigste Wort genannt. Sie wird nicht mit den anderen Wörtern aufgeschrieben, sondern getrennt aufbewahrt. Wer die Zettel findet, kommt ohne sie nicht an das Guthaben.
Der zweite Weg ist Multisig. Dabei braucht eine Überweisung die Zustimmung mehrerer Schlüssel, zum Beispiel zwei von drei. Ein Schlüssel liegt zu Hause, einer im Bankschließfach, einer bei einem Dienstleister. Der Verlust eines einzelnen Schlüssels ist dann kein Verlust des Guthabens. Der Preis ist Aufwand, deshalb lohnt sich das erst ab Beträgen, bei denen dieser Aufwand im Verhältnis steht.
In beiden Fällen gilt: Erst testen, dann befüllen. Richte die Konstruktion ein, überweise einen kleinen Betrag, stelle sie einmal vollständig aus den Sicherungen wieder her und überweise den Betrag zurück. Wer das überspringt, merkt einen Fehler erst, wenn es zu spät ist.
Die drei häufigsten Betrugsmaschen 2026: gefälschte Support-Konten in Telegram und Discord, die sich bei dir melden, nachdem du öffentlich eine Frage gestellt hast. Gefälschte Wallet-Apps in den App-Stores, die die Phrase abgreifen. Und Anlageberater, die sich über Wochen Vertrauen aufbauen und dann eine Plattform empfehlen, von der sich nichts auszahlen lässt. Allen dreien ist gemeinsam: Der Kontakt kommt zu dir, nicht du zu ihm.
Tiefer einsteigen: Kryptowährungen sicher lagern und Trezor Safe 5 im Test.
Die sieben häufigsten Anfängerfehler
Jeder dieser sieben Punkte kostet Geld, und jeder ist vermeidbar.
Krypto und Steuern in Deutschland
Kryptowährungen gelten in Deutschland als sonstige Wirtschaftsgüter, nicht als Kapitalanlage. Deshalb greift nicht die Abgeltungsteuer von 25 Prozent, sondern Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes, das private Veräußerungsgeschäft. Das klingt nach Nachteil, ist aber für Langfristanleger der günstigere Weg.
| Fall | Steuerliche Folge |
|---|---|
| Du verkaufst nach mehr als 12 Monaten Haltedauer | Steuerfrei, unabhängig von der Höhe des Gewinns |
| Du verkaufst innerhalb von 12 Monaten | Steuerpflichtig mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz |
| Alle Gewinne aus privaten Veräußerungen im Jahr unter 1.000 Euro | Steuerfrei durch die Freigrenze. Ein Euro darüber macht den ganzen Betrag steuerpflichtig |
| Du tauschst Bitcoin gegen Ethereum | Gilt als Verkauf und Neukauf, die Haltefrist beginnt neu |
| Du bezahlst mit Krypto | Gilt ebenfalls als Verkauf |
| Du erhältst Staking- oder Lending-Erträge | Sonstige Einkünfte, steuerpflichtig ab 256 Euro im Jahr |
Was mit Verlusten passiert, und warum die Reihenfolge zählt
Verluste sind nicht verloren. Wer innerhalb der Zwölfmonatsfrist mit Verlust verkauft, kann diesen mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften desselben Jahres verrechnen. Bleibt ein Rest, lässt er sich ins Vorjahr zurücktragen oder in kommende Jahre vortragen. Voraussetzung ist, dass der Verlust in der Steuererklärung angegeben wird. Wer ihn verschweigt, verschenkt ihn.
Die Reihenfolge bestimmt die Steuer. Hast du Bitcoin mehrfach zu unterschiedlichen Kursen gekauft und verkaufst nur einen Teil, muss feststehen, welche Einheiten verkauft wurden. Die Finanzverwaltung akzeptiert die Annahme, dass die zuerst gekauften auch zuerst verkauft werden, genannt FIFO. Bei getrennten Wallets darf je Wallet gerechnet werden. Das ist kein Detail: Ob die verkauften Bitcoin schon länger als zwölf Monate lagen, entscheidet über steuerfrei oder voll steuerpflichtig.
Ein praktischer Hinweis. Wer regelmäßig kauft, hat nach zwei Jahren dutzende Zugänge mit unterschiedlichen Fristen. Von Hand ist das kaum sauber zu führen. Genau dafür gibt es Steuertools, die deine Börse auslesen und die Fristen mitzählen.
Wichtig, und oft übersehen: Die 1.000 Euro sind eine Freigrenze, kein Freibetrag. Bei 1.001 Euro Gewinn sind nicht ein Euro zu versteuern, sondern 1.001 Euro. Und seit 2026 melden Krypto-Dienstleister in der EU die Geschäfte ihrer Kunden automatisch an die Finanzverwaltung, das ist die DAC8-Richtlinie. Wer bisher darauf gesetzt hat, dass niemand nachfragt, sollte diese Annahme streichen.
Was du praktisch tun solltest: Führe von Anfang an eine Liste mit Datum, Menge, Kurs und Gebühr jedes Kaufs und Verkaufs. Nach zweihundert Trades ist das rückwirkend kaum noch zu rekonstruieren. Ein Steuertool erledigt das automatisch, indem es sich mit deiner Börse verbindet.
Wir haben die deutschen Regeln ausführlich aufgeschrieben und die Tools verglichen: Kryptowährungen und Steuern in Deutschland, Anleitung für die Steuererklärung und Krypto-Steuer-Tools im Vergleich.
Dieser Abschnitt gibt den Stand vom August 2026 wieder und ersetzt keine Steuerberatung. Bei größeren Beträgen oder gewerblicher Tätigkeit lohnt sich der Gang zum Fachmann.
Die wichtigsten Begriffe auf einen Blick
Vierundzwanzig Wörter, über die du beim Einstieg stolperst, jeweils in zwei Sätzen erklärt. Tippe auf einen Begriff, um die Erklärung zu öffnen.
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Ein ausführlicheres Nachschlagewerk bauen wir gerade auf. Bis dahin führen dich diese Seiten weiter: Blockchain, DeFi, NFT, Staking, Airdrop.
Dein nächster Schritt
Wenn du jetzt starten willst
Der erste Kauf ist unspektakulärer, als die meisten erwarten. Du legst ein Konto bei einer regulierten Börse an, weist dich einmal aus, überweist Geld und kaufst. Der ganze Vorgang dauert beim ersten Mal etwa zwanzig Minuten, danach zwei.
Welche Börse zu dir passt, hängt davon ab, ob du einmalig kaufen oder regelmäßig sparen willst, wie wichtig dir eine deutsche Oberfläche ist und ob du deine Coins abheben möchtest. Welche Anbieter das erfüllen, steht in den Vergleichen unten.
Alle Grundlagen im Überblick
Diese Seiten vertiefen einzelne Kapitel. Du brauchst sie nicht der Reihe nach zu lesen.
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